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Full text of "Astronomische Beobachtungen an der K.K. Sternwarte zu Prag im Jahre .."

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Beobachtung... 
an der K.K. 
Sternwarte zu 
Prag im ... 



K.K. Sternwarte zu 
Prag 



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0 ^ ^JilTif^'i 



ASTRONOMISCHE BEOBACHTUNGEN 

ANDER 

K. K. STERNWARTE ZU PRAG IM JAHRE 1884» 

BNTBALTBDI) 

ORiGlNALZEiCHNUr^GEN DES MONDES. 



Auf öfibntliehe Kosten herausg^egeben 

ran 

t 

Professor Dr. L. WEINEX, 

fiinclor der k. k. Sternwarle in Prag. 



Appendix sum 45. Jahrgang. 

dlit 4 Tftf«Iii in H«li«|prkT«re «ad 7 Holt«eliaitt«iiV 



PRAG. 

LIBRARY THE 



Inhalts - Verzeichiiiss. 



8*lu 

Vor»t.rt Iir 

Ik'tncrkuiiKfn zu einz<;lncrj Inatnimtntcn 1 

Untcnmctititigon an Inulrutianka ; 

o. SUbilititt der Anstellung des Stoiulieirgchen AegautorcaU 7 

b. Hftlbroower dei St«iiiheir«<:h«n King-.Microineter» 10 

e. tUceiitriciUt (l»8 Trooghton'tphen Sextanten 17 

d. VergröM^rung der Beobjichtungjj-Konirölire 2S 

Beobachtanggg des CnmetPii Pop»-Brooki (1884 I) 90 

j Wolfdgsnil) 33 

Beobachtung von kleinen Planeten 3-t 

j Nebelflecken 35 

j ., Juiiit«r»1rahantpo-Verfinaterungen 40 

5 . Sterubedecknngen durch den Mond 43 

j , Slemschnuinien 4'! 

Botimmung de« atitronnmiyclien Aximuihe« der Mini lur die abtolutcn inagaetinohen Meaaiingeu 4<8 

KigenaHige Wahrnfhmuog auf der Jnpiter«cheibe am 17. Februar 1884 57 

Zeichnungen von Mondkrateni und Mi u ilandiichaften 59 

Tafel für Arinmth, Höhe und pai^ilhü tiM hen Winkel au» Stundenwinkcl und Doclination de» Getümo» [hzti. 
txiT IiMung der ningekrhrten Aufgabe! Iftr die geographische Breite von l'rag • . . . . 



in 



VORWORT. 



Dem lil>cnU(>ii Kutgegeukommeu des bobeii k. k. Müiutenuius für CuUuh uihI UiikuTiciit in 
Wien, wdobea in bereitirilUgftter Weiae die &üttel zw Pablkatioii d«r, an der k k. 8terninurte wa 
Trsig iiu JuLre lö84 angvsU'Uteu, astrouoiiüscben Ikobacbtungon bowilligti', verdanke icb es, dass 
(lii-sulln'ii iiij r<:ilrrr'ti(lcii <l"i' Oeffentbebkeit übcrgfliini wi'id.u körait'n. Ans d'-v Aiilii<.'r uud Durob- 
lubiiiiig dieser lJeobai;btungeu wird es zur lieiitige ci-sicbtlicb sein, unt welchen bcbwierigkeiteu 
die tttoonoiniache, beobaohteod« Tbiti^«it an der Pkager Stenraarte, «ddiei Institut dringoid 
«üier Oittrerindticnng und eines Neubaun bedarf i im Augenblicke Terkniipft igt, und dass Zeit 
und Mübe kaum im Verbältniss /u den, g'f^onwiirt;!; nn ibr en-eicbbarcn , I!i*iiltaten sieben. Die 
ungünstigsten Momente sind: dass bei der grossen i^lübe des Steniwarteutliurnies von isolirten 
rfeileru Air die liutrumente nicht die Rede sein kann, dass lemer in £rnuuiglung oinea zn ö&endon 
und drebbavea Dache« au Thflren hinaua und imnitten emer randienden, geiiuadnolleB Stadt 
beobadltet werden muss, wie dies bereits im 44. .lobrgunge der .Vnnabu der Prager Sternwarte 
henorgeboben »onb ri is». W;ili: i ;iii ;ui')i re?) Ortes daiüber nacbgedaobt wird, wii- It< nl>;i( )if uüiieii 
veildiiorl werden können, tritt luer olt die Frage berou, wie die Beobacbtuugen ülieriiaupt zu 
bewerhatelUgen wktvn. Derart galt es durdnvega: .eich nach der Decfco su streebea* und den 
fieobadttungsplau dem ungünstigen (iebiiude und der bescbeidenen Ausribtung desselben anzupassen. 

Wenn icb aucb zur eigenen OrietitiruHr; iilu r das Errciebbare an der jetzigen l'rager 
Sternwarte eine gewisse älaouigfoltigkeit der lieobacbtuugeu anstrebte, su legte icb doch besuuderen 
Werth anf die BanSeilnqg exaeter Zeiehniuigen von llondkralern und Mondlandschaften «n der 
Bdenebtimgignnze, welche selbst bei geriagea instrameotaleD Mitteln durch die Fertigkeit und 

Soi"gfalt des Zeichners Bedeutung erbalteu können , obwobl auch hierbei das Resultat durch die 
Beobachtung zu iliiircu hinaus dein rmfiuig«' nacli bescljriiiikt und durch den iLiucb der ^!ta<lt 
beeiiitrüchtigt erscheinen musste. immerhin übergebe ich hiermit den Astronomen drei Tafeln mit 
16, von mir angefertigten, Originaheichnttiigen des Mondea, die von der Pariser Firma Goupil 
<& Comp, in Heliogravüre ausgeführt worden und welche, wenn sie auch leider die Feinheit und 

Plastik der (Jriginale nicht erreichen, iloch Iiit.nesse eiregen dürften. Die vierte Tüfrl ist eine • 
erneuerte iteproductiou des der diitten Talel 7.u Grunde gelegten Materiales nach demselben 
BeliofcavunhVerfiduaik durch das k. lt. militär-geographiteho Institut in Wien, die 
sieb eiftvuliclier Weise mit gzQsserer Trvat den Oqginalaeidinangen anachlieasL 




IV 



In dies« bmniuluiig von uätiünouiiscLen ItcolMicbtuugeQ des Jahrea l'^S4 bind auch einige 
Bcobodituiigeii dei Jabrei 1869 mit anteenoraiDe», wie dies bereite im 44. Jalu-gange iu Auasidtt 
geitellt worden ist Die BeduetioD der BeoWbtiingen gesdhab zameist durch Herrn Almuten 

Dr. 6. Gruss. Div am Si-hlussi- tlieser Publii'alion gegrliene Tafel zur Ermittlung \ou Azinutb, 
IliilMf uiiil t'.irullHctischfJii Winkel aus Stundcowinkel um! Declinatioii fUs ficstini. s (lipzw. 7(ir 
Losung ik-r unigekclirtt-n Aufgabt!) fiir diu geogruphische Breite von Trag ist in ihren dotininwn 
Werfhcn von Horrn AwiBteDtmi Dr. & Sobwarx berecbnet wordeo. Bei der Unteitnebung d<s 
Trouglitün'si'bcu Sextanten, uieht niindt r bei anderen astronOmiKben ArbeiteD tewtete Herr Stud. 
aatron. W. L&aka bereitwillige und ersprieMlicbe Dienste. 

Frag, im M«re 18$$. 



,L Weiuek. 




Üemerkimgen zu einzelueu liisti umenteu. 



Der SteinlieU'sclie Retractor vou sechs Zoll OciTuung, boi wcUiiem in <ier Publication 
des Voijalirss beoiwkt wordw, das» die nngfinstigB PUeinnig dewelben id dem, neuenm wittra- 
tchaftiichcii Antorderungcu iiicLt gfiiügciideii, Stoniwartoritliuruio nicht einmal gtstatte, die Sonne 
von Ende März bis Kndc ^^Piitcnilicr zu sehen, pcscliwr-i^c 7ti 1i(Miliri.y)ff>n. wiinli- Anfin? April 
a&ber zur Südtbüre des Tburuies verscbobon. Wenn auch hieniurcii das Ijinlegen des lubtru- 
mente» nur audir b« offisDer Thtn nosUcb «nduen, ao wmd« doch an StebilitSt und tumeatlicli 
an BeobachtwignpidiMiBi \om nur DMÜutiaii +34* gewoonen, so daas murnndir Sonn« und Mond 

(letzterer, so lange lüc Xripmur diT ßalin df^^if^lTipn rrfcrn doii Frdiiqit-dor sich nicht dem 
Maxim alwerthc nähert) zu allen Zeiten des Jahres im Meridiane zu erhalten sind. Der zweite 
Umstoud war mir wegen des beab«icbtigteo , fortlattfenden Zeicbneus von Mondkratcm und 
IfondlaiHiflcbafteD tqh WicbUgkeit. 

Diasas Imtnutent wurde tintar dar DirecüOBHoraBtain erworben, daaRafariinJabre 1870 

fiir "OS fl süddeutscher Wiihninf?. dxs Stativ im Jahre 1873 für 2400 fl. süddeutscher Währung. 
Dsisselhc ist im Stomwarten-linftitnr fnlj»cnd angerührt: „Ein grosses Kernrohr von ('. A. Steinheil 
Sühne in MUncheu, 72 Linien Oeünung, 84 Zoll lireunwuite obuc Stativ mit drei astronouiiscbca 
Oeularen tob Aeqnivalent Brennweite: |, ) nnd | Zoll; Sonnengha; Oigectivkopf zum Centriren; ein 
Microscopocular mit (j72-maliger Vcrgrüsserung ; ein astronomisches Ocular Ap<|uivalent-ßreDnwoite 
1 Zoll. Krcismieronieter — Stahhing auf Planglas; Sucher 1'2 Linien Oeffnunp, !> Zoll ItiTiinwoit*!" — 
und „ein pamlkctisches Sttitiv zum Gsölligen Feiurohre von Steinbeil, mit ätabluxeu und Kreisen, 
Aequilibriniiig nitLaafeewicbtaD, ferner ein Fasskrenz zur AzimutbeorrGctioD." Diesen Kotisen «ei 
angefiigt, daas der Stnndenkreis von 2 au 2 Zeitou'nnten, derDedinationakreia «oa 90 au 30 llogen- 
minuten gcthnilt ist. wobei die beiden Nonien des ersteren unrnittelbar 4 Zcitsernnden, jene des 
letsctereu einzelne 1 »ogenniinuten abzulesen gestatten. 

Da bei diet>em ßefractor ein Oculnr xwtscLcu den vovbaodoncu Vcrgrii&serungen vou 8*> 
and fddte und «m solches gerode bei dem Präger Luftznstaode Toranssichtlich gutu Dienste 
an leutoa verapraeh, ao wurde ein neues Ocular mit J Zoll AenuiTaleni-Brennveite bei A. Steinbeil 

Söhne in München bestellt. Dasselbe ergab eine ri!)-fache Vergrilsserung und wurde zum Zwecke 
von Aufstellungsbeobachtungen mit einem einfachen Fadenkreuze vorsehen. Abgesehen von einem 
scbwachon RetlexbiUlo in der Mitte des Feldes zeigt es präcisc, scharfe Bilder und eignet sich gut 
tu Moudbeebabbtangeo. 

Ein Fadenaicrometer besitzt das Instrument nocb nidit, und die Positionsbestimmungen der 
Gestirne gesebeben mittelst einea fiingmicrometen bei dunklem Felde. Dasselbe bestebt aus einen 

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— 2 — 



•StuLlriiigc, Mdi'ltt-r aul t tuo (jUnpHiiiliK-k- Gböplattc gekittet kt. AuägoLeuil vun iler Anschauung, 
dum die An- und Austritte beim Stshlring, iro du VetwhwiDd«B und namentlkib das Encbeinen 
des Stern«« uuTorbereitct eoBcbiebt, xiemlieb uageaan sind, wurden .Mo<lificattonen der Beobachtung 
(lurcli scbwaclie l!oleu(.'lituii<( lies Feldes vom Objectivf uns (durch Couistniition i-iiuT klfineii. in 
allen Laguii vou äi>ib»t äiiuilibrimuleu Lampe am O^iecttvkopt'o und Aiiucadung einer JU«leucbtUDg»< 
blende) gemncht, die in der Thnt etwma bessere Benltate ergaben, naturgemäsa nber nur bei belleren 
Otgecten «nwexHlbar waren. Da weiter die Absicht voriag, ancb Versuche mit einem Microuteter, 

dna stillt eines uuiiuri hsii litigen Ringes nur zwei concriitrisi-lie Krei<ilint<>i! ;uitVic<.c. zu uiaciieu. wandte 
iili niieli diesl)o/iij;lieli. fit'leitet von einer Notiz iiti (ifi. Itaiide der Astrononiisi'lien Niielirieliteii 
Nr. luT."j, an l>reithuupt in Cassel, wcleLer zwei solche ülasmicrumeter lieferte, ein eratt-i mit 
ausgexeirbnet scliou gexogenou. feinon Linien, und ein «weite» mit IcrKAtgen Linien, die aber leider 
sabirelclic Ausaplittcrunui'ii des (iluses, wenn uui ti svnnuetnseh /u den llauptlinien . zei>;t('n. eine 
l'iilge des stärkeren I)ruekes uiit dem IMainanten. Spiiter lieleile mir Hr. Meelianiker Heyde in 
l)re!>Ueii auch »tuikliuige (iluäuiicruuieier von tuUellutteui Auäselien, die sich unter Auderetii /.u 
ProjectionsbeobachtuDgen der Senne vorzüglich eignen. Wie erwartet, dnss die Beobachtung an 
sokben Kreislinien durch Fixirung xweier (An- oder AuaitrJttc-) Mooiente dee Sternes und Wabr- 

iieliuiunK seines ;.';uizen Wcl;i-s !id;i<|U;it den I'iiss4iKelieülnielitunKen an laden werden niiisste, traf 
C:* aueli in di r H;iii|>t>aeiie ein. lit-£tigliclie l>att'U l'ol^'en weitiT unten. I in die FucUSsirun^' zu v<-i-se]iif- 
den«n /liten notiren zu kiinnffi. wurde an der Oeularauszu^'srolire eine Millimeterscitl:» ;ui,i;i-lir.ielit. 

Dcu Prager Alerid iaakri'is UnM uh m einer lüste rcrpaekt, uUu nicht in Verwxudiuig. 
Er ficheint seit 18:28, in welchem Jabre die Sternwarte ihn erhielt, unbeniitst zu liegen. Um dieses 
kostbare Instnniu nt nidit weiti r dein \ Cidorhen jueisge^dx-n zu wissen, wxirde es am 10. Januar 

ausge|>ai-kt. |)rüvis<u isi Ii iinf einem llolzstative autgestellt umi surfifaitifrst jrereiriifjt. Uelier die^. «i 
luslrunu'nt ist im Stcrnwarten-lnvi-iitar Mim.laln e lt»-l(l von I)irvet<»r Kreil das FolgL-nde aii^'ei'iilu t : 

„l^iu (IrvitüMigcr Mvridiunitrtii» nach Iteicbenbuch geari>eitt^t aus «biu Wit*uer poly- 
technischen Institute. I)a man aber wegen Mangel an Baum dieses InatEumentf welches für eine 
neue Sternwarte bestimmt ist, nicht gebrauchen kann, so hat Astronom David su dem höchst 

vortn Ifiirlien Objeclive von Fraunhofer von (iSj lüoll BlWinweite und 4 / !! f 'ertiv-Oeffnung. 
VNeklii's die j/anze Zeit uri^rebiaui lit vorhanden war, ein eigenes TSiilir summt \ luriehlunq' zum 
tViitrü't^u vtrürligeu hiweu, um bei Juitilers-rrabiUiteu-Vi;rlins>leruugeu, bternhcUeckuuiieii und 
anderen freien Beobachtungen davon Gebranch machen zu hunnen.* Hierzu sei noch ergänzt, daas 
der äehüue Verticalkrcis des Inslrunnntes von :> zu .'t liogenniinuti t« ^jetheilt iüt und mittelst mi i, 
um IKt" von einander abstehenden. Nonicn aligelesen wird. Letztere zeigen eine Tlu-ilung in 
!tO parte», gestalten aUu eiue direitu Ablesung von 2 liogensecunden. Würden difse Nouieu durch 
Microscope «setzt, so müaste dieser Meridiankreis mit seiner in jeder Beziehung trcßliclieD Kin* 
ricbtmig als ein vorzügliches Listnunent bezeidinet werden. Meine Einsicfatnabme in die alten 
Sternwarten-Rechnungen er>;ah, duss dieser Mei idi.inkieis jiuf die Tnitialivr des Dincturs David 
bestellt worden, da^fs die hohe Uegierung datiir im Jahre IsJ-' lf)«)(t t1. t'imv. Münze bewilligte 
und das* Uui'selbe im Mai l;>2^i vom polytecluiisulieu Institute iu Wien au die Troyer .Sicruwarle 
mit einem Instructionssdircibcn über dieses Instrument und seine Aufteilung von Chr. Stark 
abgeliefert wurde. 

D.is Prager PclHsa^eilintitrumeut mit Fraunhofersehem Ohjeetiv. welehe-i gleieh- 
zeitiü mit ileni i-i wähnten Meridi.inkreis bewilligt, boteilt und eingi lieleit wordi-n. fand ieh ebenfalls 
ausser Gebrauch lu einer Kiste vor. Leber dassellte berichtet das (uigefülirte Ih4Ü-er Inventar: 
«Eid Mittagtfemrobr von 6 Fuss sammtAufsucluingsk reis aus dem Wiener i<olv technischen Institute. 



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_ 3 — 

Dm G)tt iat von FranaLofer, .bat 75 Zoll Brennweite und 4 Zoll » Linien ObjeetiT-Oefinung*. « 
Die Sternwarten-Aetea ergeben, dasa iiir dasielbe tod der hoben Regierong 3200 fl. Conv. Mttnze 

bewilligt wan'n. Auch dieses wertlivon,. lustrament scheint seit »lein Jahre 1S2.S niiht wesentlich 
heuützt worden zu sein, weil die ulto htcrnwurte eine rationelle AulstellunK dessflhcn nicht 7ii!iVss 
und dos Hoä'on auf eine neue Sternwarte ciu vei-gcblichcs geblichen. Wii- Labeu iu dietseni l ulle 
das beklagenswerthe FaeUun, dan ein Caiiital von 6200 II. Conv. Mfinne aeit 1828 unveninet in 
Kisten lagerte nnd vielleicht ncx-b Jahre lang unbeniit/t bleiben musB, bis entlhVb eine neue, üeit» 
gemüsse Pra^^'t-r !^ti rnwarte auferstehen wird - während die astronomische Wissenschaft in diesem 
Italbeo, fiir die l'niger .St£ruwai-to völlig todt«», Jabrbuadert die M8cb&s(t;u und gi-ossurti^sten 
Foitadnitte gemnrbt bat. 

Ein Truugtltuu seher Vollkreis aus dem Jahre ltSU4 reiht &ich dies«u banden Insti-uniente» 
in Reicher Weiae an. Derselbe ist proviaoriKh im astronomiscfaeii Uuseum der Sternwarte anfgestellt 
nud kann gegenwärtig ebeafidla ntebt auf den Himmel angewaudt werden. Dag bemerkte Inventar 

rdhil an! ,Ein (lrf"if;i««:«:<'r Vollkreis von Troiighton in Ij;:Hlr.ii. I-'H nn^escluilTt und aus dem 
Studienfonde bezahlt." Er diirfbi^ nach den Acten rund 4Ü00 tl. Conv. Münze gekostet haben und 
ist gleichfall!, auf di> Initiative A<m Dircctora David erwoi'ben worden. 

Dei"selbe bemerkt im 7. Baude der Astronomischeu NiichricUteu p. IC, dasa dieser Vollkreis 
im Jahre 1827 von dem gronen Astronomen Sessel bei seinn Dttrebroise dnrch Prag in Augen- 
schein genommen worden, welcher sehr bedauerte, ilass an der I'rajter Sternwarte kein angemej.*ipucr 
Ort vorhanden ist. detiselbeti zum tliebraucbe fest aufzustellen. D.ivid bescblieNSl die betreffende 
}ioUz vom 27. Mui 1826 über die hauptsächlichen lustrumeute der Präger Sternwarte mit den 
Worten: .Da Seine Majestät Kaiser Frani die Prager Sternwarte mit so vor- 
trefflieben Instrumenten ausgerastet haben, hat man Grnnd zu erwarten, dasa 
Seine Majestät auch eine zweckmässige ueue Sternwarte It erstellen werden, 
um diese kostbaren Instrumente fest aufzugtelleu, und zum Nut/en der U is- 
senscbaft zu gebrauchen." — Die Theilung des Volikreises ist auf Messing und geht von 
9 nt 5 Bc^nminnten; die Ablesung geecbieht mittdst nreier Hicroscope, die um 180* ausetn- 

anderstchen und dcrcu Trommeln in (10 Theile getheilt siodf wobei 5 volle Vmdrsfanngen der 
Tromm<'l auf 5' gehen, also 1 pars der Trommel = 1" ist. 

T>.i<5 Schrocder^schc PaHsaffeninntnirHPTit der Sternwarte ist , wie in der m rjÜ.ngen 
Pablication bemerkt worden, in iaufeuder Thütigkeit ; uur lässt das Beobucbtuugslucal, iu welchem es 
aufgestellt ist, Alles au wlasdben ilbrjg. Das instmmeat ist im 1846-er Inventur angefahrt nnicr: 
«Paaaage-Instnuttent von Sefaruter (beisae: Sehroeder aen. & jun. Gotha), 4 .Fnas lang, 1804 ange« 

schaift nach dem Mustorfemrohr auf der Scoberger Sternwarte." Der von mir angetroffene Zustand 
des-selben erlicischte eine gründliche Umarbeitung, welche dem l'räcisions-^Iech.'^niker (i. Ileyde 
inDresdtu lUi Frühjahr 1S84 übergeben wurde. Im Folgenden seien diese Acndei-ungen aufgezählt: 

1. Da das alte i adennetz au» 5 Fäden be&taud, deren Abstand von cinauder je 2&,ü 
Zdtsecnnden im Aequator betrog und dieses Intervall nnnötbig gross erschien, wnrde ein neues 
Fadennets von 11 Faden eingezogen, deren Distanzeu im S tiiie der Passage eines Zeitsternes bei 
jener L^fTP de? In^-trumuntps. wo der fiir die Beleuchtung litu t libroi lu ni rLril der Rotationsaxe nach 
Osten gekehrt ist , für den Acquator (hergeleitet aus zahlreichen Polstembcobachtungen) lauten: 

' Fb«W: 1 J H 4 ri Ii 7 H i) In 1^1 _ 

i Distanz vuiu «•>»«a»>»^> 
MittdllwIeBS 66,00 43,43 98,84 1»,3S 9,68 0,00 »,78 10^7 aSfii 4S<66 fi6,2!l 



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4 — 



Die Foctuüünuig, welclie xae»t nur durch Verschiebung des Objeclives gegeu das feste 
Ocolanytt«!!! möglicli war, irarde auf letxtera» iibeirtngea. Um diAtelbe m nachkämun Zeiten 
oontralireiu und nctiren m kSonen, ctUdt die Aunugeröbre de» Oenlanjiteimt dae geeignete 
ThieiluDg. 

•J. Die abgenützten, unlirnuclilmren Messiugaxeri des lustrumeiites wurden mit cylindrischen 
Stahlaxcn umkleidet, deren vorliiufif;:«; Uutersucliung, so weit dieselbe bei der mangelbaflen Auf- 
stellung des lustiumeuteä zu fülircn ist, zutriedcDst«llende Ue&ultate ergab. Mehrere UmstSode 
edieiuen «uf eiae Dardabiegang der Axe hiutaweieeo. 

3. Die Lagersteine wurdeii dturdi neue Steine Tom UtrtecteB Abbat enrtrt und letztere 
derart oonvex geecblifloD, dam die fierühmag okit den lostnaieiituen nur an Pnnkton erfolgt 

4. Um ein Aijschleifea der Lagersteine und der Axcn mdgÜicbst su Terbindem, irarde 

iJ.tö ui-sprtiii^licbc ]irimilive Acquilibrirungssystcni. welcbes aus eiufüchen b&lzemea Gabeln bettandt 
durcb Metollliebel mit gut functionirenden Frictionbiullen vnnttU 

'■>. V>\:x Eiii«tellmi2;«l<rr;s, wclcber als H:iHikrfi? fest an dem Ostjifeilfr nn!rH>rH!-1tt war 
und beim Umlegen des Instrumenten ausser Verwendung kam, ausser, man wollte au der Rotatiou»- 
axc noch einen ziroit«;u lästigeu Ablesungsarua mit Nooius anbringen, wurde durch einen kleinen 
VotlkreiB mit libelie am OeulaAopfb den ßobrea und eutgegengeeetst sur durchbrodienen Azen- 
seite anbitif ilt:. ui l ber sointin Zwccko in ausgezeichneter Wei r entspricht. Er ist von 2(1 zu 20 
Tioircuiuinuti M gutiicilt und gestattet, an zwei diametral gegenübtrstebenden Konien einzelne Bogen* 
uiinuten aijÄuli'.scii. 

C. Au der lliingchbetlu wui-deu zur litii>ettiguag der ^itlicben Cüllimatiou tiutsprecbeudo 
Scbrouben, die vordem ganz fdilten^ angebracht. Auch wurde dieselbe zur ReguliruDg dw Blasen- 
iSnge mit einem kleinen Reseorroir Tereeben. 

Alle diese Vi niiidcrungen am Instrument«;, die ntt beschwerlicher als die nprstellung neuer 
Thuile tTsi'beineu. sind vom Muehaniker II cy<le mit der ihm eigenen Sorgi'alt und l'msicbt zur vollen 
Zufriedenheit auägul'ubrt wurden. Wübreud jeuer Zeit, wo dieses Passageninstrumeut seiner L m- 
arbeituug wegen autaer I'unction trat, gescbaheu die Zettbeatinnai^^ zvmetat von mir telbat 
durch Sonnen- und Stern -Hoheubeobachtungen an einem Troqgbton*8cben Sextanten, deren 
Genauigkeit «ich als zufricdcnstollcnd erwies,. 

Naeli iTüfuti-T Aulstelluiig dieses Instrumentes zeigto sich abcimuls der fnibere l'ebelstand, 
dass bei der Itescbriinktlieit des Hi'obiiciitungsruumi-s eiu exactos I ir.l ni i; i;t~ ll'il ri- k"-((!n 
mtiglicb ei-sebfiuU Im aueb die Jkliingd der Stabilität der rieih r bis zu einem gewissen «hade 
zn bebeben, wurde alsbnld der Umbau und die Veigroesorung dos Zeitbestimmungsronne« bean- 
tragt, und es ist zu erwarten, dass diesem Ansuchen im Lade des Johrea 1685 Folge gegeben 
werden winL* 

Ati dem Reichenbach'Kchen rniversalinKtnitliCnt mit gebiorhenem Kernrohr von 
4ü,4 Mill- UcU'uuug wurde, um es beijuetn zu Naehtbeobucbtungen verwend- n zu können, vom 
Mechaniker Heyde bei dessen Anwesenheit in l'rag am ^. April Ib^l die i assung des rrismas 
dnrdilecbt und dieses mit einem matten Anacbliff venehen. Ausserdem wurde in den darcb- 
brocbenen Theil der Rotatioasaio eine entsprechende kleine Beleuchtungslinse rägeßgt. Dm 



'* Kf iüt die» durch geneigten Krlnr; d<'<> luilun k. k. L iitririchttninitlcrilllns VcNB 29. Juli ISSK 
gctcheki-Ui doch wird dar Osu cnt im Jabi'e \^>fi .Vu.'ifahrujii; kuuuutu, 




— ft — 

» 

Oomeatiim d«* ColliiBatioDsfcUen gwdwlt »iniitteUmr darauf durch Ammtvag CDtfcroter tem- 

•trisclier Gegenstände vom Tburme aus. Betreff dieses Instrumentes uotirt da-s Inventar vou 1S46: 
„Universal-Instruuieut Ton Rcichenbach mit zwei Horizontul- und Hiilieukreisen, Iblit angeschafft, 
in dessen Ücular-Uöhre Kuiistulu-iuuclicr Iln Joseph Koüsek I'üdcu I'latiuu eiuBetzte, aie an 
veiwIiieMiclifln ScbiftiibdiMi Westigte, um sie » jede nStfaigs Entfernung von eiiuuider xa «teUflo. 
Mit diemu Uicrometer lanen lieh im Meridmu die Aufsteigungen und Abweichuru^i n ebenso 
bestimmen, wie mit einem Maucrqumlraiitpn oder Mittagskrcisc." Ks sei weiter bemerkt, das» die 
Tbeilung des Ilorizontalkreises, mit eiuciu DurcluuessGr vuu MZ Mill., und des einen Vertical- 
kreise». «elcher auf der darchbrocbeDen Azenseft» liegt und einen DurchmeeKr Toa 275 MitL 
hat. von &' zu 5' geht, während die Nonien, die auf inneren Kreisen im Ahataodd tou 90* ange- 
li:a(:Iif shiil, in 7' Thcnc- gt*l!:<-ilt i isrlicincii. sd ilass 1 Nonienpars I HogcDsefiind«'n rp{irMs?>nt;rt. 
Der zweite Verticalkreis i&t ein llinstellungsbeis von 2d7 Hill. Durchmesser mit einer I Leilung 
im IV in IV und der IdenstcD Abkanog von 10" dnrcb eimii an einem Aims befenttigtcn 
Nomns. An Horiamtalkreise , innerhalb welchen sich ein zweiter mit den Nonien bewegt, 
wiilirend ersterer beliebig; festgestellt werden kann . ist die Kiriricbtung zur Ausführung von 
Multiiilication.sbeobachtungcn getroffen; ähnliches findet sich auch an dem feiner getheilten 
Veiiicalkreise. Ks braucht wohl nicht erwähnt zu werden, da^ die Iteicheubueh'sche Tbeilung eine 
ganz ToncHglicbe ist. — Ferner wurde die Libelle der Horisontalaxe mit Reservoir rar Regulirang 
der Blsaedänge und mit Abli'ses]»iegel versehen. — Dieses Instrument koatete nach den Acten 
der Sternwarte 1800 Beichsgulden = 1083 fl. 20 kr. Conv. Münsa. 

Au dem Fraunhofcrschen Fenirohr der Sternwarte von 9T.»i Willimeter -OelTnuBg, 
welches seiner n!i«f;r;'' ii lir t ti n KiLcri-i luiften wegen hauptsiit hlii'li \r>i\ iihi beim Hcob.ulitfn von 
Phaeuunieuen benutzt worden, wurde die Oculan-uhre mit einer Millimetertheilung beliuis x\blesung 
der jeweiligen Focoaiirung verspan. Das Inveiitar flibrt dieses btstruinent an unter: »Ein acbro- 
matischea Fernrohr tob FrannLofer, fiS Zoll Brennweit« und 3^ Zoll OhjectivBIlhuug satuttt 
eigenem Stiitiv von Messing." Kine iTgän/mde Notiz, vom Jahre tsTsO ffict an: ,Dazu ein Sucher 
von Hraiidi'is." Nach df ii Acten ist dieses Fernrohr im Jahre aus dr-ni optischen Institute 

zu Benedictheuren erworben wowVn nnd kostete mit allem Zubehör 624 fl, 40 kr. C. M. 

Au dem Trougbtuu^schcu Sextuiitca wurde die Fühintug des Fernrohres , welche 
letiterea parallel zur Seztanteuebene hebt oder senkt, mit einer Millimeterscala veneheiL Ab Zowadis 
erhielt dieses Instrument verschiedene Diopter und Vorrichtungen aar Rectificatün aller Theile 
des Sextanten. 



Das astronomische InstnimentenJnrentar der Präger Steinwarte wurde im Jahre 18d4 
vermehrt durch: 

1. Al)|)arat mit „rotirender Karte des nördlichen Sternhiniiuels. entw^irfcn von dem 
Asti-onomeu Dr. L. Weinak und liL i^chneidar". Derselbe gestattet, fast alle Aufgaben des 
Himmelaglobtts in der Ebene su löaei^ wozu eine beaflglicbe Broehure von I>r. L. Weinek aus- 
führliche Anleitung gibt Preis 75 Mark. 

2. BcaMibronometer Nr. 2036 von Th. Knohlich in Hamburg nach mittlerer Zeit mit 
Halbaenmdensdilag. Fänfacha Compenaation8pBa]ano& Pre» 600 Mk. Dasselbe veilult sich sehr gut 

8. Frlamcnkreis von 6. Heehelmann, Werkstatt lUr nautische Inatntmente in]bmbntg 
(Bezeichnung: ,6. Heehelmann. Hamburg; 888*.) Durchmesser des Kreise» 185 Ifillimeter. Thei- 



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Itmg des Vollkreises tou 2U' zu '2U'-, Ablesung mit 2 diametiiiluu Nouieii vou 20" zu 20". hla 
gehörca dazu: Eine Femrohr-Uülse ituiu Auscbraubtiu, 2 Ocularstotxen mit »tSrkerer and sdbiwäcberer 
VergrSaenog, 1 Ocvlnränlndieibe mit SooDciigliserD, dn OeulAfpriaiiM. Pnds 190 Muk. Himn 
wurde später von dcrs^^Ibeu Firma ein Stativ zu {0 Mark erworben. Du InttruiueDt ist BchoD 
gearbeitet und entspricht aeiaeiu /weclce Tollkommcn. 

i. Dynaiu'-f r mn O Il 'vde in Dtv^den 2ur Ennittluttg der VergröbaeruDg Toa F«rn> 
röhren i g«tbeilt iu Zehntcl-MiUtnictcr. Preis 20 Mark. 

Si-biiessUch sei uocii crwalmt. dass bei allen Adnptirungcu und llerstellutigeu au Instru- 
menten der Stemwartfi der Meebaniker H. Pelikan, Werkl&hrer bei dem Prsger PkSeisions» 
Uecbaoiker W. Grund, die betten Dienete leistet«. 




.1. .V 



— 7 



l utersucliuiig-eii au lustriinieiiteu. 



a) StabÜHU der Aufstellung des Steinheirsohen AequatoraaU. 

Es wiirilc bereits übcu beiutrkt, dass der ^teiubcirschu IJclractor vüu sfiiueui iruljerfu 
Orte im Tburae näher zur SfidthSt« hin ToaiAoben wnrde. Dies gsichah nicht allein, um einen 
grössoron r:^|ii<'Intiin) f&r die Beobiichtuu;; in Bectascension und Iteclinatioa /u •■rbaltcii. sondern 
:iucli. um durcb Annüberung an dio Tburtnmauer eine etwas grössere Stabilitiit für da^ In ; i iMn<>iit 
zu «rzielen. Jene Verscbiebung des lieü-acton» fkud aui 8. A|»ril Ibfsi iiu ßeiseiii des Dresdener 
tlechnniJcois Hejde «tatt und zwar durch Centroie an entfernten torrettriBcben Ol^eeten in der 
Weis«, da» die neuen An&tellunpfehler de« LntmmeinteB nidit wesentlich endere ab die alten 
sein kduiitf II. Im LanlV <les Mai eri'iilglen dnun nidirtaehe .\ufNt*'l]r!r?«Vn'obai'hfun5?<.'n an SleriKn, 
uui die >'ebler der Aui'istcllung ibrem Itetrage und ihrem Zeicbeu nach zu ericeonea und dicsellien 
Terbessem «n ki'unoD. 

Die AufstellnopbeobacbtuDgeu goscbnhen infolge der beechiiinhtMi BeobaehtnugsverfaMltDitfe 
der Präger Sternwarte nur in eder nächst dem Meridiane hei Auswahl von Stent»!, die in Dedi- 
nation cinoi; niiiulicbst gl•os^en Ilogen des Hitinnels umspannten d.i. von (y=4-"Jl° i obere (ireiue 
der ^'er^veüdbarkeit <les Iteiractors) bis an den Ugrizont . soweit ^'ebel und ätadtrauck ein 

Ik'obailiten znliessen. 

t'ui sei hier das liekantite Schema soielier Hcubftcbtuugeu, die bei Ablesung des Stunden- 
und Ocdinatioashreises symmetrisch und nicht zu weit rom Meridiane in beiden Kreislagen ansu» 
stellen sind, gegeben. 

1. Ueobachtungsschema: 



1 1 
1 


Pot.-Kma- 
atcUnng 


1 

llenlKctitot« 
Stcnucil 


Alilciiin;^ aiii j 

Simiildi- i»i'>-iiiiaiiiiii>- i 
kreis I kri-i» j 


pracccdeot ^ 

' • 1 


a 









1 

i 




- 







— 8 — 



Die Stclluiigeu u uud It des Positionskreises sind um 180" (jrail vei-scbieden. Am Stein- 
heil'scheu Itefractor d«r Prager Sternwarte ist, wie bereits erwähnt, kein Fftdenmireometer uüt 
PoBitioiMknis TorbandeD, und die Beobaelitiiiig goscbali in der betr. Kidatege mir «inmat m den 

Fadenkreuze des vom Objective hus beleuchteten Oculars. Die (Frössen ("JG" tf dd' sind Mittel- 
wertbc der ncbenstehfnrleu Daten. Anstatt bei Beobachtungen in der Nähe des Mfiiiltancs sofort 
die Krei&Iage eu uotiren , wobei man sidi leidil irren wird , verzeicbnet man zweckmässig die 
Lege dee Fenrohree, ob dieaelbe 6<ttieh oder westlicb tod Meridiane M ead hat die Beaielnog: 

Obere Culmination Untere Culminatiou 

Fenurohr Ott = Kreil preeeedeae Femxobr Ott = Kreta aequen« 

„ We»t = a aequena . West = , iwaeoedena. 

1. An die abgelesenen ötundonwinkel {t) und Declmationen bringe man weiter die 
«egm StraUenbrechnng aa. HeitBt t die wahre Zeaitbdistai» des beobacbteteft Stemel, 
q der parallactisrbe Winkel an <!t lüselbeo, v der ans Stenueit tud Bectaaoenaii»! fitigende Stvoden- 
«inbel, endlich d die Deelination des Stemea, ao ist 

Befiraetiom-CoTFectUm an l=-|>i' taug« aiaf Med 
» p aa dsz — hf tauge eoty, 

wobei k' aus Hessels Strahlenbrechungstafd II (Besiel, Asfiooomiecbe Uatenaehiungeu. Bd. I, p. 196) 
gefiin^ wild nach der Gleichung: 

und «, 9 aus 

tatifi A'= lotang if cos t 

tan» r sin .V 
taugs»ina=~- — \- 

tang s cos <} =r cotan;? (>) ^- A' i 
worin 2i eine Ilültkgrössa uud f die geographische Breite des lieobacbtiu)g«orte$ ist. 

>Ian bilde weiter 0 — «=.1 t d 

(v' — a' = r' f »/' 



Mittel: r.. ,/„. 



wobei die hier angetübrten tiriissen 1 1' dil' von l{i;fraetii»ii bi freit «iiid. Soilti» die TlieilniiL' 7 s 
Declinatiuuskreises dertU'l beücbaä'eu sein, <lass die Ablesung d' uidit ununttelbar die Dechiiation, 
sondern einen um 180' Tenwfaiodenen Werth gibt, so ist ii„ 2U bilden nach der Gleichnng: 

_ 180— <?-M 

ä ^* 

4. Die Bestimniuiigseleicbungea Ifir die Crmittluag der Aufstellnngsfehler aus Beobacb- 
tnngen im Meridian lauten dann 6ir 

Obere Culuiinat lon 1^ = 0) Untere Culrainaiion (ro=l'2*) 

J « -j- », tatif,' <T = '„ — ',i /< — »jtan^'r) =r„—l„ 

Diilwi ist, wenn in der Zeiehiinni? /' den wnbren Iliniuit-lsiml. P den l'ol cl.'s Irjsfninieiit*-ä und y 
den Abstand beider von einander, dagegen ^ den Stuudeuwinkel des lel/toreu darstellt: 



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> t 



— 9 — 



i; — y »in * 

at = J( + i; taog f — Indexfcliler des Stnudeakrciscs, 
Ad^-d, — 4{=Ioclexreh)cr (l«a T)«c1intt(iOMltNilti, 
•=Bi(gaaff de« F«ninibM« in Haritootik 

Der Colliniationsfehlor t findet lidi aas der Ver^eM^miig beider Eretslagea, und man )nt 

fix den Meridian dio Beziehung: 

csecd— itaD)?d={ [f— 12* — r*~(<~r)], 

wobei die IJicgung dor Declinatiousaxp vpniBcW'dssfcrt 
erscheint, i ist die Abweichung des Winkels zwischen 
StiiiideiKPolar-) «ad Dedimtmittaxe v«n 90". Beraltirt 

c als positite Grösse, so bezeichnet dies, dass der 

Winkel zwischen Visurlinio nach der Objectivseile und 

Kreis-Ende =90 — c ist; ähnlich zeigt ein jtosittTes i 

«o, da» der Wtolcel xwuehen StnndeDaxe iiiid Dedinap 

' KP 
tionaaxe oadi der Seite des Kieiundefl bin =90 — t üt ' SAi 

E* ergaben sich imi aus StembeobadituDgan am 7^ 17.« 21. Ifai und £3. Avgiut in An« 

Wendung der Metbmle der IdgiBatOB Quo^lrate die folgenden Aufstellaugsrehler des Instniueutei^ 

wobei nach jeder Beobacbtungsrcihe des beti. A!n'inls i-'.w Cmrection der Fehler an terrestrischen 
Objecteu, deren Dedination zu — 40° angenommou wonlen, nächst dem Meridiane gescfauh. 



W0H 



Ott 



16« 




V 


r 


» 


X 


M 


c 


1 • 


Beobaehtet« Stwiw 


3Ui 7 


— loAi 


4-86,44 




io<i 22 






+ 37*^ 


+ 1,30 


ft Leoni«, » Cnrvi. ^ Virginis, 
















20 Cuniwv, Corvi. 


. 17 




+ 19,7» 


1»,R3 


86 14 


+ m,r,r, 


-1,31 


— 4,M 


1,8*; 


; Ilvilr u . .1 Virjrini», T Hooti«, 




















t Virgiiii», a Bmititi, fi Vir^ui«. 


» 91 


+ l.OJ 


+ 12,02 


12, nr, 


S5 4 


+ as^s 


-0,93 


- 1,67 


+ 2,24 


1 Virgioi«. r Ilyilrn«-. Virgiiiis, 
















T Hontis, » Virifitii». 




+ i,w 


+ 6,11 




7511 


- 12,6!" 


~0,3ß 


+ 




A Snjrid.irii, iiA'|iiilnr. Aqiii- 














lar, 24 Vul]i<!cul8c 'i ]Vl|ilit)ii, 




















r Aqnarii. 



Der auniuglichc, grosse CoUimationüfehler erklärte sich durch den Umstand, dass Iluhr 
und StabV nidit gta'clueitig erworben worden nnd dass daa Bohr in einer Wiege ohne irgendwelche 
Coirectionsvoirichtunn befestigt erscheiat. Nur durch Einladen in diese Wiej;»' konute der 
Colli!imtioi>sf"li]pr v<>i-bf>'isf it iv- i iKmi. v,'--.it\ auch das Primitive Ji. srs Au k'ir'flsniittpls viel Zeit 
und (ieiluld erforderte. Für die Conectiou der anderen Fehler ei>chien es überaus ungünstig, dass 
schon die Anwesenheit dea Beobaditers au fostrupente, vkiA mmdor eine* zweitm Manipulators, 
welcher an den Ftnaschranben sn hantiren hatte, die Lage des Refractors merklich TeriUtderte. 
Es war nun weiter flio .V}>«ioht. oincu grilssfrpn Zritrauiii Torübcrgehen zu Lassen, ohne das 
Instrument zu currigireu und dann die Aufstellung desselben einer ueuoa Controle 2u unter- 
aiehen. Dieae Controle, die 8chi»i «q den auccessirui Beoibachtungsabenden dnrdk die Ein- 
stellnngen am Deelinationakreiae der Hauptsache nach gegeben erschien, beltundete leider nreifellos, 
dass die ganze Aufstellung des Hcfrnctoi-s als sehr mangelhaft und werag Stabil zu 1i> /ri Imeti ist 
Wrdiivml zri Anfititr September das (iestirn unmittelbar durch F.instellunp ih v bf 1 i Imi-tcn 

Deciinatiun ictcfat und sicher gefunden wurde, erforderte diese zu Anlaug des .iahres IHSfi bereits 
eine Conection voa 30 Bogenminnten. Directe Vermehe ergaben, dam das eiafitche Vorabecgshea 
am Instmmeale Aendeningen ven einigen Minnten hervorbringt — und dieses VorSbergehen ist 

i 



— 10 — 



absolut tiic'.it zu Tenand«o, da zur Bsobachtoag «Ue Öüdthüre des Tbonnes too Iimeu geoloet 

wei'dcu U1U6S. 

Bai dMaeu lainlkilifln Stunde der Pmger StenwartaiTeriiiHnfM« «oril« aalsriklMr Wdie 
«ine ForlMitsuiig der Anfttelluiiybeobuchtwiigen des Bteinlieil^idieB Sefieaetora gai» aufifageben 

und nur an bekannten .Stt-iiien j-ne Confrol« \orf»(>iioiiiiii('ii. die zur Anffinilunfr <!er üfobaclitungs- 
olü<>cte unbedingt notliwcadig erschien. — Ücbliosshch sei hier bemerkt, das« die saniiiitlicbeQ 
Podtiontbestiiumuugeu vun GctiUi-uen au diesem Instrumente mit dem Ringmicrometer geschehen 
and dosB der Beobecbter wibrend der Pessare der Gestirne dnrcb den Bing mit Bicbaiebt nnf 
die env;i)iiifi' geringe Stabilität des Itefractors völlig uiibevreglicb auf seinem Platze Tttbairt, 
^farend ein Assistent ibm die Secoodeiiscbläge der Ubr laut niruft. 



Der U'ZÖlligc •Steiulieil »che lUifractor der Präger Sternwarte besitzt vorläufig, wie bemerkt, 
aar ein Kingmicrometer zur PosHionsbestinvaung der Oeetime. Eine genaue Erairung des Winkel- 
durcbnessers dieses, auf eine planpoi-uUele Ghiüplatte aufgekitteteii, Stablringcs war daher eine 
der erste« H'-o^rtclitiingsjuifgaben. I>a lieide Ränder des Ringes sicli sc liruf und fiir das ange- 
wandte Ocular von nahe 1 Zoll Aequivaleutbrenuweite als l'ehlerfirei erwiesen, so wurde die fiestiui- 
mung auf den luaseren und inneren Duiduueaeer ansfedebnt 

Ennittlnngen dieser Durchmesser rcsp. Halbnieasar bigen bereits von IKrector Homatein 
nod dessen Anistenteu vor. Die betreffenden Resultate sind im SS. Jahrgänge (1874) der »Aatro- 

noniiüdien. nmgn'>ti<:i:'1u'i) und inotcnrologimhi n Iteobacbtongen an der k. L Sterinnute zu Prag* 
pag. VI publiciit und lauten füi' die llalbue&ser: 



1 BetrtMditer 


Aciutivrcr 

Kreis 


Zahl 
der Beol). 


lanorcr 
Krei» 


Zahl 
der B*oh. 








449,03 






666,60 


22 


488,44 




Slruuliul ....... 


554,!)1 




4SI, 47 


33 




(i65,M 


1 *" 


4&2,ei 


42 



Die Beobaehtungen gesduhra durcbweg» an den St«n|Niaren: w, (4| Gr.) und w, {4| Gr.) 

Scorpü. ferner an LHlande ("^ Gr.,i und Ijdande 'i!»506 (7 Gr.) und zwar wegen der 

besrliniiiliti )) Atif<tellungsweise des hiesigen Refractors in nnmitteltMurer Nölie des Meridianes. Die 
XteobachtungsbUcher erläuteni, dass 

K, und w, Scorpü UL WSM and SilSM 

»74 Jnii 1, S, 90 IBT« Jmi B, II, 16 

, Juni 13 , Juni 17, IS, 19 

, Juni 1,3,6,20 , Juni H, 11, lU, Iti 

, Juni 1, a, 0, IS, M. . Juni 6, 11, 16, Ift 

Da am Oculannszuge erst ron mir eine Ablesnngsacabi angebnebt worden, ist die Focua* 
simng nicht näher beseicbuet; es ist aber ansuudbmen, dass sie jedesmal sorgflltig geschehen sei. 

Am 29. Sejrtemlier iM^SH wurden zunacb!>t diese Werths durcb I'assagen beider Sonnenränder 
coiitrolirf iiitd nahe bestätigt gefiindi n, Kine Fortsetzung dieser I!<"jbachtuiigeTi an (\vt Sonne 
war jedocli nicht beabsichtigt, ebensowohl wegen der Schädlichkeit eine« atarkcn Erwärmens des 



IferiMtefai Iwobaehteto: 

StrouJial „ 
W«n«l , 



aufgekitteton Stahlringes, tüs mvh wegen der Versduedenhcit der personUchcn Gleichung bei Bcob- 
adttang faa Sdieibeiiilndem und Ton StarBen, «Üuend doch luulptaielilkili ktitm m da« Beob» 
achtongsprogramiB Mko sollten. — Im Laufe des October 1883 gescliah die definitive Ring* 
halbmegBer-Bestimninng an den fiir solche Zwecke iHsomlrrs pi eipit tou ricjiiflpnstprncn. Hei der 
damaligen Au&iellnng des itefractors konnte die«« beobachtung wohl nicht im Meridiane (wegea 
XU grOMOr nBrdlidMr DeclinitioiiX doch aber dnndi die OsttbUre des Tbimn«!, wenn widi nur in 
feriogtn Höben und mitar zieuilidi niigfiaaljg«n Refraetions-Yerhältiiiaaeiii, angestellt werden. Die 
vern-rntlet™ Stenipnnro tlrr Pli j.nli^n wjiren nach der Besserschen IJezeichnungsweise r 10»' Tnyrrrtrt, 
5. Gr.) und 20c (Maja, 5. Ut.) am 13. October; 20'- (Maja, 5 (ir.) und 21 ^- (Asterope, 7,8 Gr.) 
am 14., la, 26., 29. und 30. October; I7b (Electra, 4,r, Gr.) und IG^ (Celaoio, 5,6 Gr.) nm 
Sl. October. Den Beobnditnngen, welche nuneist ans 6 Passagen fUr jeden Band dn Ificramelm 
bestanden und welche ton mir nnd dem A^joncten Dr. Omss in unmittelkirer Fn]Kc nnügefiibrt 
wurden, Jtinjr .nllgomein eine scharfe Forussinmp vorniis, I)i»> Rprlijuin?<if'temente sind Hessels 
AstJ-onomi-schen Untersuchungen Bd. 1 entnoninion. Die Ue<iiictuni erfolgte durch Dr. Uruss derart, 
dasB die ZebnteUeeoDile des BjngbalbmesBets Terbiiiigt encheint Das Besaltat dieser IiCesiiaaK«n 
am den Pligadein lantet ÜBr den Halbmesser! 



Beobachter 


Aeunerer Kreis 


loDcrcr Kreio 


Zahl der Heob. 








84 




«2,4 


456,4 


85 



Dabei ergibt si'cli mit H- /iic auf ili<> zufälligen Fflilpr der V.'iu- iiiul Aii^trittsli. riliachtung 
von Sterueu am uoduichsichtigeu Ringe, wenn der wa]ir»cheiiiliche Fehler eines llalbmessers für 
den änssercn Sand ^ den inneren Band ^i, dagegen die wahneheinliobe Uniicheibeit der 
betreffenden Mittel (f.) und (fO beisat: 

BMb. W«bMk Beob. Omas 

= u'f^ib 0,892 
(t ZZQJS66 Oßäi 

(fj= 0,148 it^a 

so dass im Allgemeinen von mir die Fanagsn :iia inneren Rande genauer alt am aaswnvn auf- 
gefasst worden, während es hei Dr. (iruss umgekehrt der Fall war. 

Detnu'htet man die hier angeführten geringen walirscheinlieiien l-'ehlcr ip«) und (gji der 
aus den Plejadeusteruen abgeleiteten Ringhalbmetüier und vergleicht damit die trutjcdem bestehenden 
bedeutenden DiHorensen xwiadien Weinek und Gnn», niabt minder jene im Veri^cb xn den oben 
bemerkten ]ieobae)it«ni, so wird man auf die Snpposition einer bei den Beobachtungen von Stem- 
5>a*iMf?en am dunklen Ringe mitwirkenden persönlichen Gleicliuni» von namhafter nrö=<o, iVw 
von Ueobacht«r 2U lieobachti>r vertichiedeii ist, geleitet. Um die Art derüelhen zu erkemien (i<ler sie 
doch einqieniumai pUuisibei za machen, bilden wir für die vorscbiedenen Beobaditer da« Mittel 
wn Knsaerem and innerem Radiva, ebenao die DüFerens beider GrSasen, welch' letxtere die beob- 
achtete Biai^bidte gibt Wir eriialten: 





Homitcia 


Seydlcr 


Slroahal 




Woinek 


Grns» 


mtfel der IMnb . . 


802^01» 


Bmfin 




li04,UH 


604rM 




Biolh ltia|braite • . . 


107,,7r 




108,44 




W,IO 





•I* 



— 12 — 



Während hIso die vv>t<m- firossc unter der \'urau8<'etzuii)r einer jedesiuuligeu exacten 
Fucusiiiruug di-ü ücularfä »ieb als xiuiulicü cunätaut iTwei^t, i»t es dio xwctU; durchuuä nicht, bo 
iltm beiapkiflweia« di« Beotmcbter Honntdn und GniH bk auf 11^ aaMioaDdi!r geben. Diegen 
Zahlen sei gegenüber gestellt die wnhncbeinlivb« Utnidierheit der von mir uiul Dr. Grau erbnl- 
teilen Resaltste, wekbe katet 

Weinek Gm* 

ßr lud. Milttl; it'Jm o'll * 
, Uir.gUrcito : OJ^li (ISJi 

Jtiiio CuUbtuiiz des lialbniessei-N Cur diu lUligiuittc tiihit dazu, die perauuliche FekleniaeUe fiir 
den Eiu' und Austritt eutgi geiigctietzt nDtunebineiii der Etnfnrhbcit halber wetdc sie fiir beide 
Momente gleieh gross supponirt. Hot»en ran die vier «uf einander folgemlon licolNuhtungsieitea 

für den einen Stern: /, '4, fiir den /.■weiten 1 beide Sterne werden tür die ll;il'tm' 'iserhe>tiniwiung 
liekaniillii'h »0 gewühlt, dubn ihr Dvcliuatiuusuittcrsdiicd nahe gleich dem UingdurelimutMier ut): 
h' '-i 'a' W' ^'■"l ™ui namentlicb bei belleten Storueu anuebmeu können, das» (, und r, zu spät, 
und I4, analog die Zeiten des iweiten Sternes, zu frSb aufgefiisst werdeut also die Btugbreite 

aus iler Iteobtielitun;; zu klein re.sultiiTii inus ;. F.inen gleLlien KfVect verui>aebt aueb di»' Iteusung 
des LicbteN an U«u itänUern de» dunklen Uinge«. Hie rcctiäcirt«n beolwcbtuugsxeiten werden 
ulüu luuteu: 

U—Jt, i^-^Jt nnd 1, + ^/. 

In Venvenduug der aus der Figur fr3ii;htliehen Uezeiebnungen ist, wenn r den aux-KTeii 

bezw. den inneren Hingbalbmesser bezeicbnet: 

r (co»y + cos/) =d' — d, 
differentürt ergibt: 
Jr(tOi/+ cosy^ =run l''(8in /-Jy + iüay'Jy'). 
Heis«t weiter, in Zeit ansgcdrOekt: 

r — be/.W. /j — 

r'=V-'i' '4'-',' 

4>U fulgt 

■^r coadsrrsiuj' 
\-r'co«d=r8iny* 

worin iur 4 das Mittel beider Decliimtionen verstanden werden kann. Differentiirt folgt: 

7. '1 cos (t Jt = /r sin y + r e<is // sin I '' 
7, ."1 cob ') // ' — Jr si ti y' -4- eos /'-//' i>ia l ", 
Wübei Jf und Jt' in Zeit ausgedriiekt ersrlteinen. u]--o 

t Jy üiu 1" = (7,0 cusf) /f — // sin; sei ;- 
rj/ sin r'={7,6 CO« J J** — ^cain / . >ei 

Multiplictrt nutn die erste dieser Glciebuugeii mit sin;*, die zweite mit sia/ und addirt, s» wird, 
wenn noch Jr^Ji' gesetzt wird: 

rsin 1" C>in yJy+rin /Jf)=Jr(iso»r+iiM /) = 7,5 cos iJr (tangj'+lRog/) — 4r +^^J 
und hienna (ur Jr in Bogcnsecunden: 

, ,, 7.5cosd8infy-|- y') . . 

Ji^ =— — r- / - J^=w Jf 

cosy-^-cosy* 




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— 13 — 



Wegen 

r^Jr=t^ + Jt-^tt <f ^1 für den iaaaeitti BmhI 
und r + Jts^t^-^Jt-^it'^Jt , , ixanema , 

fintlot sich IIIIII. wenn r« Und n die tob der penonlielwn Okiohiing befreiten Halbaiessar dei 
Kü^gea faezeichneu: 

r, =lM'«tl>. )',- — Uli '2 /(, 
folglich, wenn — n='ü die wsiiir I{iii;,'cli<'ke oi]<'r liiiigbn itf heisst: 

D = U-uh. l) 4- ■:»,„ + *n, ) '2 n I 



hingegen 



Ist die toite des Ringes nicbt grosB, ao kann mt—mt gesetzt werden, und nun erhiUt 

(Ion wahren Hiilhmesser der Uiiigmitte frei von der Gnis.se It und gltidi dem lieobaditeteö 
Hidliiii'js'^f'r. I'a umgekehrt dieser Halbmesser sich b>'i v<=rsi'!iiedeneii lJe<ibnchterii nahe cf>nstaiit 
erwie»', während die Ix-ubacbtete Itiugbreite an durcliau»« nicht ist, wird die Annahuie oiuer {»cr- 
sonliidieii Gleichung Ton der betrachteten Art mlSasig eeiii. 

Fiir indiie und Dr« Gnas* Beoboehtungtik der Plcjndemtenie ergibt die Berechnung des 
Coeiidenten m folgende Werdie: 

Ueob. AYuinek IVetib. Gru»» 

w« «Ui tarn m 

lOe md »>• Plcjadnm 6^ 6,t — — 

ÜOr und 21 * . f},i 4.n 5.4 4.il 

17 A Htul 1«;/ , 6,7 4,;> 5,6 4/» 

uud uuiii erkennt, Aa^ iii diesem Falle »t« — iiicUt striete gleich Null gesetzt werden diirlte, 
wenn auch diese Grüne »och nicht die Einheit erreicht. 

Zur Ermittlung der Grösse mflsste nuin die wehre Ringbreite in Bogeneecunden kennen. 
Dieselbe wire etwa folgend zu beschalfeiL Man mlset den Sing longitudinel, etwa m HOlimetem 

au» und leitet daraus -S^jp-i und r^-^n in Hillimetem ak Etstera GroHe wird xur l^setxung 

der Millimeter in Dopenseeiniden gleich dem beobacbtetfii Weitbc des HalbmesserH der Hinpiiitte 
gesetzt uiiil dieser dann fiir die Verwaiidluii:; von »•„ — r,- in Ilo^enniaass verwendet. >Vill uiaii 
Streuger vcifaLrcn, .so ist diu-auf liUeUicLt zu uebmeii. daü* «», — uiclit striete gleieh XuU ist, 
and die Itechnung noch ein zweites, bezw. ein drittes Mal dnrchzuinhren. 

Um die longitudinaleii Maasw des Üraf^chen Micnnaeters mit gxoester Genauigkeit xa 

erlialfeii. wandte ich mich diesbe/iiglieli an die k. k. Noniial-Aiehuiigs-Ci>mniission in Wien, ««iher 
mir aber die Antwort wurde, dass dort gegenwärtig die gewünschte Aiismes.suiig nicht liewi rkstelligt 
werden küuue. da der hierfür geeignete L'uiverüai-Compuiatur erst iu der IIei:&telluug begriffen sei. 
Ich richtete sodann ein gleiches Ansuchen an die k. Normal-Aichungs-Comniission iu 

i; I i i in, welchem in entgegenkoinniendster Weise ent.sj)n>cbeii wurde und wofür ich hiermit 
i^cbuiiligen Dank sjige. Bei dem Tnins]H>rt'' des Mieruinetcrs rv.i' \. Iii iliu \v.d sirh leidi-r der 
Stablriug vom Glase lusgelüst, kuuuti! somit iiiebt uuter genau denselben Dediiigungeit, wie bei 
der Beobachtung gemessen werden; jenes kleine Miesgesddek scheint jedoch nichts Wesentliches 
an dem Microiunter veriindert zu haben. Später, nach erfblgter Ausmessung, wurde dasselbe »n 
C. A. StciiilM-il Sriiiiic tNiili Miliiilir ii i;( -rliickt. wo die enienerti^ Aiifki!tung des Ringes bewerk- 
stelligt worden. Im l-'olgenden sei das Kuultat der lierliner Ausmessungen nach dem Wortlaut« 
des Begleitschreibens gegeben: 



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— 14 — 



gBei «l«r Beuutzuiig des Küiges als Mikroiucter wirkt er als dunkler Körper, der einen 
dilunter befiodUdienlidleuG^iialanAvflHed^ Umbädmdie«wit)g«nUmniiigradia«BVcHi«Uii^ 
lUHxtuoabinmi, wurde der Bing aaf eine von natien her maU erkvdktete Unterlage gebndil Hienwf 

wurde die Mitte einos Spinnfadens in dem Mikrometi r eines Mikroskops von SOfaclicr Vei grössening 
mit dem äussei-sten Punkte der »cheinbaren Hegreiiüiinpkante des Ringes zur Deckung gebracht, 
>rälu'end durch eiu zweites mit dem ei-steu fest verbundenes Mikroskop die Striche einer gut 
bestinuBteo SeaJe eiqgeilellt wurden. 

Da bei den enten MeerapgNvibeB etiirkere Abweichungen zwiieben vendiieden Uqgenden 
DorduueaMni udi xeigtai nnd demgemitt eine Fiziniqg der gemeeaenen Dnndunetaer geboten 

erschien , wurde an einer Pfeile der oberen Ring- 
ÜMCliO eine Punktraarke angebobi-t. In der uaten- 
stehendeu Skizze (Fig.) liegt diese Punktraarke in dem 
mit 1 1' bezeichneten DarcbmesBer. Bei den apStercOt 
im Narhstehen<len aanoUietsIicli b« l iiek^ichtigtai Hes- 
Bungen sind ilie A!<mp<f*unsreii des niiif,"s aii<'<'er im 
Durcluueäser I I' noeb in den drei Durcbmessem II ir, 
m m' nnd IV IV' smittelt trmim. 

Aua dieaen Messungen ergaben aich, den 
Benebungen der Skizse (Fig.) entqnaehend, die fid- 

genden Wertbe für die Breiten der Ringfläcbc 5, 6', 
für die inneivn Thirelnnesser d und flir die äii«<!erf>n 
Durehuicsser D, gemessen bei einer niittloren Tcnii>e- 
ntur Ton IT Centignden: 




Ilailie 


Gi-mcswner 
Dui-cluueoeer 


Beobubter 


~ 1,2imM mm 


6' 


■ ! 

— i>,y030 mm 


D 

= 1 2,1037 um 


1.0«) 


I bia r 


II 




- 16,1 ^ 


+ W.0». 


+ 1K,0 K 




P 


— I9fi 


— 13.« 


+ 64.7 


+ 21,0 


2. (M) 


r bit I 


U 


— SOfi 


- a,T 


+ 47,4 


+«w 




1' 


— 25,5 


- 1.0 


+ 5I,K 


+ 23,« 


a-OD 


ir b« II 


H 


— !>,0 


4-34,7 


+ -",1 


+ 33,H 






- 7,5 


+ 32,5 


+ 7,1 


+ 32,1 




m« Vi* ui 


H 


— 2«,1 


+ M 


+ OT.S 


+ 14*8 




r 


— 27,« 


+ 3,3 


+ »4,5 


+ 11,7 


& (IV) 


IV" bi« IV 




-16,8 


+ M 


+ 47.1 


+ »4,7 






-12^ 


+ «»» 


+«.a 


+ 36^ 



In der ventehenden Tafd bedeutet dns S^\^ Voneicbeu, daa« die betiefiendon Abmea- 
«uigeii um die daneben siebende An/ulil toii Tausendtheilen dee Millimeter (fi) [j^^^ gefunden 
worden aind als die in den Kopfübencbriften in MiUimeter angegebenen Längen. 

Die beiden in derselben Messungsreilie für jede Abmessung an^fiifartcn Wertbo beueben 
sieb auf einen und denselben Durchmesser, der "lu e W rrmd' i iing der Lj>ge de< Ifincr, rliin li zwei 
vei-schiedene Beobachter gemessen worden ist Aus deTi Abweiohungen dieser Zahlen von einander 
kann demnach em Maaaa tSar die Slcheilieit der Beatintmungen an aich abgeleitet werden. 



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— 15 - 



Die ZaU«iiw«rtli« dar Bdbtn 1 (la) und 2 (Ifi) wuid« dnrdiUeiinuigeii «tf >d«nil)ardi- 
tuumr I bis r in «rai entgegMigMetiltt Lis«n dMBiiieM «AaltoB, jndam bri I« diaPnUsuk» 

links, bei I,-? (Iftgpgpn rcclits lag. Die hif>rbc>i in den Werthen ftir h' itiifj tlir </ < rs( hfimniili' TMfferenz 
resultirt wolil der HHU])UHche uach daraus, diu»s nicht genau die iiümlicheu Stellen der Hiiigkanten 
uacb Umdrehung des lUugcs eingestellt und das» lokale G«staltfebler, vie tolclie beim Betrachten 
derfiinii^auiten dnrdi dasliibtMdGOp an vielen Stellen deutiieb eikennbar auidt Midi bi«r Tulinnden 
MiD nSgen. 

Ausser drii vorstcLi iid initgi theilten Me&Bungsi rg- bnissen. Wflrlic dm-ch zwei Beobachter 
nach dem im Eingang cröi-ttTteu Verfahren erhalt4-n wurden, hat ein dritter Beobachter (H) un- 
abhängig davon und nach einem etwas abneicUenden Me»suiig»reriahreD die nachstehenden Wertht; 
fewouncn! 





GemetseDcr 
DwdiuMicr 


b 


i.' 

= l,ailMmm 


d 

= 9,8030 mm 


= 18,2087 na 


«. (I«) 


I bial' 


— M^o 


tfi» 




+ !«,**• 


7. (I.*' 


r bis I 


— 1!»,3 


- «,7 


+ 44,5 


+ I»,5 


8. (IIa) 


II hu w 


- 7,0 


+ 21,0 


+ 9,4 


+ 24,0 




n* Ua n 


-M,l 


+ 1M 


+ 1M 


+ 1T,I 


10. (IIIoi 


in i'i« III' 


-88,3 


— 12,2 


4-48,f^ 


+ 3,3 


11. (m^;) 


UI' )>i> III 




+ e,(i 


+ 84,4 


+-12,6 


la. (iTi«) 


IT bit IT* 


-HA 


+ W 




+ »t,* 




IT* Ua IT 


- »fi 




+ «,7 


+9ifi 



Hfi dit'.seii M. ssimgen ^mrde der lüng fhirrh rcflektii-ffs helles Licht ohne Xvischenschaltung 
«iucs matt durchschcineudeu Mediums tou unten her beleuchtet und die Kauten mittelst Bisektion 
tSatn FadenintenalU ebemo eingestellt, wie dies bd Tbeilstricben geschiebl 

Der Uiostaud, dass diese .Messungen nur einfach, die der ersten Reihe hingegen durcb 
jeden Beobwditar doppelt «»«gefiOirt «nrden, m>«i« der grössere Einflnss, udehen bei der bier m> 
gewandten Methode der Bisektion eines FadeninterraU« durch eine dunkle Kante auf grell eirleaebteteni 

(ii'uud*- r>i'tif^Tiiig<{- und irr.idiati'uis-Ki-svbeinimgen gewinnen können, liwut diwwi Mif iwingMiybaiflOTn 

ein geriijgtiea Gewicht zuki»uiaa'ii. 

Die »feüniwi ise erlif dien l'ntersclii) d<- zwischen ents|tre(difiidoii Kri,'rduiiKseii derMessnn^s- 
i"eihen 1 bis ö, liezw. tt bis 13, sowie zwisciieii solchen Weitheu dieser letzteren Reihen, welche 
iUr dieedbe AbmeBraiig und deneetben DoiduneMer bei enlgegengceetztor Lege de« Ringes eroiittett 
iFprdeii Miid. I ikliiren sich darau», dass Besonderheiten an Tmcbiedenen Tbeüen der Bingkanten, 

wie ■/.. B. Verruiiduiigeii u. dgL bei der nach dem let/terwührite ii Mes^iiiij^^verfaLren angewendete 
Uiutergrundbeleuchtung durch grelles Licht einen gros-x-ren KitiÜua» zu haben scheinen. 

Im Allgemein«»!) wird man aUH den ohcu initgetheilten Mesaungsergebnissen den Schluss 
ziehen können, dass die mittlere Uenauigkeit der Einstelluiigeu auf Objecte von der Art dieses 
Bbges etw» 8 ft betragt Jedoch ist diese Oenauigkeit in der Kemotnns der Abmessmgsn eines 
eolchen Objectes nur dann zu erzielen, wenn durch sehr exakte Herstellung desselben eine hinreichende 
Regelmäsuigkcit dn- Fuim gewährleistet ist. Im anderen Falle miisste von voridiCTciu auf genaue 
Fixirung der Lage einer grösseren Zahl verschiedener Durchmesser durcb Auttragxug einer feinen 
Theiliiiig Bedicfat genommen und dnreh Betlimuiung der DimenaioDeB in jedem dieser Durehmeaaer 
der allgemeine Verbini der Ringbegrsnsnngen Isstgestellt weideo.'' 



— 1« — 



Vcrvenden wir bluss dit* Mussuii^reiLe I — j. welche den Verbkltiiisseu der ustrouuiuischea 
Bcohuhtung xiunewt «ntqnicbt vad nebmen durchwegs da« Mittel beider B«obitCibter, feriMr dm 
Hittcl der L nnd % Beihcs, da dieMMeanngeii in dflunelbenDnidiiBeMer gBachahcD, ao «gibt skb: 



1 lienieaveDDr 
iDnreliiMeiMr 


4 = 1,2U04 
+ 


* 


+ 


+ 


1 ir 




— P,10« 


+ 62,47 


+ 2I.-.K).. 


nu' 


— »fii 


+ )is,ao 


+ ifio 




innp 










IV IV* 


^ 14,65 


+ &.6K 


+ «,«5. 




Im Mittel: 


1,1 S23 m»i 


1,200» mm 




12,229« mm 



üei IkuUtxuiig diesci .Mittehvertke, welchu ohue geuauu KeiuiUii«« der Ji weüigcii liiclituiig 
der beobadtteteBSt«nipa.s.sngoti dureih denfön; lülnn zarVenrendung kommen kÖDmn, folgt weiter 

fomit, «emi man dieaen lougitudiiialen Werlb unter der Suppositimi mm=mi gleicb dem Mittel 
der ohrn nnrr'nilirten. von vi'i-sctiiedeneii Beobaditem ^fimdeneiit Wertbe fiir den Hidbiuea§er der 

Ilingmitte in Iktgeusccuiide» s^Uit: 

5,51(J;t.') HiM( = 5i»:V.'!l5 
also 1 7/1)«= r .■U.:i4C. 

Als MnxiniAlnbwcickuug Ut-r geiucs!>cucii Üui-cliutc»6ei' ergibt aicb Idermit auti dir 4. Veilical- 
Cdiinne derBett-»g o,()4&imtt=4'tll und, wenn w diese auf beide ttSodcr Tertbeitw, «Isltvinu]- 
ausbiegnng ^nes Randes 2,05 oder, in Zeit nus^lriickt, 0.14. Dies ^It för den inoeivn Ringrand; 
fiir den ümeeren sind die Ansbiegiiii^en um die Haltte kleiner. — Aun der li>';;ieLuiig /wisclicii 
Lüiigeiimaass iiml FIi i^iumn.'c:« in iler Uildebeiie folfft feni> r optisihc Hreiiitwcite des 8tein- 
heüV'lieii, Bechs/.olIigiJii ()l*icLlivca. gc/ithlt vom zweiten Hauptpunkte. •J.2."ih1 Meter. 

Wird uuii mit dem soebeii abgeleiteten WertUe eines Millimeters in UogeuNCcundcn die 
mittlere kngitudinale Breite des Ringes reducirt, so folgt ab wahre Ringbreite: 

n j 

g = r, — = 1 . 1 957 lim — loa.'j2. 

Dieser wiiliren iJingbreite btebeii die Ueiil);Hlileti ti Griissen: 107,77 (Hornstein) bis 96,00 
(GnKS' ^'\.'« iiiilii r. Zniiiielist ist ersielitlieli. d;iss fiir alle fiediv J'i-iibacliter ./t positiv lesuitirt. 
dass iilso dii" Dliige Suppusitiou einer Verspätung (bezw. Y<'rtriilnitig) bei den beobat-hteteu 
Steman- und -austritten uicbt nfane Berechtigung war. Die Differenzen xwiscben wnbror und 
beobacbteter Ritigbreite lauten: 



1 Hornit«!!!! j 




Strouhal 


Weiucl 




(Jru»« 


1 '-^^ i 










la^2i 



Die glCesenn biÖ'ereuxen bei mir nn l Ii: , tu iiss mögen vielleii lit aiieli d;»rin ilireu <inirid 
hui" ;i, ii;iS8 unsere IleobiieLunpen in der Nähe des .\uli;anfies der ri»>i;i(lf :i. ;tN<t unter sehr i!iii;itiisti:;eu 
ß»?l'ra« tioii9veibjiIUii8sieu angestellt werden muästeu. wübread die Iriiheren |icubneLt«r nur .Messungen 
im Sleridiane vomnbmcn. 



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Fiilirc ich weiter aus iiu i'icn Beobtditniigeii em nittteres m^zs&Ji und iiif=fi,S ein, ao 
folgt für ia«ioe penönlicbe Uleicbung 



em WertL, welcher plausibel ei-schciut Die Keulität, CoiistaitT: oder Iiicoii&taiiz det>t>elbeu soll 
nocb dureh weitere Beölttdituiigeii unter vericlu«deneii Modelititen ge^ft verden. 

Obwohl de» Bingmicrometer hauptaiddteb zur Beobaditnng wbwacher Otjecte bei dnnkleiii 
Felde dient, ao wurden doch auch Venadw fiber die Genaaii^dt der An- nnd Anatrittmeiten bei 

Wcnchtetem Fflde gcniarlit. T^u'it wnitlc I,icLt vom Olijcclive «us durcli cim' eigens t-oiisti-uirtc 
Lniiipo von zvrockentjfpreelieiulcr Komi «nd Aequilibriruiig in das Hohr geschickt. Ys zeigte sieh 
derart in der That eine etwa& gesteigeiie Geuuuigkeit der llalbmesscr - Bestimmung. — Kiidlich 
wurde der Gedanke g<efiis«t. den dunlden Täng durch xwei oinfiiche concentrische Kreise auf plan- 
pariillelem Glase zu ersetzen . und mit diesem (Jlasmicronieter l'assngen der Steine in iihnlieht^r 
Weise, wie nn Fäilt/n zu hpobacliten. Zur Hesel laffuiif: s.iltln ; Mii r r^iiieler wau()f<' ii Ii mich an 
ät«iulieil iu Miinelieu un<i, wie oben liereita bemerkt, an Hi-eitliaupt m Cassel, au leiztei-eu iufulge 
eines Auftato desaelben im G& Bande der ABtronuniiohen Naobricfaten Nr. 1675 über «Netze 
und Kieiauicronieter auf Glas ßr Uicroaeope und Feimröhi«", worin xum Schlosse betont wird; 
»Die auf Glas getheilten Kreismicrometer zeichnen fleh vor nl!cn riml'TfMi ntis durch vcllkomnirne 
Concentricttät einer beliebigen Anzahl von Kreisen, wiihrcad bei den viel theureren Stabhing- 
micrometeru diese Conceutrtcität nicht verbürgt werden kann.* Vea &eithanpt wurden f&r die 
Prager Sternwarte xwei lifieronieter getheilt, eines mit sehr feinen ooneentrisehen Kreislinien von 
hesoiulerer Schiinheit, das jedoch mir hei intensiver Beleuchtung vom Objective aus oder hei Mond- 
und Sonnenbcohacbtungen zu verwenden ist. und ein zweites mit kräftigen Linieti. aber vififacb, 
obgleich symmetrisch 2u deu Haujitlinieu, auüge&plittcrt ei-scheincu. Mit letzterem wui-den von mii- 
mehrere Stempaar'BeobacbtaDgen bei bdeuditetera Felde gemacht) bei wdcben aehon der unmittelbare 
Jündruck eine eiböbte Genauigkeit der Pasaagenbeobaobtnng erkennen lieaa. Dies land Beatiitigmig 
durch die Rechnung, wpichr> d^n Tvaiirädidolidieii Felder einer Halbmeaserbcatimmung um 0,24 
geringer als hei dunklem Kinge ergab. 

Später hat mir Praeisioiisiüftliiinikor IIi-.ili' in Dresden auch vor/ii|-'lirlif Glasmicrometer 
mit kräftigen Linien getheilt. an weichen ilie UiiU rsm liungeii fortgesetzt wenien. 

Für die Heductiou d>'r imf*"ii ang»'lulirtei! lIcali.n'litiiitiT^'n mit i1ii".rtji '^tn}iln«i!?mieri;.iii. ti'i- 
sind ilie auf pag. 11 vou mir und Dr. üru.s» ermittelten liall)messer und zwar für heiiie Kcoiiaehter 
getrennt vawendet worden, indem zunächst Hölfstafeh berechnet wurden, aus welchen die Dtstana 
der Sehne des beobachteten Gestirnes vom Ringcentmm unmittelbar folgte. 



.7t = 0,452. 



c) Exoetitrioitit des Troughton'schen Sexlantsn. 



In der Figiu' sei 



Drehungsniittelpunltt der Alhidade CA, 
C = M]Ur]i)mM diT Kreistheilong des Sextanten, 
CY* ~ e = itjccentricitiit, 
r = Iiadiu^ der Ki-ei»thoilu]ig. 



8 




— le — 



C'V Ur«fle veiläußfit tlie Kn'istbdluug odor deren gtdaclitc Fort sei «uiig im Punkte E. Der Null- 
punkt d^r Tlieiluug lirgc zwischen E und der Allududeu!»tellung A\ die Tlieiliuig selbst «'adiM 
in der Bwhtttog des I'feilea. 

Denkt idbd sich, duss die Albidade bei TervoU- 
stiiiidigt gedachtem Kreisbogen von der SteUnng CE mch 

ji'tR-r CA übergeführt worden wäre, so wür<l*' tiff tbMf- 
sächliche Drehuugäwiuki-I Jauteu: <^E(.'A, wuhrcnd der 
abg^sene Drehungawiok«! dnrcli den Kreübogeu BA. 
d. L den Centriwinbel ^fJBljA charscterisiit wfire. £■ 

handelt sich nun diuniiu. die Ablesung: <^E(J'A — E -\- A, 
wciMi unter E der Wiiikc) <^E('''i. unter der Winkel 
<;.oC''^ verstanden wird, ni die tbatviehlicLe Drehuuga- 
gröaae <^BCA=<^ECA' = B-^A' unniwendefau 

lallt muu vun A dais PerjaiKÜkel AJ{ auf die 
liilie OB, so bt 

L AB^rün (E + A)=ACmn(E'j-Ä') 
JL BC=rcM (E+A) — «=ACcM(K+A') 
lXv>s(E + A)—nxtin(E+A) gibt 

AC sin (A' — A)=i9Wi(A + Ej 
1 X f i-' + 4/ + II X cos i /.' + .1) gibt ferner 

/IC cos (A' — A) =r — « cos (A + Ej. 




tuag(A' — A) = 



— üix(A-^Ej 
l — ^et»(A + B) 



In dieser Fintdamentalgleicbnog der Escentricitatsmiiittluiig beziehen «ich A, A' und E auf 
den NnUpunktstriiA der Kreistheilung. Sie I5st sieh in die bekannte Beihe auf: 



1 e» 



M'-ii;Mnl* = -p- sm(il + £) + |-^«in2fil + £) + 



3 H 



:j(.t + + 



Setzen vir abkürzend 



r sin 1 



77 = «. 



so wind 



»■•«in 1" 



=5e*sinl", 



i^sinl" 



=«»«»•1*.,.. 



somit .1'--- .4 = f 'jui . t- mA" tm J.(A-\- E} -\- biu*l"tiiii 3.! -\- E ,-\- ... 

l>a iillt;' iinjiii beim Sextanten zu den einlaeheu WiiiL lii die dolipelten /ableu geM-liriebt'ii 

werdeu, um der »clili««>«livbi;n Multiplicutioit dctt Able.suug!>wiukeU mit 2 «utliobeii zu »ein, m 
bilden wir 

1) 2il = 2t sin + £ H- sinl" sin 2 + E; + ^ e» sin«!" sin 3 (j1 -|- A" + . . , 

Hierin ist 2^ die ilinrlr Ablesun;; des Sextanten, vom thatsäelilielioii Xullpiinkt dos Kroises 
geuUilt , 2A' die wcgeu Excentricttät verbesserte Ablesung. — Jede Messung am Sextanten 
aetct sich nun aus swei Tbeiku zusammeu, 1) aus der Ablesung fBr die Deckung /.weier Teisdiie- 



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— 19 — 



dener Olgecte, iwea Winkelalistand zu bestimnum nt and, 2) $m der AUenutg dw Dedmng de»- 
■elben Otgectf« in nnendlicber Entfernung d. i. fiir «lie parallel« Stellung; den drehbaren Ind«z> 
•pi«gob (I) zam festen Horizontspicgel (II). Für diese Purallektellang l)oider Spiegel gehe l) ab«r in: 

2^' — 2i4«s=2cam 4-£) + c< siol" tm + + ainn''sin 3(i, + JS) + 

wofür wir auch sohi"eihen krurtien. wnnn / den Indexfebler des Sextanten txir ein unendlich «nt- 
t'< iiit<s Olijert bezeichnet, also die Ablesung bei erfolgter ParallelsteUang bei4w Spicgftl lantoi 

•2) + J — 2e sia i— ~ + i^) -\- «"* siul" sin 2 (— + *' si«»'!" sin 3 (— ^ + /;> + .. . 

Subtrahirt man mm 2) Ton 1) und T)eachtet. da^^s 2^' — 2A^* der wakn Winket zwncbm 
den beiden betrachteten Objecten ist, f riiäit man scidiesitlich, wenn 

2-1' — 2^„'=ir 

gesetzt wird : 

3) 1F--24=^+2isin(.4 + £)+s*sinl«tm2(il+JE)+'|-t>sia<l''sinS(A+£)+... 

— 2* sin lE^ 4) — «' sinl" nm2(E — ~)--^t' «tnS fi? — — ... 

'2 2 2 

Hierin ist 2j4 die direete Ablesung des Sf xtnnt»m ohne Indexcori-ecti'in. <i I'~ KC" >:iht 
die Uichtuug der Exceutiicität an, bezieht sich auf den tbatsüvhlichen Nullpunkt des Kreisbogens 
vnd irird Ton diesem entgegen der Theihing gezühlt Kann fÜa Escentrim'tät nls Idein botrnditet 
werden, so geht 8) über in i 

4) IT— 2A=^+2»»in(J+JS)-as8in(E— 

Im letatten Falle reicben drei Gletehnngen dieser Form ans, sobald W in Amrendnng etnea 

Theodoliten oder Universalinstninientes gmuvi cruirt wonleii. um /, t und E zu ermitteln mler 
Murli nur zwei, wenn . / em|iiriseh mit uisicii liender Genauigkeit Vli-'stiiiirat worden. Allgemein wird 
man aber, um von den 'I heilungüfehlern des Sextauten uud der i^iiiNtelhiugsuuiUcherheit luügliehst 
n n s Hi Mngig zu werden, die ExeentficitätsgrBssen e (besw. «) nnd E ans einer grSsaeren Anzahl von 
(ileiehungen ableiten, <lio auf gleichntSssig Über den ganzen Kn is1>ni:rti m lilieiltcn Messungen 
IwuiiiTii. Die Aiifto-uiif: der (ileiehung«*!! hn* Aruvt nach der Metbode der kleinsten (i>ii!iiliT(tc zu 
geschehen. Wäre die Exceiitheitüt keine kleine GrössiC, so erhielte man Jtunäehst aus (ileichung 
4) einen geiüiherteii Werth von « nnd mit weldiem man di« Glieder 2., 3. nnd höherer 
Ordnung der rechten Seite in 3) berechnet, um sie dann an die linke Seite sn iUgen und abermala 
die Form 4) für einen z%veiten g<>niiberten Werth von e und E zu erhalten u. s. f. Für diesen 
allgemeineren Fall ist mit Rücksicfit auf die .Vnwendung der Metbode der kleinsten Qaiwbmte: 
2/1 — ^ — Gl.i.Ordg. — (.Li.Ordg. — ... = 
=:2e8iu.rt cos /?+ Je cos ^1 sin E- 



• 2« sin cos + 2eco%Eva^ 



nnd setzen wir 



i'ir=2 (sin ^ 4- sin 

r=— W+±A-{-J + ^iial"[üü2iA-\-E/~-aia2iE—~}] + . 



3* 



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— ao — 



so folgt dm •Sj'bteiu von Gloichunqen: 



Uesbeii Lösung e cm uud <biaE\ also E uud t, uud gr'lJ|:i^i» t7 siiil"=:« auch « ergibt Mit diesen 
gcfuiideueu Exccntrkit&tagruMin) wird dnnn zweckminaig «ine Tabcllo xnr Correetion der Sextanten- 
ablesnugcti wegen Ex<-«nüricittlt berechnet, deren Aigumeut dio direote Ablesung ist.* 

Um die Sextantennieiiattiig de» WiukelBbsbindos xwei«r (errestriacherOltjeGte. deren ZeniÜi- 
distuis ullgenioin von 90 Grad TeiWiiedeu scio wird, mit dm- Iju/iiglichen Me$suttg mt Thetydoliten 

oder I'iiiv<Ts.')l-Iiistniiii('iit<> viM'^li'iclioii /u können, 
ist es iiotliweiidig, tfutwtHli.'r die iiu gi't>s»t«ii Krvi»e 
der Objccte BUittfindende Seztantenmegsuqg auf 
den Horizent oder die UnlTemlinstmineiitinessiing, 

wi'K'lu' dl«' rViiji'ftion im Ilorixiiiitc giUl, auf jfiit'ii 
grifKüteii Kreis zu rciliicircu. Fuhren vir das letz- 
tere atis, 

lu dti l'ijjur seiiii und Ji die Ltidfii 
mit dem Sextanten oder UiiiverBalinatnunente an- 

visirtfii tcricstnüL'lK'ii Olijfrti', dni'ii Zniitlidi- 
^tnii/i-ii 2' und hfissi-ii iiiö(;oii. Mit dein Si-xtiiutou 
wild der Winkel ■<^ÄC'ii= H', mit dorn Uuiversal- 
infttnunente die Prcgection auf den Horizont, d. i. 
'*^A'CB=: V geniossen. Mau liot niui T in IT 
um/us''l/f i.. Dil V' nm h der Wink« ! am Zeiiithc 
zwi»ch<'ii den beiden durch die Objecte gelegten 
Verticalkroisen iät, m folgt 

OOS cos 1*008 z* -|- sin j* sinz" cos V 

«r 




»ir 



bUUUt 



also 



1 "COS II' 



2 >in 



'J sin s' sin z" co> 



1 + CO« tr 



Scos — »"^^ ^ nn s* «in a* COS' 



2 



tang-jp=1 



81U — ^ — ' — tm z* am z" c<w y 

f«'+ ^" , '. 7^. ~ tT" 
-. h sinz'fttns* cot-s- 



Hau k&uute ebenso eine Formel mit 



— z" 



nbleiteii. 



* Vj{l. lUiitll>iicti ilvr .\Hvi<,'atioa. IIeraingeg«bvn vogi kjdrognijihiaelien Ami der kaiil. dontadien 
MariM Ifi81 jk. 210. — fiaodbocli der nantiselioa Inatranentt. HsvMqgqgabm vomhydnigr. Amt dar 
ksiil. dMtMlicB Marine Iffitt p. WS— 916. — Ana dam Arehir dar deutachan Seavarte^ IV. Jul>r^>.ii^r i^]. 
Nr 4. Dar Sextant. Eina Studie aaadar PrlMlisfr irao 700 Reflactiona-Inatnimenten auf d«r Seewaita, von II. Erlert 



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— 21 ~ 



AIb ContTol« kttiin nun di« folgeodeii Fornteln Terwenden. Zteht man BD wnkreebt ai 
ZÄ' und nennt die ZenitlidjtUu des Fusspnnktes I)...L su ist aucIi 

cos U'—vonßDcoii.(z' — iL) 
cos z" = tos BD cos ?. . 
cos II' 

t!M(i' — l) 



folglich 



cos* 
cosx 



somit 

wobei 



,„ cos (z' - ).) 

cos W— ■ — ~ cos z" 

cos /. 

taiifi = taug s" cos 1' 



In i]( III \ ii inilh niir'^t.. kirdioiiroicliori Prag wiir i>s iiiiii nrclit sdiwii ; -f?. jjei'igiiotf Objocto 
für die i^rxtanteii- und 1 boodolitcniuciHiUiig zu üiiilcii; dagegL'U liess tlie Luftb^-ncbatfeiibuit bei der 
UeBsniig wegen der Lag« der Stemvarte inmitten der Stadt, nicht minder das VugiinHtigc deradinialen 
Galerie desStemwartentlranneSv auf vcldier eluHoIxtiscb den Boobncbtungipfeiler enetzen mnsste, 
viel zu wünschen iibn'K. -— Ks mögen nun die Mesaungeu folgen« welche der BBcentridfötsbestim- 
maug am Grunde gelegt worden. 



i884 Jmi 2ö, 



Winkal-Hssntiir nMh WtBteo. 



l) IitöUiuuetit : Kioiiter Reicheubacb'sclier Theodolit (burcbuiesber des Hodion- 
talkreisea 222 Mill^ Kreistheihing von 10* >a 10', Ablesung mit vier Nom«i Toa lO" >n 10"). 

Bt'obachtLT : Woinok. Objecto: Zumei>>t Tburnispit/i u. 1» cficbnet mit A Ii f I) F. Die Neigung 
dos TbcodoUtcn war sorgfiUtig auf Null gebracht iki der Messung störte Tiel£acb die liiiucbdecke 
über der Stadt 



Objsot 


^»tellDiig 


Kreit- 
Ableinnj; 




Xuuieii- 
II 


" III 


iV 


ili'd. AUmiiig 


B 


1 




V 0" 


4« 0" 


3'40" 


4' 5" 


_ 

0'43' ötijaä 


C 


! I 


u ao 


1 15 


1 5 


06S 


1 00 


14 31 8^76 


1) 




ü« 60 


8 0 


S 0 


7 40 


7 S5 


50 57 53,7.1 


t 




0 10 


4 0 


4 0 


3 40 


4 5 


0 43 50,25 


c 


' I 

1 


14 ■i<.> 


1 10 


HO 


0 M 


1 90 


14 21 (J,76 


D 


j 
t 


60 SO 


766 


8 U 




8 0 


«0 67 66,0 


B 


1 


!»<) 40 


0 25 


0 •.Ti 


0 15 


0 i:> 


;ki 40 22.5 


V 


! II 


104 10 


7 40 


7 45 


7 ȟ 


7 46 


104 17 40/) 


D 




140 60 


4 IS 


4 80 


8 66 


4 80 


140 54 16,0 


B 




im 40 


S 90 


94» 


S SO 


9 96 


180 49 aM6 


c 


III 


1!'4 10 




0 50 


!> 25 


9 40 


1!>4 l!l :17.5 


Ii 




i äü SO 






6 lU 


ö ii 


23J 5C 22.5 


B 




270 40 


S W 


:: 


9 16 


9 85 


970 4« 27,5 


C 




•>'*\ 20 


0 4.'i 


0 40 


0 26 


0 85 


2S4 20 :if'..25 


D 




320 ÖU 


7 Mi 


7 SU 


6 66 


7 SO 


SÜO 67 1R,76 



Die KreisstcUungen I II III IV iii^ti r>( In i l« n si<-b duicb jeweilige Drebung di s Ilm izon- 
talkreisea nni ^0*', damit das llesuUat weniger von Tbeiluug&febleni beeinllusst encbcine. L)ie 
WiederiiolnDig in Stetliuig I vurde bei uiugelegtem Fernrohre vorgenomtneu. Es ergeben ndi hieraus 
die folgenden, im Horizonte gemessenen Winkel: 



Google 



— 22 — 









< BD 




13» 37' 12 js 


3H"!J6' J5.IJ 




1 


12,5 






11 


1T,S 


as/> 




III 


6.25 


46,0 


.M.-25 1 


IV 


H,75 






Mittel : 


13 97 11,25 


as M «1,08 






(im Hiiriviwt*) 





2) Instrument: Tro»ghtoii"scbiT Sextant tHalbnieaser 250 Mill., Krajatttttlung von 
10' 7M 10', 5<li'iiste X.inifhahlestintr 10"). Beobachter: Wciim k. Tin der \fp»«ung wurde der 
Sextant in freier Haud gehalten. Die IndexfeUerbestixuiuung geschah am mittleren Objcct« C durch 
Dedning. Viel Sfadtnaeh, dadalli tebvterig» Meaniig. 







si BD 


Indasftliler: 




18» 87* 25" 


3»;« 80' 15" 


flO«5'2(r 


— r35" 










4<i 




15 


20 


15 


40 










40 




25 


10 


JU 


45 










80 




25 


10 


10 


40 










45 


Mittel : 


13 37 tifi 


m au 13,76 


SM 5 13,75 


— 1 39,4 






(im gTQwlm baito) 





1S84 Juli lU. Wlakel-Messnng nach Westen. 

1) Instrument ; K e i c h e n b u c h'scher Theodolit. Heobocbter W e i u e k. Viel Rauch. 
Object A schwer einzustellen, da es sehr entfernt und die Luft wenig dttrchsiditig iat. Sp&ter Regen. 





Krfi»- 


ablesungr 


Xonien-AblMiuiir 


Red. Ablennc 




I 


1 II 


' ni 


IV 


.1 

/■; 




0" 0' 
121 -20 


»• 26" 
9 10 


8-30" 
1 9 10 


, J»' 0" 
1 848 


»"60" 
0 IS 


131 


U'2t>^26 
SO 5,0 


A 

t: 


II 


'M 0 
211 20 


4 5S 
4 4» 


4 5r. 

4 45 


4 45 
4 15 


6 6 
4 35 


•N> 
211 


4 55,0 
24 .';3,75 


A 

1 ^ 


III 


m 0 

301 80 


ö lü 
» 0 


\ 4 n 


1 6 0 
' 480 


5 3i> 
4 05 


ItiO 

801 


84 60,0 


.4 


■V 


270 0 
81 80 


4 » 

840 


4 8 

j 8 80 


i 8 M 
? 8 90 


4 10 
860 


S70 
81 


4 8,6 
28 86,0 



Hiennu KnmtelluDK < 4JB 

I 181"10':K75 

II 38,75 

III 88,76 

IV tafi 



Mittel: ISl 10 85.94 
(im Hgrisont«) 



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— 23 — 



2) Instrument: Trough ton' scher Sextant. Bfohadttcr Weinek. Der Sextant wurde 
io freier Uaad gehalteo. Die ludexfehlerbestinuuiuig crfulgte durch Beobachtung eines entfernten 
tftnwtiiaciheD OlyectM. 



^ .1/; 

10 

so 

10 

MiU«l: 131 20 15,0 
(in gröMim KraiMj 



iDdexfcliK-r 

— 1'30" 

so 

40 
BO 
4A 
25 
SO 
85 
96 

25 _ 

— l'»ii,5 

l(i84 Juli 20. (Vorm.) Winkei-Meäsung nach Westen. 

LutmueBt: Troughton^acber Sextant Beoliaditer: Weinek. Di« Hoaningen tnit 

dem Sextauten wurden auf improvisirtcm Stative gemacht. Des Sonntages wegen Iteiin Bauch der 
Fabriken, Luft durr'L>ü ]iti|^'. Die ladwfeblwb wt i um iu w g geschah an eoUenitemt torrtttriacbea 
Objecte dureh Doppeltangirung. 





< BD 


< CD 


•< BD 


iBidcofeUar ^ 


lai* ao* 5" 


50* 5' 10" 


30» 30 20" 


1»°8"' 5" 


— 1' 0" 


— 2- 16" 


: — 1' 37''5 j 


16 


0 


lU 


20 


0 66 


10 


äifi 


0 


0 


90 


SO 


1 0 


10 


Wfi ■ 


10 


0 


15 


5 


0 65 


10 


32,5 


5 


10 


10 


16 


1 Ü 


10 


36,0 


6 


« 


M 


90 


l' 0 


6 


6S.6 I 


15 


15 


20 


15 


1 (> 


15 


37,6 




i 


20 


16 


1 0 


10 


36,0 


0 


6 


U 


90 


1 0 


16 




5 


h) 


10 


15 


1 0 


» 


40,0 


Mittel: m 20 Ofi 


60 6 6,0 


96 90 16,» 


1» 37 16^ 






— 1 85,60 






(im ur/jüBtcn KreiM:) 









1884 Jidi 20. (Naebm.) Wiakal-Howiiig iMh Sadao. 

1) Itafbiitiiait: Seiche nbach'scher Theodolit. Beobachter: Weinek. Objecto: 
F und G , dieaelbea liegen in gleicher Zeniüidistanz. Durchnchtigkeit der Luft nodi besser ab 
Vormittag«. 



Objeet 


Kreis- 


K'rt.'i5- 


Konioik-AUmttiig 


Bed, AtilcKtiii),' 1 


»tvlluug 




I 


n 


1 III 


IV 


F 

G 


I 


832 10 


r85" 
7 0 


V 16" 

7 6 


l'W 

(, 45 


7 10 


848*11' 8I^& 

3.12 17 0,0 


F 
0 


n 


88» 10 

es 10 


0 80 
e 10 


0 80 
6 16 


0 IS 
6 0 


0 40 
6 16 


aS» 10 28,76 
68 18 10,0 


F 

a 


Iii 


60 10 
168 10 


0 45 

6 SO 


0 40 
«46 


085 

c u 


0 69 
0 45 


«8 10 41,85 
IBB 18 88,76 


F 
G 


IV 


15» 10 
242 10 


0 55 
04O 


0 5S 
Ii 40 


20 


1 15 
6 46 


159 10 65,0 
212 l& 30,26 



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— 2* — 



Hieraua 



Krcintalliiiif 
I 

n 
ni 

IV 



< J9 

Mittel : X3 5 4:i,75 
(im Borifonl«) 



J) lustnnneDt: Troughton'acber Sextant Bcobaehtor: W«iiiek. Seittnt mit impio- 
TOtrtem StatiT. 



SS 

;;o 
15 
» 
16 
30 
2S 
»ri 
25 

Mittel: M 6 32fi 
(im gröittcB Kreiie) 



Indesfebler 



wie Voniia 



— V99jn 



1884 Mi 27. 



SenlÜMliBtNB-VannniK nmh WMttn und Südeii. 



Instrument; lU'icbeubachVbfs l iiiviTsalinstrument. (^Kmsthcilung von 5' za 5', 
AUcrang m tigt Ndnien Toa 4" zu 4"). ß«obadit«': Weinek. Da e« nothweDdig endileii, die 
Zenithdistuuen der eingeetdlten Ol^eeto zur Reduetio« yim Horisonte auf dtti gtteten Krci« der 

Sfxlanten-Messung: in IJodmtiTijj zu ziflicii. so wurtle riris IJrir-JiPnlvtrli'sohr- Uiiivi'realinstrumciit in 
dvn Thurm geschafft, obwohl dies wegen der Kiige uud Stuilht'it der Treppen mit Schwierigkeileu 
v«rbuudeu war. Dieses gouauere IiiHtrutueiit wurde dann weiter statt d«s Theodoliten zur Aus- 
mewnng ron Winkdn nriscben den bereit» beobacbteten verwendet. Bei der ZeniUtdittaiunneasanf 
wurde stets die Libelle des VerticalkroiBes, wi ldi« 7.ur Controle der Lüge der Nonien gegen den 
Honzoiit dient, Tor Ablesung derselben zum Eiuspieleu {^bracht. 



Ollf«Ct 






AltUxunjr 

I 1 ni 


IUMl.'Ab1eMHig 


Kn?i»- 
lage 


Krei»- 
Ablening 


Nonien- 
AKli'^uiig 

~l III 


ReiL-Ablanat 


Zaiiitfa|i«ii]Et 


A 









V 44" 






lf<l'25* 




0'28" 


1H1*26'83',0 


270« 1' 1> 


n 




»55 80 


S 22 


8 M 


865 BS 87.0 




IK4 5 8 14 


8 4 


185 8 9fi 


0 S3^ 


<■ 






3 U 


:t 32 


>3 23,0 




iKi an 


3 liH 


2« 


ISI 3i,0 


0 ',7,i) 


h 




351 15 


1 M 


2 ]ä 


»54 17 »fl 




IMÖ 40 


4 44 


4 3i 


IKi 44 30/> 




B 




369 & 


a 83 


2 44 


s&» 7 te/> 




ISO 50 


4 14 


4 6 


180 M 10^ 


0 U/) 






850 30 


1 u 


1 88 


859 81 SO^ 




im M> 


08tt 


0 le 




0 A9,» 



Du A bis E nach Westen, Ff/') nach Süden hegt nnd beide Mos?>ungen eine versehiedi ri'> Anf- 
isteUung des luütnimentes auf der GaUiio des Tburnics erfurderteu, so sind auch die Zenitliimnkte 



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gßlreont flbraf&hren. Für A bis E vird zwcckmiisiig dos Mittel der b^treffradm Zenitbinnkt« 
d. i. ilO*Oöü'ft mwendet Es «rseben «ich dann di* folgondon Zflnitbdislaiuen: 



1 


n 




;> 






/(riiithili^f Kr. r*clitfl . 
„ Kr. links . . 

Mittel . . . 


XM .■i:, 3!). 7 






81° Iii !),7 
17.a 


X!) (i 41,7 
40,3 

99 ß 44,0 




8B 99 U,6 


86 83 41.0 


8fi 22 2W 


fM 18 IS,» 



Alis (lifson Prijli:irlitini«»fii ttnrli WVvt'-'ii miil SIii|i»ii wnnlei) «Iii* taliii-u.l ii Wciflip, im Siiinp 
der obigen tbeorettsclieu Aus(Muauder:>ützuiigeu, dvr lien'cbuuug <ler Kxct'iitricität des Truugbtou'schen 
Sextanten zu Grunde gelegt, wobei die Coluiune W dio Uebertraguiij; der Howmtgen im Horixonte 
anf den betreffaiden grosaten Kreis, in velchem jo zwei Vergleichaobjecte lagen, dnrstellL 

11 e ü u 1 1 a t : 











JS u. V 




13 37 11,25 




t'u. J> 




. 38 88 42,08 




B V. D 


1'. 


■it> 13 ri3.2S 




t u. 0 




^ 83 5 43,70 








.1» 1» SijU 





t," N> 2J ir, ^ la 3.'> 22,4 2.1, ^ la 3? 15,0 



W 18 13,5 1 ir, 8(1 3g 28,1 
St IC 1:1,.'. II", -irt 3 



Ha 30 ir, . t<3 5 30,; 
H' - 80 8 44,0 ir» :;I81 17 11,1 -ISl 80 6,8 



2J,=a«80 18,8 

2.t, r.o .'. 6,0 
2.1, fsJ s 22,0 



1 SM 



Diese (Jmppe werde im Folgenden mit 1 bezeichnet. 

2^4 Aiigutt 3. WiaUlmmag Wik Orten. 

Instniuu'iit : Ifeielienluicb'sclies riiivorsiilinstruiiieiit. IJeolmrhter: Weiiiek. 
Oltjwtc: Kirchtlnirm-ipit/cu imt li Ustt'u bin, bezeiilinct mit //. J, K, L, M, X, weltbe nahe im 
Horizonte begeu, wülu'eud luub Westen hin der Ilrudscbiii geeignete Objecto dieser Art nicht bot. 
Wie bemerkt, war die Absiebt dieser Mcsmngt xwisdienb'egende Winkel swiacben den bereita 
gemeasoien zn eriialten und durch diese die rnlei-Kiitbuitg ihn- Kxcentricitlit iles Sextanten 20 
cotidolin'tt. bp/w. zu vervollständigen. ZurMessinift wurde abermals ein Sonutag-Nachmittag gewählt, 
da dittir mit lUuksicbt auf den Stadtraueb die günstigsten (Uiam-en gewährte. 



Objeet 


Krri»- 


Horiloaltlkitia 


Verlietlkrais 




KrcM- \ NoaieO'AlilM. 


Red. AMetiug 


AUcmhi; 




Hfld. AUamng 










T 




III 




I_ 




III 


H 




««!• 


10" 


4' 


2' 


4' 


6- 


898* 


14' 


4- 


8B8*40 


2' 




•y 


18" 


888« 


48" 8" 


J 


w 




0 


0 


5fi 


1 


10 


2% 


1 


3 


3fi!> 




3 


12 


4 




3511 


3S 52 


K 




313 


0 


1 


ȟ 


1 


38 


813 


1 


37 


389 


66 


2 


2S 


2 


34 


368 


87 81 


I, 


k 


334 


54) 


2 


2a 


3 


9C 


884 


88 


«7 


SM) 


48 


4 


Mi 


5 


0 


388 


48 89 


M 




18 


25 


0 


14 


0 


12 


16 


20 


13 


3.%8 


36 




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2 


2 


35« 


m .V) 


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41 


4.'i 


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358 




1 


24) 


1 


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S-Vl 


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H 




112 


15 


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40 


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15 


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3 


46 


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18 52 


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180 


80 


2 


58 


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62 


180 


38 80 


K 




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14 


2 


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133 


3 


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4 83 


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10 


2 


2 


2 


10 


180 


18 8 


M 




198 


2Ö 


1 


24 


1 


98 


188 


88 


85 


181 


86 


0 


G 


0 


0 


181 


SS 8 


.V 




881 




I 


10 


1 


13 


881 


81 


11 


181 


8« 


0 


sa 


0 


S8 


181 


68 92 



4 



— 26 — 



Durcli Vfibiii(liii»<{ von Kreis recht» und Kreis link* ergeben sieh fiir den Horizontulkreis 
im Mittel die wegen Colümation eorrigirten Able^uugen, während die hulb« Differeuz der Angabeu 
beider Lafea den CoIlimatioiufiBliler MlUt dantellt Es resultirt: 



Mittl. IIor.-Kr.-AblcaDni; . . 






K 1 /. 


M 1 X 


•rii u r>2,o 

48^ 


Iiis 2 1,5 
68,5 


al3'2 21.r. '■• a34'53 9,Q 


i'ifi , 4l' DO St.O 
36,0 j 40,0 



Die IneeiuUi» des CoDimatiotiBfeUets ist zumeist in dem Umstuide xu Buchen, da» du 
Inytrument anf einem HolzUscbe AufstelluDU fond, um velcbon herum sich der Beobachter auf der 
Oabirie des TbutmeB bewegen mnaete, wobei es mit dem Baume aehr eng bestellt var. 

Die Verbindnqg von Kren rechte tmd Kreis Unke am Verticallareise ergibt dag^n die 
folgenden Zenithpunkte und mit dem Mittel dendben die benothigtea Zeoididistaosen, vnd swar: 



i£«nitlHli>t. Kr. reehti .... 
p Kr. Uni» .... 

m Nitld 


270 1 0,') 1270 0 53,5 
m 42 7,7& («ä S7 61,75 
9^ «6,26 


270* l' 12"o 
SO B« a0,7ö 
7,26 

89 M lO/> 


270* o'69'.5 
89 4$ 62,75 
64,96 


• 

270 0 5(;!'j 
88 36 49,76 
67,» 


270* r o"o 

88 6 37,76 
88,26 




8» 48 BS,» 


88 96 66,6 


88 6 88,0 



Hiermit sind unmittelbar dio weiter unten zusanunengeetellten Vinkel ^ AT, HK^ HL, 
KM, JX und die zugehö^geu Zenithdistanten gegeben. 

Jbstrument': TroughtOD*eeher Sextant Beobadtter: Weinek. bnproviairtes Statir. 



< HJ 


<. HK 


<. ///, 


O. KM 


<. J.V 


lodcxfebter 


6* 49' 35" 


20' 60- 15" 


42* W M" 


«6*25' 65" 


103' 60* 15" 


— 1'50" 












45 


ao 


10 


40 


50 


20 


60 












46 


80 


16 


K 


80 


20 


60 












40 


86 


6 


69 


66 


16 


40 












40 


15 


0 


40 


86 


16 


45 


20 




45 


70 


10 


45 


Mittai: 6 49 22,6 


aO 60 7.5 


42 40 47,5 




U5 36 69,2 


108 fiO 16,8 


— 1 45,0 




(im grrä*teo Kr«uej. 







DemgemSas varde aar Ergünzung des Torher angeführten Resultutea «efter Tcrwcndet: 



Resultat: 



Objecto : 


6°47' '.Cj 


SI9 42' 8,0 1 


»"^ 89 »7'68i6 


IC ^ 0*47* 9^4 


2A = ö'49'22i6 




Bv. K 


SO 47 2». 5 


894S 8,0 1 


e980i».e 


204768,8 


2060 7,6 




n u. I. 


42SfSi7,5 


M9 42 s.o 


Wl 1«53,5 


42 38 UiM 


42 40 47,5 


• ff 

- — 1 46,0 


K u. M 


66 KS 27,0 


806819,0 I 


883663,6 


062349,9 


662669,2 




Jn.tr 


1094839,6 


808768,6 1 


88 68M 


1894716,1 


109a01«,fl 





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— 27 — 



Gruppe werJe im Folgenden mit II bezeichnet. 
Für die Bcrpi-liriuir^' der Kxcentn'eitat?igrössc'n : e unil E ergeben lieh DUn au Gmppe 
I imd 11 die lolgenden Bedingungsgleichangen, wobei gesetzt ist: 

= £ cos E 

and die Anedrfidie in edagen Klamneni Logaritbnen üikL 

I9,mms\x+ [6.14D5972] g + [l,2S29»6l) =0 

f r>.70t;.vj98] JT + 19,00J70GR| y + (1,227SB07] = 0 
Ava I: j.a,ü27430!)] X + f9,-2741848]y + (0.6(>2OC0O]= 0 
. [0,1237396] a- + [9.702 1 741] + [1,6825245] = 0 
[0,3413975] « [O.00870S8]y + [1 ,9029468] ss 0 

[»,00464921 » + [7.41 18486] y + [M48706B) = 0 

1 !» ,55 7»;72 1 1 X + 1 8»5 1 8 1 07 1 1 >/ + [ 1 ,r.9 1 OS 1 5] = 0 
Aas II: [9,8017087] j -f- [9,1371143] */ + [l,<i(;islüT ] ™ 0 
[Ü,033(i078| X -f 19,5014:1741 y + [ I,38:inO(i:{J = 0 
[0,19e94O4]x + [!),SK44819|», + |l.S7fm')9l = 0 

Zuuäctist tUhrt die Bebandluug des Systeme» I fiii- sich noch der Methode der kleiosteu 
Qandrate va den Konnalgleicbnogen: 

[0,7753975]^ -f [0,42Ü84 17] 2^ -\- [2,4124094] = 0 
[0.4268417]» + [0,1272005] y + [2.0886472] =0, 

welche ergeben: f iogars 1.3433010 «=52^42 \ 

\ loe^= 1,6772153 £=114*52,17 }. 

Hiennit berechnet lieh nach: 

W=2A + ^4- 2«Mn (J + £) - Sctin {E—^) = 2A + J-^C 

die folgende Correctiotistuljcllc für die Ablesungen 2 -1 des Sextanten, wolrlier nocliilie Übrigbleibeuden 
Ffliler angefügt sind, solmld iu Anwpndung dieser Tiibelle It dir ?inini'/trn Heobacbtungen iler 
Gruppe 1,2) dii- nicht btMiützteu ii<'iibatbtuugeii der Gruppe II mit der liecluning verglichen werden. 

Tnbelle ad I. 



2A 


c 


1. ihir. 


2. DilT. 


0» 




<M> 


— j!-! 




10 






-4,9 


— o'V 


Jü 




U,l 


— 5,5 


- 0.6 


80 




Ufi 


— tl.J 


- 0,7 


40 






- «,8 


- 0.« 


M 




27,6 


- 7,a 


- 0,4 


90 




8*,8 


- 7.7 


— 0,6 


70 




42,5 


-«.1 


— 0.4 






60,« 


- 8,4 


— 0,3 


00 




Wfi 


- ej 


-0,S 


lOt) 




C'J 


— '.V) 


— 0,3 


Uü 




76,7 


— 9,0 


0,0 


1» 




»,7 







VehrftrUcitiende Pebler; 



1:', 


Ii^l)-F. 


- •• 




„ 

i:i,»> 


- ll"-> 


1 

5:=s 


— i>,i 


3t>,ä 


+ 1,7 




— ät),ü 


S0,1 


4- 25,0 


42,7 


— J3ß 


M3.1 


- Xl.l 


•",'1,4 


+ ll.C 




-h 7,0 


103,H 


- i,6 



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- 28 — 



Um Ton tk-n Thoiluiigsfoblern dt9 Sextanten weniger abbiutgig zu scin^ worden vdta 
beide Grappcu I und II zu eioein emsigen Sjstem Tereuu{;t mit folgenden, «ich eifebenden Nor- 
nulglddiungeu : 

[1,01 1^150) .>• + l(».ü;^fi7s t:r| >/ -f- \-2,W,o72-2ii] = <) 

lo.e3(i7b43j .'• + [(>.:ii i.!:> »f) 1 tf + [j.'jjiau.-j-.'.j) = o, 

wonws ' |logx= l. 582^171 £=41,07 | 

Hicmit ergibt bicL die definitiTe CorrectioiisUilielle fiir diu Ablesuiigcu des fi-aglichcu Trough- 
ton'tebeu Sextauten: 



Tabelle ad I und U. 



2 A 


0 


1 DUr. 


2 Di£ 


0» 




0.0 


— 0,8 


rt 


10 






- 


— 0.1 


30 




ia,7 


-7,1 


-0^ 


80 




SiO,S 


- 7,2 


-Oil 


40 




28,0 


- 7,1 


+ 0,1 


60 




a9,i 


— 7,1 


(1,0 


W 




43.2 


-V 


0,0 


TO 




49,3 


— fl^ 


+ 0,8 


80 




50,1 


-6,7 


+ 0,1 


90 




63,8 


- 6,6 


+ 0,2 


100 




6!».3 


— 


+ 0,4 


110 




7»j,4 


— 6,8 


+ 0,8 


120 




9i;i 





Ucbriulileibt-Dde 
('«hier: 



i A 


B — S 




0t 

— 24,2 


Ki,r. 


. . 7,.^ ■ 


2rt.8 


- ä4,8 


36.6 


+ 8,« 


4:2,7 


- Itt.O 


50,1 


+ 31,1 


66,4 


+ 21,8 




— ]S,t 


103,8 


- 4,0 


121,3 


+ 2.0 



Wenn aiK-li i!i ■ iili: :'_''ili ibeudt'ii Folilor theilweise als {n<»s zu bezeichnen iml. so folgt 
doch als walirsclieiidicliiT Fehler einer Gleicliuijg lü,04, ein Werth, welcher mit Itiicksicht auf 
die ungünstigen UmBtSude der Mewning nnd auf mögliche Theilungsfelder bei den, iwUt und Itiilftig 
gaxegenen, Limbttastrichea plausibel zu neaaen itL Dem Werthe e entspricht, da r=25Cenümeter 

ist, die IJingengrii.s&e: «! = U.<irj Millimeter, um wclclic also ilor I)reliuiigsiiiitti'ljMii)kt der Alhidade 
(Ci und der Mit(el|»unkt der I.iiubusllieilung i'"') von einander abstuhon. Kriscbeint auch dieser 
Werth als nicht bedeutend (Vgl. die ZujMUumeustelluug der Grüssc if für U!>'2 uu der liauburger 
Seewarte untei'sitdite Sextanten in ,Aus dem ArcbiT der deotechea SeewarteS IV. Jabrgang 1881 
p. 82—48), 80 iBt , doch sein Einflu» auf die Ableenngen dee Seztaotea wohl zu berückeichtigen. 



d) VergrOsserung der Fernrohre. 

Die VerpüMcrnng der einzelnen Fenrofaire mit ihren Oculaien, w^he im Laufe der Zeit 
anr Verwendung kamen, wurde von mir nach der bekannten Methode, das OlgectiTbild hinter dem 

focusjsirten t>culare zur Obje< tiviitViiiiiii; in I{« zichun>r zu bnngen, beetinnit. Wenn scUnti die «die 
Methoili* des AutYun(?ens jenes ibbles auf citit'nclii r Troniuu-1 mit überspanntem < )( lpapi«>r. wie 
solches zum l'au«ireu vun Zeiclinun^jen verwendet »ird, und der AuHme.->^ung de^tselbeu mittelst 
eine« Zirkeb brauehbare KeMiltato lieferte, so wurde doch alsbald ein, mit getbeiltem Glasgitter 



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— 2S — 



TerMbeoM, Dyiunneler bestdlt. Dandbe wurde von dem Ihreadener ^cisions-Mecbatiiker U. Hajrde 

nacli (Icui Principe ilcs Atlauisstlieii Aux- uictei-s in vollkoiituieu zweckeiit-ipretliender Weise lier- 
pp«;tf!tt. Ks lu stilit aus drei in (.•iiiiindi-r viTsihiehburen Hr.hn n t) ron erste die SummelliDsi-. älc 
zweite das m Zchntel-MiUioieter getheiltc Glasgitter trägt, während die dritte, ia der Diuienston 
fiir die Tenchiedemten Oenbo« passend, nur dkzn dunt, «eitBebes Liebt ab«ub«H«n und dl» 
EandhabnuiK d«s DjriHuncte» tdcberer zu gestalten, beaoadero, wenn mftn noch durek Anvenduftg 
von Stjtuiol die ZwiscUenrüiime zwischen DvnameteiTöJii i- an 1 Ocular ausliillt. I>ie erwähuteu 
Gitterlinien sind ilnrch bleistiftstaub geschwäi-zt und derart gut walirnehmhai'. Die Messung bezw. 
ScbäizuQg de& Objectivbiklcs au dem (ilasgittcr wurde öfter wiederholt, so dM8 die folgenden 
ZaUen lUittelwerthe renurlaentiren. 

Steinheil. Objectlv. 1(52,6 Mill. Fraunhofer. Objektiv 97,ö MOl. 

OcuUr Bild de* übjcciivcj Virgr..ji.t runj Ooukr BiU de» Objccthw VatOiuavag 



Ä, 2,70 W ^',='^, 4« 

S, m. SUUring 2,20 74 ^« ^ 

8^ m. Rechen 1,9V SN 0^ IIb 

m. Fadenkreas 1,17' 13!» A " '^^ 

8^ O.fin 271 Fraunhofer. Objecüv 83,7 Mili. 

iS^ ().4.H5 ;sT4 _ y; 1,40 60 

Keinfelder. Olyeelir lü»,(» Mill. Voigtlüuder. Objecliv G2,7 ililL 

jB, 1.74 62 r, (temstriaeb) 1,20 &2 

0,«I6 126 r, 0,77 81 

J?, 0,555 196 F, 0,G6& III 



JS, wurde allgemein zu den Cometen-, Reneten^ und Nebelfleck-Beobaebtnqgen Terwendet 
Der Ring iit auf einer plauiwtallelen GUsplatte auQjekittet 

£^ ist mit einem Bechen rersehen, um WiabelscbätznngeD im OeKicbtsfdde leicht vor- 
nebmen zu können. 



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- 80 — 



Beobachtimgeu des Oometeu Pouä-Brooks (1884 I). 



' Imtnnnwit: Staivheirsehea Actiuatoreal von 6 Zoll (162,6 MilL) Osfibvog mit 
Sio^iCTaitBetar. YergrSaaerung 74«fidi. 



D»tiiin 


M. Z. 


J* 


Jt 






log. 


* «PP. 


p.i 


ßeiili. 


• 






km* 


m • 


— II 18,1 




hm» 




• j' 








ins Kept. 


•is. 


15 42 0 


— 2 0,68 


3:9 


IG 20 2i,ne 




+ BO 24 SS.A 


o.nao 




1 


Ort, 




U 31 


+ ;m,i6 


+ 2 24,r) 


3 : 3 


It; 28 4,25 


0,177 


+ 68 .32 r.(T,n 




AN'tinek 


'J 


Ort. 




u 0 


+ 1.57.M1 


— 1! 47,7 


i;:G 


IG 5!> 22,;m; 


,S,h71 


+ '.3 « ^1,1 


o.a3;i 


Wciui-k 


3 


Oc't. 


2«. 


H 3D 30 


+ 1 57,33 


— fi 47,5 


.1:4 


1« 69 21,7.M 


7.))lHw 


+ 53 <! 24,3 


0.!)35 




3 


Oct. 


Üt). 


U 2»; 21 


-- ():iH,26 


— ,S H3,l 


fi:6 




9,20.1 




0,!127 


Crus« 


4 


<)<'t. 


»1. 


IH 35 42 


+ 4 32.23 


— 1 ."vo.g 


a.r. 


17 H 4,7 i 


11,115 


+ 52 44 4K4 


0.«:«) 


AVciiiok 


5 


Oct. 


ai. 


14 S2 24 


+ 493^ 


— 1 40^6 


6:6 


17 3 6,31 




+ 52 44 


().<»:i.'. 


(iru<^H 




Nov. 


19i 


IS 1 4 


+ 164,63 


— 4 1,0 


6;6 


17 60 48,S!1 


9,13H 


+ 40 U S3.A 


O.flM'i 


W.-inr-k 


0 


Xmr. 


2*. 


12 eo SO 


— 087,33 


— 4 3,8 


6:6 


18 7 53,84 


9,132 


+ 48 ii is 


0.!l3i; 


W.iuck 


7 


Nov. 24. 


18 81 48 


— 085,0« 


— 4 81,7 


6:6 


IS 7 56,67 


8,736 


+ 48 II 85j) 


(),".>41 


(jru«H 


7 






5 32 


+ 1 Jß,2G 


— 4 37,4 


;i : :t 


21 i3 4'.». 12 


!<,ß2X 


+ 27 1 MJb 


o,7ni 


Kiisii'ky 


H 


I>L-C. 


30. 


f» f> U 


+ 1 l.S'J 


— S 5r,.!) 


6:C 


21 31 4, .'•.7 


!).624 


+ 25 Hli 11.0 


0,795 


(iriw.'« 


■M 


Ivo. 


30. 


ft .T,t U 


+ 1 10,55 


— 11 G.7 


4:4 


21 31 I3,til i <>,<il7 


•f 2r, 31 1,2 


o.sk; 


|{'>«i<'ky 


9 1 


I8H Jou. 


1. 


!) 11 47 


+ U52,»7 


— lU 47,2 


(i:(S 


21 4& 


i),614 


+ 22 34 l'Jfl 


0.s<i2 


(irii»? 


lo' 


Jan. 


1. 


0 61 56 


— 015,77 


+ 12 88,9 


6:fi 


31 46 43,90 


8,601 


+ » 31 61,7 


0,S2fi 


(!riiH9i 


Ii' 

1 



Instnmient: FrauRiiliofii'sclios F f r n r (i Ii r vou Zn'-l i nT.'. Milli <>> flnung, auf stabilem 
Uokstativ nach dem Uohzoutt: montirt, welchem das HiDgmicrometer des ÜtniuUcil'scken Hefractors 
«DgapuMt vordem t«t Por HAÜaMSMr des Ring<js ergab sieb aus «nor ReOi« um Beobacbtangen 
«nPl^adessternen für den äii88«rNi Kreto so 8S4"l, für den inneren Kreis zu lülfi. VeigrSsserung 

4ii-farli. Dii'scH transportable lustinimont ernicbien oicbt, irio das Stiinbeil'scln- .\quAloreBl an deo 

Meridian gebuihitii. ^'«'stattete also Hciobacbtiingcii. obglcirh mit uiiiii. rn iiiifi», wctin loiztoros 
inlblge der ungunstigfii Vcrhältui»»; der Präger Steruwitrte /.ur L miiatigkeit venutheilt war. 



Datum 



16Ö3 Dee. 15. 
I)*<-. 1^. 
Dvc 19. 
Dw. 23. 
LKsc 24. 
the, 89. 
D«e. 8a 
DMb 61. 
Dcc. 31. 



10 ;!0 2fi 
9 0 14! 
9 25 20 
! 10 0 0 

5 8 52 

6 7 16 

5 M 17 

6 ir, 26 
6 46 9(6 





V,.,.: 


a a|>p. 


P , 




lojj. 

], / 


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0,724 


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+ 033,78 


+ 6 26,3 


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21 23 6549 


9,607 


+ 27 II 66,6 


0,634 


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— 041,11 


— 8 44,2 


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21 30 9,89 


9,464 


+ 35 46 88,8 


0,638 


OniM 


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— 1 0,63 


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31 87 17,08 


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0,646 


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— 180,67 


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81 67 1S,M0 


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— 19 7 26,0 


0,893 


Wcini'k 


0 


Jn. 25. 


7 «96 


+ 130,48 


+ » e,r> 


3:3 


0 7 10,61 


9,488 


-19 9 44,9 


0,881 


Gm?« 





Die hier gegolxMieu Ja uud Jä siud bereits wegen Ilefructiou und Kigeubewegiiug corrigirt. 



Uitdere Oerter der Vergleiebstenie für 1883^0, henr. 1884,0. 



1 • 

1 


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16 24 .W,74 
1« 57 25,05 

17 1 46 

16 m 33,10 

17 48 &4.fi9 

18 8 80^00 

.■>0,K2 


L • 

— ü.ül 

— 0,65 

— 0,60 

— 0,59 

— 0,59 


+ 59 35 35,0 
+ 58 30 15.5 
+ 53 12 ü«,7 
+ 62 

+ 62 46 24,6 
+ 49 18 8,0 
+ 48 » 60,2 

45,9 


+ 17,6 
+ 16,9 
+ 15,1 
+ 14,9 
+ 14,7 
4- 16.8 


A. 0.-. N. Z. 16295. 
A. 0«. N. Z. 16243, 
H. ». VI. 1910. 
I). M. + 53* 1916. 
A. Oc. X. Z. 16737. 
A. Ob. K. iL. I7SAS 

UL ssno. 

llünikiT 6332. 






IH ä <iO,7(> 


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+ 43 15 4ä,l 


+ 18,6 


i (Lal. 4- Künik.) 


8 


6 
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« 

6 


U 29 80^90 

80,39 
80,58 
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+ 27 8 60,6 
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68,0 

62,5 




LbI 41708^ 
W, Olk B07. 

Ann. 4862. | 

B. A. C. 74ni 


9 


Augen. 

9 
9 


21 22 30.65 

21 SO 1,27 
0,82 


+ 2.21 


+ 27 5 58,8 

+ 88 41 44,4 
88,0 


+ 29,1 


Mittel mit AuMckItiM Tou B.A. C. in 

J{crt. (35 VulpeenlM.) 
Ul. 42082. 
W, aik 094. 






81 90 «,88 

a 1884,0 


+ t,«8 


+ 90 44 88^9 

'J 18S4.0 


+ aOiO 


W, 21» 094. 


10 
U 


8,6 
9 


21 44 96,03 
21 46 67,2» 

• 1809,0 


- 0,12 

— 0,98 


+ 22 44 64,1 
+ 22 1» O^S 

•r 1888,0 


+ 18,1 
+ 12,0 


B. B. VI. 4488. 
W, 81« 1080^ 


a 
b 


}) 
8 


19 48 44,18 
90 7 2S.88 

23.90 


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+ 40a8 40yO 
+ 88 31 80,5 

50.5 


+ 26,9 


W, 19h UM», 
Gmoaibr. 8007. 
Yara. 8746. 




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20 7 -23.84 


+ 1,27 


+ 3H 31 50,5 


+ 27.0 


J l(Jr. + Yj. 


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20 13 28.18 
2S,4« 
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28,46 
28,34 




4- 37 40 9,2 
10,3 
12,3 
13,3 
10.7 




I.al. .S9064. 
W, 20«' 468- 
Arm. 4344. 
I). A. l. 6990. 
Yaru. «809. 




Augeu. 


20 13 2a,42 


+ 1,35 


+ 37 40 12^ 


+ 27,3 


.Mittel iiiH 1 l.»L (34 Cjgui). 


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7 

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20 80,00 

30,37 




■f 88 58 87,3 

40.S 




V,\ 20^ 1373. 
Yarii. Ü077. 




Augen. 


20 42 30,22 


+ 1.72 


+ b& 39,1 1 


+ 2S,6 


T^W, +V.) 



32 — 



(ForWctzung) 



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+ 2,29 

+ 9,97 


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+ 94 98 97,0 

+ 24 3S -Mß 

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+ 29,1 
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+ 89,1 


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Lal 42091. 
W< 911» 911. 
L*t. 49804. 


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- 0,06 


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+ 1 23 3,3 
— 2 22 31,4 
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+ 11,0 

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ii. IE. \ 1, iJ<N3. 
W, 21t' 14;|7. 
W, 23'' ß7. 
I.al. 45*23. 
W, 28k 84S. 
Saat. ta». 






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— 9 99 97,7 


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4 (W, + S.) 


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Lal 46090. 
W 28h 888. 




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99 44 9,12 


— 0,10 


— II 44 49,9 


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W, 99k (KS. 


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8 
7 

8,9 
8 


Xi 52 37,66 
37,53 
37,2>< 
37,20 




— 14 40 16,5 
20,0 
17,7 
18,3 




46;»f-i*. 

\V, 23" KM!). 
I.am. IC18H 
ScJy. 9042. 






9» fio) 97,43 


- 0,12 


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- 8,3 


\ (LbI. + W, -f Lud. Sclü ) 


0 


7 


0 5 40^18 


— 0,15 


— 10 14 44,5 


- W 


LaL46. 



Bemerkaugen. 
Augen. = Angenommeae PoMtioa iIm Steruot. 

1888 Scpteubtr 98. Luft gvt, Coin«t liell, ateh der MUla vardiebtet, tob «iiMin Dvrelane«*er = 6'. 

Oftober 2. I.nO leidlir'i, Cini . 1 -rli-.v.u h. Kurz iiarli d*r Iteolinelitiin^ gaur. Iriil«;. 

Kofember 19. Moodidieiu. DeutUcbcr Kern im Comelau xa tebcn. tieg«n Ende der BaobacblnnK labbAAar 
WiaA «ad nwlia WaOcahbadniig. 

Durchnipsunr derOonin — 8,5, die I.aiige de» tieutlii-hea, narli Nordoti gi'rii-liletcii, Srhwcife» — 6'. 
Die Jiebjicii der pMMge encheiuen nngttiwtig inr Ennitteluag <l«r I>ecli4Mtion, «Ubw latrtwa 
ninidiBr. Coniet tmte IwllgaMoodadiaiini gat la tMobaditiro, mit deirtlielicin K«n and einer 

rriTna von fi' F>nr<"Vim«»»cr. SlMniiifKlIi. 

C'otiia M' , >(;liw('ifliiige 40*. Kopf gobulü irid kugrlfönni^. ijchvfeif »]iiu vrrlaarcud. Per 
Comct cr»clieiut nahe 3. (jii ^s ■ u:i'l ut n ii fn'ipiii Auge zu ««licii. 

Die Beobucliiuiii; wurde durch Wolken abgebroeheD } «ie beruht aar aaf 2 Siteea. 
Rrhweifttnge = 20", OaiB«dnrebme«aer =4'. SlBnaiMfa. 

1>.'>' ('nn:.'t helirr .-.u . (\x^nu . doch Kchwiekcr •!> ■ CygaL Oem 8*, Sebwaifltaga 1(*. 
.\udeutUB£ cinur Krüiuiunug des ^(.-hwcife». 
Cefa« 9, Cflimet itt l^ar aia s Cygni. Dandkher Sehwaif. 

r iiin.'i. iiki i 11 Nclir tcliarf und 3. UrüsBe. 
SchwtifUugc 1*. Moadacbein tmd Nebel störend. 

Cona dei nmdeu Keplba = 4', Ueg« da* SebwaiAa = 9* oad FMitionawiafeel deaNlbait 

20* gCBchätzt. NeWip. Mon'(«ch?in. 

Schweif mit blouem Auge Bichtltar, Kern nahe 2. (irüsitu. Kiue Schätzuug der ävbweifliuige 

omieher mgaa WalkB aad lloadidiaia. Anüuiga der Camat gtit t« baolMditMi, ipiter 
gaaa trOte. 

Kern 9. GrSiaa, SeliwaiflIngaSV,*, gaaiberlar Paattioaewiakel deiSehweifei 96*. Klar, Sturm. 

Die BvobachtuDg brrulit nur auf einem Doroligango. da oi alsliald iinu/. tTÜ\>v gewordeu. 
Kern nahe 3. GrSiaa, liegt cxeentrüeh ia der Com«. Linge de* Sebwaifee 2';'«*, PoiitioBt- 
wiohel alw« 45\ 



N'ovcinber 


24. 


December 


16. 


Deeembtr 


l^. 


December 


19. 




9& 


Daeembar 


39. 


Beeerobar 


91. 


.ItDuar 


1. 


Januar 


2. 


iaoQap 


8. 


Januar 


18. 


Januar 


15. 


Janoar 


20. 


Janoar 


22. 



Digitized by Google 



— «8 - 



BeoliaehtnDgen des Gometen Wolf (1884 III). 



brtninMiit: St«iiih«ir«äiH AcquatoreAl Toa 6 ZoU (162,li MO).) Osflhans mit 
RiagouaNmetar. VergrSnerang T-I^ftdi. 



l>Hturn 


M. Z. 
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VerRl. 


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24. 


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21 17 19,77 


S.ölOii 


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Sept. 24. 


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21 17 20,<)C 


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Dec. 


10. 


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SS 44 G8,74 


8,»7 


— fi BO 47,1 


0,863 




* 



An Ja und J8 ist die Correctioa wegen Refracüon und Eigeobeirogaag bereits «agebcttrht. 



Mittler« Oorter der Vergteichsleme für 1884A 



1 • 


6r. 


» 1884,0 


l. rtj.p. 


* 1884.0 


Ret. ml 
1. app. 


Antorit&l 


1 

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6 
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31 82 2.'i,'i3 
2,V2» 
24,4!) 


+ 3",37 


+ 20 4!»' 29'l 
+ 13 2S 19,9 
45,4 
40,1 


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+ 80,1 


W, 21fc 840. 
W, 21» 786. 

Riiriikrr !tMO;i. 
L«m. 2727. 




Aogm. 


21 82 26/» 


+ 8,27 


+ 18 2^ 48,8 




J <W, + R + L). 


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21 52 13.i;'> 
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+ 3,20 


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+ 2H.4 

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n. B. VI 4934, 
W, 2af> 821. 
Ktakar 




Atlg«B. 


S9 41 »,87 


+ 8,1» 


— 5 fia 81^ 


+ 20,7 


MW,+R). 



R e ni t; r k u I» }^ <> I». 

8«pteinber 24. ComI »«nltch raml, hall, mit daitUichem Kerne von 9,i6 Ordne. Aaidehimm ~ 1^ Luft niebt 
■•hr dnmiiiichtiif, viul Stadtnndi. 

October 28. Amdclnma« de» CMnetaD =: 2^, Ken mb 9,7 CMeti. 

Deeemlier la Comet fahl mit drafUeüwm Kuat, Oom» Itaglieli und wieh rwMi fftriehlat. Anedeliinmt = ijs. 
Etwai windig. 



Digitized by Google 



— 34 — 



Beobachtung von kleineu Planeten. 

httrament: Steioheirsehes Aequatoreal tob 6 Zoll (162,6 MdL) OeSbnng mit 



Ringiutci-omctcr. Vergrösserung 74-facli. 



Datum 


M. Z. 
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8:8 
6:6 


1 - 1 :.!»:( 

Irt »1 ili»,19 
18 ü 19.51 
17 fi« 8,27 
17 86 8,02 
17 64 38,33 
17 64 37,67 


S,.V34 

8.Ü7S/. 

8,filW« 

8,76«n 

8,610» 

8,976a 

8k7I8>> 


+ S 21 2U,»> 

+ " 19 .M.a 

+ H 19 4'*,2 

+ 85 a;»,ü 

+ 7 67 S,» 
7 66 68,8 


0,7r.K 
0,77(> 
0,768 
0,771 

0,773 
0,772 


Weinek 
OruM 
Wciuek 

Wcin<k 
Gru»5 


b 
b 
b 

r 

a 

d . 


® Amphitrit«. | 


18HI fScjit. H. 
Sept. U. 
Sf-lii. 15. 
Sqit. 1«. 
Sept 16. 
Scpt 19. 


lü 40 7 
10 10 2R 
9 21 25 
0 18 29 
9 56 40 
9 91 49 


— 2 6,22 
—2 6,08 

— 1 0,79 

— 1 6G,8S 

— 1 5n,>o 

— 0 20.74 


— 2 84,2 

— 3 86,9 
+ 3 11,8 

— 0 las 

— <) 24.2 
+ 1 


t>:6 
6:6 
6:6 
7:7 

7:7 
6:6 


22 67 47,BO 
»67 4^ 

2S«6M^*%^ 
32 66 1,35 

22 5.'» ,1|l,S7 

22 53 ai.ia 


9,06iii 

9.25H« 
11,143« 


— 6 86 62,4 

— 8 86 86,1 

— 8 98 19,2 

— 8 40 4fl,.i 
8 40 54.S 

— d 47 44,2 


0,676 
0,876 

0.ft7! 
0.*71 
O.S76 
0,S74 


(irtl-iB 
S<'hwar7. 

Gni«H 

(jnms 
Sihwaiv. 

Gruss 


1 

c 
e 
f 
f 




1694 Seilt, 22. 1 II SR S4l +1 8S,S8 + 7 98,8 | 2:2 


1 8 8,46 


9^t46nj 18 86 26,8 0,897 


GruM j Ii 


® MelpmiMiM. 


If»! I»ei-. ir.. 
Dcv. 1». 


II lü S — (» 4.1.»>1 
11 SS 83 1 — Ü U^Ü 


+ 0 51, f( 
+ 0 &t»,7 




ö 9 88,69 : «,318» + 4 32 4!t,'i o.Ti'S 
5 9 82,74 . f>,329 ; + 4 98 49,3 U,7'.(« 


Schwan: i 



da und J6 sind bereits wegi-u üi fr;iction und p;ij!ciil)t;wegung corrigirt. 



Mittlere Oerter der Veigleicbsteme für ldit3,0, bezw. 1S84,0. 



« 


Gr. 


- 1888,0 


L mpii. 


* 1893,0 


It*d.nd 

L apii. 


Attt«ritit 




7 

6.6 


h m • 

i\ 19 4,78 
4,48 


• 


— 24* r.l' 3o'.'4 
31,6 




II. K. c. 'm 

Yaru. 8658. 




Ari;»t.'n. 


21 19 4,58 
•« lfvj4,0 


+ i.U 


— 21 19 ai,ü 

d lJvH4,0 


+ 20,1 


\ (B. A. C. -t- Y.) 


b 

A 


U 
6 

e 

41 
6 


18 1 13,84 
18 1 46^47 
46.41 

45.2« 
4j>,t)7 
44,91 




•f 8 80 31,6 

+ 8 43 12,3 
43 13,;i 
43 11,1 
43 lü,l 
48 IV 




AnMhlusa an Stsm A. 

n. A. f . r>142. 
Arm. 8«W4. 

Lal. und SB26B. 
Rüraker p. 179. 




.Vngon. 


18 1 45,35 


+ 3,05 


+ 8 4» 12,7 


+ 8,0 


i (B. A.C. -h Arm. + Lai. + Lan. 



Digitized by Google 



(FortoetzoDg.) 



* 


Gr. 


■ 1881,0 


SmL ul 
1. app. 




l. app. 


Amtoritit 


c 
d 
e 


0,3 
9 
7 
7 


b Ml • 

17 55 .11,36 
17 54 50,r,S 
22 .VI ")0,34 
50, IS 


• 

+ 3,10 
+ 3,12 


+ 7 f>H 31.5 
+ 7 .V) .11,7 
— ^ 3:i iX'i 


+ "J> 
+ 10,1 


H. B. VI. 36 JD. 
W, 17t> llir>. 
Arm :'Mlf)l. 

H. .\. ('. 




Angon. 




+ 


— 8 sa ia,6 


+ ».8 


Ann. fiOOl (85 A<|aarii}. 


f 


8,5 
»,0 


as »7 02,09 
53,06 




— 8 40 55,0 
50,9 




Set^. 946B und 0408. 
W, aSk 1186, 






21 St 62*» 




— 8 40 65^ 


+ SM 


Sekj. 8468 vaA 8488. 


S 
h 

i 


7,9 

9A 


■22 5(!,70 
1 6 42,07 
« 10 191,70 


+ *,<I0 

+ 4,€0 


— f! 50 1,0 
+ 16 IT 27,5 
+ 4 !n 2,6 


+ 25,3 


Yarn. 10108, 
W, m 76. 

a a VI. 880. 



BemerkuDgen. 

1883 Oetobcr 2. Dar Flauet war «r«g;en migfiiMUgerLuA and dar graaMn Niha eiiiai Stcmehens gleL-ber OHno 

frhw<T zn brolmi-litcn. 
It^m Joiit Ib. Uimaiel ctwtts «rhtt-icrbaft. 

Jimi 19. S*kr dwebiiebUge liuft. WiailaUSiae. 



Beobaehtuug von Nebelfleokeu. 

Di« namui&Uige Unaichwlieit in der Poritionabotiminiiiig tod Kcbelfleckcn, lei «o wegen 
Ertu&ngdnnig eines «i8ge»proch«nen Ltchtschwcrpunkte» in lemeibett, lei et wenden ilirer «inregelp 

iiiiissiscn nilfr Tif.l'f^sfTinmtrn Foraj. lässt eine Vfn'iolfiiltigung solclirr T!f rilmolitnnfjfii «trt<! viiiTt''rln*n'?- 
werth ersclieinen. dunli wt-ltlu' gleichzeitig die Knitfen nach der Kijienbpwegung dieser (iebilde und 
der persönlichen Gleichung in der AuiUasaung derselben, deren Kenntnis» auch für die Ortobestimmung 
teleacopifldier Cometen von Natmn iat, werthTdle Beiträge eibnlteo. Der Plan unserer Nebdfleek- 
beobarhtungon war: 1. Havpteacblicb di« sttdlidiereOf weniger genan bestimmten Xciiel zwisk^Uen — \* 
\mi\ - SD" beclinatian zu bestimmen, wenn mu-h die rntiinst der Verbitltnisse inmitten einer 
rauchenden und beleuchteten Stadt <iiose Absicht voraussiclitÜLli modificircn musste, 2. jeden Nebel an 
eniem vnd demsdben Abend d. i. nnter gleicbon BeobRcbtungsreiliiiltniBaen durch zwei verachie«kne 
Beobachter, obne Voreingenommenheit oder ge^enseitijjen Meinungsaustausch über das /n ISeob- 
acbtcnclt', m vermestpr;. Als Tnstnimf'Dt *ollto ilfr Stfiiihcirst'lif' sriliüzrtlli-,'!' Picfnicti ir. Micro- 
meter das oben besprochene Stahkingmicrometer bei 48-facber Yergrüsscrung dienen. \N ie schon 
mduftch bemerkt, geschiebt die Ben&tznng dieaee Inetmmentcs durch die Sndthüre des Stennmiteo- 
"nninnes, weldw Tbür« in bomontnler Riditnng nnr einaik Ansblick von anderthalb Stunden Tor 
und nach dem Meridiane, in verticaler von rf = -|-2l" bis nahe d= — tO» gest-ittet. Ein Arbeits- 
catMlog, welcher acwischen diesen Grenzen aus dem «General Catologue of Kebube and Cluiitm of 

8» 



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— 36 — 



StHTB hy i, F. W. fkncbel" * von Dr. Gnus zusainaei^estoUt wradew, und in welchen raeh Nebel 

Ton dCT Helligkeit „prftty faiiif und „faint" auf;;ciioiiinieii waren, rodiicirte sich infolge der 
r.ii^,'iiii>ti','fii Luit- uml Bi'obuilitnngsvprhältiiisse von l'ran auf (•twa :!<»i» Objeitt-. derou unten 
lSitUtbaikfitsj.Mvii/1' Mcluiii dinvh die lirlüfkcit rpn-tty bii^iht" beschiiiiikt rrsrhiHi. 

Die iui Folgeudeu gc-gcbeucit licdimclituugeu bei'ulivu jt^uäiiial auf umidesteua 6 I>urch- 
güngeu und sind Stets in dieser Anzahl zuerst von mir, dann von Dr. Gniss, ttubeeinflnsst und 
tuabbftngig, ausgefülut worden. Sectasccusion und DecUnatiou wui-deu immer gleichzeitig bestinunL 
Als VerjfUncIistenu' diciiti'ii. wo es au^'iiig. Sterne im ;:'l<Mrlii i l'.u »Hei mit dem Nebel, wobei zur 
Unsebädliiiiniaehunjj tonstaiiter rcbbTquelleti iti der Auffassung der Autritte rw|K Austritte drei 
uürdliche und drei bildliche Durchgänge geuonunen mirdeu; diese Begel war aber hei der unzu- 
verlüssieen Stabilität des bistnimentes nur dort anwendbar, wo diese Ahsidit keine grusseren Zeit- 

diflereit/en zxviisclii ii Nein ! und Stern verursaebte. In erster Linie wurden die von Sehinifeld bei 
dessen N'ebelHeikb<cibinhtun^'ii hrüiil.'tfn \ii'i<-hlnsssterne venven<b*t. weleiie dureb seburfe Meri- 
diaiibeobacbtuugeu vuu Argelander bestimmt wurden; iu anderen Kiilieu miLS:steu die vurliaudetifu 
Stero'Gataloee Aushülfe bieten, wenn auch derart TorlanBg das System der Vergleiehsteme ud- 
gleicliiurmig ers(Li ;ii. ii muiste. Unmittelbar nach jeder Beobachtung wurde von mir der Xt 'ii'I :jiit 
allen uiuliegcuden, hichtbaren Stonwii, soweit diese in den fmkrois dos Hinwies fielen, vi i. hr.d 
uud auch die Dt»>chreibuu(; de» NebcU ohne UeeiuHus&uug durch frükerc Notiruugen m kurzen 
Zügen Torgeoommen. Die Schützung des Kebetdurcfameasers geschalt allgemein in Ringbreiten, 
wobei das Objcct nnter den lUsg oder in di« nüchste Nähe desselben gebradit wurde. 

Was die Reduction der Beobachtungen betrifft, so ist die Itefmction stets berüdcsicbtigt 

urtd die Zuriickfiibrung auf den mittleren Ort (» nach bekannten DilTerentialformeln i vide: 

ächünield ..üeobaclituiii! von >icbeltlccl(«a und i^terullaufea''. Krste Abtbcüuug. JUaunbeini 161)2. 
p. IX) vorgcnomuieu worden. 

Die Vergleicbuug dieser Ueobadiluugeii mit jenen Anderer, ebenso die l uteniuokmig über 
die Sicherheit der erhaltenen NebdiUckiirter soll erst dann geschehen, bis eine ausgedehntere 

lloibe von Ncbelfleckbcobacblnngeu vorliegen wird. Imnierliin bietet aber schon jetzt die liinter- 

i it!:?nfb>r erfolgte lieobuehtung dessclbeu NeljeUleckes r!nrch zwei vei-sciiipil>-!if üeobacbter Atdialts- 

puukto über die Öubjectivität der Auffassung des ürtes nebelurtiger übjecte und deren Abbüngigkeit 

von Ausdebmiag und Helligkeit des NeheU. Vergüeieht man mein» Beobacbtuuges mit jenen des 

Dr. Gross, so ergibt sieh namentlicb iu Rectascension eine autgesprochene DifiSerenz. So betiSgt 

* 

die Summe der po&itiven .VbweiibuDgen im Sinne: Weinek-Uruss in RectascensiOD 9,60, der 
negativen l.ii:^. ferner der positiven iu Declinntion MO.) (mit Ausschluss von lnUl : der negativeu 1 13.7. 
Im Mittel sind ul'-'i dii' von l'r. (iru.ss bei-li:^ litrti';i i;t'f<-i<i'eusioiieM um ti,::_'-2 llriiin-. In ii; i-li- 
uatioutiu uui a,79 grosser als die vou mir böobacbleleü. Tlieilt uiau die Nebel in zwei (.iruiiiieu, 
in schwer und besser zn iMobaehtcnde Nebel, an welch' ersteren gezählt wurden: 4021, 4026, 
4238, 4204, 4424, 4441, 4499. 4572, 46S7, 4734, so ergibt sich fibr die ente Gruppe (10 Vebel) 
als DUTerenz W—6 im Mittel: .in = + 0,188, Jd = — '"oi (mit Ausschluss von 4021), ffir die 
zweite Gruppe (14 Nebel): Jiit = + 0,424, Jd = ~iJ»4. 

Die Bedeutung d«r folgenden Golumnen ist aus den Ueberschriften erkenntlich. 



• Ilietor (^iitaliip wunlc iIit l'niijri- MLTn»«tli.' Cur eiiiij;- Zeil tjfiiixllichit au- «Icr wertliK.ll<'ii aslivi- 
nomiiielMn Bibtiotlivk dits iliu. A. Auviljttcli iu Lt;i|<tij{ ubLTla.vM.u. uauLilt-iii da» vifiigi' li^uiultcu, Ucutvlbcu für 
dio SterowsrteabiliNolbek durch dco Bni-bliaiidcl tu erwdrticD, crfolglo« gvvctcit. 



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— 87 



I. He 0 Pachtung. 



.11 
-SS 



Datum 
1884 



achter 



.-<« 
upp. 



»pp. 



Autorität fiir 
dan* 



(ir. 



Baadireifaaiy des Kebeb 



LsftzaitAnd 



4173 Mai 17. 
Mai 22. 



I 



3987: 
4961 

404.» 
4063 

4264 
4021 



Hm 2.>. 
Mai 23. 

Mai 23. 
Ilai 24. 

Mai 24. 
Jkbi 35. 



4478 



4m 



JuU 20. 
Jnli 20. 



Juli 23. 



4288 1 Mai 20. 



44011 .luui 2»;. 



44J4 Juni »i. 



Woiuefc 

j Grusa 

I Weiui-k 



Wt-inc-k 
Gru»» 

Gnua 



Gran 

Wi-iiifk 
(iriii'i« 



Weinek 
Onw» 

\Vi int-k 

Weiurk 
Gm«» 



I 



' (inira 



Wi im-k 
Gnus 



Oniaa 



Weinek 
Gruta 

\\'(-inok 
Grus» 

\Vf>inck 



+0 9,K2 4- S I<;,3 
+0 f»,7.'i + H10,0 



— 0 ll,ri8[— G5!),'J ! Tt M -L'i«2H.W. 

Ai liln'-'nu ICJ 
\ irgrinia (ti«rl. 
JahiDMih). 



.VuwcrüK. (Ai<tr. 
Nttohr. Ha. M, 
p. 371.) 



— 0 12,1«;— 7 13,3 



f,0 Sc-lir liellcr ijnxsfr NVbel mit Klar.ilurcluifli- 
I rUutliohor Vertliclitmig. i tigi> l.uft. 

8,.^! Aii»ge«lrliiit, /.iriiiticli hfll, ' Klarer, »cli'fiK r 
lHn(fliob. Veriliclitung nach «It-r i Himmel. Mil<'li- 
N'onJwit« hin. Lkag« dei Ke- j etruxHc evlir pit 



beb 



+0 .lO/iO + 7 3LM 
+O4!»,0Ö + 7 31,1 

-0 0,53 — S» 13,ü 
— O 0,40— 918A 



+u o,ü« — 7 ii),y 
40 «iiM— fiifi 



Yarniill ("at. 
Nr. "n:i3. 

B. B. VI. 

+ 2*2«)a 



V, Ii. VI. 
+ 2*2914. 



I luit dt'iitlii'liiT Vcnliolil iiiig. 
Hun'linii^'.c'r «'tua 2'. 



UI9>I )>la«ti«<'li>:u 
»chon. 



If,t>' Zicmlirh liell, zieiiiüoli rninl. Klar, Duimt um 



—<t 37,49;+ C 11,7 
— <t37,s| + 0 17,7 



-166,85 + 0 0,7 
-1 57,11« + 0 44 

-1 lo.ris'-r 2 20,5 

■ I i(j;i3 -1- :i '.tA 



AiMiiyma. An- 10,2 
] «fh)uiMi.jm58i-r. 

peutUfAitr. 
I Nuchr. Bd. 88 

,>. .<t7->.) 



-0 2.fi<4 
-0 4,61 



+ 167,8 

+ iaa,7 



W««hi]igt.Zouen 0.0 

im.z.m. 

B. B.VI. 
•(■2*S90a 



Sti'riiurli'r'j Vonlichtuuif ; /.e'ii- 
vveihus AutVlitzeu, al* weuu viu j 
SIern im Kebol atfindc oder 
{ denen Ken Durch* { 

mctstT l',3. 

Hell, iUnitlicl(B Vfrilifliliuig 
narh iIiT Mit ti^.Ruwla Form Bit 
AlitoijuD);. DurpbiDMMr V. 

Si'lir hell, M'hnnc* <tbji."cl. Kn- 
;.'i HViriiii>{ , iiUf|;eili-liiil<- iiiinTf 
Venii<-btang , .'Vbtoaung itaob 
ili^m Hao«k% io wclirbvr kleine 
StiTnc deutlich au erkennen 
•.iu<l. Dttrchmeuer etwa 4'. 

Hell, groia mit VevdichtnnB, 
rand. DnrcliniMMr S*. 



HoricoBte. 



' Klar, am Huri- 
lüODte Hauch und 
Dnaat. 



j kt'til-ilüun),'. im- 



+Ü33,0«i— üät>,6 



+082,58 



- S6S,2 



—0 23,32— !IM,4 
-023,15— 889,4 

I 

i . 
I 

+» 1.VI7 + 1 47,1 
+O44,0S + 2 4A 



+0 MÜ + 014,2 
+0 7,22[+ OlSjO 

+0 |0,«»2 —11 40.3 

+lM<.t.m,-ll 3tlfM 
i 
I 

— 0 i5,<;r> — 1 .'>2,7 

-I»1MH — I 30.2 



An«n>'jia, otwa* 10,t> 
iriidlidi vom Nf- 

Uli. 

A.'Hi>. a.Z. 90 
1HI49. 



I94«k 



Scliüafrid2)4. a,» 



srbvviT 7n faeobaciitcti. Län^^licl» , 
mit V('r<lii-1itiiiiü irnrb Nurdi-n ruhige Lud. 
^u. .\ii»>!<-liiiiiiiL' W'i, 

S,-Iir lu ll, fclnHH'« Oljjcrt. ' 
Nnirf I'iiimI, l>iif<'liiii('ss<.r H'.'t. , 
Jim N»'1i< I ilii'lit jri'Sfliarlf klrine ' 
Slfilif. 

S<-Iiriiill, zKijiüclirutiil, >l..ul- Klar, gute Luft. 
Ii<'lit' Vi-rilii-iii>.i!ii.'. ili'- «•(««.■i I 
Hcviücb vom (tut tum lii)ft. 
Diiri'liiiii's*« r r.s. I 
-Vlir bt'll, ziciiilirh riiuil, i 
«ehrgroN, wureMittt^ .M bsv. r 
Hofinifnaara. Verdiclituu;; uucli 
■Irl Mitte. Im Kebal eiua Dn- 
ziihl kleinerSterne. DnrrhmeB'MT 
>,v. 

/.iciiilirli lii'II und rniiil mit 
allmähligvrVerdldituug. Dorcli- 
tu«*»et V, 



j Schunreld 223. 

vr, m im, 

SrliönfeldXl». 



Ö,0 Si-Ur hdl , ziemlirli niiid , 
iftark vcrdirlitPt, gut zu ImdI,. 
' ftphti u Ilurt'linn'PM'i' r,2. 
9,0 Plina-tiiniM-lu-r Ni'lifl, wir ein 
vcrwascIioutT Stvru 6. — ü, 
GrüiM. Kehr k«ll, etwM Ikng- 
■ich. Grömte Amdehnung 0',4. 

O.Ol nell, gnwa, nalw nind. Nach 
der Mitte wdiehtct, abgttl(»nt 
IhirekiDCiaer 9',S. 



r <iun'li'«i*'litii;e 
I l.uft. MiK'li- 
I '<ira««« vuliij; 
l'laitiacli.'WiiML 

i 



E* wird hieiHiif 
tra.be. 



Luft klar, am 
llarixnnii' l'iinst 

und AVdlkeu. 
Iii jfri>»"crcu 1I>>- 
Jico »ehr durcb- 
aichtig. 



cy Google 



(FdftMlsnoir.) 



UM 

4878 

4643 
4687 

4510 

4572 

4826 
4794 



Datum 
1884 



«chtcr 



Antontät iiir 



app. 



JoU 23. hV eiDck -015,70 4- 417,4 
Gnin 1—016,40+ iilfi 



B. B. VI. 
+ «•413». 



Gr. 



Bcwlvoilniiif <iei N«1ie)* 



Joli 23. 
Jnli 23. 

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Aug. 31. 
Aug. 21. 

Aug. 24. 
Ang. 94. 



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— 089,8 



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C.ru-.^ i+ÖJ'i.lilH- 1 



S<-Ji.)uM<l 221. 

B. B.TL 
— 1»4I78. 



SelMSnfiildSSI. 
SchSnfaUSSO. 



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-096,27 



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+U Hi,74 

-053^68 
053,60 



4- 4 15.5 
4- 4 19.2 

—IS 27.« 
—1320,6 



-L7 21.« 
+7 2*i4l 

4-0 47^ 
+0 44,0 



P,S S rli » «i'li, klein, o*««» UnR- 
lifli. \arh .1. H"-n<licl «<'hr 
1)1-11. (irx^sto .\iiHclcliiiiiui? nach 
Siifl-Xonl von 
9,1 ■ II'Ol, zienilirlt rnml, doiitlichc 
Verilioliliuig. liiirflnin'iiAi.r l',H. 

Aouiwrst liellc», |inu-li(rull'-» 
' Olijcft ; jcipiiilK'h niiiil mit alar- 
I kiT V.ird«> lituii){ , ti»r)i licti 
fit- Ii." I: vcrluufrnd .\in li<.t. 
lirlii-ii Kiiiidt' fili >iterufbt3U lä. 
Griine. Dorchnifner 3*^ 
AiO H«ll,niad, teh6a» iternsiiig« 
VenUcmmg'. Ovt sn beotaebtoD. 

^fi Sflir hfl), groiiB, inteti'ivv 
I Vi'nlii'litiint; VOD ■tortiarti^eni 
.\ii!.«di<"ii.Ktwas vorlitti(;i-H nach 
Norl. I>iirrhnif««cr 1\H. 
.Viiwora S. (,\i>tr. 9,2 SiOir hrll, klrin, riinil. W'io 
Xn'br. llil. S^f, i'in v<'rwH«<'ln'n<'r SkTri von K.l. 

p. 372.) (iröiai'. (iiit «11 •»^idiiH-lili-ii. 

">iirctinn'»ser ■ 
VV, HOb 602. 8 ZkmhvU Meli, >'t»ip< luiiplicli 
oliiii- ViTiliclilnri;?. Nördlich 
uabe ciu Stern II. Gi'W!"^, »el- 
ehar du Beobacliteii «cbwivrig 
mtdit. DorofaiuMaer 0',a 
LaL 4Mee. I Zx-mlirb bril, uabcraad mit 
»loriiartipfr V<>r«li<>htling. 
I>ur<dinn!»scr 0',!). 

SohSnftUSSl. 9,2 ^S<■llwarll, Kii>inli<'li rund nlino 
I Vcrdicbtniij;. Darehinencr 0'|9. 



ZjanHeh f^utc 
Luft. 



LnlV gnt qimI 
dwtibiiebtig. 



Kbm, gute Luft. 



Bemorknngeii. 

Ketwl 4013. "WmOt an SS. Mai eSnirvotcllt; «tebt «tw«* «Odiich von einem Sterne 8. OröMe, Ml Mhwilili wA Mibr 

«chwii-rig /□ b< nbs !it n 
a 4021- liie emveliieu Sat^c der iieolid/-htt.tig »timmen w«uig bcfhedtgeiHl überreiu. 
, 4238. Wurde wegen tetber groaien Amdclmvng gedc^t Tom Kluge baobaehtot 

„ 4424. Wurde durch .\ri- und .Xuntritto ao deu IJiD^Trir t. rn und dundi Uwkung des Kiiigo» beobachtet. 
, 45^)0. War Juli 2o und 23 aicbt tu tinden. IXAncitt bemerkt in : Si<j«ruia ntbuloioratti obaervatioo^ H««'iii- 
euM-ü. p. H41 : ,Locm C 0. 4885 noBW, al jan pridod mte nouacviiBt aIii(Phitoi. Traniaet 1831 

pag. X*).- 



473!t.J 
4810.1 

4988.1 
4940,| 



Wurden um lä. Augunt trutx guter, dnrcluiubtiger Lufl nkbt gefiiadeu. 
Aenf *<nt aehwaidi, Biobl n beobaditea. 
Srbr aebwaeb, aiebt na baobaditan. 



Digitized by Google 



— S9 — 



IL Bednction: 




Her Kel>el wurde vonlem 
beobacktet rou: 



( I I 
il73Mai 17\\Viu*k+0 + 8 16 H i>rl.L'h — »"Hl'n; 

(inisK l-fo O.'S -f 8 KM) ! j 

5967 Mai Iii Wnuck'-O 11,5» — (i5!>,2 U :);> 15,G7;+ iUU^ 
irru»« l_012,l(; — 7 I3,S 
Mai 22 Weinilt -f-t>S0,51 + 7 32,OI6SS 0,19 
i |üruM +0 49,f.l + 7 81,», 

40i;0 Miii 2J Weinek -o 0,53 - 1> I8,>'u6Sl»,aa + S 1828,0 

I jOnii« 1— 0 0,*) — is.i ' 

40ufMM a3.Weia«k'+0 0,67 - 7 lU.'J 15 «85,») + 2 102(i,:J 
Üroii» i-fd «1,47— 7j1(i | ' 

4(J8:tM»i 24 Weinifki— oa7.4!ij4- (> 1 1,:^ lä 1!),<M + 2 35 1^,2 

(iru«« |_o:)7,.-<l|+ i; 17.7 I 
42li4 Mai 24 W. iii'.k — 1 .'i<vsV+ ti 0,7 IC 67 24^ —2ii G 4.5 
Gruss ' -l t'^iMi -f. tt 1,4 



KI21 



Mai 2*1 \\'eiuek 



-110,58+ 2^AiKl9fii+ 21623,0 
-1 10,63 + S 9,5| 



+ irj7,8i64l 
+ I 62,7 
— r> .'><>.*< 1 H I r> 52. 1 1 1 — M 4» 98,7 



- 14». 



h m 
181« B.IO — 

1439 4,14 + 
9fil 

ie»iso/i9 - 

U6SlMt» + 

lS,fi2 
15 0.'i6,47 + 

;!(;.:;7 
15 12 41,5,'i + 

4l,2:< 
)6'>.-)2s,f)i 
27,H) 
UU 6,*i + 
8,49 



22 40 .Vt.li 

(>i.n 



'■' Scliönfeld '11), Anven, En- 
gelittiuui, SchniiUt. 

■i 27 25,2 i D'Amtt, Bohdli, 



lOma -0 4,61 
'OroM 1+0 MSi^ 

442|..Iuiii2fi Wcinek -0 2:i,y2'— s» 14.4 i>i jy 4;i,oa'-a* 6ia0!|8| 1821' l:t,7l 

I GruBs j_ü2J,l&:— h :W.4 1 || 

4479|jo]i 20W.mck +o 45,47 + 1 47,1 19 4 33,08:+ 04i88!^4 



18I7 25,1( 
2l.(i-^ 



90 S1I,S 

12.2 
9 d <>,1 
4,0 
2 H 6,4 

5,3 

2 41 28,7 
2t),9 
26 6 a,s 
0,1 

22043,6 
»2,5 



- 24 65 Sf,3 



Qnwi 



4441 j JnU 23 Wräwlc -0 lS,ti6 
Grau —0 19,4» 



'drat* 
458IyIuU -iO-Wainek 

'firuss 

i 

462H Ja)i 20 Weinek +0 19,02 —11 40,3 20 67 Sl,90 



+0 44,!.3j+ 2 4,4- 

+« 8,10 + 0 14,2 90 28 28,25 -f 7 017,! 

+0 7,22 + 013,0) 



+010^1 



4490, Jali 28 Weiack —0 15,70 + 4 17,4 

0 15,40 + 4 21,;i 



-1139,^ 

— lSl3,7ie47 0,87 

— 186,2 



19.Ks_o;t69 5!i.7 
19 5ie,55'+ «»)tB.6 



16,01 



a0S8Bl,86''t> 7 032,1 



—11 9790^4 



a0.4fi 

20 67 61 ,»1 
fil,60| 



j (iru «9 j 

4«n«Jnll 2;( WViiiek — O 17,|:! + l 20 47 23,77 



4C7!< JuL 2Ui Weinek 
iGnm 



649 6,3' 
19 20 17,98 + S54 28,T 
Vi 0 1S,7 



86,8 



90,9 

— 114930^7 

30.2 



-0 iH.jn + 1 hi,r>\ 

+(läo,27j+ ;t 24,11,21 26 61,811— 12340^» 
+087,28 + 3 20,91 



454.l|Aug. l.s Weintk +1 1:5.02 



—22 1481,9 



o4:t.ii]968 1,88 
Gmw i + l 12,73— üa9,U. 
4«87ABg.l«|WeiD*k|+0 25.94j+ 1 <:,0 21 39 20,68 -33 43 20,6' 

Gnin j+0 2.'..ic. + 1 «i.s ' 
4610 Ang.2l[Woinek!— <1;Mi,o7 + 4 15,5 I9S768,«S — 14 30 6,o 

firii»» _0 2:>.<4-t- 4 19.2 
4872 Allg.21 Weiwsk, — 0 ä5,9o la 27,s 2« 17 4t*,57,+19 6" 25,0 
GniM —096,29—13 26,7] 



1846 45.22 — 8,.'i0.^^0 

41.:«' 41.5 

19 2»i 2,2-< + 8 59 411, 1 

2,r>-' 5i>.«; 
21)47 (l.:U — 12 5H2.'>.1 

5.4-^ 21,2 

212729,66— 120I(>.2 

28,tf7 1.^,9 

198014,37 — 2216 6,1 | 



14,08 



2133 46,62-28 43 14,6 

45.S4 10,7 
]9;t7 26,tll — 14 25 49,.'-, 

2:.,f>4 45,8 
301712,67i+l»«i57,2 

12,821 68,3 



4828 Ang.24 Wcimk +0 4»,,tKl + 7 21.8 206817,97+199646,8 906« 
(ini§» -|-0 4*1,74 -j- 7 2<>.9 

4734 Anp. 24. W«iock -053,ti2j+ 0 47,4 21 56 3,35|+li 10 6,4 



I iGraia }— 068,68|+ 044,9' 



4.f.0|+ 15 44 7.11 
4,71 i 12.7 



21 65 9,73 + 17 10 52^, 
9,77 60,3 1 



D'ARMt, Sdunidk 

}>rlionfeU (!, II), D'Arrent. 

Schultz. 

ScIiOnfrU (I), D'Arrt-it. 
8cliiilt/. 

S<^bönfel.l lU), D' Arrest, Au- 
wrrs, Engabnaii, Stchiindt. 

D'Arrcst. 

SeiiDlIi, r ^ 
Anwan. 



S('lii>nW<l I Ii, D" Arrest, Lau- 
llier, hcliinidt. 

D'Arfccb 



Sch<.tif<'ld ih. D .VrrM*, 
Srbnltz, Sohniidt. 

Sohöufeld il), D Arrest, Au- 
«an, OptmlMr, Sfimkar, 
ScfaiHts, sobnidt. 

Sol.^ufeid (l), CAmafiLm- 
Kiur, Auwen, EaitaliBmnil, 

S<-Iimidt. 

S.li«,tiffld (1). D'AiTMt. 

Si llönfi'ld (I), Nclndtz. 

.8rliöiir.-l.l Ii, D'Anv-t, All- 
werf, KuKolinaiiii. Sriiniidt. 

ScliötiffM f''Arn?«t. Lau- 
dier, Auw r.«. ivLgi liiiiiiu. 
Kütnkor, Sifhiuidt, Schultz. 

S«höii{ald 1 1). D'ArroBt, £u- 
g«liMiui,Op|iwlxer, ScbBUdt 

SohADfetd (L) D'Arrmt, 

gelmacu.OpiJoIzer, .Scliniidl. 

Sdiöiifcld il). D'Arrfi-t, Au- 
yten, Eri^felmitiii), Sclimidl. 

SchöiiMd il), l»"Arr(!»l, Au- 
«rern, EiigplmauQ.OpiMil^or, 
8fliniid(, Schult/. 

8chi.T:(fM 1 1'. D'Arre.t, Kn- 
g>'ltii<iuu, \ ugtil, actiitidt. 
SthullK. 

Schonfeld (I), D'AncMt, En- 
geiniaiiOiOppalMriScImlti. 



I>ie in der letricu CulaniDe angeführtt-u Xebelfleckbeohnrhtaiigen (iiulcti »ich in: 
ScböoCeld £. Beotwchtangcu von K«belfleckeii nnd StenthMÜMi. £nte AbtlMilatif . Uauniieim 1862. Oben bat. (I). 

n • * > Zweite Abthnluiir. OaHinbe 1879w , , p). 



uiyiu^Cü üy Google 



— 40 — 

hvvhultz H. MiiTOiiietrit'al Olin natiou« of öüO Nrlmlae. r)>«ala 1874. 

D'Am»t H. Rp«ultuto an« Beobachtungen <ler Nehielflci-ki> iiud SternllMtfai. Kr<tc Rt-ibc. Leipzig l^öO. 

Toigel H. C. PoaitiomlMttiiaBiiiDguu von N«li«lflecken und Sti^rubaafeu twueben ■+ V'90' und 4- 16* W DcciinatioB. 

(PnUicaHinMl dar k. l aivcrvitiiU-St^rDwarti' zu Lsipüg. Ueft 1. L«ipnf 188S.) 

BaolwalrtimgCB tob KebeUeokoi nod Stanlimiiftn ctc hiipät I6C7. 
Enftbaaim B. UfriditnlieoInclitaDgn voa VvMAcehvB. AMr. Ifaehr. Bd. 104. p. 198. 
Schmidt J. VerxvichDtBs der imHiaMU 0«rt«r VOO 110 NVbehi Hir I9tö. Attr. Nachr. Bd. 10. p. 943. 
.\uwers .\. Veraeiohuisi der Oertar von iO Nnbclflci-kt-u. Actr. Nai-hr. Bd. dS. p. Ü&i. 
Kümker G. Bcib«oh<«ingon von Ciremopolar-Xobeln. .\str. Narhr. H^l. i:-. yi. 3{fl. 
Oppolxer Tli. BeofaBrhtnngeD «tuigcr >i«beUi«ckti. Aitr. ^iacbr. Bd. 70. 1>. Hb. 
lÄtigier N«ii*<iiii caUlogiiB d« nibokiiMi. C. X. vol. 87. 1868. f. 6TL 



Beoliachtuug yoii Jiipiter8trabaiiten-*yeTfiiistenmgeB. 

Für (lio bcobaclit«t«t) Ersclieinuiigea sind die im Nauticai-AJmanac gebrauchten Lezeich- 
nnugen angesetzt. Li letzteitm iMdniteD: 

JSSb jD = Eclipse. Diaappeanuiee = VerfiBaterimg dei Trabaiiteiu Vencfawmdeii. 

Ec. It z:z Fl lipse. licapprarance = Verfinsterung des Trabanten. Wi- .1, rcrsclieiiien. 
(Je. D = ( )i i ult;!(iriTi. rUssmpi'arance = Itcdeckun? des Trabarjti n. \ i rscltwimkn. 
(Je. ii =z Ocrultatioii. iScappeaiuiice = IJedcckuug des Iniban««!!. Wieiirrcrsihfineu. 
TV. J = Tismii Ingreis = V«riibtt«uiK des Trabanten. Eintriti. 
Tr. K = Transit. EgTMt ~ Vorüb*T};aii^' <les Trabanten. Anttritt 
•SA. ./ = .Shaiiiiw-, !ti'J!"<ss = Fiiitrilt <lis TrafmtitfM-Srhnttens. 
Sil. K = Slm l ins ligress = Austritt d(4» i rabauteu-.Sclmtt»"ns. 

Di»' Zahlen I II III IV. welclie diesen .\bkiin?un);en vorjiesti'llt weni' m. bezeichnen die 
Terachiedeuen Momie d«$ I'laia-teii Jupiter, auf welclie die ErHcheinuiig üexug nimiut 
Für die beiifiticten Instramente nnd femer ftdgende AbbreTjatoren angeiraidet: 
$t = Steinheirceher Reiractor. Oeffiiang 16*2,6 HiUlmaUnr. Ab Aequatoreal anQ^tellt 

R — Keint'eldei'scbfs Fernrohr. Oeffnun« lüs.ii Millimeter. Transportabel. 
Fr^ Fraunbofer'sihes Fernrohr. Oeffnuiig !»7.t; Millimeter. Transportabel. 
fr — Kleineres Fraunhofersches Fciiuohr. üeft'nuüg ^;i,7 Millimeter. Transportabel 
F SS VoigtUnder^aches Feninlir. Oeffnung «2J MOUmeter. Tnutsportabel. 

Soweit ea der Luftxaataud isaliesa, wurde ateta zur Beobachtung die atäritste Vergrüsseiniug 
füat daa hetreffende Inatninient Terwendet 



Datum 


Ertchai- 


M. Z. IVag i luttr. jvorgr. j Bcoliaehtar 


Bem«rkuB(«a 


im, Oetober 90. 


I Bc D. 


Ii ai . 

11 6H ih 


Kr. 


160 




1 Dum Bild uortihig, <l<H-h xcilwckM) w^harC 




11 03 «9 


K. 


fj-l 


Koüclqr 




U £e. D. 


19 M 4i 


Fr. 


1<» 


OlWB 


10* irlUnr lichtalNMhni«. 






47 18 


B. 


i\l 






XoMrab. 90. 


1 Ee. n. 


17 SS 19 


Fr. 


115 


Wciaek 


87* vorher Lletilabaabaw. 






17 61 


R. 


tVl 


(irusB 


Etwa 10« friher Lielitafaoalime. 



Digitized by Google 
_ ,j 



— 41 — 



(Fortwtnraif.) 



Datam 


Erschci- 
mmg 


M. Z. Prng 


Instr. 


Vcrgr. 


Beabacbter 



fi e tu e r k a n g e n 


Novtnl}« SS* 


I Be. D. 


>i nt f 
12 0 35 


Fr. 


115 


Wcinok 


Srliwiolierwprtlpn. 


I.iift aiiMii-liiiK nd 








1 24 


Fr. 


115 


\Vrin<'k 


VprKoliwiixicii. 


k'ar und riihitr. Die 








18 0 SB 


R. 


rü 


( 1 rti ^.4 


Li<"lital>n«hin<'. 


Stri'ifi-ti .luiiit'.'ri 
>iud vullig ula^titck 
tm eebeo. 








1 18 


K 


63 




VerMbwiadcn 


J)ecemb. 


e. 


I £«, IX 


IS 47 ft7 


Ft. 


116 


Onui 


S0> MbtrUehtalmmhi 


B«.Jinitar wallend. 








U 47 SM 


K 


£2 


RiMieky 


üngflintiKe BteHuardw Bcobtehten. 


Deeemb: 24. 


I Bo. ©. 


8 81 t 


Tt. 


64 




S0< firaber Licbtaboalmw. 








8 :U *J 


II- 


•12 


R'>*'i(*kv 






IK'Cfriih. 


2». 


III Kc. D. 


17 32 21 


K. 


i'«2 




1.^' irüfaer LirbuibaaJtino. 


Ik'i'i'inb. 


2;t. 


I Kc. I). 


15 5ß S7 


R. 


62 




Rild tebwr. 




Docemb. 


31. 


i Jäc. D- 


10 24 fiO 


Kr. 


115 














10 25 18 


R. 


(12 


ll(*B]4'k V 


\ VorcSfliehe, rahipi fiildiir. 








10 24 50 


V. 


62 


SiichrtTiittl 

i-J U V, U Ut-U V • 






IBS*, Ittnau 


S: 


II Ev. D. 


12 » 


Fr. 


m 




VoraOglieli« BildiEr. 








IS IS 97 


B. 


C2 




aO< frOber Lkbtabntliiae. 








12 IS SS 


V. 


52 










SS. 


I Ee, R. 


7 19 42 


B. 


Iflfi 


Itosioky 


Trai,»ot Mhr nabe der Jnpftendwibe. 








7 20 <; 


Fr. 


54 




Zu f]iM. 






37. 


II Eo. B. 


12 8 10 


Fr. 


liir» 


WciiK.'k 


Sehr fein. 










8 38 


Fr. 


100 


Wciutfk 


Poutlirh. 










!) 24 


Fr. 


ii;o 


Woiiit-'k 


(,'onstautc nelligkeit 


' Scbarfo Bildar. 








12 8 33 


R. 


11« 


Hooirky 


I>eiiiliili. 










10 2 


R. 


i'.m; 








F«bnuur 


«. 


II Ee. B. 


14 44 2 


Fr, 


160 


Wfiinftk 


Trabant mbr feia. 


t Jiipilerbild z\>'m- 

f U>-li rullig. 








44 2fi 

45 20 


Vt. 
Wt. 


1 1 


Vfmnäk 

\Vein<*k 


K daotlicb. 
CnnitMite -Helligkeit. 








14 44 53 


Y. 


III 














14 44 40 


R. 


in»! 


It<»Bic'ky 








Iß. 


rv'. Eo. n. 


IB 12 33 


Fr. 


115 


(irnfs 


Lnft srlilccht. Ditilor vcrwasrhcn. 








IG 42 S 


R. 




Hot'i^'ky 






Februar 


17, 


1 £c. Ii. 


7 31 38 


Fr. 


KiO 


Wtiork 


Trahaiit nolir foin. 


1 Bitd 








31 44 


Fr. 


ii;o 


Wciliek 


„ soliwiicli. ilocb dantlk'li \ rulii^', 








32 (9 


Fr- 


lliO 




Conatanie Oellif kett 


j KuarJ'. 








7 SS 8t 


v. 


III 


GroM 


Trabant «Rbwaeb. 










7 Bl 48 




10t; 


Ro«ieky 


Trabant deutlicb. 




Fehntet 


19. 


n Tr. J. 


$ 46 SA 


Tr. 


KH) 


WHnek 


FiaeetioB. Lvfkgai. 










50 3 


Fr. 


ItiO 






Februar 


20. HI Tr. E. 


II 49 14 


Fr. 


160 




Imiori^r Au»tritt d. Tr. » 








51 17 


Fr. 


KW 


WpiDpk 


Bisci'ti'in. 


1 Klar*', ruliice 








.V» 12 


Fr. 


KiO 


Wi^iook 


.VeusBcrer An^lritl il. Tr. 1 Luft. 








5C 2 


Fr. 


Kii) 


Wi^itick 


Dputliclif Trcmiunjf. 




Ftbmar 


21. 


II Ee. R. 


9 18 S7 


Fr. 


l«jO 


GroM 


Trabant »ebr fein. 










IS 67 


Fr. 


160 


Gmti 


TMktehmeh, doeb i 








14 97 


Fr. 


160 


QfOM 


Conataiit« Halligkait 








9 IS 44 


B, 


62 




Trabant (chwach. 










14 47 


1! 
Jl. 


.12 




Cnmaiit.' H<-lligk<>it. 




(•chrnar 


24. 


I Ec n. 


1) 2G 3H 


Fr. 


KiO 


Wcintk 


Irabant fein, iliwli doiitlicb. 








21 44 


Fr. 


KiO 


Weine k 


Trabant sehr deutlich. 








2P e 


Fr. 


KiO 


Wiiook 


CooiitMito Helligkeit. 










9 27 4 Ii 


V. 


III 


GnuB 












9 26 49 


R. 


196 


Itoticky 






Febn» 




n Se. B. 


11 48 4S 


Fr. 


KO 


Ohm* 


Tntl>an< "fhr foin. 










60 0 


Fr. 


160 


Om* 


Trabant dnitlich. 










II 4» 19 


B. 


196 


IUni«1iy 


Trabant wbr fein. 










50 30 


R. 


irHi 


Rohioky 


Trabant ini vf>lli>n Lichte. 


MArz 


i& 


U Sh. J. 


8 23 6 


Fr. 




Weioek 


Fciapr Auü^cluiiU darch den Schatten. 








96 88 


Fr. 


160 


Weiaek 


Feine Trcnnniur, Voller Butritt üebr 
















norutaig. 





6 



üigiiized by Google 



— 42 — 



^ForUctzaug.) 





M. Z. Fnv 


Initr. 




Beobacbtor 


BtB«rkttitg«a 


Mure 


11). 


III Ev. V. 


Ii I» » 

IIS ii3 


I- r. 




Wf'inek 


liin A% v'iti^ivAv- T 1 -n liFi B lim A 








13 if.$ 27 


It. 


1 |i'> 










i ik. R. 


15 13 1^ 


Fr, 


[ 1 1 




J^mltanf Kf>riT* c**1iu.'si*li r'luiiAl Itfl Unil 

NiiruliiL". 








15 l:i «1 


U. 


m'> 




irttbaui ttrhr fein. 


Hin 


17. 


I Sh. J. 


10 14 15 


K. 


II« 


(j ruiiii 


Kruto Tunifirunff. |Ju|ntcrrahig, 








17 15 


l{- 


i;n: 


(>rU88 


Letzt. Taiifimug. \ 








Ifl 25 


H. 


VM 


(im»» 


Scli*tteiiaMw«»Bffetrcteii. 1 wdmtt. 


Mine 


221. 


IV £& lt. 


0 18 58 


Fr. 


160 


GfllM 


TnbABA trbr liii». 








19 41 


Vr. 


100 


GmM 


Trmfauit diBtlieL 


Mirz 


91. 


f 1 £c. B. 


II SS (3 


Fr. 


ino 


W(?in(>k 


&V WVIUl' WM* ^**M ■? a<V9H 








90 n 


Fr. 


uyo 












1] 3*> I" 


V. 


III 












II 2!» Iii 


K. 


l!Mi 




Tr&l^&Dt B^'lir fciu. 








:!l» ü2 


|{. 


l!)4i 


Hnaieky 


TniltAtit iiii volloQ Lichte. 


April 


1. 


I Kc. K. 


ly r«. .'S4 


Kr. 






'Frnliunt «i^hr f^in Hilcl YiPfnlißk mit.. 








'S.\ 17 


Fr. 


100 




IVaHn tif il4>iif 1 ir«lb 

A «KUH IIb III. U vi Iwlik 








IH %2 14 
1* V* •5' 


K. 


196 




TnifekKikt. Ann 










n 






^pMlhMiA im vaÜImi f.dii!hl0 




2, 


I Sh. J. 


8 9>90 


Fr. 


ICO 


Grusa 


F«ik«r AnMokttittdareb dcn| R»k.Hf» 














8«^ttD, Itebwwiuid 








vV « 


Kr 






VihliM Tili» lilHIir dl ffidlllBf tMhftI M*ltMvf IKI« 








0 ftl 1 


R. 


14IA 


R'isTclcy 


POIOOT AilSPrDultl f »"•■■»• 








12 


lt. 




l;, .■.■V.\ 


IM..) i 1 ' UUUIIU > 






II.'. 1» 


1» j.'. 


I-r. 


]<iO 


>^ < l iU X 


I r ( . III. 1 ItiM gut,\\ md. Fcrurwhr 








1 r.j 


Ir. 


1(10 


II' .1. 


\' 1' 1 .1.« t 'H imt 








«4 1 4:2 


V. 


1 1 1 


(.iruii.^ 


Iralmiil »elir »rliivii-li. 








8 OGO 


R 


l<lti 


Itosicky 


'Iralmnt fcifi 








1 «9 


It 


l!Ni 


Itaeicky 


Tnliaiit im vuUeu Liebte. 


April ' 


911. 


III Ec. D. 


9 S3 29 


Fr. 


160 


Uni» 


/wn .MiiiUteD vwoer LicbtabDahn«. BiM 


* 






9 n 6Ü 


II. 


l!Hi 






April 


26. 


I £c. IL 


B IS 7 [ Fr. 


100 


AVvioek 


TnLftot «cbr aebmch. 1 








17 1« 1 Ff. 


1IH> 


Wcinck 


TfftbutliavwlteDLiehte./ 








8 16 81 


lt. 


196 


Gniss 


Rl«ra> Tonpitet. 


Vai 


10. 


IV Kc. D. 


10 G7 SB 


Fr. 


160 


GniM 


Trabaot «elir tcbwach. Japiter tief am 
















llorizODtc. 


Dcetinli. 


1. 


I Kc. ». 


17 0 8« 


St. 


189 

13!) 


^V«^Dek 


Ersiwi Si-hw5clii r-\\\nlcii. 1 








2 n 


St. 


\V<;illirk 


\ ,.lllv„iuiiM'iii> .\'i<.l.:.!,c'hen. 








17 1 Jii 


Ir. 


UH) 






1 






17 0 45 






KtMtlivy 


VoilkammedM AutifiacheB. 



Digitized by Google 



— 43 

Beobaehtiuigf von SternMeckimgen durch den Mond. 



Im Folgenden liezeidiMt (d. R) den dimkleii Mondrand, (Ii. K) den bellen Uundnuid, an 
welckem Ein- oder Anetritt dee Sternee vor sieh gegangen war. 



Datum 


Htcrn 


<ir. 


Ein* oder 
AtHtritt 




Fustr. 

- 


Vcrgr. 


CeoU. 


Bemarkungen 




l.HKl. 


- 


— 





hm« 




- 






Ort. 18. 


elTauri 


4,y 


Eintriltlh.R.) 


1 r _' l l J . 


Fr 
r r. 


m 


iiruss 


li6tu|^cr »V inil. 


Oct. 23. 


«Cucri 


5,') 


Kintri»Hli-K.) 


U .13 r.!),4 


IT. 


1 1^ 


Weiuok 


Z. gut. üagttiittige, otmliige Lnft. 












» . 


PI 


(JriiHi 










AMtritt<d.R.) 


IC I 8,7 


IT— 

rr. 


115 


Wvioek 


1 Lnft b«*Mr. Dar dulfa laehfarlmNi 










1 4,0 


V. 


bl 


(inti« 


> Th«ti Oer Uonof MMme tu aeatlich 










I 4.2 


Xi 

n. 


62 






Dcc. Ii. 


i^GcmuHiirum 


3,5 


Austritt(<LR4 


!* 14 2-},'i 


Fr. 


116 


Grtiü» 


H6«h«ten« 1* zu spiU. 










14S6,9 


n. 


6'2 


ltnsi<:ky 




ISM. 


















F«b. «. 


119 TWi 


4.» 


Enitritt(d.R.) 


• Mtt^ 


Fr. 


lir. 


Wrimk 


Gut 










3&S4,3 


V. 


.11 












AD«tritHh.K.) 


104812,9 


Fr. 


l.r. 


W(iii4'k 


Etwta mipllet, Stern in tief er< 


















wartet. 










48 14,» 


V, 
















48 5.!< 


R. 




Rosicky 




Fei). C. 


120 Ttturi 


f. 


EintriU(iJ.R.i 


10 17 5s.S 




115 


Wcinok 


Moiii'-'iit.iiif!* V<-r8<:li»'iod«i<. 








17&!>,T 


lt. 


C,2 


liii»irky 














V. 


81 


Grogs 


Si iin>i»Tbil<lung. 


Feb. 1«. 


lVii«iDn 


4 


Eiiitritt(hJt.i 


IS 29 58,8 


Fr. 


I.K) 


Gran 


riütylicli'.'t TacaebwinÜBii. VwndnDd 














walieiui. 












lt. 


IW 


Rii-irky 










Att>tritt^iUt.j 


18 17 51,» 


Vt. 


lljU 


Uruas 












1762,8 


lt. 


lüil 


Rosicky 




Feb. 17. 






\nttritt(<1.a) 


13 I440,ij 


l'r. 


54 


Orun 












14 41,0 


U. 




Roticity 




Mtz 6. 


«'GemiDoram 




£intritl<dJt.:i 


II 27 3J,I 


Fr. 


IM 


(ini«s 


Hau/, hcitrr, ]»lätilielua Amlöidini, 










27 32.<; 


K. 


mm; 


ÜMii.-fcy 


Sehr gut. 


yai e. 




v> 


RiDtritHiUR.) 


10 .Hi; 51.('> 


Nt. 


13!t 


\V<ir»'k 


Bild Tioriihtg. 










»i.W.l 


Fr. 


UiO 


Grii*s 




; .fuli 3. 




1 


Kintritt 


U) -2'2 47,1' 


l'r. 


im 




S«hr gnt. 


JuU 11. 




4,3 


£iDtritt(d.U.) 12 JO 44i,(i 


Fr. 


ic^ 


Grusi 












3041,0 


R. 


r»fi 


Schwerz 










.4tiatritt(d.R.)l342 7,6 


Fr. 


54 


Gran 












43M,3 


n. 


«2 


Schwan 


Etwai TanpUat. Ldchtc Wolken. 


Oct. 8. 


13» Tinri 


r. 


Eintntt h.li.) 10 Ü8 40.H 


Fr. 




(irusa 










AiwtriUiil.H.i 


1 1 n.") 


Fr. 


IliO 














R. 


112 


Si)iivnrz 


1 Buliachtnnf wbr gvt 










3.1 5-'/' 


fr. 


tiO 


].nek» 




Nov. Ui. 


A(|iiiu-ii 


4.:i 


Kinlritl(J.H.i 




St. 


m 




Moiiviitniii'» .\iisl<"isohcn. 








r.3 .H7.fi 


Fr. 




GroM 


l.ufl zifiulii'li gut. Dunkln Monil- i 


















»<;beiUe gui «iclitliar. äiober« Hu- 


















ohaditaair. 












U. 


,12 


.Solmfurz 












r>338,B 


fr. 




KmÜivy |. 



Ztt 1064, 8 ilt Stt bciparkeii, daai dia ZaitbcatiminanK die«e« Tagei aof SexUnteB'B«ota«btqi|gcii 
barabti da daa «nirt varwcBdeto PMMgcoimtrvnneiit aicb ia Unarbritaiig befaed. 



— u — 



Beobaehtuug von Stemschnuppen. 

AntDH'rksaiu f!t'tiia< l)t durdi ein T<'l<-(;rHtnMi »li-r Kiclrr Slcrtiwarti' am Naihmittaii:*.' di's 
.'. i r:!il»L'r is^o auf (las i-VfiitUL-ll<> Auttivtcii NJoti-oieii in der Zfit vuin '). zum 7. Deccmbcr, 
deri'U KaJiatioiuipuukt nach Ilrii. C-liattdk'r /. l>i'acoiii$ wüix- und udclie iiu Zuäauiiueiiliuiige mit 
dem zur selben Zoit sichtbaren Pona-Brodk'scheii Cometeii (1684 I) stcbeu sollten, ging ich au 
Abend des 5. December. naididcm d«r Hond uutcrgaugcu war und der ircliloicrbafte Himmel sich 
gt'l>os«,«-rt hatte, au di«' Üfuhachtuiiü. An (kTSflbeii hi-theili^'t«-« sii !i ArlintKr Ui. (irusj uud AssiNloit 
Dr. iCotivky. Wir waren in der Nonhhiuc duä Thurmes »ufgestellt uud uhi.-tisali«u j*nmi 'J'heil des 
Hiumels, wdchei* für die nuten augefiUirteft Deobftcbtangtzeiten xviaclien den Verticalkreiseu der 
Jagdhunde und dor Andromeda hit xvm Zenith reichte. Wahrend «in Ucobachtor die inineiat ton 

allfU I)r«.'it'ti bi'mcikte Sti'ni5i'hnup|K' iu ihi* Kaili- (.'iiizi'iL'luieti.', iiutirtf uuJ viTiSclrte (h'r Zwcito 
die Zeit an «Ut etwas eull'eruteu IViidelulir; der Dritte l)lieli jedoch aul der Wuehe, daniif Ici :ii 
auftauuhfudfs Meteor verloreu geh«. Die im lolgeudeu mit * vermerkten Sterusthuuppeu sind vou 
mir selbst cingexctchHot wordcu und zwar in eine grSssere Karte mit stcreographischer Polar^ 
projettiüH, welche ich 1882 BÄfh dem SUniver/.eielmiss der l laiiometria Nova für eiueu Apparat 
mit rütiiTudt-r "^^ i iil>.ii1e entworfen hatte. l)ie solclier Art für If- iulr-ii AMesuii- i ii der 

Anfangs- uud iliidpiiukte der Meteort; wtirdeii daum auf rediitirt. Wenn auch die Ausbeute 

in beiden KSchteii des 0. und K. Deoember tm Allgemeinen gering zn nennen ist, ao dflntea doch 
mehrere Sternschnuppen auf dnen l'rspra&g in di'r Nrihc des von Hm. Chondler aqgenommenen 
r!«diatii>ii-punlitcs hin. In tler Columue .wahrscbeiidieher Iiadiationspunkt" ist für den grüsseiru 
riieil dei' l>euhachteten Meteore der ltH4liationspunkt, wie er sich dem Augenschein darbot, ver- 
üeii-hni!t; unter Draco ist hierbei die Partie zwischen ^' Ursae minoris und a Dracouis gemeint, 
unter Geoiini der dieser Zeit aiigehörige Badiatiouspuuitt iu deu Zwillingen. - Die Fngeceicben 
lassen den Radiationspunkt unenUclrieden. 



1883, Docember 5. 



SCr. \ X. Z. Png 


Gr. 


Bsiacrfcaiigvn 


Anranotnunkt 




1 


Ii i„ t 
11 4!i 20 


4 




216*4 


+ 4I> 




icrtrKvs d 


Iticlituiig C— Vn. maj. 


j* 


I i l 33 


3 






73,8 


264J 


+ Qlß 


Gomini. 


»♦ 


13 «4S 


3-4 




321/) 


74,8 


819,7 


fl5i 


iSeniiiii. 


4* 


JS 14 62 


■2-1 


Sehr sicfaer. 




BS,2 


:iri5,ö 


4S.5 


Dnoo- 


t»* 


12 Sü 12 


3 






4f.7 


ai!t.l 


41,5 


Of'tnidi. 




12 ;tj i j 


3 






K!.3 




72.1» 


Vrm.o. 




r.» 35 55 


l 




;!li).4 


r..',,2 


:;.-il.;t 


47..'. 


(•emiui. 




I J ."iI 40 


■l 




1.1,1 


71.7 


S2.5.7 


r.s,2 


(ii'Oliui. 


;>* 


12 !>>i :>ii 


3-1 




2r,'>.<; 


7H.IJ 


2113.(1 




Drucu. 


lo 


12 r.s 47 


'1 


8' Dmii«r. 


147,<; 


44.S 


l'.i.l.G 




Gemini. 


II* 


1» Iii 34 


4 




211,4 


43,8 


221,4 


i»,0 


? 


la* 


IS HS 7 


4 


Etwas aati«htT. 




04.1 


2t«,T 


64,1 


Dtmo. 


IS 


Ut 90 44 


4 




183,0 




iao,£ 


SS,K 


G«iiiini. 


w 


13 35 1» 


5 


Sehr km. 




va,3 


233,4 


09,0 


Üraeou 




IJ 41 :>'i 


Ti 




21,0 


7'.i.2 


;.l7.r; 


7-'.2 


<ieiiülii. 




l'd *t'd '>! 


b — <i 




ai7,7 




2l(.,i 


(.7,4 




17 


14 1 18 


s 




137,4 


+ «1,8 


223,3 


+ «,8 





Digitized by Google 



- 46 — 



1883, Decamber 6. 



Hr. 


H. Z. Ptüf 


Gr. 


Bauerlniain 


AufuiigBpunkt 
rtl8s3,0 rflS83,0 


Kndpunkt 
al8fs<*.0 -»IS«;!,!» 


Walmek Badiatwupnakt 


1» 


— r — — 

h PI » 

12 31) 


•2-8 




•21 »7^9 


+ 




2-14*4 


+ 67,0 


Draco »der U«uinL 


•> 


12 44 »2 


3 




1^7.0 




(Mi.S 


203,9 


B7,S 




3* 


12 61 33 


4-5 








89,1 


279,r, 


(17,8 


G«mini. 


■»♦ 


13 45 


& 


Kun, 


m,4 




64,8 


ao»,» 


63,5 


Drsc". 


6» 


18 U ]M> 


2 










»1,4 


MJS 


Gsmiui. 


«• 


Ift 17 AT 


6 


Grtalieh, dlicet rn ■ 






64.» 






Dnwik 




















r» 


Ift » lo 


IMJ 




222,4 




«,S 


mjs 


rtfi 


Dnco. 




13 34 !) 


4-5 




•253.0 




50,9 


245.» 


43.4 


Androaicd». 


9 


lä 43 Ui 


4 




150,0 


+ 


'Sß 


^^5 


•f C2,2 





BcMndan beoMirlNmwcrtb waren am &■ Dcoembcr di« Iwile und aehr tidier beobacbtete Sienndtavpp« 
Kr. 4, ferner Mr. 6, welehe di» einaig« war, die T<m Draeo naeb dem Zeoitlie gingr, <u)d Nr. 14, welche aelir 

knr*! gow«en und nur uiiwoit vom Radiationspunkte cutsprungcn sv'm konnte. — Am <i. Dewniber hemclite «?iiiG 
trocli eniptindlicherc Kälte* (— I0;5 C), ftl« am 5. Dei"etn1*r; do<'h war lier Hininicl von gTÖ8«orer Klarheit. Trotz- 
dem m-lii' II Ml Pliinoiricti »pilrlirliiT geworden jiu »i^iii. AI» nftoli Nr. 9 wiilireud 20Mi«>i-i r; 'xi mi.- -^rirmohnuppe 
firl, wnrd«.- dio Bi.-i)baclituiig BlijfobrrK'lieu. — Am 7. Dccciiiber war es trülio. — Die liier gegebenen Zeiten sind 
infnlce der groucu Entfernang der l'cndcluhr vom Üccibachtcr und de« Uuiatandea , daaa nmileB ^ Secimdeit- 
arhllge wegen Ltrm auf der ütmee dem Oltre Terloren gingea, «nf 2« bi» S* niwioher. 



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— 46 — 



Bestimmmig des astioiionii sehen Azimiitlies der Mira für die 
aMuteu maguetisclieu MessuiigeiL 



Die al^oluteu luagiieUsclieu Mi'«:>iiiigoii der Pi'a^ei :5t(>n)wai'te gcüchekeit seit IhiM in diier 
klemen, eiaemfroien Cap«lle am Ostabhauge des LaurenserberKC«, «lieber xwar inmitten der Stadt, 
doch TQD der Stcnnrarte Qbeir eine lialbo Stuntlo ciitfcrnt Uo<rt. Dieser ItooiiAchtiingsoi-t i>t von 
Direettir Hiiliin gowUblt wonlcii, wt-lchf r diiriil'" r v,.'ir!lji 1; im _'! . J.tln urni';«' clor ,M.i'„"ii (iscbt' iitid 
Mptonnilogischo lloolijicLtuugc'u m Prag", p. Iii bcaan-kt: „IJa in Folge «ier Ztit die amllnwlHchtn 
üu k. L Sdiluäiigartert in der Nähe des ntteo Tjelui'adieii Obaerratoriums gestandene, eiMufreie, 
darcluuu »usHolnrerk errichtete HttttegSndieh unbniadibar geworden war. bo ward dieAdaptiniiig 
einer neuen Lomlitiit nothwendin. Dazu schien mir eine hIIp. alier noeh pit erhaltene, geniiuierto 
('apello im (luvten <h'< fitiNt-erzl)iscbötliclien Seininiirs. der sich auf dem östlichen Abhänge des 
LaureiiKibergC'M bt;tindet, vnr/üglich geeignet, und nachdem diis hochw. fürst-erzliischüU. Cuimihtonuiu 
aicta zu deren Ueberiaanuig für unsere Zwecke bereit erUaite, so wurde die genannte Capelle lon 
der k. k. l.an<Ies-Uaadireetioil, die Qber1iani>t nnsere wissensehaftliciien Untcmelunungen nach 
Möjjlicbkeit löh!i<li>t i!iiffr^tii»/t. recht 7WPtkm;i<i-tf^ h<>r:T''-itellt und 1)11 1-l mm unser neUCS, redit 
n«tt«ä und gilt gelegenes Observatorium tür al)solute magnetische Ii» sbiiimunsen." 

Die Tbiire derC'apelle i.st nach Osten gerichtet. Durcl» diese In'ndurcli wird d;is terrestrische» 
Vergleicbsobject, die Siütze dca sogcnamiten Wassurlburmtus ili-r Altstadter Urückenmüblen, von einem 
in der Mitte der Ctq)dle errichteten, kleinen Steinpfeiler aus annsirt. Die Kn]iiiel der Capelle i«t 
Mir ErziduDg von Oberlicht für Messungen bei Ti^e durabbroebcii. 

Wenn auch dieses Observatorinm als solches geeignet ei-schicno, seinem Zwecke au «itsprechen, 

so bringt doch die weite Kutfenmng dessell)en von der Sternwarte mancherlei rebelstiinile mit 
sieh. Die zur Messung beniitingten Instrumente müssen jedi'suial daliin und wieder zurück trnns- 
purtirt werden, da die eiuüaui gelegeuo Capelle uhiie besondere Bewachung zu geringe Sicb(>rkuit 
bieteti Dieser Umstand nnd die Beschwerlichkeit der Fansiige des Boignbhango«, besonders im Winter, 
veranlassen, dlUS in Allgemeinen nur kleine Inatnimcnte zur V> i'\s > niluiig gelan^'en können. Ausserdem 
ist die ('ai»elle von ziildreichen Olstli-inmen nmKtrti:!.-*'!. lieren .\st- und I.i.ulnvi'rk den sclion 
beschmtikteu Ausblick dun^li die Tbiire der L'ap<'lle jiihrln-h mehr einengt, während eme Beseitigung der 
Störenden BSnme, da sie fremdem Tenitorium angehören, verschiedenen Sch«ieri(p(eiten begegnet. 




— 47 — 



Das Aziinuth der Afire und zwar der hüciistcn Spitse des AttetidUr WaHerthttnnes ist 

TO!) niiTctiir TSüiini ,iin II. nii'l 1«. .Tiih" 19m ilnnli Messung mehrerer Sonnenhöhen beHtimmt 
worden. Wird dasselbe vom Nurtlpuiikte des. lloriitoutes Uitch Osten hin gezÜUt, SO fand «ich 




am 14. Juli 1860 ab Azimnth BO 24.':il 

» 18» n p , ■ , , » , . H6 24,5t> 
im Mittel 86 24,54. 

Die Me üsuiij; der Sotnienliüheu geschah ab<$r vou einem auHserbftlb und östlich von der 
Gapeil« postirten Pfeiler ans, veklier in der Fig. mit B besdelmet ist, wünead A den tnneren 
Pfeiler und C die Hire danteilt Als Bcdoetion auf 

den Pfeiler A wurde der Ik-trag venvendet. wobei ^ 
.Iß = 29 Fuss. AC ~'m Klafter und -^ABC = 
168 11).12 angenoniiiH II winden. 

l'ii scMiri' Wieb aber im Laufe der Zeit nicht 
bestellen, du ein liraud uui II, üctober l«i78 den 
Heim des Waflserthnnnea sentSrte. Hieiüber be» 
richtet Director Hornstein im 3'J. Jalu^gauge der 

, .\«<rf>!riimisi Iii« . Maj;iietisclie und Mcteorologisclic 

Beobachtungen an der k. k, Sternwarte zu rra;; im j^'o^ii 

Jabre 187B' ik V: ,Ala llira dient« bis 10. Octo- 
ber (1S78) die Spitw des Altetadter Wasserflrannea, ; 
«leren .\ziniutli. von Nord nach Ost gezählt. SU 24,.'»4 | 
beträjrt. Nachdem Jedoch durch den Prninl il- s Ws^s- ; 
serthuruies um 11. Uctober die^e seit vielen | 

Jahreo benützte Hire vocloreii aiw^, wurdea statt : 
denelben die nordwestliche und südostlicbe Kante West 
der Mauer des Wasscrthnrmes bcuüty.l. Das Mittel 

aus den lunstelluujjfen auf diese zwei Kanten, welches bei deu ISeobachlunfien auf Seite .'lO und 
51 roit ,Mii'e A'' bezeichnet ist, mu&i>te t>ehi' nahe der alten Mire entsjircchea. Zur Cuutrule 
wurde jedoch an jedem Tage, an welchem die Hire A beobachtet wnzde, auch die Mitte des 
Kreuzes des Canuelitertharmes eingestellt und an die entspredhende Lesung' die sobon aus 
frülieren Jahren bekannte Heduction: .\lte Mire — Carmclitirknii,' — -11 9.97 aufiebracbt. 
Die auf diesem Wt^o wiruirr hergestellte alte Jlire ist ..^fin Ii" iri uaiiiit." Beide Mircn zeigten 
im Mitt«l eine l ebereinstimmuug bis auf l>,lü. Weiter bemerkt Director tlornsteiu iiu 41. Jahrgang 
p. V: „Der durch den Brand am 11. Oetober 1878 sentörte Belm des WassartbnrmeB, dessen Sintse 
durch tiele Jahre als Mire gedimt hatte, wurde im Laufe des Sommers 1880 wieder hergestellt 
Die Spitze des neuen Thunnes wird vom Jahre ISSl an als Mire beniitzt werden. Sie kann wohl 
als nalic identisch mit der alten Mire angenommen werden, da die Knifcrnung des Wnsscrthurnies 
vom magublischen Ohservaturium sehr gross ist und beiläufig 950 Meter beträgt Eine Verschiebung 
der Tbnnnspitse, seidorecht gegen die Vjsirlinie vom Observatorium nach dem Thurme, um 1 Ceati- 
meter wttrde das Asimuth der Ihminspitsie nur um 0^036 indem. Es soll Übrigens, sobald es 
thunlich ist, «ine KeubestimnuDig des Azbnuthes der Mire rofgenommen werden." 

Da diese Absicht nicht rcalisirt worden, erschien es mir von Wichtigkeit, eine Coiitrole 
besw. Neubestimmuug des Azimutiies der Spitze des erwähnten Wassertburmes durch uüglichst 



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— 48 — 

▼«nehiedenartigo Iteubachtuiigcii vorzuuiibm«iu. Die« goscbth lua 8. Mai 1884 mitteilt eiiiea 
Trovghtoa'Bciicii Sextratco an der Sonne, am 6. Xovember 1884 mit einem kleiBen Raidimbedi'BoheD 
Tlieodoliten am Monde uud an Steroen, am '.'h. Februar 1885 um Monde, endlich am 18. April 1865 

an Sternen. Letztere ReobacbtuiiSf n iriigcn, obwohl sie in da-^ .Tulif iss", fnlli n, d»^» Zusammon- 
baoges wegen bier eben&tlk angctuhrt werden. En &ei ferner bemerkt, dass in deniKelbon Zeiträume 
aveb mehr&ch Tergebliehe Vennebo der Messung am Lanrenserberge gnsadit worden, indem ent- 
weder beim Eintreffen am Beobachtangsorte der Himmel sich mit Wdkea bezog oder tatet to nel 
Rniicb und Dunst über der St:»dt lagerte, dass das teiTe.striüchn Object nicbt anrisirt werde» 
könnt«. Stüreud erwies sich bei der Me«truiig selbst, wie envrihnt .\!^t- und Laubwerk der die 
Capelle nmgebenden Banme, durch wel<^* bei dem gehug<-u .Spielräume der Tbüre oft bindurch 
beobacbtet werden muaste. Da bei der Kleinbeit des angewendeten "nieadoliten eine Constau der 
.Xufstelliing: (lf s-;i Iben für Stunden nicht snpponirt werden konnte und Xacbf^i 1 i I' «ibarbtuiig der 
(jcstiiTif der I i li*'r;?nnp von (lii^fn 7nr inisicbtbaren Tburin«^ittt;'p iiirlit bewcikslelÜKen scbieii, 
SU wurde der günstige Um.stand wabrgenommeu, dtm jener Thurm eine l hr besitzt, welche Nachts 
tnii»iNiTent bdenehtet wird. Derart ging der Nadttmeaanng «ine Tagesmeasnng der Differenz 
zwiiiolien Tliurm^ütze und Ubimitte Toraus, woraufhin Nachts n«ir die Uhtmitte als terrestriacbes 
Object fongirte. 

Nach diesen Vorbemerkungen mögen die odialtenen Aziiuuthiuf sguugen nnd ibre Bedvctionen 
folgen. Letstere geschoheo Hir die Tbeodolitenmessniig nach der bekannten Beziebnng 

« = a' 4- d= e cosee X i ootang * 1^ 

worin '/ da* Azimutb, z die Zenitbdistanx des Objectcs. a' die Ablesung am Tliroilolitf^n. >• den 
Indexfebler, c den ('ollimationsfebler und i die Neigung der Horizontalaxe darsteilen. O und U 
bedeaten; Führung des Oenlars ,obeu* und Führung des Oculars „unten", bewerkstelbgt durch 
Umlegen des Fernrohres in den AxenUgem. 

Mit Besvg auf den Mond sind in der angeführten Gleiefaiuiig sebeiabare GrSesen, abo 

für a das wegen Parallaxe verbesserte Azimutb, 8tt Tcnveiulen. Dabei ist, wenn fi„ für den Erd- 
uiittebiiinkt 't„ tTir de» Oberäüfihenort (analog nnd ^) gilt, mit im Torliegenden Falle ans- 

i-cicbeiider (.ienauigkeit : 

« — _ L g«iny»in(y — <y)sin«, 

— arp itaTi- 

— ».=:jj^, « sin sin [r. (9 — cos «.], 

worin f den RadinsTeetor des Beobaebtnogsortes, i/> nnd g>* die geographiadie und geoccntriacbe 

Ureite desselben uml /• .lio Aeiiuatoreal-lIorizontil-Parallaxe de» Mondes darstellen. Ferner bat 
die Iteduott ». .1« s l.e.dntL hteten Axtmntbea des Mondrande« anf die Mondmitte dvreb Addition braw. 

äubtractiou der Grös^se Ja aus 

, sin R 

sin /a = - — 

tu. erfolgen, worin B der scheinbare Mondfaalbmesser ist. 



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— 49 - 



1864 Mai & 

buttrameiii: TronghtonVIier Sextant Beobaehter: Weinek Standort; Aeoaserer 
PfeilOT B. 

Somu. 



Rnd 
ä. (*) 


C'hraii. /eu 


INstmu; 
^oBW'TInmitpite« 


IUimI 

d. © 


Cliroii. Zeit 


Saiiiw*TliiiiiiWf{ti> 


a 


Ii rn » 

19 40 5Ö,0 


32* 1) 4o" 


h 


hm* 

SO H 24,5 


as'as' is" 


fr 




82 as 40* 




9 IJi 


Sä 27 06* 1 


• 


4» 10,9 


n 67 0 


h 


12 90,7 


39 81 0 1 


/, 


4*> Wi,5 


»3 51 20 


a 


13 40," 


33 17 50 


fr 


48 HA 


M 12 60 




15 29,8 


aa 42 40 


a 


00 8,0 


M 060 


: 


17 23,5 


40 40 0 


a 


61 1!>,2 


34 17 2« 


a 


16 &)'.,5 


40 •>!> 20 


fr 


62 


S6 6 26 


b 


20 67,6 


41 2B 20 


• 


64 4,1 


»16t 6 


h 


33 933 


41 60 90 


h 


Wi 0,5 


35 52 40 


a 


24 16,1 


41 43 5 


« 


67 ^8,2 


86 S7 6 


a 


2(i 21,8 


42 11 60 




88 41.1 


tWdT U 


b 


27 87,6 


48 0 16 


fr . 




30 V, 40 


b 


29 4,3 


43 i» ij 


« 


2 4U,4 
4 W» 


)M 61 6 


a 


30 62,4 


43 18 40 


« 


S7 W W 










6 69^ 


« 1« 1» 









Die IJozpiVhnnngpn a und i'- bij.lt-uten : n — niichster Sünnoiiraiul /.uu\ tcrrcstrisclieu übjecte, 
A = entieriite$ter bonneurand vom Objeete. l)n «lie Sonne sicli zur/eit der ]i«obachtuiig nahezu im 
VetCieale des Otgectea und (ibar deanelben baftad, ao bedaatan aneh a and 6 daa luterai and obarao 
Rand der Sonne. An die ani^fiilirtaiSaitauteDablesnngen kt dar fiulaxfehlar tou — 2 10^0 bereit* an- 
gebracbt; aiabadiirfan nocb der Coirection wegen IbreentricitBt des Seztuten. Die nui*bezeidiDeten 
Beohaehtnngen erwieaen aleh aaeh erfolgter Badaetioa ab febtarbaft; bei der enteren dfirUte der 
Sonnenrand, bei der letzteren die Beobecbtongfieeit falsch notirt worden sein. Der Stand den nnch 
asittlerer Zeit gehenden Halbsccunden-Cbronometers Knablich Xr. wurde an Ort und Stelle 
.103 Sonnenhöhen in Anwendung desselben Sextanten nnd e:nf«s fJlnshnrizontes (20 Höhen in 7:wei 
(trappen, vertheilt mf boiJi' Sdiuiennindcr) zu l r>2,;j;{ ernüttelu Dabei ist zu bewerkc«, das« 
der (ilashoiizont, welcher auf einem ilobctlscho auf Wieseugrund aufgestellt war, iu jeder Gruppe 
gegen Ende der Baobnobfang aichetwae nteb dar Sonne bin aankfe nnd deabalb die ZaitbeaHniaiang 
nnticber geataltete; auch ist tn erwShaen, dase dieielbe eehon dnrcb yemadiliiaaignng der Ea^en- 
tridULt daa Seilaaten nm nabe 2* geSadert wird. — Zar Bednetten worden die obigen Beobach- 
tungen paarw^e rerbuodan; ana den drei aratn und drei letiten Piaran wurde &» TBSba dar 
Tliurmspitze tu ()2l'32,'ä beiecduwt nnd inütdat dieser das Aainmtb abgeleitet DasBelbe ftnd 
«ich Air die Thnnnipitie: 

7 



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- w — 



1 


366*89' 12^0 


s 




s 


2-i .V.,3 


4 


20 14,5 


5 


W 44,t 


e 


2S 42,0 


T 


29 1,4 


8 


98 14,3 


« 


30 44,9 


10 


» 20,5 


11 


SB SÜfi 


12 


29 51, C 


it 


28 21,2 


14 


28 9Sfi 


15 


2S 31,« 



Mittel : 2C6 28 50,0 vom Pfeiler ä aus. 
D«s MtHel ist Hitt AiisspMiiss des Werthcs Nr. !) gebildet. Als waLischtinl;« lier I tiiU r 
einer Mcssuug ergibt sieb 20,«6, des Mittels 5,5". Die grossen i^chwankungeu und die Lnsicberbeit 
diom Resultate« ericUnD neb ir«MDtUcb am d«D uQ^aBtigieii TerliiltidMMi der Beabachtmif. 
Ikkanntlich lautet die Dififerentielfenid &ae Beatimmniig «iaer AriamtMiffwen« als Fnnction dee 
Fehlen ia der gemcaeeaea Dtstaas 

d(a — A) = , , , ■ . . dJ, 

cos h cos // sin (a — A\ 

■worin o nud h snh auf die bounc, A und // auf ila^ terrestrische Objccl beziehen und J die 
gemesseue Distanz; In/eicluiet. Hieraus folgt, dass die So&ue in geringer Höbe und in nalie 9ü* 
Aaarotb-Batfeniuijg voa teRVitTlaebea Gegeaataiid la beabachton iat, inifannd di« Lage des 
magaetisdieD Obsertatoriaaui nur die Beobadituag bei Ueiaeoi Wertbe tob «—A aalieae. Aimerdem 

niusB bemerkt werden, dass von der 15. Messung an die Beobachtung nur mehr durch liauniüste hin- 
durch möglich war. Aus :i1!cit ilicsen (iriiaden soll das derart mit dem Sextauten gewonnene A'/imuth 
weiter nicht zur Verwendung kommen; es wurde aber hier der Vollstiiadigkeit wegen mit augetührt. 
1^ Nivembtr ö. 

lastroiaeBt: BoicbeabacVsdier TlNodolit. Beobachter: Waiaek. Staadort: laaerar 

I'feiler -I. Vor dnr Nachtbeobachtung wurde noch bei TairesHiM iVip Differenz zwischen Tburm- 
spitzc I Kugelnlitte) und Mitte der darunter betimllicben Tburiitubr |.'( itif s«?n, um die spiiteieu 
Iteobachtungen der Gcstii'nc, die nur auf die beleuchtete Lhrmitte Bezug nehmen konnten, auf 
die Kn^dautte redacireu xu kSaaea. Bei jedecataliger AUeeaag aller Tier Noaiea und lietaialiger 
Drehung dm Uorinmtalkreues am 90* ergab lieh: 





Kugelmitt« 


Uhrmitte 


Differenz 


0 


a80*fil' 9^ 


!28I>*49'22'bO 


l'4<r36 


ü 


50 öO.tl 




51 ,25 


ü 


190 52 42,5 


190 50 57,5 


4ö,UÜ 


0 


68 Mfi 


61 8S,78 


4fl,9S 


0 


m 52 52.' 


tiK) "! 13,75 


as.75 


u 


Q2 43,75 


50 57^ 


*s,a 


V 


10 n 8,76 


10 61 36,0 


46,75 


0 




61 60,0 


48/10 


UiMfll 14a"<91 



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— 51 



O und Ü bedeuten, doss einmal die FUfaruug des Oculars nach oben, diis andere Mal nach unten 
gerichtet war. Heistt au iu AsinmUi d«r Kagdmitte, o« du Anmuth der UhmitUe, to besteht die 

Üezielmug: 

4t = 0. + 143^1. 

Nach Tollständigom IhnAefarardeo erfelgte iNÜbu daath di« Tfaire der Capelle kindHidi 
die Beobaehtnng fon Alejone, Aldeberan imd dem Mond; doch enriea eich die entere.BeetiiiimiiiiK 
v^en einer Inconstanx des kleinen Instrununtr s als unbrMicfabar, indem der änssere Rorixootel- 

fei-eis dps Tboodoliten (letzterer hat ttir,tl:is Muliliiliontionsverfrihi-oT» piti«»"i •in^'-erpti nnd inneren 
Ilorizontalkreis, die beliebig bewegt oder geklemmt werden können) trotz di r scheiiilmr ausreichend 
feet MfaMgeneo Klemmimg moht alabfl geblieben. Der Stand dee Ghroaoaietein Knobtich Nr. 2086 
wurde mskt mehr an Ort iiml Stelle emittelt, «ondem dweh controlirte VergleicJraQgen auf der 
strrnw.iH? vur und nach der Mesanng am Lenrenurbetge getwonnen. Ebense geechah es ao allen 
Iblgendcn Beobachtiuigmbendeu. 

u Tauri (Aldebaran). 



Ohjoct 


M. Zt. Trag 


Lage 






< 


Corr. a 

w. 
Bafr. 


Corr. Abi. 
w. 

CoN. 


• 


km» 

7 e Vfj» 


0 


SU 98 4S,it 






— s'41^ 


-i^9 


• 


8 &7.48 


0 


35C -1 33,75 


53 35,5 


32 42,4 


— ü 20,5 


— 15,21 


• 


11 


0 


28 1,20 


2^ 1« üHfi 


13 Sfi 


— 6 1U,2 


— 15,23 


♦ 


la n,78 


u 


SS 6,86 




n n Mji 


— 5 ft,5 


+ M.M 


• 


16 24,7W 


■l 


357 Ifi 7,.'i 


257 5 30,7 


32 8,1 


— 4 mfi 


+ 15,2« 




17 4»^ 




42 -10,0 


32 


9 37,2 


— i 411,7 


+ 15,23 


Uhr 




u 


«84 1,38 








+ IJV» 


Ulir 




0 


Ü 34 3C,25 








— 13,00 



DiT ("olUtuatluilst'ehier wurde uus eiiii>r grossereu AjizaLl voü Kiii^tollungen der I'hrmittc m 
beiden Lugen des Fernrohres zu 15,0 abgeleitet. Die Neigungscoireclion (Ullt hier wie auch spiiter 
veg, da der Theodolit etete sehr uharf oirdlirt worden, andererseits die beobachteten Zenithdistansm 
gross sind. In Anwendnng des Mittels beider Ablesaogen der Uhrmitte ergibt sich ah Azimuth 
derselben: 

aMi*23'»or9 

81,4 

37,K 

98,0 

Mittd: M8 SS 81,«» 
IM. Mf d. Tlmnupiltt: + 1 4&,31 

AdiMlliderTluunittittM: M8 » 17,84 von FlUIer A m. 

Der wahrsdieinliche Fddw eines Asimothes ist db 2^454, dee Mittels dt l'004. 



7* 



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— 62 



Mond (Kbud seqoeiu). 



üb- 


M. Zi. 


ject 


Pnw 


ihv 






h n ■ - 


C 


7 39 6,73 


c 


it t.-;; 


II 

ÜBT 


44 17,23 
— • 


Ltir 




c 


7 61 i^i 


c 


£8 27,73 


c 


6546^ 1 


Ohl 




c 


_' ; Ii t "1:1 






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c 




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1 



0 



HoadeeDtroDi «. £rdmiUclp«Dl(( 



Corr II. 



II :i.'i.i-_>:i .'.'i 
O 64293,761 



( - IT. 



w. w. w. 



5" 8*m',9S +18*is'l3l* aSsV 1^9 80*27*17,4 

Ii,:.' is.ij ■j.',,; j<";j7,ii mi lli,J 

ia^a.aööSi öa,i»i«ö4i i4,(| 



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w, 

C«U. 



trlswso 2,5 
1 
1 

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Ii 42 5,0 
S5fl-I2 57,5 



— I 



11,»7 
lS,0!i 



a»^\ZÜ as 42,0^76 19 21,7 - 1 1,37 
-11,00 



44,3 2Q» 03 67,4 77 66 48,B 



I 



~ —14^ 

n,M+i»604— « 1,5 +1«'49',8 — 14,88 

11, 1.-- i.'i,^- ,"i i'„i .•ii.j — 1 i,:i!i 

11,72 — &S4,lli aj,2,— 1444 

- I - I — I - !- 14,30 

— — , . -( n.jii 

26^-4 68,6 
20,9 -444,9 





3.)7 Sl 10,aö 


42,00 


0 


Sfi7 4»55,0 


4«,71 


1 ) 


-J7 )' 1,11 


,m;,ii~ 


L 


&4 Sä,U 




ü 


64S »,n 




0 


64286^0 





6 9 30,1« +ie 18 82,0 256 41 40,0^77 17 10, tj- USS +5!> 1 1,4 

71/ :J,'i7 1 l ,.'7'i:i> , i — U.wl 

12.U.'. 1,7—4 14,9 

12,07!+68B7,7|— 4 «,* 

l-i;i rvl 
iAi7 



14 0,ll2u< ;i;<27,ii,7»ia6 
8,3|2e7 4(! »,3176 30134 

:i,>i ■.'.')'• 7,". 17 ,M ti 

1 4,a 2M ;.i7^ :a 24 (v> 



+ 14,M 

«6,2 I 1 1 17 

!»,4|+t7 0,9|+ 14,51 

»,7 
4,9 



— .■> ;>2, < 



— 14^ 

— 14,9« 

— 1 I,.":;- 
+ 14,02 
+ 14,30 

— i4,ao 



J 



Als Collimatiüiisrehlur wurde aus deu temstriscUeu Eiiistelluiigeii dieser Keihe 14,20 al)- 
geleitet und verweodei. Vor dieser Hondb«obacbtiUig wurde, nacbdcm die erwahote Incouütauz des 
Koriiontallcreins bomorltt wwden, die Klenunuiig detnelben erneuert «ngtsogeii, wodureh, wie die 
wiederhuken Kiiistilliingen d<T riirml!i> ilicses Sulbm nigsa, der frühere Uebektntd bebobeu 
«rachieu. Als Aztmath der Ubruütte folgt biemns : - 

nß 

84,9 

86,8 

cl^.it 
9»p 
»fl 
36,1 
90,8 
83,7 
28,8 
S7,P 



Mittel :2t>ti 23 34,lei 
XeiLtttr dieTIwrmqiitic: + 1 4ft,Sl 

AciraTitbderT]Minmpitce:S66 SB 19,40 vmh Plvilcr Ä wm. 
Der vabrscheiiiliche Fehler eines Azimulhes ist ± 2,002. deb Mittels O^so^. 



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— 5S - 



i685 FtAmar 3». 



iBStrttueiit: Iteieh«nbaeb'aebw Theodolit Beobtchter: Wcinsk. Standoirt: Aeutttter 
Pfeil«r B. 



Ob- 
jeet 



M. Z». 5 



I 



ülir - 
Uhr. . - 



AblemDg 



MondceDtrum unil Enliiiiliflpaakt .Corr^» 

W. 
PamH 



0 TG lU 7,5 
0 7« la 11^, 



31 ■22,l' 

■M i,e! 

S'^ 15,5 
40 2;i,7 



0 «} iS 5:1,75 
O U 12 23,75' 

V 7 27,5 



c «2!) 1,^ () KS 2a i8,7s;ioai s»Ai 

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I 



U 31 39,75 
U {761991,88 
r 7(i 1!) 1S,75 
U 'lü 1!) 10,0 
U|761935^Q 



! 4,5»-' 

i5,sa 



CÄirr. I« Corr j« 



+7 22 29,0 278 16 50^69 77 38 M,7'-Il,gS 

4> -.>7J 4J ■li>,Ut 77 17 21,1 .. 1 l,!>5i 

I 

21 43,«274 Üll,li5|7l»58jll,4 — ll.Üij 
17,s!274 85 84,00j7« 34 Mfil-I^fi^] 

AI 54,4 ';iT5 0 5S7f; Iii 14 :17,0 —Ii:.»- 
»2,4 276 125 '£t,itb 75 55 - 1 1 ,<j:t 



(Virr. 
Abi. 



+S7S9,0^ 
31.1 

24,2j 

14,4 



1S7,0 

18,9] 

7.3 




+ 7,71 
+ 7,71 
+ 7.87 



35,if> + 7,.'<ji 
!l6ptT|+ 7,»u| 
7.! 



87,87i 

3!i,30 — 7,!tl 
40,tXl,— 1,'Jä 
- |-7,7l| 

+ 7,71 
7,71 



Viel Xi'hol uiu tlorizoiite, ilic Mes^tiiigsvcrliäUluSSe ungliliatig; die Ubimitte ist nur «cbnimch 
«eben. AJs Azimutb d«r Ubimitte ergibt «ich bienni»: 



m 39 12,1 

21,2 
84,5 



Uitt«l: 2üti 29 25,82 
Scd. aofdie TlMniw|iiitsa : + 1 ttfll 



Axirnntk dnTlmnmpUaie : 9» 81 11,18 mu Pfeikr «u. 
Der wabracbcinliehe Febler einea Asinrothes ist ± 6^37, des Mittels :iz iJBQ. 

1886 Aprü 18. 

Instrument: UeicLenbacb scher Thi'odulit. Beobaclilor: Wciuek. Stamloi-t: Innerer (^J, 
dann Üvaacrer (B) Pfeiler. Bei Tolbliindig klarciD, dunblem Himmel in Almresenbeit des Mondes 
vurdcn zaniicbst vom inneren Tfciler nus ;j Hercub's und d II> i ciilis. bierauf rem äusseren PfeQer 
« Lyrae (Wega) beobac'it* I. i:tn rui!'!i R*-fliiotion von /? ;uii' .1 nhn.- Kidiiltiiss der Kntfemung 
des Wass«rtburmes von der Ikobacbtuugs Capelle zu erhalten. Anlangs die äteme unrubigj 

Bild der XJhr Uer, da über der Stedt venig Kuucb lagert. 



uiyiu^Cü üy Google 



— 54 — 



;i Hereulis (PlV-ilor A.i 



Objcct 


VL Zt 
Fng 


Lage 


Ablvsuog 


a 


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L-OtT. X 
W. 


w. 
CM. 


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8 80 (i,!) 





• * ,« 

37 !> 27,5 


% * rr 

9M 84 30,3 


f f •* 

74 33 42,0 


« >* 
— 8 lti,0 


— 10;53 


• 


■M : : l 


1 ) 


37 r.7 U,25 


255 12 30,7 


73 S2 311,7 


- 3 12,3 


- 10,<3 ' 




37 3a,4 


u 


38 30 52^ 


4« 17,2 


23 22,4 


- 3 10,4 


+ 10,05 1 


* 


40 21,2 


V 


39 0 2,5 


m 15 3»,8 


72 5y 7,2 


- 3 5,« 


+ 10,«7 




43 11,4 


0 


3!» 31 K,75 


40 0.2 


31 34,G 


— 3 0,H 


~ 10,70 


* 


46 m,\ 


0 


40 I 2(),<l 


ä57 16 2.^,0 


& 17,6 


— 2 54;,2 


- 10,72 : 


* 


48 33,7 


V 


40 27 18,75 


43 87,5 


71 42 S5,8 


— 2 52,4 


+ 10,75 




Ol !<>),< 


1 f 






Ii -H,! 






• 


64 4,7 


0 


41 29 1(:,26 


44 nji 


70 4tt 63,8 


— 3 44^ 


— 10,81 1 


Ulir 




0 


49 7 52.r. 








— lO^lO 


Uhr 




u 


27.5 

■ 








+ 10,10 


Uhr 




u 


32,5 








+ 10,10 


Uhr 




0 


55,0 






: 


— 10,10 1 


Dl» 




o 


52,5 








- 10,10 1 


Uhr 




ir 


88,73 








+ 10^10 1 



d Btamdto (Pfdler A) 



OI(i«et 


M. Zt. 
Prag 


Lage 


Abtonng 


• 


a 


Corr. e 

w. 
Refr. 


Corr. Abi. ' 
w. 1 
ColL 




h III « 

0 U 0,3 


r 


31* 12' r,"-2.-> 


251* 27' 2l>"t< 


72' 45 30"3 


— 3 3*3 


+ lo'ss 




U 21,5 


0 


31 47 0,0 


252 1 65,rs 


15 41,4 


— 2 5ti,0 


— 10,01 




16 413 


() 


35 U 32,5 


» 85,8 


71 54 16,6 


— 2 53,6 


— 10,(58 




13 26,3 


I' 


35 40 7,5 


55 82,0 


2!t 5,5 


— 2 60,2 


4- 10,G5 i 




31 40,2 


i: 


36 8 62,6 


358 10 30,6 


H 19.8 


- 3 46,9 






84 84,4 


0 


Stt SS 33,6 


48 10,9 


70 4$ 0,0 


- 2 48,1 


— 10,70 1 




2C 45,1 


ü 


:->; r,s 3,75 


254 13 11,1 


21 I4,G 


- 2 3!»,9 


- 10,73 




39 2a,9 


u 


87 25 52,5 


41 14,7 


6» 5« 88,8 


— 2 96,4 


+ 10,76 


mir 




u 


40 7 Xtji 








4- 10,10 


Uhr 




0 


ftH,75 








— 10,10 


Uhr 




0 


52,5 








— 10,10 


Uhr 




ü 


37,5 








+ 10.10 


Uhr 




V 


30,25 








+ 10,10 


Uhr 




0 










— 10^10 



Alf CollinuitioittMiIer mirde fir ß mA 3 Herralia der Betrag lO^'lO Tenreottet 



— M — 
0 Lrni (PHeiicr B) 





M. Zt. 




AUMOOff 


a 


• 


Corr. » 
w. 

Kefr. 


Corr. Abi. 
w. 




hm» 


u 


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B f f» 
«OO 41 OOfS 


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tl7 4o ifV 


— 3 20,0 








II 
u 


JO KK n 




OK oo J 


— i 17,7 




• 




u 


70 9 40,0 


90 44,6 


7M,il 


_2 1V 


-4> 9,01 




6 2U 


0 


70 33 23,76 


60 8,8 


66 47 9,7 


— 2 13,6 


— a,03 


• 


7 &3,1 


0 


70 56 55,0 


257 13 3fi,4 


26 39,8 


— 2 11,4 


— fl,06 


• 


10 49,3 


ü 


71 33 80,0 


»41^ 


9 


— S »,1 


+ »^08 


Uhr 




u 


100 12 30,0 








4- 8,30 


Uhr 




o 


43,75 








— 8,30 


Chr 




0 


«B,7S 








— 8,30 


Uhr 




ü 


30,0 








+ 8.80 


Uhr 




u 


26,26 








+ 8,30 


Uhr 




0 


«»76 

1 








— 8,80 



D» das Instnuneiiit toid Pfirilcr Ä warn Pf«9er B trmuq^ortnt werden mnito aod dabei 
aü^icherweue Teilsleniiigen eilddeD konnte, so iat birr der dieeer BaOie epecidl ahmnaaii» 

CoUinuitMMttfidiler von B^aO Terwendet veideo. Ale Aamnfli der Ulmintte fblet mni: 



Iiui«r«r Pfeiler A 
(f Arailli ' Hemlli 



366 23 «,7 
4,*' 

22 &'',3 
3S 0^9 
3S 66,4 

23 3,0 
32 62,8 

n 2,7 

Mittel: 2«6 22 59,45 
Bcd. auf die Tburiuapitze : + 1 45,:ll 



266 22 67,2 
90,7 

58,3 

6a,i 

23 1,6 

22 52,4 

33 2,8 

83 H,7 

266 22 57,0» 
+ 1 45,31 



Aett>aar«r PftiUr B 

<* Ljrrae 

366 29 3G,3 
83,7 

ai,3 
S7,e 



Aziinatlt der ThnnnapitM: 266 24 44,76 
VahnciNinl. ¥Ma «igmAciiinilliei: t 8,18 
WekiM^einiidMr FcUtr d» IGtlek; * 



366 24 42,36 
* 8,fS 



2»H' 2-1 3372 
+ 1 4;>,31 

36« 31 ld,03 
ik »fit 

* 1,87 



Resultat: 

Zur L'ebersiclit der säniintliiben Bcstinimnngen des Azimutlies der Spft/c des Wassertliliniiee 
mittelst dee Ueicbenbacb'schexi kleiuen Theodoliten diene die folgendi' Ziisiiiini^onstcIlnDg. 

lotierer Pfeiler A Aeuaaoror rietler B 



a) 18B4 Kor. 6 
») « 

e) 1085 Ffl.r. 'J-J 

d) , Apr. 18 
•) • 
J) » 



•u a laari 266 36 17.64 

Mond SM » 10,48 

M 

ii Ilercalia 3ti6 24 44,76 

4 HtiMlh MO U 4ltJU 
* LyrM 



81 11,18 



S08 81 nj» 



uiyiu^Cü üy Google 



— 5« — 



Vcrgleiebt mas das Mittel aus ,i und d Herculis d.i. :2ü6 24'43"')5, g*>mf<;<!(>n vom Pii Ilri .1, 
mit dem sich ans o I-yme ergehenden Worthe 2fi0 31 19.03. n;emess*?n vom Tleikr ß, so ergibt 
sieb als Beduction von B auf A die Zahl : — G 35,40 = — (),ö9, wiibreud Director Böhm dafür — ö,7ü 
berodiaet bttte. Zur HerleituDf des defiiutiT«ii Beiultatea ist die Beobaditiiiig Tom 5. Kot. 1884 
mgnt der damale sUtMfeftnideoen IneonsUu» des Theodoliten loit geriageitn Gewicbte ab die der 
folgenden Tage anzusetzen; jene von a Tauri werde, da die Unveränderlicbkeit des Instrumentes 
beim l'ebpi;;;iiif.'r vom S'enif rnm ten-estrisclten Objecto fraglich erscbeint, ganz wepcjel.is^«»«, 
vähreud die iieoliachtung des Mondes an demselben Tage daa halbe Gewicht erhalte. i>a ferner 
naeh diesem Bedbaclituiigstafft des Instnunent ghaz avseinandeiseBoniiien imd ia aJIm Tlietlen, 
aamentlicli biDsicbtlich des todton Gao^s der Feinscliraube des Ilorizontalkreises, genau rectiürirt 
worden, ^r, kann füglich den späteren Heobacbtungen. al)|,M sulien von tl*>m Luftzustande, das Gewicht 
1 beigelegt werden. It^^dncirt mmi r\m'h die Mnihlbeobachtung des 2S. l-ebiniar 18S5 mittelst 
— 6 35,48 auf den inneren i'leiler, so hat man als : 



Anamth im Spttn de« WsttarthanaM 


Asfca» 


(Xogahuittie) tou Inaerta Füiiler m* 


Oewidii 


IfiHI Nov<'njl)er .1, Mood 




V. 


]S8.'> Fehniar 2», Mond 


96« 21 35,«5 


I 


„ April 18, H«roa1ii 


am 24 44,75 


1 


, , , * Btmli« 


ÜG4i 24 42,S5 


1 




»e U M,4S = 






26e*24>7 





gesaUt Tom Sfidpnolrt« des Httiaoatee über West, Mord und Ost» oder gezihlt vom Hovdimiikte 
des Hbrixomtea in derselben Riehtuagt 

tt*24>7 

«alirend Dire^^r Bohra 86 3i|64 ermittdt latte. FQrderbin soll der Ton mir n«a bestimmte Werth 
des AamnÜiee verwendet werden. 



Digitized by Google 



— 67 - 



Eine eigmrtige Wabmehmiing auf der Jupiterscheibe 

am 17. Februar 1881 



Ii iniLlii darüber am 1. SoptPinhpr bei VeröftViitliiiLiiuL' .M'rir'r VvAhf^ von bfob- 

acbteteii .lupitci-strubameii-Vei-fin-iffTun-reii das Folffende in X, 2i1^*l di r \-tr.iii.iiii;-.i Iumi \ui !ir;< lilon: 

bAiu 17. Februju- lübi wurde kurz iiacb der Beobai littuig vuu 1 Kc. lt. i U lederersi bciiieii 
d« TcrfiiMtort eeweMDeii Trftbant«Q I um 7' 81" SS* M. Pr. Zt) eina eigouoi-tigc Wahraehmuiig 
anf der Jnpitencheibe icenMichl. Ich bemerkte nümliek ia dem sOdUchaten der dunklet Ja]utentreif(>D 

(udhi zur Mitte soiiifr iJiti^i'n.iiisdcbiiiiiiß citicii scliwarzou Piiiikf, wnlrbor dem Sidiatti'H eines 
Trabanten ^Ucb und mich zunächst veranbiKsto. im Nautical Almanac naclizuschen. ob kein sob ber 
üicb zur bcobatblcten Zeit auf die rianctensilieibc projicire. lüs war nivbt der Fall. Die lU^ulität 
dieser Encbebmig oonstatirten sofort anch die Hmen Dr. 6ru8s und Dr. Rogicky »owobl ao dem 
IVaunluifir'sclu'ii lOelFnunR OT.C Mill , Vi>rgr. 100) als an dem Ib-iaMdorVlien lOefTnuiif; 10s.(! MilL 
AV'i>'r. l'i-Miri ihi tl'<r Sfri riwnrti', I,i i,I<'r kn-n ti' .1. r ptM'as primscre Steinbeirscbe Refractrtr 

wegen seiner besi-bränk(en Venvotidlnirkeit ibekanntlieli wiid iu Prag zu Thüreit und nicht zum 
Dache bimmt beobftobtet, und das fest anfgeBtellte, Stsinheifscbe Instrument Ut nur im Mer^üuw 
ictt Terwenden, wekhen Jupiter an diesem Taue erst um 10^ erreiebte) auf Jupiter nicht eingestellt 

werden. X;ir!i I'» fii=; 1" ^fi^t]fr!l scbirii mir 'b r klciiu' Fleck nicht vnfhr ■^o scharf begrenzt zu 
sein, wie zuers^t^ uud als ich mich uni S Uhr /um Zeichtien auschitskt«, fehlte derselbe ffvuz; dagegen 
zeigte sich an nahe derselben Stelle sehwarli markirt eine lichte, tünglicho Wolke, die ich vordem 
nicht gesehen. Um 16'' 30* d. i. »ach fast 0,9 ebier Umdrehuntt des PUiieten verfügte ich mich 

abermals in den Steniw i N'ii-Tburni, um Jupiter wiederholt zu zeichnen; doch ei-wies sich die Luit 
ln'i dem tiefet! Stande des Gestinie.s für dieses Viirlmlii ii 7n un;;iiristip. Am IS. Febniar um 14'* 
hatte Jupiter seit der ej-steu Beöbjicbtmig nahe drei {ranze HcTolutioiieu vollendet ; uiu'ukigo Luft 
Terfainderte wieder eui Zeichnen, die erwähnte h'chte Volke war sehwach xu erkennen. Am 19. Fe- 
bruar um 10'' d. i. nach '> Hevolutioneii tielan« das Zeichnen bei puter Luit und die abennalige 
deutlfi Ii' Wiilii ih liiir.inj; jener \V<dke. — Von Juj)iter ■«'unleii iini li 7eicliuunf;en am "20. Februar 
um 11" \->'" uud um 12'' erbalton, wozu buuierkt werde, das«* bei der letzteren sich der 
Schatten des Satelliten III auf den s:Sdlicbs(aif entudiiedmi rötbüdien Jupitetstreifen mit fiher- 
mscbender Scimrib projicirte und sich tief scbirarx. völlig plastisch tor diesem abitob. — 

Interessant wiii-de es er-^cheinen, falls am 17. Februar 1SM4 in der Zeit von T* bis S'' 0"' M. Zt. 
Prag auch anderwärts mit grosseren Instrumenten, als solche die bescheidene Ausrüstung der 
Präger Steniwarte aufweist, lieoliacbtungen oder Zciclumngen des Jupiter gemacht worxlen wären.* 



8 




— 58 — 



Ei-fr«ttlidier Weine baUe sich tat selben Zeit ein sweiter Beobacliter, Dr. F. Terby in Lourain 

mit Jupiter bmhüftigt, durch welchen die oliige Wahrnehmuug eine eiTvünschte, unahliäuffige 
n< Ntutii^mig gefunden. Denelbe berichtet wörtlich Tom 1. December 1884 in Um. 2G37 der Astro- 
Düniiselu'ii Nuchrkhteu : 

,Le Nr. 2631 des A. N. cuittieut l&s ob6er?atious des |)beuon>«Qcs des satellites de Jupiter 
fiiitw k l'obaemtoire de Ftagne et M. W e inek insiste particuliiremeat, i ee propos, rar robaerration 
d*nne petite tache ooiro snr ia ^aatte le 17 fevrier 1884; M. Weinek demande mtee de« reii- 

(seiptteitir-üts snr eette appariliuu anx autri v uIim i v;iti ur<. .Tr suis heureux de ponvoir tous cnvoycr 
quelques detaiis a te üiijeU Fort octupe de Jupiter, uont je lais de uombreux de^ins, j ai oli!>crve 
la plaoite eiactoment au m&m» instant qwe M» Weinek et j'ai parfaitement m U point noir rar 
la bände 3 I rougeitre. Aprfis avoir obaerre, eomme M. Weinek, I. £& R.. h 3!i<" 12* (Unt seen), 



t, va. de Prague (longitade de robserratoire de I'rague d'npres le N. A. () 57 41. !t K. de (ireenwieh), 
je inurque djiMs iiioii ji)iiriii(l. ii eöle d'ini dessin de la bände Ml: 7'' ^S" 17' i t. m. de Prugue), 
un jjomt uoir que je viuuü d apurcuvoir sur la bände "t I v.i piiSs>cr par le lueridien centrftl. 

J'ai fait un antra de«ain k 8^ &2*> (t. m. de Prugue}, maie k bände 3 1 ne renferme plus 
de peint ncär; en rerancbe eile contient deuz tadtes blanebeB, doDt la Mconde est pasple au 
lu^ridicu central ver.s Ii'" (t. in. de Prague i. Oes observationa Ont £te faites atec )a huette de 
Secretnn (ouverture utile: grossisieniprit : TJ't fois)." 

Die oben ei-wäbnten Zeichnungen des Jupiter vom 17. lebiiiar bis 21). tebinai- 1SS4 sind 
auf Ta£ I durch Nr. 1 liia Nr. •! reprodoeirb Ea eei dazn bemeikt, das* diese SSeicbuangen, welche 
eimmtlicb mit dem Frooidiofor'aeben Femrobr Ton 97,6 Hill Oeüunng bei IGO'ltcber Vergroaeernng 

iuigel'ertigt >vorden. sieh bi'i einem relativ sü kleinen Instrumente unmüglieh dureh Details aufi- 
zeiehnen künnen; dagegen machen sie den Anspruch, den auch ii; kfeim ren Instrumenten schonen 
AubUci Jupiters mit Treue wiederzugeben, obgleich die PvCproduttion an Weichheit und l'eiubeit 
hinter den Originalen zurflehateht Ala Erliintening diene: 

Xr. 1, 1884 Fthnar 17, 8'' 6" M. Pr. Zt Ist knrx nach der besonderni Wahmehninng auf der 

Jupiterstheibc ge/i ichnet; nahe zur Mitte des südlichsten dunklen Streifen» eine liebte 
Wolke, wie bicb dieselbe im Fraunhofer i)r:iscntirt *i; nachfolgend in etwa ] Durchmesser 
der Seheibe eine lieble lüiubucbtuug am Nurdraudc des erwiibutcn dunklen iStieifuns. 

A>. 2. 1884 FtsttTHw 19, 10^ 4" M. Pr. Zt Der Planet bat seit der ersten Zeichnung nahe 6 ToUe 
UmdrebuDgcn gemacht Der Charaeter des afliUebeu dunklen Streifens mit lichter Wolke 
unr! KfiiUni lttur:: r t^^rhr in^ kaum Teründert. In demselben ist redits dw kntx Vorher eilige* 
tretene Irabant 11 vor (ier Seheibe zu sehen. 

*Yr. ISJil /'VÄ(««r HO, II"" 15'" M. Pr. ZL Der Planet bat seit der ewteu Zeichnung nahe 7,6 Üm- 
drehnngen TollfUltrt. Im südlichen dunkkn Streifen ist links der Mond III, im Anstritte 
begriffen, vor der Scheibe an sehen. Der Sttdrand dea bemerkten dunklen Streifens zeigt 
einen ausg< ii(liiit(n Segmeuteinscbnitt. 

Aiv -1. Frhyi:,- Jii. 12'' 3". Dic-i' Zrf. Imung gibt die FortNctziiiiü; tb r F.i-scheinung von Nr. 3. 

Der Traiiaui III ist liiJu Toilkonimeu ausgetreten, und rechts prnjieirt üieb auf den süd- 
lichen dunklen Streifra tief aohwarz der Schatt«n dieses Mondes. Im Vergteiidi zu dieaem 
ist die Fäibung dea Vnteigrandes als entschieden röthlich zu beaeidmen. 



Ii 



*) la der ßoprodaetivn ict duM za gnü gewordaa, ebeiuo bei Nr. 2. 




— 59 - 



Zeichnungen von Moudkinteru und Moudiinnlschaften. 



Der Gedanke, Ufmdi^ioluiuiigcn annifertigieii, ent&prang ToinehmUdi dem Unstasde, 
diws ich der beaeheidenett Annritotuiig der PMfer S(emw«rte, deren grBnteft Instniinent 

nur Ii Zoll Oeffnung besitzt, nach einer geeigneten Arbeit suchte, die vielleirht flurch die Art 
der Durchliihrung Werth erliitigen konnte. Ich verfi<d dabei auf den Mond und crwnfr, d.iss 
die Uerstellung gcuauer mul plastischer Zeichnungen einzelner Krater- oder Gebirgstormationen 
nn der BeleadituiigqgreniEe deaaelben nicht aHeiu als topo^phiaeher Beitmg Intemae «it^b 
dürfte, sundern aurb, diiss <liese, wenn sie ebenso sehr auf sorgfältiger Beobachtung als hoher 
Ttutigkoit des Zeichners basirte, für die Folgezeit zur edatanfon Cntistnünin? von ^'^ : fiinlAningen 
Hul' dem Moudä wüuKcheiiswertheä Materia] liefera \\iir(le. Besonders juis l<'t/terem (irunde 
wurden nur Objecto bui es der BeWnchtnng^grenze, wo die Gontirntte ziriseheii Licht vod Sehatteu 
grell mid aduiTf mit flllem wunderberea Detail einer wildJcerriBaenen LuidBcluft ins Auge lallen» 
gexeicbnet. 

Das zweite Moment war irirlfs^rn mdA dir naupttriebfeder, da vor Allem die Selionlieit 
der Mondgebilde mir Anregung zum Zeichnen gai). Ich erinuere hierbei an die Worte lie&scrü 
(Populäre Yorlesnng«!! Uber «inemclialtliche Gegenstände von F. W. Hessel 1848 p. G34): ,Oft 
ist (he Frage wiederholt worden, ob auf der Oberfläche des Mondes Veränderungen vorkOBl« 
nicif. If'L liiilii' l<f-inc Lrro'^-f Neigung, mich darnuf eit^/nlass^'ü : T1:af^Mrt:"ii iillcni Ivnimfn sie 
beautwoi-ten, und so soll sie mich weuiggteoB zu der Autwort rcranlusscn, dass ich, so oft sie dadurch 
bejahend beantwortet worden ist, keine Thataache*) kenne, welche auch nur nüt einiger Wahneheinp 



' Gret»ch«l rcsumiri iu toioein „LcMrnii iln A ' ■rmini«" [i. :j4.'i fib<*r neuere Wabrni-Iunungen von Ver- 
üiideniDg^ii auf dem Monde das Kol(;eadr; „Vi<j||i«£trilt>jii ii< 'iic I''rap'. oli noch gef^nwnrttg Veränderungen nul 
d<'in Moode vorknmnieu. Schröter iiud <■ r uitliu i len wollten solche beoliachtet haben und zwar in (^roveem 
Massatnl). Naeh den »orgfiilligf ii H«oliiieh)««geti von Beer und Midier al)er ist man allgemein der Ansicht, 
da»t jeoe Wolimchmungcn auf Täug<'hiiug lnTulien, und dac» iiniicr Tniliaut vullig au<^ot(orl>eu, in Erraaoglang 
«iur AtnuMphtire oIids tbieriiehu nnd pflaniUehM Leben imd eneh ohne bemerkbaro VeriüideningeD Mimr Obtr* 
tttäm Ml. Smig« BcolMebtanfaB um mutrar Zmt hiistm sber wiedvr ZvoAl is der Rieht^keit dieicr Anridit 
wiwligenilbii. Zaeleliil Iwt Schmidt in Aibca 18M di« WehmehmaBg gmedrt, dan der tob Lehrmatia tmd 
Midier beob««lit«te tmd Mtf ihren M»Ddk«rt«]i vertefebiMte, «tw» 9 Knt. In PnrrltmMter haltend« nnd lebr 
('• A ICrater Linne im Mare .-.^nit.i'.i? ni^ !i' mol r gesehen worden konnte, ucl dif' an s iiipr Stelle ein heller 
•.vulkeiiai'tsjrer Fleck vorlmnd'Mi .v.ir, H itt <i' -". i; a|i itf r liei pünülisfer Helfuchtung ci;i iiuihiger Hügel mit einem 
«flir lileitM-ri KriiNT I :• lii.'i w:.ri[.Mi iM. I l.i-hri in ■ t.r Zeil Klein in Köln niehrfacli Neu- 

hilduDf; von Kratern cotMtatirt m hali«ii, ludom er Ucrartige dcutlicii iirkeniiburc Dlijcr'te, die auf frähtren Mond- 
karten nicht verwidaet aiod, an Steilen wahrnahm, die nachueislich von frühoren üeoliaehtem^ nn Theil UmA 
VOB ihm «elbat dacr gaatata DurohfortdiaaK outerxdgea w«rd«D «ümI." Vgl. »Uelier einige aeaere Vcr- 
inderaagen anf dar HondaberfJiebe' von Dr. Haranaa J. Klein iai «Der Moad aad die Beiehaf- 
feaHeU uad Oeetaltung seiner Oberflächtf'wnEdround X<;iai>n.E«Mihan«ricl,dai>flrdieKi*in'tetMa 
Hatdeekaagca aneh der geanaate tnflBtche, engUadie Moadtoi>«graph Xeieen ebtritjL 



— 60 — 



Itchlrait, geschweige denu (iewissheit, durch «iae wirkliche VeränderuDg wai dem Monde erklärt 

Wfi'<!»'!i niiisH(<' Wr!iu Vi'niinleniiigt'u vrirknmnicn. so wird man sie nur ntis il i V. iv^l' i^'Ining 
truLcrcr uud tipütc-rvr D>u%t«Uiuigen und Beschreibuiigeu des Kim«lueu im Monde erkennen küuueu ; 
dift früheren Darstellimgeii und BMehnibaogeo, w^he wir b«9its«a, nnd «her ron eiaer Beachaf- 
Csnbeit, deae es mancbnud ksnm gelingt, Bvsziumttdn, oh damit dieeelhen &egenstinde 
genjeint sind, wekbe man späti-r bcobaclitft Imt. Ob autl» die neuesten Bemühungen um die 
Keunlniss des Mondes so selir ins Kin/elne eingehen, duss man glauben dürfte, kleine, dns 
beisbt die Krall der I'eruröhre kaum crreicLende Vtiäudcruugeü, durch ihre spätere Vcrglcichuug 
mit Sidjevhdt m crlcennco, — diese Frage würde ich bejahend itt heantworten grones Bedenken 
haben, und zwar aus mebrert'ti (irüntlcii. deren keiner aber zur f-afet der braven AstrODOiacn 
fidlt. denen wir die jetzige Keiintniss des Mondes verdanken. AIIi i liri??; ist auch die Ver- 
änderlichkeit eine« Gegeuätandes eine »einer LigetuMhufleu und wo üie vorhaiideu ibt, uiuti^ 
man ihre Gesetze m ergiiindeii euchen; allein da» es angemessen inira, von der Erfonchong 
anderer Eigenschaften das geringste aufsnopfeni, um eine, dereu Voiliandensieia nicht etwa 
Bedingung, sondern eine blosse Miifiliehkcit ist. xu verfolgen, ist wenigstens nie in eine Meinung 
gewesen. Mir ist die Erfoi-scbung des jedesmaligen Zustaudes des Himmels immer .so werth- 
vuU vorj^ekouimeu, diUä die Fra^je uuch noch uubekaunten Veräuderuugeii in den Hintergrund 
getreten ist. Iah wflrde auch einem Unternehmen, welches nicht sowohl den Zweck biitte, uns 
den Zustand des Mondea kennen zu lohroi), als der spiiteren ICntiici kung von Veränderungen 
nls (irundlage zu dienen, wirklieb keine grosse Theiluabme schenken. leb tiude im .Mlgeineinen. 
dass Voriiuderuugcu nur die ThnntH-sie derer vorzüglich anrege«, wekhe, wegeu mangelhafter 
Kcantniss der Natnr des Bestehenden, ihm kein Interesse abgewinnen kijnnen, nnd welche hoiFen, 
zur vollstiladigeren Hinsieht des Neuen im gdan^^en. welehes sie unter ihren Auges entsteheu zu 
sehen vünsr'iiT. Das l'ublieum tV-itrl /iievt nach \'e rä n d er unge n ; der Astronom öuelit nie 
danach, boiideru er beobachtet äie, wenn sie sich zeigen, uud venu er sie beoltachtet bat, so sucht 
er sich ftbw sie anÜroklarea. Ich, meines Tbeils, erfreue nnch also unserer gegenwiiitigen Kennt- 
niss der Hondsoberfliehe, ohne dass es mich im geringsten st5rte, das« sie nicht zur Eenntniss 
von Veränderungen geführt baf 

Auch diese von mir unti nioiiiim ne .\rbeit niüthte indessen Uberflüssi-» erscheinen, wenn wir 
in die.ser ISc/: -lising schon reiches oder l r;tTir-!ibures Material besiissen. Vielleicht i'ohU <■< ii'' ht 
au der (Juantnat der xVbbüduugeü, wold aber au der (iüte derselben. Ich kuuu getrost iieliaupteu, 
dass bislang von keber Seite der unveigleidilich schöne Anblick der Mondformalionen, der auch 
an kleinen Instruuienteii den .\Htrununien nnd Laien durch die Phistik und den Lichteffect der 
bi fi .(i hti tt II lif liiMi i;i L'leicher Weise fesselt, durch die /eieiiiiung mit vollkommener Treue 
wieilergegeiien worden wäre. Das Betitechendste iu liieaer Beziehung baljcu ^'a8WJ'tb und Car- 
penter geliefert; nur ist es zu bedauern, das« deren treiffiche Darrtellungen nach einem Uond- 
modoll, welches nach Zeichnungen einer SOjährigen Beobachtnng angefertigt wurde, und nidit 

nach den Originalen selbst erfolgten. In gleicher Weise sprechen sich Heinrich und August 
Thiersch in ihrer .\bhaudlung: .Die Physiognomie des Mondes" |iag. 4 aus. Sie be- 
merken: „l'nachützbar wiucu diese Abbildungen des Moudes ^von Nasniyth uud C'arpeutcr;, weuu 
sie unmittelbar von dem Gegenstand, wie er int Telescop sich zeigt, genommen wären. Doch 
dem ist nicht so. Die Verfasser entwarfen soi-gfaltige Zeichnungen von einzelnen Theileii der 
Mondscheibe in möglichst giinsti:;' u Moimutoti. X;n 'i i'i. n /•■ichnunKen fertigtet? sii* Modelle 
au, die, dem äiouQeulicht ausgesetzt, dieselben üttecttj von Liclit uud äehatteu zeigen, wie man 
sie auf dem Hönde selbst sieht Diese Modelle wurden idiotograpbirt. So haben denn diese Taftbt 




— 61 ^ 



aUerdioga niflbt die Bigensdiaa d«r UntrOglicbeit, doch IhUco sie bei der iiiiTerfceniibaieii SorgbU der 

AnsarhMtTjnpr nn }\nch%i wichtiges Hiilfsiuittel zur Bourtlu'ilung der Physiognomie des Mondes 
In der That, würden auch die Nasniy t h-Carpt-nterschen Originale, deren Publicatiou gewiss 
sehr erwQitacht wäre, die grö»üte Treue aufweisen, so ist es doch begi-eiäicb, dass die Umsetzung 
dfindben in ein {iJastiscIwe Modell mit so nuumigftltigenL, bestridcenden Detail, wie es nos geboten 
wird, llnwahrbeitea oder Mamrirtheit, wie sie z. B. dem Zeichner des Baumschlages häufig genug 
ntiterlüuft, mit sich bringen muss, die einen strengen Vfr?ltich mit dem Himmel nicht mehr 
au&bält. Ks sei hier nur auf die nördlicheu uud südlicli^n i'artiöcn des Arcbimedes und dereu 
rektiTen Scbatteowtvr id moiBer Zddmuiig ^a£ IT. Hg. 10) und jener viel detatUirtwen Dar- 
stellaag durch Natmjth and Carpenter boigewieseD. 

W-s ich an den bisherigen Zeichnungen der Mondgehilde zumeist ausstelle, ist, dass sie 
auf die llaihtöne entweder gar nicht oder zu (liichtig Bücksicht nelinien uud tli -!ialb Plastik und 
Treue vermiss^u lassen. Mau darf auch nicht zu viel repioduciren wollen, da der Schatt«nwurf 
des Mondes sich admell ändert nnd der Zeichner rar YoUendung des Btldes am Fernrohre seine, 
nach Sorgfalt und Fertifkeit ni bemesseade, Zdt xs Ansddag zu bringen bat. Derart wird man 
mit kleineren Instrumenten gr«3ssere, mit grossen Fernrohren nur kleine Partiecn urufusseii können. 
Notbweiidig erscheint es jedesmal, das Bild schon am Fernrohre fertig zu stellen und sich keinerlei 
Andeutungen für die Stube aufzusparen ; be&>er, weniger darzustellen, als später skixstenhafte Zeich- 
nungen dem Auge gefällig zu gestalten. Natnrgemäss ist die «ichti^te Anfoidemng an den 
Zeichner, dass sich hei ihm das Wollen mit dein Können dedce. Was man im Allgeiiieineti schon 
als (ieübtheit 1 Fi rififkeit des Zeichner« nner!;. imf nnd was gewöhnlich über ein heschei<lenes 
Dilettauteuthuui nicht hinausgeht, reicht bet item .Monde nicht mehr aus. Der asti'onumische Zeichner 
soll in diesem Falle dem Künstler gleichen, der den Kaoq»f mitder Fhotogmpbie siegreich besteht. 

Wohl dürfte «s noch lange dauern, bis die astronomisch« Photographie jene wundeibaiTn 
Details, wdcbe das geübte Auge des Astronomen am Monde irahmimmt, festzuhalten vermag. 

Beleuchten wir diese Aussichten etwas näher. Bekannt sind <lii' <i l;!iT-(-ii lii-' -iltute. welche betreff 
der gaaaeu Mondubertläche von Warr«' II de la Puie. Itutherfurd und Draper erreicht worden, 
und wdcb' zahlreiche wissglückte Verauche diesen voiangegujigeu sind. Auiunglicb scheiterten alle 
Photographien des Moudea wegen ni lauger Expeaitionszoit, da während derselben auch durch das 

beste lltrwork nur dm seheinbai-e tiigliche mal die dieser eiitgejfe a gesetxte Kigeiibeweguiig d«S 
Mondes zu cr.titi>"nviren w.ir, iiiciit r iIi- ' > "i : - ir^n rlit ' Bewegung in I» "Ünation, di«' Wirlrüitg 
der Distauzünderuiig des Moudes vom Heoljaclilungsorte und der Verandcruag des ."jchatteiiwuries 
mit demFortsdireiten der Beleuchtungsgrenze auf der Mondobeifläche. Die Expositionsdauer musste 
durch YerroUkommnung der iDStramente und des angewandten photographiscben Verfahrens auf 

1 bis 2 Zeitminateii herahgedriiekt wenleii. Rulherfurd erhielt lui seifi'-n sjiiitfioi! ^^'rsucheu auf 
nassen Collodiumplatten ein richtig exponirles Bild schwu in ',4 Secuiiden, wenn auch nur bei »ehr 
gitustiger Lull. £iu solches Resultat oiusato grosso Hoflnungen nihien; deitn während Mädler ivt 
Anfertigung seiner fleissigen Mondharte 7 Jahre, Tom FrOhjahr 1880 bis August 1836, und Schmidt 

för seine grossaiiige Moiidaufnahme 34 iblhre, Ton 1H4i» bis 1874, benölhigte, wäjv der Photograpb 
in d( r T .i-. . ilh si 11)1 Aufgabe in einer Secniide /n |. vrti, m<:-\\>\ nicht die jjhotographische I'cpro- 
dnction belretl Zahl und Schärfe der Details noch weit hinter joner Vermittlung des astronomischen 
Auges surBcksländ«. Wenn auch in neuerer Z&t das Brom8ilbM''6elatine-TroekenTerbhren den 
nassen CoUodiuraprocess an Knipfindlichkeit bedeutend überragt, so ist man doch noch an Auf- 
nahmen im Fnnis tli ^ [il ofiii,'r.iiil'lMln't] Rölii'es gebunden, um dieselben vpilter ilun'li L,n.i>ignete 
Projectionsapparate zu vcrgrüssern, welcher Modus aber stets für die Scharfe der Details nach- 




— 62 — 



tbciiig ))teibeu wird. Groi»»e Aut'uulnuvii im BrcDupunktc erfordern aber lüesciiiniitruiiieuk'. Uiii 
beispiobwttÜM Iwi dä«eter Focalaafiuluiie ein Bild des Copendco« in det Giöbm ndnarZeiabnaiig 
(TaC II| Fig. 14), d. i. im Durchmesser von 12 Milliiuetern zu erhalteu. wkr*; eine FucalliiDg« des 
l'Virnrrihrfs von ^fi.?! Metern iiot]nvrrulii.'. rtaiiiit /ernillt ilic Mctliodc dor directon FocHliufiiüliiin» 
solcher Details von selbst, und man hat die weitere Erhübung der Liditempfindliobkeit de» pboto- 
graphiiehon ProcwBW abntwurtai, um itarite Tei]gr9neniDgs^teiae von mSflidttt geringer V«> 
zeidunug «m Fanrohre t^Mt anveailen m IdbMMsn. Dodi Iber einen Ptokt wird die FÜiotographie 
siebt binauskominen und dem Zeirbiier von AfomM tiiU nai listelieii — ich meine die Uicbtigkeit 
der relativen Nuancirung solcher Details Yon lebhulier Loiitrastwirkung, da die photograpliiscbe 
l'latte bei betstiuimtcr Expoaitionszeit uur für bestimmte Licbtwirkongen abgestimmt ist und hellere 
Pertieen 8bere:qMniirt, dvaldere anterezponirt darstellt Han mllMte daoo durdi mefarere Aafnabinen 
hintereinander mit Terecbiedenen Expo<>itinns7.eiten und durch tcblies^liche Combination eine« 
Gesiimmtbildes zu erreichen sucLen, was das An2:s d> s A stronomen mit nm-in Srblnfre ricbtig 
erüosät Analoges hat uiau bereits bei Aufoahiucn vou Comcteu und Neboltlecken mit den &ie 
ungebeadea Sternen Teisueht Für Aufiialunen der GesanunteberflSdie dm Monde« wird die 
Photographie aber nacb OberansWerthTollee, auch mit KUck»i<'bt auf die chemische Albedo desselhea, 

leisten, und iib ritire die Worte des ausgezeichneten MoTMlt ipoirraphen Schmidt in .Charte 
der Güibirgü des Mondes nach eigeneu Beobachtungen iu den Jahren 1840—1874, 
entworfen von Dr. 3, F. Julius Sohmidt.* Pag. VII, VIII: „Für den Vollmond vird einst die 
Photographie daa Beste leisten. Das imeodliehe Detail der Abstidiuigen des Lichtes im Vollmonde 
■wird man niemals mf dem Wege der gewöhnlichen Zeichnung bewältigen." 

Was fpr« ii ll nii inc Zt ii Imiiii^'. n li- tr jft, sn wtirtli n bei diesen wohl keinerlei Messungen 
uusgeiührt, weshalb auch jede in etwas vcräcbicdonem Ma&üstabe mcbeint; trotzdem hoffe ich, 
d«$8 sie in ihren relativen VerhKltnisRea sehr genau sein werden, wo?» sieh Jeder zu ftherzeagen 
in der Lege ist. Dass ein Relativseiebnen von hoher Genauigkeit ohne jegüebe Messung mSglicb 

sei, beweist ja tiiglich der Porträtmaler, der gleiclilalls an den Kopf «les zu l'ortriitirenden k<'iiien 
M.i~~~t;ib ;in?t's't nn<] dcnuo<'h vi>llkftinuieiio Aplinlicbkeit er/ielt. IJeini Motitle liei't »'iu»" b*"irnKlfTe 
1'niiuug des dezeiciineteu iu dem L'iiisüuxie, dai»s das zahlreiibc Detail muiiDiglach iii einaixlcr 
greift und dem geübten Aug« jeden Fdiler sofort vernlth. 

Die Zeichnungen: Fig. 5 bis 15 geschahen an dem treffliehen Frannhofer^soben Femrohre 
der Prager Stornwarte von 07. (i Mill. Oetfnung bei KiO-fadier Vcrgrösserung. die weiteren: Fig. 16 
bis "iO an dem Steinheirschen i{efr;ictor von lt»"J.() Mill. Oeffuung bei 14(t-facher Vergrossenine. 
da es misslicb erscbieueu war, mit ei-sterem auf der schmalen Galerie des Thurmes dem ^Viüde und 
allen ünbiMen des Wetters ansgesetst zu sein, da andererseits eine Steigerung der Helh'gkeit des 
Bildes für die Walmiehmung TOD Details nur vortheilhaft sein konnte. Da aber in Folge der 
ungünstigen Atil.i;-' - iler Prager Sternwarte das ? 1 1 i n !i r- i Tsolie, fest .lüfs^pslolltp Ttivirumeut nur im 
Meridiane zu verwenden ist, su weit es Hübe und Kreite der Südtbüre des Thurmes gestatten, 
war icb nnnmebr an bestimmte Zeiten der Kacbt gebunden, welche selten den gewünschten Grad 
f on lUaitieit» Durcbsichiagkdt und Rohe dar Laft darboten. Wie oft erldetterte ich in der «weiten 
Ilälfle iler Nacht zur Zeichnung von Mondlandschaften in dor Nähe des letzten Viertels die 
Tili btufon des Tbunnes, stellte den Stein he irselien Hefiactor auf diu .Mond ein und erkannte 
erst dann, doss wegen Unruhe der Luft, wegcu du» Dunstes und Kaudies"; der Stadt oder wegen 



*) Kt Bt'i bcratTkt, dsu« iiaoh SAiIfii hiu drei h<)lio uud stark t|ualDiciulo Sch«rDstcine mit lU u Azimiitlica: 
—i*, +dO*, +6&* liefen« welclw dar Ileiha nach su «iner Brauerei, Dniekerei nad einem Bede febdren, and too 
«elcb«! aencBtlidk der Ent« Bberawi lütig cnelieiot. 



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— 63 — • 



des Windes, der zur Südthüre des Thurm>'s lu rc instfini!, eiu Zctchnen nicht rationdi encbiODt um 
schliesslich unverrichtetcr Sacbe dicsdlH' üi ise wieiiif zurückzumaclic-n. Darrpp^n nm5«ten diese 
Beobachtungen im Meridiane bei klai"em Welter wegen der Maxiuial-Hübe des Mondes das relativ 
b«ste Bild gefahren, wenn «.ueh bei jenem Theile der Lanfttion, weldier poeithe DeeUnttioiieB 
AvMea, die SteUnnf d«a Zeiehmn eine imbeqnene Tud «mfidende vorde. 

Besonders ertelnrert wurde das Zeichnen durch den TnutMid, daw das Feznrobr kein 
L'brwerk besitat, um von si Ibst dem Monde in «soijtfm Laufe zu foliri'r;. Es liegt natürlich die 
Absicht Tor, ein solches bald zu beschaäen. ätets musste das Fernrohr dem Moude nachbewegt 
verdoDf webei auch xeitweiM der Sits des Beobachten und die BdeuditungslAmpe hinter demtelbeD 
ibren Ort zu Tearindem batteu. Ktmmt man hienn noch die Calandtäten einer uebt coottant oder 
nicht hell genug brennenden Lampe, des biiufigen Bleistiftspitzens, um die feinsten Details ver^ 
zeichnen zu können, untl einer stundenlang währenden, unbequemen gekrümmten Lage des Zeielmers. 
zu dcaen sich im Winter das Steifwerden der Finger gesellt, so gehören diese licobachtungen in 
der Tbftt zu den mShevoUatini der Astroaoinie. 

Das Zeichnen am Femrohie dauerte gewöhnUoh 1 bis lingitens 2 Stundm ununterbrochen 

fiirt. Ks erforderte für die ganze Zeit rollkonunen klaren Himmel ohne Wolkeuziehen, damit 
keinerlei Störurif: il irch I'niispri. ■w-üirpnd welcher der Schattenwurf am Monde ein anderer würde, 
einträte, wodurcji ireilicb die Zaltl der brauchbtueu ^iächte eine be<>chränkte wuide. Zuerst wurden 
die Contouren des Objectes festgelegt, dann die Unrisw des Sebattcnwurfes fixirt und weiter das 
Detail mit minud i > i i h tiauixkeit eingetragen. Derart gilt der .Schüttenwurf fllr die Mitte der 
notirteii Zeit. D:i^ IM'l wurde schon rtm Fcmidliro nirt lUcist'ft vuü'r^rmimen fertig gf<?t -llt und 
unmittelbar darauf in der Stube durch zwei bis drei Stunden mit Tusche und Pinsel schrittweise 
ubeiaxbutet Eine Prikicaipalion dos Beobachten durtA etwaige, vorangegangene ßnsKht der 
Karten von Lohrmann, Hädler, Neison oder Schmidt fand princlpiell nicht alatt« so dass 
die Zeichnungen zugleich eine treue Darsfelliing de*!>eu gelien. wie viel mein Auge mit dem betr. 
Instnunente bei der angewandten VergTri-sriiuiir urirl in Anbetracht des jeweiligen Luftzustandes 
wahrnimmt. Wenn ich auch die Uebcrzeugung hege, dass die hier gegcbcucu Mondzcichnungeu, 
entsprechend der auf sie verwendetea Sorgfidt, die Probe der Kritik bestehen werden, so habe idt 
doch das tiefühl, dass dieselben, um sie vollkommen zu gestalten, erst die Grundlage einer zweiten 
Aut'nalirnp in I'.'-iiüt/ira? p'.nr< criHeu l'hrwerl«^ bül- ii sollten, damit der Zeitverbrauch tur die 
Feststellung der t'onlouren ilcs tibjectes durch vorgängigo Pauairuug der Hauptsache nach wegfiele 
und der Zeiduier alle AnfmeriEsamkeit den {Seineren Schattinngsabstufongen der Landschaft 
nnranden konnte. Natüriieh eiliardert eine sohsh« Wiederhobnig gleiche yerhSItalBS« der Ubration. 

DieAnweadungTODelectrischer Beleuchtung des Papieres. welche zur ungestört« )! T'k ti ,u liiung 
des Objrcfes im Femmhre nach Belieben leifbt verln<;elit wenlon k.'iijiiti?. nach Art d< r i Iri tiHi hon 
Busennadeln bezw. Olühlämpcheu, wird sich ebenfalls als zweckmässig erweisen. Meine beziiglicbeu 
Versuche mit den im Handel Torfcommenden GlfihlSmpdien nod Accumulatoten xeigten wohl, dass 
jene in Intae Zeit und m ineoastaat lenehten, um für ein stnndedanges Zeidinen terwendbar so 
aein; doch ist keto Zweifel, dass sich Besseres finden lassen werde. 

Was die Keproduction meiner Zeichnungen durch den Druck anbelangt, so Jidtc ich 
hierbei nicht die geringsten Schwierigkeiten zu bekämpfen, da es mir daran lag, die Feinheit und 
l'lasük der Ongiualc getreu wiedergegeben zu sehen. — Zunächst misslang der Versuch der 
Photoheliograpbie. Obwohl die betreffenden DarsteUnngen bereits die Mehrzahl der bekannten 
Mondreproductiooen ttbertmfeD, so befriedigten sie mich doch nicht wegen des Fehlen-; fi inpi er Töne 
and Uebeigänge. — Die Uee der Verwertbung directer photograpbischer Aufnahmen 




— 64 



fir die PaUkation, «eldie bei richtiger Expositioii bis auf die HeUii^it der Lichter io den OrigiueleD 
die frönte T^ue Terbügt Iwiteii, mnate wegen dee Ifengda an ErfahmiighiinicbtUcb der Hilt» 

barkeit solcher Copieeu auf Albiimirip;ip:i>i' !tir fiiip larifTf IJeilir von .Takren fallen gelassen werden. — 
Ich wandte mich hierauf zur Lithographie auf dem Steine, erkannte aber bald, daas, um dae 
Korn der Kreide, benr. des Steines zu überwiuden, aar der sorgfältigste und geübteste Zeichner 
Branehberee su liefen in Stande irKre, was midi eodlidi daxu Abrte, adbat die Lithegraphie ni 
eslernru. Nach melirfachen Versuchen fand ich jedoch, dass wcfjen der Nothwendigiceit der 
Aiiweiidnr!!:; vom l;f!ii ;.'i a]i1iisrli(n' Tusche anstatt der lithographi^rltrn Kt r M<\ wo es «ich um irit<>nsir 
dunkle Pailiecn handelt, und wegen der L'muüglicbkeit, mit dieser vollkommene L ebergange des 1 ones 
za erreichen, die lithographische Reprodvction doch mangelhaft bleiben mfisste — nnd wandte 
nicb edilieeelich. aufmerksam gemacht durch die Hof buchdruckerei un<l Iloflithogntphic A. Haaee 
in Prag, zur Metbode der Ileliogra vu r**, für wclclir riii;' in i't-ici- T.iiiir die ln Ji'uNnJi« T'!?r:<«r 
Firma Goupil & Co. empfohlen wurde. Diese jÜothode wird an massgebender Stelle (Mittheilungeu 
dei kaieeri. kSnigL militSr-gcographiiduin Institntee in Wien, V. Bd., 1885, p. 37) folgend diar- 
acterisirt: „In Folge der grossen Fortediritte, welche die Pfaotograplne im Allgemeinen, insbe- 
soiiderc aber die photomechanischeii lleproductionsmetlioden in den letzten .luhren gemacht haben, 
findet die hHli(ii;ra)>liisclie Verviclfaltijjntig eine immer weitere Verbreitung und AiniTirdtnif'. iniil 
sio beginnt auch bei'eits dem photogi'aphischen Silberdrucke mit Erfolg Coucurrenz zn niadien. 
Die HeliogrftTnre arbeitet billiger nnd dauerhafter; während der photographische Silberdrudt aetne 
efTect'ioüf I) Töne und Tinton mit der Zeit einbüsst. bleibt der Kupferdruck stets unverändert und 
w idi i steht den Angriften der Zeit, ohne von seiiif i. invärzen und Licliteni etw;is zu verlieren. 
Der wesentlichste Vorlheil der heliographischen I(epro<luctiuu jedoch ist die treue Wiedergabe ilva 
Originales, deaaen eharactertstiscbe Eigeoscliaften in der Copie wieder erscheiDen.** 

Durch YermittlttDg der genannten Prager Firma sandle ich die Kfoudieiebnimgen um die 
Hitte April 1885 anGonpil£Co.in Paris und eihielt die fertigen Tafeln: I bis lH Ende Februar 1880. 

Leider hat sich die Verstiin»lrgung über nothweiidige Conecturen an den /,uge*chickt> ii Pi olit ii .mf 
bricJlichctn Wege als boHomlers schwierig erwiesen, und die Fertigstellung der Tiepridnclion mehr 
als Johl- beansprucht, ohne mich schliesslich ti'ot/. des uiisschulicheu Kostenpunkte» und der 
angewandten Mühe*} gans zu beiriedigeo. — Bei der Durehreice des Herrn k. k. Mqor Robert 
von Sterneck. Leiters der Stenkwarte und der astronomiaehen Cäradmessungi^arheiten des k. k. 
militiir-geograpliischeii Instit it' - in "Wii n. durch Prag um r>. DeCemlifi I '^-■> nahm ieli (.clLL'enheit, 
ilie Paiiser Heliogravüren vorzuweisen und wurde hierbei auf die bezüglichen Leistungen des k. k. 
militär-geographisdien Inatitutes in Wien nnd die Tontiasiehtlidie Geneigtheit desselben sur Ueber- 



*) leh maw hier tat Chsraeterwtik meiner tbettveise arfolgrlown Benfihmigen in £ewr Siiclie, nachdMn 

ich «'in xweitcn Mal die Orignnulc eiiigesaudt uud auf tn-soiidoreii l'nu!<iruiigeu jnicr Zcirhnuiig mit Itui-'bstubcn allo 
jene Stellen der HeprtMliictifiu hervormdinlifn uud erlmilerl liulte, welche mil tlfii Oriuiualcn uiebt übcreinstimmteD, 
l<e2W. Uurirhliijes gitbeii, dn» belr. Sc-lireilx-u der r;iri»i.'r I'irinii an die hif»ipc I' r: i i v m l'i. Octoher ISSj in 
deutfchor l'cberlmjfnng anführen. Ee laud-t in den Iliiuptpanktcn: „Wir hüben die Khre, Sie zu beunehriclitigwi, 
dasB wir Ihuou henic mit den Üri^nnlen die l'robeu Ihrer ilrei Tafelu ülierse'uleu. — Wir lu>Heti, dun» Ihr Asf* 
tra^rgeber mit dievea zufrieden »oiii wird; ilciiii wir tiiii»*eu lhu«a «rkl«r«o, d««s t* amnöglicb itt, Benere* in 
maehen. Seil<iein Si« uns die ersten Ahtugv !:tiriu'l(;;c«cliielct hsbeii« itt oaMT GnnrMir mit dem Be(onelnT«B der 
Tafein mit ptinlieiiar Sor^alt iMMchäfligt .... Wenn, «ntgcgm imierar AmialiiDe, Dur AnftmggelMr nodt Aus- 
■tdlmigw mncben lollte, w bitten wir, ilini bemerken ca woilea, dan er kein mcehmfieliei VerMiTea finden vird, 
welclien in teehniseher Beziehung ftaf eine vollkommenere Art die bsiben Tin"- ilie . r OriinnalzeiobDiinRen »Heder- 
geben kann, da die*elbeii mit der Bend und »i< einer »poci«n*n Tusche iiiig, l« ; usrt worden, deren itmu sich 
unmöglich xaxn r)nicke bedienen kann." Hierzu nei lictiierkt, d»«? die Üetoncheu die liihier eher vec'irhltchlert 
ida verbessert hatten und data icii nach der vtuAtchenduu J-lrklärung luieh Iceiner weiteren iloftauDf; auf V'er* 
imllhammnnBg der BffprodnctianeB Iringebea knonteu 




— 65 — 



nähme solcher Moudi-eproductiouen für die k. k. Sternwarte in Praj; zu bedeutend feriogeraft 
Kostcnsat:?^'*) mifmprksnm gemacht. Da die Parisrr Tuf-1 III am wcnip«;tfn ?plungen war, so 
schien es mir besonders interessant und lehrreich, dieselbe uochmal» von anderer Seite nach dem 
glckheo Vcvfidim nprodiidrt m tdrao, und Mb untdte die ihr m Groiide gelegten Originale, 
nadidflm Ben Majfix von Sterneak die Weg« geehiet, Emde Oeeember 18B5 an dn L k. aiOftir- 
progrnphisrlir Institut in Wif>r», Si-hou iü der orsten Hiilftr <]<' ■< Monates Miiiv. wnr ich. trotz 

Dienstesarbeiten im genannten Institute, Ungunst 4ler NVitternng und nothwendiger Vorrei-snche, im 
Besitite der definHiveD TsM IV, welche meinen Origiualcu getreuer als die Pariser Reproduction 
«nteprteht und «ioe trefliidie Leistung m nennen Ist. leb' fiible mich deshalb vennUsst, der 
Dii pction des k. k. militär-geograpliischrn Institutes in Wien, ebenso dem Leiter 
der KeliograTure-Äbtheilung. Horm Offiiial Uudolf Maschek und Merm M^or liobert van 
äterneck den verbindlichsten Dank aus/uspredien. 

Es tolge nun das Ycrzeicluiiss der im Jahre 1884 von mir gowonucnen Mondzeichnungen 
mit konem Bemerkungen Aber Dauer der Aufnahme nnd Zintend der Lnft, ferner die AafsXUimg 

der Fehler der Reproduction (F. d. II.), wobei zur ürientirung im Hilde, ebenso wie im umkcli- 
renden renirohrf. oiieii Siiil rvthh Ost. unf-ii Xoid niu] lints West /n (Imken ist. Die Bezeich- 
nungen der Moudkrater unii Mondlandscliatten sind nacii Madler angeführt. 



Dor»ellie itellt »ich vr.u Sojtfn ile« k. k. miliiilr-^ographiiiehen In«tittttM in 'Wieii ffir eine Antlnpo 
von SB;'» Kxemjilarcn boi UeUerlaasung <ler KupfcrUfi-l bii die k. k. Sternwarte in Pratt ■ « i'iroml <iio 

Piu'iisr lieproductiou eiuirr Tafel bei Vtinuittiuug durch lU« i'ragnr Firma A. llaoM unter gk-ii-lirn Mwlalitälen 
•vf den doppalten Betrsf a. sw. 180 fl. ISO kr. m «tchen fammK 



9 




— fiC — 



Vei-zeichiiiss der Moud-Zeicliuiuigen und bez. liemurkuugen« 



Fig. Mare Crlsium. '^rniiienuutergaiig. ISSl Miirz 14. lö^'— Kl^'. Luft zimiliLh j^ut. Gc- 
wicliuct uu tiauiilutfer. Die Färbung d&% Mure Crt»iutu ersibt-iut grauliraiiii Die Uerg- 
«eluttm nnd entscbieden dunkler dt die unliekaditete Seite des Mondes; entere beben 
einen Stich in» Uläuliche, während die letztere einen briltinlicbea Ton nulwoist. F. d. R.: 
lülil zu liart. l>;ts ivoni dessclbcu ist nnV'i'i.ilp nirht rorhamlen uti I ilr-,|i iiüriclitig. 
Die ädiattvus|)it;svu, ebeu>»o der Hübcnzug von SW nach ]S'0 xu grell. Der üruud de» 
Marc, auf welcliem sieb die Schatten abzeichnen, ist im Originale dnnkler. 

Fig. ü. Uercuies. äuuncnuntt'rguug. läS4 Marx 15, lü'' — IT**. Luft IddlicU. Gez. au Fruim> 
bofer. F. d. R: Viele Balbtöne id der Untgebong Ton Hercules sind verloren gegangen. 
Die duiiklun l'artieu SW utid NO Tom Krater sbd outrirt. Das Original neigt eine riel 
grössere Weichheit nnd Plastik. 

Rg. 7. Theopbilus, Cyrillus. SinnirMni'f-rgang. 1SS4 Marz 10, UJ"" — 143*. Luft etwas unruhig. 

Gi'z. nn Frauiiliiil' 1 . Uio Scbaittd ih r 1^«rp «itnl iiitrusivor als die unMeuohtctc Seite 
des Mondes. F. d. IL,: Der Höhenzug von ^U nach NO zu grell hcrvurgtibubeu, die 
Partie um ihn herum ni hell und tu wenig weich. SW und N von Tlteophitais sind Halb- 
töne verloren gegangen, besw. stark übwtrieben. Das Origmal zeigt mehr Weichheit 

Fig. & Hannlreiu. Sonnenuatieiiaiig: 1884 USn 17, läj^— 16J^ Luft etwas unruhig. Gez. 

nii Frauidiofer. F. d. 15.: Das Bild ist wieder zu lisrt. Fcinerp Uiillitoue sind ganz vor- 
loiTH gegangen. Die Ttii-tic iiüidlich Tou Maurolj'cus ist im Lichte zu heil, im äcbatten 
zu dunkel und im Touc zu küruig. 



Fig. i). Zagut, Rabbi Levi, Liiideuuu. äomieuaul'gaug. 1^.'?4 .\]>nl I, Tj" — 8J''. Luft ziemlicli 
ruhif. Ges. an Franohofer. F. d. R.: Der Druck au licht gehalten, weshalb aablniich« 
Halbtöne fehlen. 



Tafel L 



Tafel IL 




— 67 — 



Fig. 10. Archimeil«N. SuuneDauigaug. 1884 April 3,6]'' — Luft unrubig. Schvicriges Zeichnen 
Oez. 4B Frutnlioif^. Ardumdm erscheint iia InaoraB gimscbirarz, im Crttiiliche. 
F. d. R.: Am Walle des Aicliiniedes fehlen mdirere }Ialbtüii(> di-s Originales. Das Korn 
im Inri'Teii des Knvters und ><> (V.ntm ist ganz «uricliti-' uhI .mf m Originale nicht 
Torhaiuiin. Das Bild ist wieder outrirt, Mattes zu hell und ünllKlunkloR zu int^nsir. Die 
-bogeufdraiig ziehenilBii Hoheo XO Ton ArchioMdes sitid am Originak &iclit «o bell be* 
leuditet, aondern im Tone nm um weaige« lieller, als des Innere dee Kraten. 

Fig. 11. TjclMk. Sonnenattfigang. 1884 April 4, Tj'' — 9|\ Luft xiendichgut. Setnrier^M Zeiebnen 

wegen zahlreichem Detail. Gez. an Fraunhofer. F. d. R. : Diese mühsame Zeichnung ist 
wohl in den Contouren. !il>er tuMit im Tone ri< htifr wicfi- r gegeben Viele Halbtöne, die 
das Original zu einem lieKouders plastischen machen. Ii iilen ganz. Auch in diesem Jiitde 
finden Uebertreibungea ctatt, die demselben den Charakter dee Herten «ufdrUdten. 

Fig. 12. GmmmiIL Sonnenaufgang. April G, S"" — 10j\ Luft etiras unruhig, Gei. an Fraun- 
ho^H'. F. d. fi.: Das ganie Bild M im Tone au hell. SW von Gaesendi befindet »ch im 

Hilde etwas über den beiden kleinen Knitern i südlicb) eine geschwungene Ader, die febler- 
lialt und gar nicht auf dem Ohginule Torhuüden ist. Die Partie }iO Ton Gassendi ent. 
behrt vieler Ilalbtotie und ist zu grell, liezw. /u hart. 

Fig. 13. Walter, Aliacenaia, Werner. Sonneuaui'gang. 18ä4 Juni u' — 10^'*. Zuerst pracht- 
volle Luft, später Unruhe wegen tiefem Stande des Mondes. Etwas Wind. Gez. an Fnmn- 
hofer. F. d. R.: Das Bild ist wieder «utrirt und gibt den weiebeii Charakter des Ortgi- 
oales kaum nieder. Die nSrdliebe Partie xeigt sieh am nnvollkommensten. 

F^. 14. Copernicns. Nach Sonnenaufgang. 18R4 .luli 2, »J' — 1 ; J !t hn Aidange gut, später 
zum Theile ltöch?t iinndiig. Gez. an Fraunhofer. 1', il. Ii Am K liir r ci si ln iüf N'ifdes 
zu hart Jeder etwas verschiedenartige Druck hebt die Haiiitiine entweder zu sehr heinror 
oder laast ne ganz T«tadhwinden. Der Unterschied zwischen dem Halbdnnkd einzelner 
Kraterhohlen gegen tief beschattete ist nidit mit Trane wiedergegeben. 



Tafel in. 

Fig. 15. Sinus Iriduui. Sounenuufgaug. 1684 Juli 3, DJ'" — 11 4''. Luit ruhig, später weniger gut. 
Gez. an Fraunhofer. F. d. R.: Der Grund des Sinas Iridum hat auf dem Bilde ein 

tieckiges Aussehen, das auf dem Originale nicht vorhanden ist. Letzteres zeigt vielmehr 
glatten, verlaufenden Ton und ist gegen den lliibf nwnll hin vnn nicht so dunkler Scliat- 
tiiunu. fii <!' II li'^lli-n Fartieea fehlen die feineren ILdbtone, weshalb jeiie hart erscheinen. 

Fig. II). KiphaouK, Kuclidcs. .Nach ."^onneimufgung. 1HS4 August 1, ä** — ■Jj'^. Lutl ziemlich 
gut. ab und zu Wolkenzieben. Gez. an Steinbeil. F. d, B.; Diese KeproducUon gehört 
zu den am wenigsten Gelungenen. Alles erscheint übertrieben, ohne die Feinheit des 

Originales wiederzugeben. Die Partie NW ist zu dunkfl, der geschwungene H<>!ienzug NO 
zu grell gehalten. Die kleine liclif«' *^*4'l!e über dem nach uben concaven HähenkranzO 
der Südseite des Hildes ist falscii iiiid .nii' dem Originale nicht vorhiuiden. 

Fig. 17. Kepler, Elicke- Nach äounenaulgang. I^i<l August 2, H^" — Luft ziemlich gut. 

Gez. an Steinbeil. F. d. R.: Auch diese Reproduetien ist, verglidieu mit dem Originale, 
wenig befriedigend. Die Abtönung des östlichen Mondrnnd«» ist zu rapid und zu grell, 



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— CS — 



das Veil.'iiifLTi flt's llimnn<lsgruiides unexact. Das Kuin der TI;iiyjföne ist unrii Ltig uii:! auf 
dem Originale durchaus uicbt Toriuuid«ik Im SW des Bildes ist MeLreres zu scharf 
hcnorgclii)l>en. 



Fig. 18. Colombo, Mugt'lhaeos. boimeuuutei^guug. 1884 August 9, 14^ — 15|'. Luft allgemein 
imrahig, dadnlb mfibMiDca ZMcbnoa. C«x. an StmilieiL P. d. K: W«iio «idi hier 
feineir« UalhtÖDe fflUen, so siUi doeh di«sea Büd ta. dea b«ct«iL 

Vig. 19. Wnuatm. SoDDennoteifMig, 1884 August 10, U^— I5f\ Latt siemlidi gut Ges. 

an Stfiuhcil. F. d. Die Partie NW zu hart. Eine schwach nuancirte Stelle zwischen 
der ^^cstl^chctl Wand von FracRstor und der do|t)i(>ltcn. hellen It<<rgkuppe auf dunUem 
(Jninde ist verloren ^epangen. Feinere 'l'iine des Oripiiiales fehlen. 

Flg. 20. Flato. :5oiuiuiiuutergaug. 1884 Nuveiuber 10, 18^'' — lä^''. Luü ziemlich gut. Gez. an 
Steinheil. Das Bild ist iravoUatandigi da Wolken de» Zm^Ren itöTt« and aach die 
liorgendiininerung achuell anbrach; dagegeu ist richtig, was daigeatdit irorden. F. d. K.: 

Ist bis auf die Harte im Allgemeinen richtig. Das Verlaufen des Himmelsgnindee cncbeint 
dagegeu mangelhaft und Terräth wie bei Fig. 17 uuexacte Itetouche. 




- 69 — 



T a f e L 

für Azimuth, Höhe und parallactischen Winkel ans Stnndenwinkel und 
DeclinatioiL des OestinieB, bezw. für StnndenwinkAl, DeeUiifttioi imd 
paraUaetiseheii Winkel aiu Azimufh und Hohe des Gestunes, bereduiet 
(fir die geogiaphisehe Breite von Prag. 

Die Tafel wnide in der von Gauss gegebeneu l-'orm dcu Scbuhmacher^BcheD HiUfetafeln 
nachgebildet imd auf Onind der hier folgendea und dnrch die F^r TeranadualiditeD Fcunneln 
beredmet £• lieitte: 

a = Azimuth des Gestirnes, gezählt TOS Süd Uber Wert. 

h = Höhe, z — y.cnUMhtm:'.. 

q r= Parallactiseher Winkel, d. i. Winkel zwischen Vertical- und Deeliuatiouskreiä am Gestirne 
(sStdndemriiilcel, gezäUt yoxt Süd Bber Waat 
d=I>eelinatiQiD, jfsPoldiataoz. 
^=Geogcaphi8che Breite. 




1) Dauu gelteo für <he I^suug der ersteu Aufgalw die Beziehungen: 
A PFH ^ St iF 

rHz=.\&0—ip W=ü + «l 

PF = i»0 + B SG=h 
FII=:A aF = » 

<i.PFff^ m - < sfü = r, 

■omit toDf? A = siti 7 (all!; { 

tiUlg Ji ~ coUutg <p CO» ( 
cotang y = sin B teng t 

^, J?, lug (', log /> uud log E werdm aiu Tftüal nit d«m Argomoits ( in Zeit direct 
«ntnommen, waA uagt hat alsdAon: 



I sin A = ZJ sin / ß + d) 
\ t:nis 7 = /•: soc ^i^ -I- (l; 



2) Fir die Umkehruiig der Aufgabe ist: 

= 90 — ji' 



Aziniuth 

]|..}|0 

Far. W'iukeL 



SL = h — Jf 



MUlit 



taug ^1' = sin tang a 

t;ii)g /<' rr: cofaiig if i'os »i 
v<i(;iiijr ;'' = sin taug « 
<?=(•<!*;'', y>'=sii»/, /v' = lotaiig / 



/f, log <", log />' uiiil lüfr K' werden aus (lersflhon Tafel mit dem Aigumoiite a in Zeit 
(statt (') als GiÜ!«>cij A, Ii, log^', log/> und log A' eiituoniiiu n. Es ergibt sieb duiiii; 

<=:-l'-n', t'iug «'=CMuug (A — ß'^ I Stund. Winkel 



\ Declination 
1 Par. Winkel. 



Eb seien hier noch die swwkmBsrigsten Formeln der tösnng beider Anfgsben ohne An- 
irendung der Tale) gegeben. 



sin sm — Bin-g- cos ^-j— 
- " + 7 ' - ^ 

SUI -g CO»— ^=flW— »II 

s a — q t (/> — i 
eos-^OM— . J=co»Y a ~ 

z . tt — '/ ' . // + d 

cos-jj-sin ;j-^=:siii -jj- sin 



.1» t — n a q>+h 
an -^cos '=co8 cos ^ .J — 

l> . t — '/ . rt . if—'h 

i> . . a <f—h 

/' ' -f- 7 " • 7 + 



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Beispiel tut T«feL 

1) QeMcht «,h, q fir a Aqvile» (Aluir) am 6. November 1884 um 6''35'*4l'7 ICttL 
fiMgfit Zeit 

Gegeben: 

«I = +8»34'll" 

wobei t—B — o ist, wenn © die der gegebenen mittlei-cii Zeit üutsiimh«>nde Steruzeit bezeichnet. 
Hau erbiat biermit ain der Tafid*) durch einfaiche &kteqMhiio&: 

ils915»ri}=23*16'8^ log C= 9,74057 kgD=9,93169 kig£=9316e9 

<=+8S4Il 

ferner : <=31*6o'44"logtaiig fj+4)= 9,79318 logrin CJg+dJs= 9.72238 log>ec(g+<j= 0,070B8 

logtaiig«r= 9,5:^375 logeinjl=9,«4402 logteiig3=9,88974 

«= 185-2 'lo" 

't = T(» 5 1 U" h= 2« 8 25" f =S7°18'l£ 

2) Gesuclit t, d, fj nikelining von I i. 

Gegeben: 

a s: 70 5 1' 11 '=4 48 24,7 

/* = 2ti'8 25" 

E» üiidi^<t sich mK Ji isilix n Tafel, wenn nun die mit dm Atgomente a in Zeilseciuidea 

ciiijioinmi'iU'u (iii.^siii tii;t ölritben Lifzeichnet werden: 

Ä=bbm''ifih'=lb2(iM logC=9,78255 1«^Z>'= 9,90057 log£:=9,85il9S 

A=26 8 25 

B==104754 logtang(/.-ij) = n,2SÜ4-2 log sin 9,272 66 logsec(7i-i/) = 0,00776 

log taug »'=9,06297 logain3= 9,17828 log tang^= 9,88974 
»= 63S39 
A=6BS846 

<=59* 3' 7" <:s+8'34Il'' f=37*48IS 

km« 

= 35(112,5. 

Die G-stellig geführte Rechnung ohne Anwendung der Tafel gibt für den 1. Fall mit 
nfinedenateUeiider Ueberein«timmaug a = Tuöl'lljl, &=26'8 23,)^, g = 37*40 12,1. 



•) bielie p. 79» 



— 72 — 







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ASTRONOMISCHL BEOBACHTUNGEN 

AN OER 

K. K. STERNWARTE Zü PRAG 
1885, 1886 uad 1887, 

KHTttALTBND 

ORIGINALZEICHNUNGEN DES MONDES. 



Auf öüidniliche Kosten herausgegeben 

«OB 

Professor Dr. L. WEINEK, 

Direktor der k. k. Sternwarte in Pra$. 



Appendix zum 46., 47. und 48. Jalirgang. 
(Mit 3 Tafein in Litbographi«, 4 Tafaln in Heliogravnr« nnd 9 HoUtcbnitt«».) 



X. tt. K. lloifett«]>«iuek«*«i A. Kaa«a. — »albstTtU»» 
MM. 



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Inhalts-Verzeichniss. 



Torwort . in 

Das B«M MeridiaDzimmer und dessen Kiarichtun^. 

a. Geachichte nnd Reachreibung de« Baue» 1 

h. Das Fraanhofer-Starke'scfae Pasattgeninstrument ( 

«I Pm Pistor * lI«rtiB«'ach« PMiAgenimtrarotat 9 

<L Dia Hobw«*M:bc Pandrialir IS 

«. Die elektri-rliL' Einrichtung K 

Beni«rkuiig«n zur Theurio de* Facaagea-InatromentaB SO 

Um mm Dfarwark An StalabciFteb«« AeqMtatMles ST 

BaoliMlitiiBffaii d«« Cometaa Fäbqr 1 29 

K I. - Btnurd (1886 II) 30 

Bcmerknngeo ictim Cometen Brook« i.l6b6 III) Sl 

Be«baAhUngen d«« CooMtea Brooks (IBSti V) Sl 

, , , BBrasrd-Hartwiv (1806 IX} 93 

, » B Barnard ,1887 IT) SS 

, , „ OllHsr» (1897 V) 88 

Beobwktaag von kleinen Plaii«i|0B B4 

„ , Nebelflecken B4 

ff „ JupiterstrabuntUl-TtriiiiiUiniiit^ «....,..■ 87 

g ^ SternbedeckaDgcn dareh dM Mond 41 

a , Stemtohnappea 4S 

Dar (rMM StanndnmppMdäll am 27. Noraniber 1885 M 

rii inr1i.-:ir Mr.r..l-r;n:=temia8 am '!. Ai;L'ii-t :^~^7 60 

Zeichnnngcu von MondkraUsm und Mondlaudachaften &2 



^ f. — ~- 



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VORWORT. 



Folgenden gebe ich die Fortsctiang meiDer Zeiobnongen von Hondkniteni und 

M©ndlar!(ls(]i;ifrt'u des Jahres 1H84 und die übrigen astronomischen Beobac-htuDgen, welche 
im Laut«' der Jahre ISS'i, IKS'i' und IssT ;m (l< r Prafrer Steniwsirte anfre^tellt worden sind. 
Die längere Verzögerung im Erscheinen die.ser Publicatiun erklärt sich daraus, das« die 
betreffenden Mittel erst im FrOlijelir 1886 bewilligt werden konnten und die hienuif in 
Arbeit gegebene Reproduction der Uondseicbnungea bis snm Jnni 1889 wibrte. Der Um- 
stand femer, dass die für den Druck angc-^iu htf Summf auf fa.<t ihri^n halben Bch-iisj 
reducirt wonlen, erklärt weiter, warum im Texte nicht überall auf die Origiualbeobachtungen 
zurückgegrüfeu wurde un<l dieser selbst eine gedrilugtere Form, als sonst beabsichtigt war, 
■.nmihm- 

Sdir erfreulieb ist es zu beietcbneD, dase die Pnger Sternwarte im Herbete dw 

Jahres 1886 einen Neubau fflr Beobachtungen im Meridiane und im ersten Vertic^ile erhielt, 
Wi'Iiliir, aufgeffihrt im 3. Stockwerke «le« Utuv('isitrit-;-f4ehrni(I('s, In-; ;iiif dir Stabilität der 
Iniftrument« allen Anl'orderuii(^D der exacteu Messung ent8i>richt. Zum Mindesten kann 
derselbe als wesentlicfaer Fortsobritl im Vengleidi za dem fjrflheren primitiTen Meridian- 
nnuner dieses Institotes betracbtet werden. 

Wenn in diese« VerOfliwtliebmig die Beobadttung einiger neu entdeckter Cometen 

und vieler kleiner Planeleu vermisst werden sollte, so hat dies .deinen Grund theils in der 
gerinfjen Kraft des PrauiM iirr'issten Instnuii«»tite<? — dasselbe besitzt nur eine Objcrtiv- 
öffuung von G Zoll — thi ik in der Beaclufmkuug aller Beobaclitungen rietssolbeu auf den 
Iferidian und im Fehlen eines an Offiienden, drehboren Daches. Audi bietet das aar Yer> 
fttgnng stehende Uingmikrometer nicht die Genauigkeit des zumeist ttblidien Fadenmikro* 
meter--. \vc«halb gleichzeitig die wi^ni;:: aufunuili'i-nd«' Pcispcctivc, dii' I'riifrer Hi'ohncbtiingen 
gegen diejenigen von besser ausgerüsteten Sternwarten j;urückgestellt zu sehen, rctardirend 
auf den Eifer iin Verfolg der ueuesteu Ei-scheinungeu wirken musste. 

Abermals irt den Beobacbtoogen der Jnpitenliabanten-Terflnsternngen, der ötern- 
bedeckongen durch den Mond und Sterasdumi^Min einige Aulinericsamkeit sugeweadet 
worden. Die NebelAeckbeobachtongon erscheinen wenig zahlreicli , weil der Standort der 
prager Stemwiirt*' inmitten einer nMichigen , latomen-fibi llteu Stadt für s<»Ich' subtile 
HetMiUDgen zu ungOnütig ist. Die Beobacbtuugeu des prachtvollen Steruäcluiuppenfalles vom 
27. November 1885 and der partiellen Hondfinstemiss vom 8. August 1887 gelangen voll- 



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stAiulig und sind im Texte tlmnlirhst ausffilirlirh lielianilelt. Die zur let/tgenauuteii Beob- 
aclituug augelQgte, vorzüglicUc litliographisvlu- Tafel ik-r Präger k. k. llofbuchdrackerei 
und IIoflUh<»grap1iie A. Haas« dttifl« da» P)iaenoin«n in tr«u«st»r Weise iUustriren. Auch 
die Tafeln zum neuen Meridianzinuner und rat Thüori« d»9 Fassageniitttratneiites von der- 
selbvn i-innu »lud als trefl'lii he Leistungen anzuerkennen. 

Zti crnssti-ni l>anke tölilt -irli die I'ragrr .Sternwarte dem k. k, ni i 1 i t:! r-geogra- 
phisehen Institut« iu Wien veqdliclitet. welchem die Äusserst inäh^auie l{e|>ruductiüu 
meiner MoodzeirlmuiigeD auf photo-belingraidiiitcbeiii Wege bereitwilligst flbeinioiiimeii 
and io auBg«zeic]meter Weis« durchgefBhrt bat. 

Schliesslicb sei noch bemerkt« dass einige Beobacbtongen zar Untereacbong des Ring- 

mikronieters und «ler tiei demselben auftretenden peix'inlichen Gleichung am 3., :>., i!. August 
und M'., 17. 8e|>trtiilii r T^sti in rllf-er Zusinninenstelhmg nicht mitiji'theilt sind, weil die 
hierzu au» der Hxnner iMnclinnisterung gewiihlien aclit Stunn»aare noch ihrer Beätimmiuig 
karten. Da nflnilich die Pniger Sternwarte selbst nicht in der Lage ist« Stempositionen 
mittelst eines Meridiankreises zu messen» musste sie sich diesbesfiglirh nach anderer Seite 
vsenden, von welcher jedoch dem gestellten Aittuelien bislang noch nicht entsprochen 
werden konnte. 

Diu i{eductiou der angcfühili'U Beohachtuii|$en ge.schab fast aust^chliesblich durch 
Herrn Adjunrten Dr. 0. Gtu^s. 

Prag, im Üctobcr IWS). 



L. Weinek. 




Das neue BCeridianzimmer und dessen Einrichtung. 



a) CtoMhioMs mi Batollrrilmiig 4«s Bmw. 



IHt Steniwiu-ti'ii-Thurin, i-rbaut im .Tiiliti- 1751 von fl''ni .lt «»iitf>!i .Tofopli StnplitiR, 
st«iht inmitten eines STOsson, von beidrn Fni^iT Univei"j<itilten und dem »'izld^chAflij-lu'n 
Seminar occupirtcn CJebäudcs, weiches als eines der grösstou J esuiten-Collegieu der Weil 
in der Zeit von 1578 bU 1T19 errichtet worden, den Kamen Cleuientinum fBliri:, drei Kircben, 
secliä Höfe und drei Eiugünge auFweigt, und uädist der Karl's- oder Jobiinn von NepomakV 
BrQcke am reoliton Aloldauut'er liest. Yen (litsi in Tlnirmf nn*; zit'lit fioli p**ii!Hi nat-li Ost*'n 
ein Querü'act, welcher die Uurbüle der deutscliea pliilosophischeu FacultiU von jenen der 
dechiecliea tronnt und dnrcli zwei Schwibbogen den Terkebr von dem einen Hofe nach dem 
anderen Teniritteli Ueber diesen Bögen befindet sieb im 1. Stocke die Univefsitat8>Bibliothek, 
im 2. Stoc ke da» a»trononns«'lie Muneum der Sternwarte. Der östliriie Thei) de.xselben diente 
vor dem Baue des neuen Meridiaiiziniiners als Wohniiiiir 'h^n Sternwart<'n-I)ionei-s. Veber 
letzterer eudlick lag iiu 3. Stockwerke das alt« Alei-idianzinuner, welclie:i beträeliUit-b voi> 
grössert und sweekniii»sig unigebaot werden sollte. 

In der Einleitung zu meiner ersten Präger PubUcationt dwen Titel lautete: .Astro' 
ttomiecbe, magnetische und meteorologiacbe Beobaohtongen an der k. k. Steinwarte an Prag 

im Julire 1S83'' habe icli ausfflbrlicb über die, an der Prager Sternwarte bei meinem Amts- 
antritte am 1. Oitober an^ref i nffcnen, L'el>el.«tfnu1* hcririitet und namentlich hirvor- 
gehubeu, Aass in erster JLiuie der alte Zeitbet»timmiujg>r.iuui eine grQudliche üuiänderuug 
erfilhren mösse. Derselbe war in dritter Stockhöhe bei knappster Bemessung des Raumes 
aas dem Gietj«! eines Bodend«4'!K>s herausgesohnitten, so daas der Beobac hter nur in nflchster 
\iiho des Fernrolirs aufrecht stehen oder sich frei bfVM'üO!! konnte. Die Spnlt..f)iuin:; im 
Dache hatte kaum die Breite von I.') Ccntimetern. I)er Doppelpfeilcr des geraden Schroeder'- 
schen Passageninstrumentes ruhte auf einem Gewölbe, worauf unmittelbar der Fuesboden 
lag» so dass jede Erscbatterung des Bodens durck die Bewegung des Beotwchters d«h auf 
das Instrument rd>ertrii^. Wie der Kaum d.ntKds bestand, musi^te or, eingesebloaseo iwischen 
dumpfen, mit Dacliziegeln gederktt ii. !;<■(!, n. im Sommer eine hcdeiitende Hitze ansammeln, 
welche, da sie zui' engen DacL^palte nur langsam eutweiclien konnte, die Bilder der Gestirne 
SnsBerat nnmhig gestaltete. Er glich mit seiner armlieheui rohen Holxrerkleidung weit eher 
einem SeknnNm, in welchem unpassandeir Weise Uhr und Femrohr an^eateUt wordan, als 
einem Beobaehtnngsraume fhr eocaote und auveriilssige Zeitmessung.- 



1 




- 2 - 



liit»*i- diesen l iiifitrimli'n l»ftiii< ht('t(' i. Ii < - als iiu iiH- ^-r^t-' l'Mulit, den rinliaii und 
ilii- \ er;rr<"issonintr des alten Zi'ithestiiiiiiiiingHraunies zn bcautrageii uud loachte die be- 
zOjjfliche l'äiigabc um 4. April an die Je. k. Statthaltern. Da neben dem alten Meridian- 
Zimmer, unter weloliem, wie bemerkt, die AVohnmig des Stemwarten-Dieoere lag, ein 
SelioniHteiii «ich erhob, verlangt« ich gleiebzeitig die Beseitipuiif; dieses nalien KanchHiienders 
unr! diiniir die Atiflassiiiip der f;eiumnt4'n WuhiiuiiK n<M-!idp diese letztere Xotliwendiglceit 
liereitetp der günstigen Krludigung j»ues Oesucbe.s grosse Scbwierigkeiteu, da iu Kiaeui die 
iiihere Unterbriugung des Dienere zn meiner Nataralwohnung im Clementiniuu, in Folge 
deeaen die Dislocirung eine» Bibliothelts-Dieoe» erstrebt worden imd hierbei wegen de« 
iitraijiiistisi-lien Charakters dieses riiiveraitats-(;el>ihides einer Eiiispradie der ('ecliischen 
philosophischen Facultiii , welclie sieli aiil das (lesetz der \ollstfiiidigen räitndirhen 
Trennung beider L iii\ crsiUitea ^tatzte. , zu bugeguen wai-. Xiu;hden> dieseä Iliudemis 
endlich durch die Entecheidnng des k. k. Hinisterinms fQr Cnltne und Vnterrieht vom 
IL Mint 1886 behoben worden, stand dem mhon am 30. April, bezw. 21. Juli 1885 be- 
willigten l'iiibaii weit.-r nichts Im Wege, und derselbe konnte in den Sommerferien des 

Jahres l!*W5 in AnunM ir-iif>nmit-n werden. 

Im neuen ileridianziiiiiuer sollten zwei I'assiigeninstriinicntii aufgestellt werden, ein 
gerades von Chr. Starke in \\ ieu mit Fraunbofer'schem Übjectiv von 117,5 Millimeter 
Oeflbung, das die Stemwaute seit 1828 besitzt, welches aber in Ermanglung eines geeigneten 
Beobaclitungsraunies durch nahe W .lahre vCdlig anbenfitst gt'1<Ii' Im n, und ein gebrochenes 
von T'i.'^tdr ä Martins mit tiS ^lillinieter Oe Innung, welches der l'rairer Stemwartr im 
Jalire 18H.i von Seiten des k. k. (jrailnie^tjuug.H - Bureau in Wien duueiiid Qburlas^en 
worden. Das Erster« möge im Folgenden kurz mit FS^ das Zweite mit PM bezeichnet 
werden. Dieses Lelstere sollte an seniem Anfstellnngsorte ausser einem lleiidianspalt 
noch einen Ost-West-Spalt erhalten, ntn mit ihm auch Breiten- und Declinations-Bestim- 
mungen im ersten Vertier I ausfahren zu können. 

Der !?.<ii lUH'h innerem Ausma.-^se 9,.") OM'} M' ter langen und ^».(1 (S.hl) Meter 
breiten MeritÜanziniinerä ei*fulgte auf Grund eiue» \on mir im iiruud- uud Aufriss ent- 
worfenen Planes, dessen DetailansfOhrungen natuigemSss dem technischen haiar ftberiisaen 
blieben. Als solcher wurde von Seiten der k. k. StatÜialterei Herr Ingeniear iUiton 

Studniczka bestimmt, welcher sich der gestellten Autgabe mit gnVstem Eifer, fach- 
männischer f^nisrrht und stetisrer Bereitwilligkeit, meinen Intentionen nach jeder Richtung 
bin zu entsprechen, unterzog, wotflr demselben hieniiit der gebührende Dank der Präger 
Stemwirte gesollt werde. 

Der Bau begann am 26. Juli 1886 und war in drei Monaten vollendet Zur Illustra- 
tion desselben diene die dieser Publication beigegebene Tafel mit Grandrias und Aufiisa 

des neuen MeridianziTiiiiicTs im Mass.'itabe 1 : 10(>, welche sich auf meine und des geuuriTiti n 
Ingenieurs Pläne statzt. Sie dürfte die nat^bstehend« Beschreibung in anschaulichster Form 
erläutern. 

ÜüA gerade Pastjageuinj^ü-unieut fä beautiprucht« einen I>oppelpfeiler, welcher vom 
alten Meiidianzimmer her bereits vorhandM war. Derseibo bestand aus swn aohwereD 
Sandsteinpfeilem mit einer Vnterlagaplatte von gleichem Material und brauchte nnr nm 

Einiges erhöht zu wcnieri. ilaniit auch Beobachtungen in» Zenitb ohne Mühe zu bewerk- 
stelligen seien (Ii im Grundriß}. Das gebrochen« Passageninstnuueut FM hingegen be- 




- 8 



iiöthigte eiiifii neuen I'IVütr. M(i( lu'i iincli Art i'int-.s Srhornsteiiis, also iuijtii hohl, ann 
Ziegeläteiueu aufgelulin imti uiit oinor Marmurplatte gedockt wui'du (1 im Grundr u^s llitn ij 
fthnlichcD Pfeiler verlaugte dt« P«nd«luhr (U)t wfthrend zwei weitero Pfeiler (C^ umi c,; 
die Collimiitor-Feiiiraiire anfbehmeo «oUtan. Im Ganieo handelte es eich also um die Er* 
liebtung von aechfl Pfeilern. 

Die erste Sorge inuiu<t«' die exacte 1 umiit unp ilioxer Pfeih-r sein. Dass dieselbe vom 
3. StiK'kwerke aus nirlit («■^ zum I*nlli<.<Ii'ii dun hm frifift Mff(1<»Ti konnte, ist solbstverstiindlioli. 
Es wurden dettliaib starke Uewöibe unter dem Meridiunzinnner errichtet und die^^e als 
nafimd dea darmiter beifindliciien aatnwomiaeluiit Mtiaeuniä AutVisä) m Trägern der 
Pfefler gemacht Eine etwaige VerBtftilcQng oder Steifoog der Manergnrten dmxib ei««m« 
Traversen wurde ubsichtlicli vermieden, um keinen Coaüict zwischen H^nll and ilauerwerk 
bei 'wechselnder Temperatur lierhei/ufflliren. 

Hesoiidere Sciiufilt ist der CüUstnK'tron der Ducliklappen zn<re\vi>nd('t wcrdi-n. l i-tHT 
dem geraden lustrumente /•>' wurde ein Meridianspalt von 00 Zentimeter Jireite. ilber dem 
gebrocheiieu PM aber eiu Kreiusspalt d. L ein i^pult vuii Nord uucli .Siid und von Ost nadi 
West in gleicher Breite angebracht Der erster« Spalt wurde mit zwei Fallttiflren, ein«>r 
D^^rdlichen und sQdliclieu, der Kreuzspalt jedoeli mit fünf PallthOrein gedeckt. Da Wir letzteren 
ein VitTbiM tiii l)t < \i--Hi'tiv •«> niu.^ste iVw ( ■(/n<fi ii« tioii neu loisjfeda^'lit und dabei manebe 
.Schwiej-igkeit überw unden werden. Zunäc-list lri.«st der Kreuzspult in der Mitte eine vier- 
eckige fi«ie Oelfiiang flbrig, in welcher die vier Klappen nicht ziisammenstossen dOrfen, 
ohne «ich gegenseitig heim Oeflhen oder Schlieasen im Wege zu sein. Jene mnsst« vielmehr 
dnrch eine fßnfte Klappe gedeckt werden, webbe aber ibr Chamier nur in der einen l-'.< ki> 
des mittleren Vier. rki - liMbcti iliirftt'. um nicbt durch Anbringung in einer der vier Haupt- 
richtungen dn' treie Aussiebt zu stnreii. Derart öfluet sich dieselbe diagonal und zwar 
nach Sfld-West; sie greift wie ein Hut Ober die daa Viereck hildenden, nach aufwarte ge- 
bogenen, Bleehkanten der Nord-, Sfld-, Ost- und West-Klappe, auf dass weder Regen nwh 
feiner Schnee in den Ituu>nranm Eingang finde, inid muss insofenu' stets znei"st geöffiiet 
werden, was niittelsl einer eiufaclien Zugkett«* m s. biplit MIe nnderen Klappen werden 
durch Uebel, an welchen duppelte Kniegelenke angebracht sind und die bei geöfi'oeter 
Klappe steife Stangen bilden, gehoben, wobei schwöre Gegengewichte dae Heben erleichtern, 
wilhrend nn«lererseits das Kinliüngen der Hebelstangen in starke W'andstifte gegen das 
Zuschlagen der oflVueu Klappen i>ei strirmiscbem Wetter scbfitzt T in iu der Meridian- 
richtuug auch in der Nähe des Horizontes beobachten zu können, w urden die Süitenmaueru 
des Zimmers entsprechend dui-cbbrochen fA', Ä', A', A'^ mid mit hölzernen Schiebelftdeu 
nach Art der Fenstereiniichtnng bei Eieenhahnwaggons versehen. Ausserdem geben sechs 
Idcine Fenster (h\ J<\ F,F^F^. die durch llolzlüden vei-s« bliessbiir sind, ausreichende.« Licht, 
mn tagsüber, auch Iiri -i-rfili.--i'iir)t l).i.likl;ip].eii und (dnie Tinifitziing kflnstlicher Be- 
leuchtung, Untei^ui iiunueii an ih ii Instninieiiten vornebnien zu können. 

Der Fu>^!ii.vli n i-t von den Pfeilern auf zwei C'entinieter i.solirt und ruht auf Dalken. 
die ilire Stützpunkte auf den Hauptmauern de» Ciobäiides und keineüwegu auf dem, die 
Pfeiler 'tangenden, Gewölbe haben. Die I<Qeken zwischen Boden und Pfeilern sind mit 
weichem FOz gedeckt. Tom Fuasboden aus hat der Doppelpfeiler flli' FS eine Hohe von 
1,92 Meter, der Pfeiler für PM von -.'.lO Meter. Der Mittelpunkt der Ilorizontalaxe von FS 
liegt 1,765 Meter, jener von PM '2,-iü Meter über dem Fusaboden. Letzteres Instrument it»t 




also Ulli nah«« 70 < »Mitiint'ter \u>\\er als das iTsteie postirt, und zwar aus dem »iriuid«', um 
das Objct tiv dos kurzen gebrochfueu Tubus thuDlichot uube cnr KlappenOffniing zu bringcu, 
th«il« im Hinblick anf di« GQte der Bilder, fheils snob, mn wich der Westseite Un, uro 
der Stprnwartt'iitlmrm in Rt'i iiiifij'r Entferiiuns hoch cinpornigt, an Haimi zur Ko(»hacht||||g^ 
ini fi-sten Veriir;i1 zu wimii'n. l in dt n Pfeilt-r vttn I'M luus-ti- ilcshalh f in H'>lzpo»Huni 
vou i>l Ceutimcter Hohe »rri« liti i \vt>rd<>ii, ueldi«i8 mit »eUicr niedri^^cu, durrhbrucheueu 
Chderie und einer kleinen Ant^tiegtrcppi- elwnfsll» aas dem Attfirü» de« Plan«» ersichtlich 
ist. Die HCHw de» Ot-ulares von PM Ober dem PuBsboden dest Podiums ist 1,55 Meter, so 
dass der Beobachter st< h<>nd ubsorvirt. wnbei dt'r IMV-ik-r durch eine isulirte Holzvei schahing 
geppn rtirectc Ei'sch(lttcrun(ij;cn rlur. h St iss itdcr .Schlug ^csrhötzt erscheint. An den vier 
ll«>lziiäuleu, welche dieseu iMeiier umgeben ufld die Aufgabe hubeu, das Dach mit dem 
Kreusspalte zu staixen, »md kleine Tischchen an Kniegelenke befestigt, um Beobacktimgs- 
uteasilien bequem »us der Hand legen zu können, ohne hierfOr die I^oilorplotte subeHttsen; 
ausserdem tnigt die einf H«i;>:urii!i<> Ti'irh einen aufklappbaren Sitz, welcher den stehend 
Beobachtenden zum Ausruhen einladet. 

Der Plal'oud, die Wände und Pfeiler de.s Meridianzimmeis sind dunkelroth. der 
Fusäbudeu brauu gestrichen, damit das Auge des IJeubachters möglichst \\euig durch helle 
Reflexe beeinflusst werde. 

Zur inneren Einrichtung dieses Ranniee gehören ausser den Bcohaclitangs-Instnuneten, 

weleben im Folgenden besondere Abschnitte »pewidmet sind, 1. «in Beobachtungsstohl nnter 
FS, \V!-li lii i' iu l'orui einer mepulsterten iJuhchriitk mit zwei aut'klaiiiibiirrn Hfllftfn vprsnhoii 
i)>t und sich auf Kautschukrollen bewegt, J. ein l lulegebock für Fti, weicher auf eisernen 
Sohieuen unter das instrouieut gefalireu wird und für Kurbeldrehuug eingeriditut iüt, d. ein 
an der Galerie von PM befestigtes drehbares Eisengestell, welche« die Lampe zur Beleuch- 
tunp der I'endelnhr trägt, 4. ein durchgehendes Podium zwischen den Pfeileiv (7, und 
i\ in gleicher Urdu; mit jenem von /M/ zur Aufstellung kleinere)- Apparat'' imd zur Ver- 
Uinderuag d«>r l'a.>>sage iu uächst«r Nahe (Uvser Pfeiler, ■'>. v erschiedentf Si hrünke fOr die 
elektrische Battvrie, <lie BeobachtungfilaTnpen, fUr Werkzeug u. dgl. 

Noch mögen eiuigo Mujise Krw.ilinuug finden, welche die Iteziehuiig beider lustru- 
menten-lfittelpunkte zu einander darstellen. Aus dem Plane folgt nnmittelbar, dass der 
Mittelpunkt des /'.^/-Pfeilers sich 3,00 Meter r>st]icb und 0,20 Meter sfldlich vom Sütlelpunkte 
des i'.S'-Doi'iH li'fcilers betinde. Legen wir itnn < 'iH)r«linateii-Anfangspuukt in den letzteren 
Ort und lassen wir die positive j-Axe nach ?!fuU'n, die positive y-A\e nach Westen gehen, 
80 Würden also die C'oordiuaten von PM lauten: as= + ujju, y = — 3juü, falls die W'aude 
des Merfdianzimmws genau nach den Himmeisgegenden orientirt wSren. Dies war wohl 
beabsichtigt, wurde jedoch heim Hau nicht ganz erreii In I üf Fnigo davon war, dass dem 
P'tppt li.tViliT F.S ui»d il. r \i!r;^;i(y].l;i(ti i'.l/ schliesslicli noch eine geringe Drelmng in den 
wahren Meridian gegeben werden musstc, die aber im Plane nicht verjtcichnet igt. Aus 
diesem Grunde lauten die wü-klichen Coordinaten des Hitte^ninktes der Aufeatxplatt« PM: 
«= — 0,007 (nördlich), y= — 3*00 (östlich), wahrend die Coordinaten des Instramenten- 
Mittelpunktes /'.V gegenwärtig sind: j-=-{-(WO'! (südlich), »/ = — ^"oi [ostliclO, wonius 
ersichtlich ist. dass Kir ilie am 17. Deceruber l.Sgti bewerkstelligte Aufst- lluitü von PM 
iustrunieutcn- und Platteu-Miltelpuukt um 1,4. LeutLueter ditterireu. Die Genauigkeit di«j»er 
directen Ausmessung, welche mittelst eines Bandmaases und, ohne die Instrumente von 




— 5 - 



ihren Plfttcen zu entfernen, geschalt, dftrfle Icenm erOaeer «)» =k 1 Ceotimeter sein, veshalb 

fliglicli anKenoinmt'n werd«!n kann, dass die Mittelpunkte von FS und P.U fast vullständig 
im erstpn Vertit al von F'^ iirul ?.\\ Ar in einer Distanz von 'A Meter, 1 < 'entimeter liea;en. 

Es folge tniTi fl'u' I)rs< lirciiiuti? des Fraunhofer-Stürke'sclien und Pistor 
<& Martius'M'ltcn Fa»8agenin3truiueutes luit Ani'iklu-uiig ihrer Coustautüii, ferner der im 
neuen Meridianzininier aufgestellten Holiwa'sehen Pendeltdir und der elektrischen Ein- 
nchtang dieses Raumee. 



lieber dasselbe wurde bereits in der Publicatiou: „Astrononiische Beobachtungen 
au der k. k. Steniwarte zu Pra;^ im .Talirc 1881. rnthalrenfl Oripiutlzeichiuingvii des Moiules' 
p. 2 kurz bei-ichtet Das Objectiv stammt von Fraunhofer, hat 75 Zoll Brennweite und 
4 Zoll, 5 Linien Oeißiung and ist an einem geraden, mit Ae4|uiliber1ie1>eln gegen Durch- 
biegung verseheneo, Tubus in Qblicber Welse von Chr. Starke*) in Wien mcmtlTt, 
welrber dieses Instrument im Jahre 1828 an die Prager Sternwarte ablieferte. Eine directe 
Ausmessong des Ohjectiv-Dnrcluiiesserb ergab 117,45 Millimeter. 

Vor der Ai)fsttdlung im neuen Meridianzimmer nnissf<» dassplT)» wegen de.'^ liiagen 
veillocseuen Zeitraumes »einer Mchtbeuützung einer gründlichen Kevision unterzogen 
werden ; gleichzeitig erschien es nothwendig, einige Aendenmgen an dem Instrumente und 
dessen Hfilftapparaten voraunehmen, die hier der Hauptsache nach angefahrt werden 
mögen. 

1. Im Focup de."i Femrohres waren nur 5 Faden mit einem kleinsten Abstände von 
is'rs ni'spannt. An Sfiillr dieser sollte ein neues Netz mit 17 Fiiden und kltiiister Distanz 
von 4-1 femer ein llorizoutal-Fudeupaar in gleichem Abstände (4'=l') eingezogen werden. 
Ein Uicrometer mit beweglichem Faden beaasB das Ocularstftck leider aidkt» was namentlich 
bei der Correction des Gollimatioiisfehlers als grosser Mangel empfunden wurde. 

2. Zur HAngeliballe, deren Gestell gans aus Hessing ist, nusste eine neue 

Gla.srohre, deren i>ura l bis 1,5 betragen sollte, mit horizontalen und vorticalcn Corrections- 
sclii'aubeu, weiter t in At)li>t'S]>ir'gel über der Libelle, ein*' klfitu' Qtii rlibiillc. z^ei (uiflfe 
zum bequemen Anfasäen und zwei GabelfOsa« zum leichten Aufstellen derselben bestellt 
werden. 

Diese Arbeiten wurden dem Pdkdaiona'Mechaniker G. Ueyde in Dresden aber- 
tragen und Ende April 1887 in xuiHedanstellendater Weise beendet. Nur seigte sidi die 
Anwendung von Gegenfedern bei den Correctiousschrauben, obwohl diese mAgliehst krllllig 

genommen wurden, für dii' ( on^tauz des Kullpunktsfehlei-s wenig gtlnstig. 

3. Dt'r A II II (■ Ii u II t,^ k r ei», welcher in der Kälii^ des Onilnrs tVst iiin fubus 
versrhraubt war, wurde innerhalb kleiner üreuztm drehbar eingerichtet, um den Indexfehler 
des Kreises auf Null bringen zu können. Da femer dieser Kreis iölgend getbeilt ist: 0*— 90*, 
90*— 0*, 0*— 90* und 90"— 0*, so wurde dn neuer Nonius mit dem Nullpunkt in der lütte an- 



•) b dw aaselUirim FebUntfaM mH S atatt: Stafh »SteriM* ■tolmi. 



b) Das Fnuinhsfsr-ttarfct'sflhs 





- 6 - 



gwfortigl. Iiiiii^m »lin kli'instiT TIumI lie^ Kreisps 15 bvtlikgt und der Nonius v<»n der Mitt« 
au« ii;h ii l.i iili'u Sritcn in \ö TliL'ile gftlioilf ist. so n'|>rri?<»'Titii't ein Tlicil d»'s l»'tzt«'ri'i! ! 
Au der Laiii)>IU>, \\id<-}ie die beiden diametralen >!oitien und zwei Ablt'>L'lupeu ü'ügt, i:^t ein«' 
klftinA Eiastellungs-Libelt« und Mnkrvrht dn^en «in «infacher Hebetmni befestigt, we]t'h«r 
abur die Peripherie du» Kni»«* liiiuittsragt imd als Handhabe beim Di-wheu der Lamelle 
dient. lU'i Kreis Wegt ifilit Ii l>-'werkstelligter rorrection des ]ndexl'elilei"s d<\« Kr<<isee 
die Derliuation dtw Sti rni"; /u-li-ii li (l.-i-icti ICinstelluns ; '»ei Kreis Ost liiii^^epjen ist zur 
Decclüiatiuu dit- dü|ii>elte Aeiiuuturli<die liiuzuzufügeu. Da« .Sclieina für die Kin.Ht(*lluiif$ 
lautet also: 

Kr. West : Einetellnog = d 

Kr. ÜHt : „ = d + IM" .'»«>'. 

Hesultirt im 7:\vi'it«'n Kulle ein grössen-r \V. i t(i als iKt". so ist dieser für die KinstelluuK 
vorerst von 180" abznziehini. Zur (. Iiarakteristik von Kreis West unti Kivis Ost sei uuch 
hervorgchobüu, dass die Axe des Tubus um- aul' einer Seite fOi* Ikdouchtuiiy.szwecke durch- 
bohrt erscheint and diese Seite dem Aufeachangakreiae gegenflberliogt. 

4. Die Frictiunsrollen, vrelcbe an den Trag- und Aequiliber*lleb«ln auf beiden 

Seiten <ler Axe angeliraclit sind, defatldfln sich in eioeni gesell lussetien Metnllringe. Um die 

Manipiilati'^r) beim Umlegen <(>■> Iii.stnmtpntes 711 vi*riiDf':H!h ji, wurden die>e Hinge auf- 
ge.schnitten nnd naeb oben suvu it goöflnet, dufs die Axe beim Heben des Instrunieutes 
mittelst des Umlegebockes befiueni aus den!<elben treten k^nne. 

i. Da nur die eine Seite der L'iudrehungäaxe duri-übrocliuu i;it, mudsten zur Be- 
leuchtung in beiden Kreislagen beide Pfeiler dm'vhbwbi't und x«'ei Lampen an diesen 
angebrarht werden. Die Gehftuse derselben sind SO COttstruirt, daes die beiiilt/.te kleine 
Oellantpe in constniitcr Weise leicht uud ^i^ bor t'iiii7c>i.'«)«:» werden k<'mne, dass sie reiiiilirhes 
und gleichmässige^ Licht l'Qr veracbiedeue ZeuithdLstauzeu auf das boch])<>lirte MetaU- 
diaphragnn in der Mitte des Tkboa sende, endlich, dass der Wämeabzug in möglichst 
wenig störender Weise fttr das Instnunent erfolge. Zwei vorhandene Ifetallsf'heren ausser- 
halb der Axencoden wurden mit geeigiioten Winkelhcbeln und ScfanOren versehen, um die 
Intensität der Feldbeleiiehtuni; loiclit modificiren zu können. 

tj. Der ü III 1 1' Li b o 1 k. « tdrher ziemlich primitiv für Uebelbebung oineeriehtet 
war, erhielt eine st^lilcrue ^»ehraubeuaxe mit Kurbeldrehung; auch wurden die Fus^rolliiu 
desselben zor Bewipgnng aaf Eisenschienen verändert und verst&rkt. 

Die unter 8—6. genannten Transformationen wunden in Frag eelbst von dem Me- 
ehsniker H. Pelikan, Werkfllhrer bei dem Prager PricisionB-Heobaniker W. Grund, sa 

vollster Ztifiiedenheit ausja^efdlirt. M-ie deun aueh derselbe bei allen HSlftarbeiten ZOT Auf-» 
Stellung und .Tustining des In.strumentes die besten Dienste leistete. 

Narliilcin dciiiit ila.< Irwt rtniuMit in allen Tbeilen in Stand ifeliracbr \\ nrdrri. kmnitc 
die erste Zeitbestimmung mit demselben am .Xpril ln87 gemaiht wenlen. \ ordeii\ 
war der CoUimationsfelilor (c) durch Anviüireu vhn^» terrestrischen Objeetes. das wegen 
lioeb ansteigender Didier nach Norden uud SQdeu leider nicht in genllgeuder Distauz zur 
YerRlguSg stand und deshalb eine beträehtliLhe Ver.x liiebuug der Auszugsröhre des Oeulars 
veranlasste, sciu'inbar auf Null gebrai hr T nli r der \ oraussetzun;; <- — 0 f«>b.»fii il.is Azi- 
mut!» i^k) der genähert bewerkj«telUgteu Orieutiruug: k zzz Aus lieolnu htungea de* 



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- 7 - 



Poliii-stemosi in bi-iden Kmslagen wurdf jidoili Imld rrkaimr. ihi^s dii- SuJ)j,<.^itlurI r — u 
unrichtig wai-, ilass ubo die Bewegung ciei uliir-Aus-ZHgHrolirc nicht genau 8onkre<'ht zur 
UmdreliuagMixe des Inetniraentes vor sieh ging, und da für die Collunationfl^orrectlou am 
Polarsterne ein hewegrlicher Faden fehlte, muwtte. «wiackst provisorUch «in Colliraator 
aufgestellt und an die^tni Ixi tnurnlTidi^rtfr Kncalsteliunp des Fadennetze» die ('ollimation 
des Mittelfadens r<«rrigirt werden. Kies geschah am 4. Mai, tinil tkh 1» weiten^ Verbe.sserung 
des Aziiuuthes ergab die nficbäte Zeitbe.stiinmung am \ J. Mai »ut a m-sae niinoiis in beiden 
Kreislagen und drei SOdetoniMi: e=: + u'ü75 , k = + 0<)dO. Tüa» Orientirung wurde vor- 
Iftuüg; «Is ausreiehead befanden. Im Lanfe der folgenden Zeit zeigte es Bich, daae swar 
«Ue Neigung der Unidrehungsaxe, wie eigentlich erwurtt t. /icmlieh stjirken Schwankungen 
titifcrworffn pei. dass aber der CoIlimntitmstVlilc-r \ "iHip^ i <.n-:(;ii!t verblieb und da,« Ajiinnith 
im Ailgeuieinen den Buti'ag vou einer Zeitsecunde nicht überschritt. Der bemerkte Colli- 
nwtor, für welchen ein magnetiaches Ableeefemrofar verwendet worden, wuide später vom 
Meehaidker l'clikan mit einem definitiven Stative geeigneter Constnietion versehen. Ein 
ahiilii Iics!, doi-h betrilchtlich höheres Stativ zur RenfttjniTic- desselben foUimator-Femrohra 
wurde auch diMii Pistor & ilartinp'fsehen Instriiiin ntc gegenübergestellt. 

Die V ergrösser ung der üculare des Frauuhofer'schen Fernrohrs wurde von mir 
am a. Juli 1887 in Auwendung eines Dyuameters, wie folgt, bestimmt. Während der Objectiv- 
Ihnrchmeaser 117^5 betragt, eitgab aieh als Objectiv-BüdgrAese hinter dem Oenbure für 
Nro. 1: 1,4'25, Nro. 2: 1,090, Nro. 8: oji.b, Sro. 4: OJtiO und Nro. 5: o|S80, woraus der 
Keibe nach die VergröBsernngen: 82, 108, 154. l^h und 222 hervorgehen. 

Der J>ibe II enpar!^ wnrdr nach Anl.i iiimm;; (»ines H«)lzstnHvi'5 zur Aufnahme der 
Hillige libeile aiu Verticalki-eise des Troughtou 'sehen Vollkreises (Astr. Beob. in Prag 1884, 
1>. 3), weleher von 5' an 5' getheitt nt und nittdst sweicr, einander gegeuaberstehendar, 
Mikroskope eiocelne Bogeosecunden ahraleaen gestattet, durch Vergleichnng der Blasen- 
bewegung innerhalb der Liln>lle mit der äquivalenten Winkeldrehung des Kreises von vier 
Beobachtern unabhängig ermittelt. Um liier den definitiven Werth zu p« ben, niöi^en gleich- 
zeitig auch die Beätimmungen de.s Jahres 1888 angefahrt werden. Es wurde erhalten: 



0 ■ t o m 

1 


Idb. pm 


Zahl dsrBMb. 


BmImoUv 


I 1887 Mai 5 


o'oRSl 


4 


WniNk 


1 1686 April 10. 


0^0948 


6 


Weiaak 


an» 


O^OSST 


5 


Orm 


n n fs 


0,081» 


6 


Schwarz 


n n 1* 


0,fl888 


6 





woraus im Mittel folgt: 

1 pars = 0,0»0. 

Die Zapfennngleickheit (s) ergab sich au« 15 Umlegungeu des Instrumeutes 
vom 4. Mai 1887 bis 6. Januar 1889, deren 10 von mir und 5 von Dr. Grass ansgeAUut 
worden, im Shme j _ ■ 



worin t, die abgelesene Neigung der Westeoite der Umdiehongeaxe bei Jtr. West, t, bei 
Kr, Ost heseicfanet: , , 

«=+04W3d: 0,029 

s-|-0!OS(±0,003. 



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— 8 - 



l)ab»'i resultirt als \viihi-s«'lu'iiili<-lier l'^tili i e i in' r I'>i>-tiiiniiuiiir rh0.113= h 0.010. I>t'i-seU>e 
würde kJeiuer »eiu^ weuu uicht der >iiü|>iiiikUt<-lilfr iIlt Libelle uus dem oben beuierktuu 
Gründe zuweflen beMchtlicheu ächwaakaugen untenvorfen «rärp. 

Die Fadendiataazeü sind ai» Beobaditingaii des PoLnatemea aar Zeit seiner 
besten Bilder d. L aus Culniinationen de.saelben in den qHlten Xai'bniittagasttmden abgeleitet 

woi-deii. Nach erfolgter scharfer F<>i ii>siriiiis erschien der Steni als gut begrenzte, kreis- 
runde Schoibe, nnipebon von einein deutlich -u ncu^'mürsiniipri'. un<l koiuite bei «.»iner Risection 
durch duQ Faden mit 6icherlt«it poiutirt werden. l>ie lieobaelitungeu g«i8i:balien im .lahre iüül 
am ]5>f 19.) 29. Juni von mir, am 18., 24., 25., 27. Juni von Dr. Gruas bei 82-fadier Ver- 
grOBflerung und am S. und 4. Juli abermals von mir bei S22<fac]ier Yergrrissemng. Die 
BezeicbmmgBweise der Fiden ^V1l^de folgend gewählt. Es passirt bei: 

{Sftdftan : 1 — 17 1 
Fobtan 00. : i — 17 J 
ÜC. : 17 - I I 

I SiMlatarn : 17 — 1 | 
Xr. Ort l Pobtm OC .• 17 1 

I , ÜC. : 1 - 17 ) 

Die eiuxclneii >ttiiiniiingen . sowie die schliejwlicli anfreiionniienen Aequatoresl- 
Fad«udistaujceu aiud uuä der uachsteheuden Zusammenstellung «räichtlieU : 





1 *uluni 










f »dend i« tu n iten : Frino .t h ofor- 


Starke. 












kl 




I 






.1 


6 1 








10 


11 


12 


15 


J ) 


15 


16 


17 


•oliter 


1, 


Jiiruln 


tl,--'c.l 


S7,i>r.2 


;-i2.H>(--! 




- -H 

■Jf > .V.''ii 










>,i i; 




t 


-'4.7:i; 


3i;,r)r;7 


« 


4 1'()?.7 


W-'ipek 








D.iT 


84> 




r.Bi 


nl'.l 






i>r)7 




Jll^ 








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017 


'.iruM 






ITO 




-i.'il» 






17(1 




II i_> 


lort 


Uli 






747 


SCi 


r<(.i'i 


4i.i.!»H0 




4. 




2S0 






ÖÜO 






2:n 


.:;;.»7!j. 


14S 


oyi 


m 


610 


646 


9*27 


926 


yja 


Uni» 






321 


87.116 




713 


«67 


560 




i.iia- 


ms 






395 


65« 


840 


634 


883 


Oma 


a 






OHH 




7i;-i 






:I17 


'■|S(1 


'J.i'iu; 






■t ;o 


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!»74 


1 H-iia« 


7. 


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2.V 


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öt; 


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4,061 


iZit 


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71>' 


!'|>1 


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8. 


Juli S 


2S6 


M7 


878 


711 


570 




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078^ 


ose 


095 


S«9 


609 


6f»:i 


SS^ 




«SS 




9. 




251 


lOT 




«84 


536 


418 


224 


oes 


091 


127 


»G4 


fi06 




8«) 


S48 


963 


Waiuttk 



Angenommana Fkdandiatantev. 



1 ' 2 1 3 


4 


5 6 


7 




10 


11 


12 


13 ' 14 

_l_ 


16 

1 


17 




»,67U 




8)257 


1 


4,0M 


• 

8,096 


1^*373 


ao'sOS^ 21*688 


* 1 • 


«MM 



Die imter der Bezeiclitiuni^ , Angenommene Fadendistanzen" jregclieni luüir i-t fiit-ht 
einfucb das Mittel der lieBtimuuiugeu 1 bis 9, äOndern wurde tblgoud al>geieitet. \orerst 
ist SQ bemerken, dass bei Serie 1 bis 7, welche mit sehtvacber VergrOSBenmg beobachtet 
worden, der Focu!^, wie es sich uuol(träglich heraasatellte, nicht scharf genug ermittelt war, 

in Fiilg»' d. s^eii das Polarsternbild . t\v;i« gescliwäir/t i'r<( Uien. Kine iiciie Fonissining rait 
stärkster Veiifrösserimg an a ursae minoris UC am 2. Juli 1887 zeinte namiirh, dass das 
Ocular noeh ma 1,23 Millimeter beraobtreten mQsäe, um dm Fadeuuet^ im wahren Breuu- 



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— 9 — 



puiikt zu luibeu. Hfi^st (IüIht iVw viclitiit»' [•'otallriiiHi> /•'. si> laut«'t die liildweite di'S Netzes 
für SJürie 1 7: F— 1,J3 uud die l"udeiidi.stanzen (a) dii-.ser BeMiinniuug iiiOsrieu luu deu lietrug 

, .. dF »in 2a 

odei' iuusreichoud gt^uüliert um 

da' = . «" 

r 

votälidert d. i. verkleinert werden. i)a /•'=75 Zoll, die Ubjeetivüttnimg 4 Zoll, 5 Linien 
= iit, BO folgt wegen 0,046255 Zoll: 

42a- = [6.79010] o«, 

worin der Factor von «• als LogarithmaB angesetzt ist. Hiermit wurde das Mittel von 1—7 
fQr jede Fndnndistanz roiTitrirt und diüges verbi'sst rte Mittel, dessen (lowirht f;leieli 7 
HDgenouiuien worden, mit den Keihen 8 und 9, deren jede wegen der grtisseren Scliiiil'e in 
dm AnflMBcuig dar Steni-Bi9ecti<ni«i d«B Gewicht 2 «rhtolt, ▼•rbnnden. 



r) Du Piftor & MartiM'tcb« PissagMimlmiiMiL 

^kleinem Ansuchen vuiu '.'8. Auj^ust 18)^4 uu dixa k. k. Miuibteriuni für Cultmi uud 
Unterriobt um ein tnuispoitabi««, g«br(>«heae» Paeisageniustrumest, mit welchem in be- 
q[ll«nster Wei^e ZeithMtiminutii:«»!) im Meridituie und Ureiteti1>estiminungen im ersten Veiti- 
(•:ll<' ntizus-tf-lli']! \\-rnv!i. wniili' ili-rurt entSJH-^ivllfn. iLis- in T'i'l^^c iViniiHilii licn l'ii1i;»'L'<'Tr- 
kouuneus von i>eiteu de» ilerru Trulcssor v. üpp o 1 z e i' ein l'istor & Marti)is'.iclies gebi ocheucs 
PaffiigeninstniBiflnt mit 6S Ifilllmeter Oeflnmig aus demi Instnimentwi-TonNtth« dsr k. Ic. 
OsterreickitMibon <3r«dm«ssiing der Proger Sternwaite bleibend ftb<rrliis«en wunl«*. DrswIIw 
traf in Prag am 8. MAn 1885 ein. 

Dieses Piissjigeuinstrumeut ilienti'. wie mir Herr Professur v. l)|)|)ttlzer mittlieilte. 
im Jahre 187.") in Wien zur ljäuv:enhestinimung: Wien '"I fiiki !i-i lianz > } und Leipzig, welche 
in der Zeit vom 7. Octoher bij» i'iJ. November von mir unn »»iKM iieiiti-nant v. Steeb aus- 
geführt wurde und in deu Abb^dlungen der math. phy$. Classe der kgl. sArbsiscben Geisell- 
schatt iler Wissen^, linft- ii in Iifipcig unter dem Titel: ,C. Bruhns. Neue Bestimiuuuu; der 
iJlnt,'' iiililVi i . 11/ /«i'^rhi ii Ii'r Sn-niwarte in Leipzig und der iu"Ui>ti "^teruwartc nuf der 
TQrkeiisriianze in Wien" publicirt ist. Auf p, 3U4 dieser Abhandlinig ist 1 pars der Libelle 
zu 0*,0i)5 «nd die Zapfeniuigleichheit in obigem Sinne nach Weinek zu — 0',051, nach 
Steeb za ^0*,053 angegeben. *) 

Dasselbe Instrument begleitete anob im Jalire 1882 die esterreichisohe Polarexpo- 
dttion nach der Insel Jan Mayen im (JrAnlüMdmeer. wo es während des Expeditions-Auf- 
enthaltes \o!u 14. Juli lHv_» Iii, ■,. AtiLii^t !SS'3 zti rlen täglielieu ZeitlM-stiiiiiuuJiircii u!i<! zur 
Liäugenbestimmuug der .'^taliuu aus .Mundeulniinationeu \ erwenduug fand. In dem \vi\ dar 
kaiseri. Afcadinnie der Wisaenscliaften in Wien heran^egebenen Werke: »Die österreiehiache 
Polarstation Jan Mayen, aasgierflstet doreh &eint Exeellenz Graf Hanns Wilcsek, geleitet 
vom k. k. ("onetten-Caidtiln Kmil Kdlen von Wohlgemuth" I. IJd., L Tlieil, j». Ty fnuli-t 
Bich eine Zeichnung und kurze Bedchreiliujig dieses instruiiieutes. Diu Metulltlicile des- 



*) In: ,Aitr(MU)iiiiwlie Arbeiten de« k. k. OrMtmenwifi^Baraiu" Wien 1809, I.Bd. «ifd p. 8 bemerkt« daai 

diR»«» Itiftrumcot s.'li. ri irn .Tiihr.< 'l^Dl \k u Vr., -cir F. Wein« lH>i der Iti^'itimmung deiAlioiUibw la LauilMIlgC 
bendtst worden int, ond die Urcnnweite de» ObJectiTen lu S70 MiUimeter «Dgefübrt. 

3 



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- 10 — 



selben wunicn aul di r fitation mit iViiicin J{«'lili;ilt'i- übtTzogt-i», um, wit' Freiherr v. Bat980, 
k. k. LinieuBtiliifblieiiteiMiiii und Mitglied der Exiwdition sicli Äussert, „dieaeUen sowohl vor 
l{o«t und dom Ai)8et»m tod Eiskrystalten sn schCltaefn, als auch um jede B«rOhmofr des 

killten Metall«'^ von Seite Beobachters bei der liandhalning <le.«! Instrumente» umn LÜt h 
zn machen". Als Krinneniny ;ni ji'U«- K\| (iiition wuicff iWi^ht ri J»'>i7;ii'j; lielassen. I'i' in 
dem eruithutea Werke gegebenen astroiioiiiitielieu IJeobachtungen liihreu den Werth der 

Libelle und die Zaiifenuugleichbcit oicht explicite ao. Dagegen findet sich in dem Transporfc- 
kasten der Libelle ein Papierstreifen einp;eklebt mit der Anfschrilt: 1 pars = IVI =: 0*,094, 

und dieser Wertli. welcher mit ili'in Obitien übereinstimmt, dürfte auch zur Kcdnrtion der 
Kx|»editi(»nhbetd>aclifun?<en verwendet worden sein. Anderei-seit« ist anf der IJbeUenfa^isung 
.selbst die Zalil 1,87 mit Tinte anyesrlirieben, weh he, iu Jiogengdouuden aufgcl'as.st, dcu 
Llbellenpars au (fylih ergeben wQrde, ein Werth, der fliat vollstflndig mit den Prager Be- 
stimmungen im Einklang i.st. > k.mn dalier mit ziemlicher Sidierheit geschlossen werden, 
dm*- iVk' :iltr (;i;i-lilH']l,' ii.n ti d. v liüekkelir j.:nti>r r\|>!Miiriuti diu-rh eine neue ersetzt worden, 
welchen l lustiind jetlocii weiter zu verfolgen hier kein Inti tesse bietet. 

Dur Libelleupar» ist vun mir und I*r. Gru^t« uai 2G. April lHüb, ebeufalls am 
Tronghton'sdieo Volllcreise, ermittelt worden, und ea mdge diese Bestimmimg gleich hier 
Fiats finden. ]>a es nicht onwahrscheinKcb «racbien, dal» die TrBgbeit d«r Blasenbewegang 

eine verschieden«' sei, je nachdem diese lU-wegnng von links na»'h rechts oder von rechts 
nach link.s vor sich gehe, so wurden bei der Messung beide UewegungsrichCungen geprüft. 
Es ergab »U'ht 



U » t v ai 


Lib. pari 


Zahl dar Btob. | Baobaobtar 


» II ■ 
• • • 
■ »II 


T—t: 0,13110 1 » 
t^r; 0.120« 1 ".'^i^« 
r-ti 0,1203 1 • 
(-rs fl^IW / "-"^^ 


5 W\>iiiek 

6 1 Wcittak 
B 1 OroH 

5 GrnM 



woraus im Mittel folgt: 

1 pars = 0*122, 

wülireud diese Zaiüen gleichzeitig die ubige Veiiuuthuiig, vielleicht in Folge einer gewi&sen 
Ranhheit der Innenseite der Glasröhre, welche nach entgegengesetzten Seiten in verschie- 
dener Weise gcur Geltung kilme, bestttigen. 

Die Zapfenungleichheit, für n i, Ernüttlung jede conipletc Zoitbeetimmung 
mit L'mlegnng des Instrumente-; Verw i iidiiiiL t uiil. Tcisirt auf 0.'» Einzelbp«titnnMinjreTi in der 
Zeit vom 2. April 1885 bis J8. Deci-mber li^xl, welche abwechselnd von mir und Dr. (^russ 
ausgafilhTi wurden. Bas Keanltat aus diesen lautet: 

«= — 05i(»7d: 0,008 

p • 

wobei der wahmcheinUche Fehler einer Bestimmung gleich ±:U,067=d= 0,006, also kleiner 
wie beim geraden Instromente fidgt, waa wohl durch die \kl hetjnemere Art des Ümlegens 

beim Pistor & Martins'schen Tnstnnnente zu erklrireit ist. In der betreffenden Zahh-nreihe 
scheint ausserdem eine Änderung der Zapfeiujnglcichheit und «war eine Verminderung der- 
selben von l>i6ö bi.s l!Sfc>8 augezeigt zu sein. 



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— 11 — 



Das Instromeiit wurüt" Akra Ergte, da kein anderer ttatun zur TerfDgnng stand, an 

dum \\<'.-=tli(liston KordfeiisttT d*'s a.iti'onuiiiisrhen Musculus aufgestellt. I>ii dfinsflbcn ancli 
t'iii Ft'iij*ti>}- n:ir-!i Sftdf») ii» tlor Riditun^ ilt-^ MiriiliittU's s^ftreiiüfui Heul, ho konnti'ii von 
jenem StauUorte ans /ugli'i« Ii .Südsti^rae, obwohl in selir beschränktem Masse, beotmt litet 
werden. Der an dem bezeiebneten Fenster vorbandeoe Ffdler wurde, da er sich an klein 
erwies, mit einer Maimoi-platte fiberdeokt, femer der Fossboden von dem Pfeiler isolirt 
und K'tzterer mit einvr fr. I abstellenden Uolzverkleidnng umgeben. T)er Mitt^'lpunkt dieses 
l'teilers liegt nach einer jyeiiillierteu Ausmessung t>,9 Meter westlit li und i,l Meter nArdiicIl 
vom Mittelpunkte des Fraunhofer-Starke'sclien Piissageuiuätruuieutes. 

Die Grenzen der Sichtbarkeit waren naob IfOrdon: ^= + 6I^6 bis -f DO" in l'C. und 
— '.*()" ]ns 4-ft4»,3 in ()('., nach Süden: d— •^•V» bis ■i4».4. Während also naeh 

.Norden alle wiclitigtüreu Ueubachtuageu zu buwerkätoUigeu \vareu, kouiitün uuch Südou hin 
bloss Sterne mit grosser afldlicher DecUnatlop eingestellt werden, woAkr aus dem fierliner 
aatronoDuschen Jafarbuch nnd dem Nautical Abpsasc im GaazMi nor 17 «ir Yerfflguug 
standen. XatOrlich sjaelte hierbei der oft bedeckte oder raucherfiJllte Horizont eine sehr 
störende Holle. Kntferntere terrestrisclt» Ohii>f to kojintcn wcircii des im Wege steheo<len 
ijüd- uud Xoi'ddachüs des C'lcmentinum-Uebinules ni< bt anvisirt werden. 

Bevor an diese« wenn auch wenig gQnstigen Zeitbestimmungen gegangen ^vurde, 

mussteu an ilem Instrumente selbst noch einig«' kleine Aenderuugen vorgenonmu'n wi-rden. 
Die, von der Jan Mayen-Expedition herrührftnde, (>las|datle n»t eingeritzten Linien im 
Tocus des Kulucä wuide zwiu* schuu iu Wieu vor Abguug des lustrumeutes durch ein 
Spinnfadennets ersetst, das sich jedoch, wahrscheinlich in Folge der Eile der Anfertigung, 
so mangelhaft erwies, dass alsbald ein neues N» t/. eiiiRezogon werden mu.sste. I)asselbe 
bosorerte \ri-( bmiiki-r (!. in Tii'i->dtMi, wrli licr gleichzeitig das i»Miizi' nniliustrick mit 

svineiu Microiuetur cijier sor^iiltigen Hevision unterzog. Das neue >>etz erhielt It Vertiral- 
fiUlen vnd «wei nabestehende Horizoutalföden. Dieses Ocalar war am 33. März 1889 wieder 
in meinen Hfludeo, und von jetet ab konnte die Untersucbnng beiiebungsweise ZeitbesÜmmnng 
am Instrumente tM L:iiiii. ri Hesondere Schwierigkeit bereitete die < 'orreetion des ("ollima- 
tioiistVbl(M« niu Prisnu« des Passagetirohres. ■l.i we<lei' ein terrestrisclu r 'icgenstand, noch 
ein Colhuuitor zur Auvidirung vorhanden war. Es blieb daher nichts anderos übrig, ale 
den PokKTstem in beiden Ereislagen au beobachten and ftar die bemerkte Correctaon dsa 
Mienmieter sn benfltsen. Sobald nftmlich der Winkelwerlh einer Umdrshung der Micro- 
met<»rs<hiuube bekannt wai. konnte dei-selbe leicht in Zeitsecunden fftr den Parallel des 
Polarsternes umgesetzt und ermittelt werdeu, wo der Polarstern naeli erfolgtem l inlegen 
imd nach Verlauf eines bestimmten Zeitniumes stehen müsso, weuu iler Coilimationsfehlcr 
gleich Null wfiiv. An diesen Ort wurde dann der beweglich« Faden gebracht und die 
halbe Differenz zwischen diesem und dem wirklichen Orte des Polai-sterns zur gewählten 
Zeit mittelst Jrj- 7m'a- uml I'rm k-rliraubcTi <b's Prismas corrigirt. .\m 12. April gelang 
diese Correction vollstiiiulig an « ursae niinoria in LC, ebeuäu aui-h die Orieutiriuig des 
Instrumenten in den Meiidiun. Die erste oomplete Zeitt>estimmmig am 19. April «rgnb; 
e=— 0,111, jk=— 0,440. Neigung und Azimntb, Übeilweise auch die Oollimation, «igten 
sieh im Lanfe der Zeit stark verftnderiich, was jedoch bei dem Arrangament einer i-aseUen 
Folge von Sfld- und Polstemen der Olkte der Zeitbestimmungen kmen Eintrag that. Letztere 

2* 




— 12 — 



gesihalien iiu astiunuuiisclii'u Miis«'iiiii hin .Mitle DLH-eiiibfr l^t^li uiiil wuitltiu abwfcliselnd 
vuu mir, Dr. Grus» und Kost Ii vj' ausgefüJirt. 

Für die Fadendintaiizen, dema Ermittlung du« Zuidkfast liegende war, wonl« 
die folgende Bl»eiebnungswe^f«^ der Faden, durch welche die Passage der Sfid- und Pol- 
sterne an denselben rharakteiwirt erscheint, gewShlt; 



Kr. 0*t 



Pokteni OC. 

HC. 



1 — 9 

1 • 9 

1 



Kr. Weit { Pi>liten> OC : 0-1 

Xarlixti-heiid sind die ««üniintliclien Bi9i«tiiumuiig<;u hm Eatia lHül gegeben und tabel- 
larisch zusaininengestelit. 



Mr. 



> 



U 
3 
8. 
4. 
ft. 

I 

7. 
8. 

I 9 

I 

'lO. 



April IS 
» • 
. 10 



Stara 



FftAcndi«tftlili«S) Pittor A Martini. 



e I 7 



0«- 
«ieltt 



1667 Jval 16 



, , 18 




• • 1* 




> > M 




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m n 90 





r Ctphci W 
48 H. Cepbei . 
ir Cepbei , 

r Cephci „ 
21 Cs«iliu{l. n 

40 Ckirioi». 

60 Cattioli. „ 
36HC<-phei „ 
•»7HCe|>hei „ 
48HCephei, 



47,67 



Mittel: 



^71 
746| 

8Si| 
707 

810 
700 



8ÖS 

aas' 

US 
lf<H 
107 

282 

31€| 
t02: 



0061 oinj 

705 



723 

6I0i 
bÄ7 

e«2 

6851 



(IM 

H 

131 
140 



47,767 38,213 2H,e8l 19, 



mitt. UC. 47,600 9fl,206 
, 0(W 320 



736 
Ö37 
710 
GTü 
798' 



140 
027 
I*i2 
140 
168 



47,7l09jSB,l48 



371 


28,783 


3f,31i> 


17,677 


1 


Wcinek 


186 


703 


348 


738 




Weinek 


1S4 


•!45 


908 


698 


1 


W«iMk 


i;:. 


i>:'. 




Tao 


1 


Weiuek 


140 


6tJ0 


216 


604 


1 


Weinek 


848 


789i 


848 


676 


1 


Weinek 


260 


Wl 


207 




1 


Weinek 


223 




231 


615 


1 


Weinek 


ir.o 




l'S 


.171 


1 


Weinek 




im 


826 


676 


1 


Weinek 



194183 38,C74i SF,2H6 I7,6fi0 10 I 



811 
608| 
507 
563 
721 
743 



343 
072 
1)27 
010 
(«7 
16S| 



,20f» 28 


,.'i40 38.2« if. 


47,613 


} 


Li*ka 


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676 


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6.W 


\ 


KnatliTy 


29l>. 




309 




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Gnui 


8661 


72i| 


376 


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SdniM 


208 


^\^: 


25H 


703 


1 


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619 


2«i 


703i 


1 


GniM 


16»- 


.'>88| 


168 


OSBj 


\ 


XoeUiif 



98,064jlBy0e6i W^2|2e!AB7 88^MBl 47,7108 5| I 

I J ' I ' I 



Angenoinmeae PftdeBdittunxen. 



1 

1 1 2 3 


4 6 1 


47!-3H 88^180: »'882 





"oH 



Diu Ue.'ijüuiiiiuugeu Xiu. 1 — 10 wurdeu vuti mir auf dem l'leiier des aötrunoini.schen 
Mnoeums an Polstemen ausgeflthrt, welche nicht cu nahe zum Pole lagen, nm nicht iQr <u 
lange Zeit auf die Constanz der Au&teUung des Lostrumeate« veoiniuen ni mOsseii. Diesen 

sind des ZusMUiiuienliatigi'S werfen gleicli/eitig sieben l'nssas-i n des Poliustenies, Nro. 11 — 17, 
beobachtet im neuen Meridianzimim-r von Dr. CJrus^i, i»r. Schwiirz. Kostlivv und 
Läeka, angeschiussen, wobei den He^timumugeu der beiden Letztgenauuteu zulolge ihrer 



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— 13 — 



ß:eriiigeivn Uebimg nw das halbe <3«wicht zup'tlu'ilt wunU*. Wie erHiclitlich. stiimitt dlfl 
MitTo! rnis 1—10 tinr unvnllkoinnicn mit Hmii ans 11 — IT fnli^fiiden Rfsiilfcite. Will man 
nun ni<-lit Ai'mlpriingen an einzelnou Fädeu allein, wälirond audere uuvfi*äuiiert geblieben, 
im Verlauf« von swei Jahren mnwhmcn, so dlixfte eg wohl das Mirlitigste sein, beide Giuppea 
niit einander ni '«'erbinden ; dabei ist txk beachten , daaa bd der eraten Gmppe wobl di« 
kleinere Deeliniitioii uu^finstig , dagegen die kfliv-ere Dauer der Pii!?i<age. fftr weUhe eher 
eine (onstanz des Inntrinnentcs ^Jtippnnirt werden kann, gflnstiger als im zweiten Fnlle ifst. 
Da jedoch der letztere L'nisiand nicht m Rechnung gezugeu werden kann, so wurde darauf 
vendchtet, beide Seihen nach Gerichten m Terlinden, Bcmdern rotgesogen, einfiwh das 
Mittel derselben zu bilden, liaiipt-^ärliHeh deshalb, weil diese Ftodendietanzen fQr die Mond- 
c«lniinations-Beo>>ac]itiiTi£r(ii <Us Jatirt'H 1888 Verwendunpr tindi-n PAllffn iird Triit Rücksicht 
auf immerhin mögliche Aenderungen im Fadeunetze den Bestimmungen vom Jalire 1885 kein 
zu grosses Gewicht zu gehen war. 

Am 17. Decembur 1886 wurde das Pasi^agemustrnmeDt ins neue Meridiunzimmer auf 
den, für dasselbe errichteten, Pfeiler gebracht und noch in deraelben Nacht von mir voll« 
etftndig orientirt Eine hierauf von Dr. Gruse an o tusae minoris und 4 Zeitetemen 
vorrri-ii iiinicn« Zi itbeetimmung ergab: ik = + 0,]<2, wobei e vom ]3.December sn +0,088 

eingefühlt wurden. 

Auch im neuen Meridianzimmer i«r rlif Neigung stark veiilndtTlicli iirnl rmi^s rtfter 
corrigirt werden, wodurch zugh'irh Aentiennigen des Azirouthe« bedingt sind; doch halt 
»ich dasselbe allgemein innerhalb einer Zeiteecnnde. Die Zeitbeetimmnngen besorgt nun hat 
ausschliessHcIi A^junct Dr. Gruss, in jeder Woche inindestens einmal, was bei der Yor- 

zflglichkeit der Stemzfituhr tiic<fs Hniunes nusreicliend ersclieint, wiilirend anderereeits bei 
wichtigeren Heubachtuugeu auch Zeitbeätiiumungeo uunittelbar vor oder nach denselben 
geschehen. 



Unmittelbar imch meinem Kiatrelbn in Prag erkannte ich . daes der Sternwarte, 
welche woli! zahlreifltt' Uhren, doch keine von hetvHerer Qualität besass, vor Allem eine 
gute Pendeluhr Noth tliat, und nvwhte meine diesbezügliche Eingabe an dm k. k. Unter- 
riehta-Hinisteriom am S8. August 1884. Schon am 24. December desselben Jahres waren die 
Kosten dafür bewilligt Nach verschiedenen Informationen und Corr«»pondemcen mit her- 
vonagooden 'ührmachem entschied ich mich, die ßegtelinng bei A. Hohwil in .\inFterdam 
m machen, was detinitix am 8. Februar If^W'. pcsrhah. \'n-n Hnh-\v(l wurde verlangt, eine 
astrononüscbe Peudelulir erstei- Qualität mit Uraham-Hacken und QueckHÜber-Compensation, 
regulirt nach Stenueit und in Yerbindnag mit einem elektrischen Coutaotireilce zu liefeni, 
welch* leteteres in keiner Weise den Gang der Uhr beeinllnssen dOrfe. Die Uhr sdlte femer 
einen kräftigen SecundeuHchlag hi sitzen , jede 0. Secuude durch ein besonderes , feines 
rWockenaignal Ttmrlciren und heim Hegisliirt n der Tlirsecnnden die 5Ö. Secundc riin Sifrcifen 
de» Chrouogr.i|ihen auüiu.Häeu. Die erstere Eiuriclituug bezweckte, dem mit Aug" und Uhr 
Beobachtenden den Beginn der Uinnte aniuaeigen , ohne dass derselbe das belenchtete 
Zifferblatt zu besehen brauchte, theils um sein Awgc beim Verfolg s« liwiu lu r Stonie ein- 
pfindlich m erlialten, tiieils auch, am Um bei dem Lftrme, welcher leider die Fngw Stem- 



d) Die Hohwfl'wbe Pendeluhr Nro. 44. 




— H - 



wiu-tt' bis sjiut iu die Nudit liiiii'iu umgibt, aal' Uif |-kliti!;c Sc. iimlcnzahlung zu leiten; die 
swfHti! hliigfgfu «Aitb dem Bpobilübtifr di« EinthviluDg Av» Registrirstrvjf«!!« nacli Minuten 
weaentlich «rleichteni. Diese It^tztang^filhiten Moilificatitmen lie» «lektriM'ben l'aterbrechei'» 
WHivn tfir lloliwft neu und »rtiöhten uaturtomäss dcu i'ieis iWv I hr. weli ln-i' sclilies,s|it li 
auf -.»tHMt M.irk bei eiiK'i' Lii-lVrzi-it \>»n 10 Monati'ti f.'^tm -.-tzt nmii-.Ii- In .frr Tlmt 

wurde aut li die Llir zu Beginn dvä Winters is.st; Itu tig, verblu-l» jed<« Ii aut nieiiien speeielliMi 
'WodMtb noch «inige Monat« in Anwterdanif ebonsowolil, mu Zeit fOr die ijorgf&ltig« PrOfuog 
dergelben xu gewahren, als aiiclt^ um den Transport in d«r rauh«a. feuclttini Jaliresaeit «u 

^e^nleiden. Febenlies uiussle «las Mtllsfändige Austroeknen des iiu Herbste l^^SG neuerbauteu 
Meridiaii/iiiimers. in welclieni jent^ l'Lr auf einem besuniiereii rCeibT AutVtellung tinden 
sullte, abgewartet wei-dcu. Der VereiuJmruug gemüss ging eudJieb die Uhr am j. Mai Ibü'i 
von Amstvnlam ab und wurde am il. Mai, nacM«m der Uhrpfeiler norb «»ine notbwendige 
Verstärkung erfahren, von mir wnd dem Sternwarten-riiriniicher Chr. Vetter aul'Kestellt, 
was aufgrund der von Uuii w Q mitgegebenen schriftlichen Anleitung leicht und sicher gelang. 

E» folge nun eine knne Beschreibung der Uhr oder vielmehr ihre« elektrischen 

C'ontraetwerkes. ubne jed(K-li auf i!> t nllirte Angaben einzugehen, da liierfür die Zustinnnuog 

dfs V.-rtVrtini'i- fV-lilt. l>nrh <>A luMih-i kt. iltii^^ <lie Pniger 8ti'ni\v;trti' frtr ihi iLrin ( >nt»n- 

tiruug von Ilohw ü eine ausfülirüehe ZeicUuiuig und licsehreibuug aller Theilf ile:< elek- 
triarhen UntailNreeliera erhielt, wekhe den sehr sinnreidian MeeluuuBmw in vUlkommeiietter 
Weise erlftutert, vUirend eine directe Einsichtatalime des Werke« wlbst die hohe Exstctheit 
nnd Soliditftt der AnelOkTuag bekiuidet. 

Der Contactti)»pantt ist der Huu«en'8vhe. Eine nunreichende Zeichnung und Be- 
scbreibnng deoBeliieii lindet ^ich in: „\. v. Konkoly. Praktische .\nleitung zur .\u- 

etolKmg astronoiniseher Beobaehtunijen." l{raiuis<lnM'i!,' I s>*.( ]k flT 7', \xf'-lin!b Iiier 
nicht u&ber duraui eingegangen werden möge. Die Welle (w), au web hur der springvude 
Contaefliflhel ß) befestigt vdlfabrt bei dem HohwlPsciien Werke 8640 Dnlftut'e» wShrend 
das erste oder Walzennid, welches auf seiner Wake das treibende Gewicht trügt, eine volle 
Umdrehung inatht. Die beiden Paletten des Ankers, inil webbeu h in jeder Secuude in 
l?t'rf'ihrimg kc»nniit, bi!df>n kroiseylinilrisciic FlA>'ben jiii-j i\i<m Mittfl]>uiikt.> ili'rjpnigi'n Welle, 
an Aveleher zugleich der Ciruhaiu-Auker sitzt, und sind mit steinen versehen. Der (elektrische 
Contact erfolgt niciht im Momente dieser Berfihnmgen, sondern in der Zwtsrhonaeit awischen 
je zweien imd ftllt derart mit dem Secundenschlage xnsammen. Dies wird erreicht, ind«n 

die i'll.' " i in»' kleine S« lieibe fn'igt, welche eine ümdrelnini; in 4 .'sei unilen vollbringt 
und m je yo" Abstand vier Iridiunislifte bisitüt, deren jeder ^••ciiudfTiweise über eim- d;tr- 
unt^r betiiidliche Iridiuiufeder (Jj gleitet. Iu dietiem Moment« der uietallLiehen iieriihruxig 
und des Stroraadilusses befindet sich aber k in der filittellage iwischeo beiden Anker- 
« ontfleten, wflhrend zur Zeit der letzti' reu wieder der Wtr. Iridiumstift xnn iler l'eder / 
frei Ih ut l u iikt ninn sich fenu'r . "las- y.wr Zeit iler ."i;t. Sec-unde <li<' bemerkt. I i der 
durch einen besonderen Stift au» ihrer Lage gedrückt wird, so kann alsdann ein ."»trom- 
schluss nicht stattliaben, und das Secundeuzeichen tun CThrouugruidien bleibt atis. Dagegen 
ist das Ansprechen des Gloekeusigualü zur 0. Secnnde auf die BeiOhrung eines anderen 
Stiftes mit einer zweiten Iridiunifeder basirt. Die ei\\ähnl>'U .Vnkerpaletten können nebst 
den Amien. an web lun ti.^fi '-tiL't sind, um ein«-)! kl<-ineii Bogen i r Ii ivehts oder fiiiks 
gedreht werden, wodurch die \ulle Cuiiu ideuz dej* Kegi.strirächluges mit dem L hrsi lilage 




— 15 — 



«mkbt wird. Die Welle » trsgt noeh einen Wiadflflgiel, welcher nicht allein verhindert, 

diu« der Fh-lx-l /; sicli zu schnell beweg*- und atif «Ii«!?*' Weise einen zu kurzen Scliluss des 
Stromes herbeiführe, t^onrlcrn nm h di ni T'Tn-;t;iTido vorl)eu>}1 , da^f' der Hfbel A heim An- 
falleu au <lie Ankerjmlettc ziiiiickpraile nn«i Inerdnn li ei« zweiter ritroniSi Jiiuss uuttttQnde. 
Zar Einechnltung und Hemnmiij; des elektrieehen Unterbrecbere dient ein kurier Arm, 
welcher aiD oberen Rende dee ZifferUatte» durch eiue kleine Oeflbung in «iasaelhe hinein- 
ragt; seine Bewegung nadi n-rJits liringt das ( 'ontiietwerk in Ganp. nach links zum Still- 
stand. Die Coustrurticn des Wi-rki-s verlang, daps zum Ausfallen der 59. äeuuude der 
Appui-at hei einer geraden Secuude angehalten und dann stets bei der, um zwei Einheiten 
vorattsliegenden , Seconde -wieder in Qang gebracht werde. Am einfachisten erscheint es, 
sich daran sn gewöhnen, das Arretiren bei der .'>8. Seiunde und das Kin.schalten bei der 
(' SciMinde vorzunelnnen. .Sollte aber eiiirniil dicstrczriulicii ein Mi.ssgriff vorgefallen sein, 
SO is^t e$ notbwendlg, auf jene äecuuUe zu acliteu, bei welcher der lUigiätrirsclilag ausbleibt. 
Heiast dieser n, so ist als Interrall i zwischen Arretinni und Einschalten, anschliessend 
an irgendeine gerade Seeunde, au wählen: 



worauf wieder bei der 5«. Seeunde das Ausfallen des Chronographenzeichens erfolgen 
wird. Ad ex. T'-t ilcr Kf-Ki^^trir-^i iilap stutt hi i 59 bei au.sgeblieber, so i.st t = 34" zu 
wählen, also, wenn bei r>s arretirt worden, da.*« Cootactwerk bei 32 wieder iij (Jang zu 
bringen a. e. w. — Noch Lst der vier Klemmen au erwshnsa, welche sich an der rechten 
Anssenmite des oberen Uhrgehftosee beflnden und von nntan nach oben mit den Zahlen 
1,2,3,4 bezeichnet sind. Von diesen gehören 1 und 2 zum Secundencontact, also zum Chro- 
n<^Sraphen, 3 und 4 xum Minutencontact d. i. xiuu GlockenaignaJ fOr die 0. äecunde allein. 

Ilohwü zählt als besondere Vortheile dieses, von der Uhr völlig getrennt arbei- 
tenden, Contactwerkes auf, da.*s bei der Keiiügung des Unterbn'* Ikm-s die Ulir .selbst nicht 
angehalten zu werden braucht und dass dasselbe keinen wesentlichen Tbeil von Ki*aft der 
Uhr raubt, also auf ihren Gang fast keinen JSinflnas aosdbt. 

ITbr nnd Contactapparnt functkmirni in aasgeseichneter ITeiBe, wofllr aablreidke 
Zeitbestimmungen, sei es in Anwendong der Aug*- nnd Ohr^Hethode, sei ee mittelst des 

Chronographen den Beleg liefern. Trotzdem unterlasfie irb i = hier, den Uhrgang durch 
Zahlen d;)r!i;iistellen. «la «lieselben wegen der i\iitstellung der Uhr im dritten Strn l<\vi'rke 
eines, dunh nahe Strassen häuÜgen Erschbtteriingeu ausgetietzteu, (iebftude8 keinesfalls als 
Characteristica der grosseren oder geringeren Gfite der Uhr zu betrachten waren. 



Die elektrische Einrichtung des Meridianzinuners win'dc der Prager elektrotech- 
nischen FiiTiui Deckert & Huniolka ühertnwen und von dem Merhanikfr derselben, 
K. Eitel, mit groiäser Uuis^icht und Geschicklichkeit auBgefQlirt. Von Letzterem stammen 
auch die Entwürfe der hier zur Erläuterung gegebenen Zeichnungen, welche nur in wenigen 
Punkten von mir modificirt, beziehungsweise anschaulicher gestaltet worden sind. 

Dieser Anli^e war die Auf({abe zu Grunde gelegt: 1. zwei RegisiTiTapparat«, von 
Flies s und Hipp, derart mit dem elektrischen Unterbredier der Hohwfl'sehen Uhr sn 



»=:61— 1», 



e) Pia «lekiriscie EinrieUnai. 




- 16 — 



\eil>iinli'ii. diiKs die Llirlu ln 1 licid«'!' iii i"(l« r Sorutidf enlwcder t'inzplii uu«l von «'iiiaiidei* 
uuubbilugig oder uach liodart auch glükli?A'itig auKpreclieu wördeu, zwöl luster, welche 
die Beobachtung nn swei pRsrngeninstniin^nten veTmittoln. mit d«n Stenib«b«ln beider 
RegistrinipiMtnite so corre^tpoDdiren zu iMsen, da» mit jed«in TMter luirli Bt'lielM'ii der 
eiiu' odtr nTi<li>rt' t'hroiios''!'!*'' Thritisrk<'it gesetzt wcnl-'n köTuitc. S i-in < }Io<-keiisisiiiil 
von der i hr ms eutwedei' jede 6e(!unde oder nnr zur Zeit dm* ü. öecuudt» zu tiehör 
zu briiifrcn. 

Der Zweck dieser projectiiteii luui'ichtuiig wai', eiue gleiclizeitiye Beobachticig 
zweier Observstoren mit dem Wecbeel der Chronogrrapben su enuAglicbeii. die letstoren 

IiiTisicIitlicb ihn 1 Zeitscala hetjuein verRleii hen zu kuiuien. endlich auch för die Auj;'- und 
Ohr-!'»' i^m htwiiL; tni st. londcm LiSrnic it) der Umgebung der StennvarU» eiue JtT&ftige 
MarkiriiDg der 0. Scciuide uder auch jeder eiuzelueu i>(>cunde za erhalten. 



SeftaMr*« 




Ziiiii Rrtiii'li (!i 1 Anhiife sollten Hatttiifu in Anwendung kommen, welche einen 
möglichst gleichiuüääiguu und aodauerudeii öu oiu lieleru und weiche , da t<.ie im Be- 
obai'btuQgsrftnme selbst aulkustellai waren , grösserer Kälte Widerstand, au leisten ver- 
mdehten. Am vortheilbaflesteii ersdden es, sogenannte LeclanchA'scbe PermaneoB'Elemeiite 
au benOtsen, welche ans einem Kohlenstab. umgeben von gekörntem Braunstein und (_\iake8, 
Miul finem Zinkcylinder in einer mit Salniiaklosnng geffillten und narli olu-n dur einen 
(iummiiiug abgeschlu>äeaeu Thonzelle bestehen. Diese Elemente wuiik-ii iu geeigneten 
noLttrOgen nüt SigespBnen als schleditem WSrmeleiter umgeben und (Iberdle» in einem 
geBchIoB<enea Batteriekasten vntergebracbt. FOr je einen Registrirappitnit sind 3 Elemente, 

fflr die Sipnalglo<ke jedoch nur 1 Element in tiebrauch genounneii. l'ni <h'n KiTitliften Strom 
von S Klemeritcn iiirlit auch durch das ("ontattwerk der l lir zu senden, wurden in deren 
Leitung zwei eniplindiiche Ueberti^ager oder Kelais eiugi-schaltet, welche mit deii>elben nur 



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— n — 



ittxeh 1 Element in V«srbiaduiig stobea, dm aiureiclieiid erscbiniit, beim Einspielen des 

Ulii toiit;n ti's <1if' Eisenkerne der Relais iiiaaruetiscli zu luut hen, dadiirt ii sefjeiifibei'stehende 
Anker in BeNvegutiB; zii setzen und derart im Moment ■ des l lin rmtactes den tlreielementigen 
Strouiki'eis uacli dem eiiieu oder audereu Clu-ouograi»iieii zu hchiiesaeu. 

Die AnsAbrong der erforderliclien Verbindungen fOr die venchiedenen Appnrate 
unter einander ermOgli<^ben zwei Schaltbretter, welche liier, in der das ganxe Arrangement 

venui^cliaulirhendeii Zeichnung, ais »Schaltbrett" bezeichnet sind, und zn welchen vier 
Metatl.stö|iHel gehören. Im Tebrigen dflifte die Fignr alle weiteren Anseinandersetzungen 

iu iustructixster A\eise uiiterstütztm. 

Zu dieser »Lhenuitisciu-n Zeichnung ist zu hemerken, das^ buliufj» be<iuemurer Dur- 
Stellung des Fuess'flchen Chronographen deee«! Vlir^ und Stemhebel nicht parallel zu ein- 
ander, sondern in dieselbe Linie gestellt worden, «lass ferner ffir den ^Secunden-Contaet an 
de»' rill' M?-.^ die kleine rotirende Scli.'ilic mit üin ii xit'i' IridiiniKtirti ii, wi>lrlti> nbw crli-^clnd 
in jeder .Secvnule mit der darunter lietindlichen Metailfeder in Berührunio: konnnen, und fftr 
den Minuten-Contact, d. i. fOr deu Coutuct zui- ü. Secuude allein nur der betreffende Stift 
mit einer ähnlichen Hetallfeder abgebildet worden. — Der Kflrae wegen werde im Folgeaden 
der Fuess'.sche ( hronograj'li mit F, der IIii»i>'sche nüt /f, endlich ilie (Hocke, welche die 
erwähnten Sifj;iuile für dir Aui; - nrnl Oli i 1m i iIiar litunR f^ibt, mit ö bezeichnet. An jeder 
ächultvoriiclituug luit ju sechs Liiciieru ^iiid ti rner vier Xetall-Lanielleu zu uulerächeideu, 
welche, wie aas der Figar ersdehtlivh, I, II, l, beaw. III, c, d h^eseu und im Nach- 
stehenden so angefahrt werden sollen. 

Es möge mm an der Hand 'der allgemeinen sdiematischen Zeichnung und der an 

Jedem der folgenden Abschnitfi' uiu -lii mu Kignren, welche die vei-sdiiedenen Stnpselungen 
durch kleine schwar/e Kreise »*jl\jvi erketmen la«iwu, der Laut' des elelctrischeu Ötromes 
näher erörtert wt-rden. 

1« Soll der Secunden-Coutact den Strom ihr daa cum Begiätrii-aypai-at F gehörige 
Heiais A schliessen, also veranlassen, dass der Uhrhebel von F in jeder Secnnde anaprech«, 
so werden am Schaltbrette die Metallstöpsel zwischen 1 und a, lY und d gegeben. 

Der Strom circulirt dann vom Kohleupol des Elementes A zur 
Lamelle I, über den btöp.sel zur Lamelle a , \«)n hier rd>er den Secunden- 
Contact zur Lamelle IV, aber den .Stö(>.sel zur Lamelle d und vuu da 
aus um den Eisenkern des Itelals A zurAck zum Zinkpole. Indem anf solche 

^Veise der Str<iiu u>'-chlossen erscheint, zieht «ler ma<?netiscli gewordene 
Ei.senkern den diinilM i- <ti'lii'iiil. n Aüki'v an sich, wödni'. Ii ilcr durch die /• .vpm'n o«. 
Batterie D gespeiste isti-um zur iSchlie.sisung kommt und den Uhrhebel von F in Bewe- 
gung setzt, 

*. 3. Soll der Secnnden-Contact den Strom fftr das zum Registrimjj^pKrat H gehörige 
Beiais B sehlieBsen, so werden die Metallstöpsel zwischen Z und «, IT und e gegel)en. . 

Der Strom kreist dann von dem Kühlenpole des Elementes B 
nnrh I, nach a, über den Secuudeii-r'tnitiu t iiai !i I\' und c, und weiter um 
den Elektromagnet düb Uelalü Xi nach <lem üinkpole zui'ücJl. Das gleich- 
zeitige Angezogenwerden dea Ankers vom Relais B rofl in ganz analoger r t' 
W^N» zum Falle 1. ehie Eewegong des Uhrhebels von E durch die Wirk- LLiL 
samkeit der Batterie E hervor, welciie nicht weiter erlftntert zu werden 
braucht. 3 



Ad 2. 



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- 18 — 



3. 8oll der SiM iiiiflni-* '(»ntiict »Ion "^trum (Tir Iwido K»'lais A »ith! 77 sdiliessen, hIso 
gieicluseitig lUe Ulirht^bel der Kegbtrii-Hpitarate F und H ziiiii Auschlug britigeu, so werden 
die MeUllstöpsel zwiselien I und IV und d, lY und e gegeben, was mchts Bodeies, ids 
die einünch« Verbindung der Ffille 1. nnd ist 

Der Strom rireulirt hierbei von den EoMenpolen der Elemento 
A und B uarJi I, imcli a, aber den Secnnden-Ocmtaet nndi IV, weiter iiaoh 
c und J, wo dersellie siih tbeilt um! ilii' l'ÜHktroiiiagiiete bei<ii'i' lli lais 
A und B umtliesst uud duiin /u den betreüenden Zinkpolen zurückkebi*t. 
Die J-'ulge davuu ist , dasfj* die L'hrhebel vuu F und H gleicbzeitig aii- 
spirecben. 



Ad 3 


m 






üi 


ßJ9 


i 







4. Soll der becuuden-Contact den 5troui i'Qi' die Sigiialgloi-Jke schlieesen, HO vrenlen 
die MetBllst&psel swiedien II und Oy IQ und IV und d gegeben. 



Hl 


I 






1 


B 



Dt»r Strom läuft jetzt vom Kohleupol des Elementes C nach II, 
Dach aber den Secnnden<<^tact nach IV, nach d, nach III, mr Sig- 
natglocke, umlcreiBt deren Elektromagnet und kehrt zum Zinkpole des 

Klcmcntcs C zurflrk. Derart wird der Anker des- fllooken- Apparates 
angezogen , und in jeder SecunUe eiu leirbter ^lilag auf die Glocke 
.selbst gefahrt. 



5. Soll der 'NÜnuten-Contai t d. ri Sfiutii fftr .lif Siprnalglocke scblieeMn, BO urerdeo 
die Metallstöpsel /.wischeu II und 6, III und ä, 1\ und d gegeben. 



Aas. 




6 mir jmiadr. 



Der Strntn u- ht daiui vom Kulilcnpol det? Elementes C naeli II, 
narh h, von bier Ober den Minuteu-Contaet nach IV, Aber d nach III, 
weiter um den Elektrcmti^inet der äigualgloeke und wieder zurück zum 
Zinkpol von C. Auf diese Weise erfolgt xa Beginn jeder iCinute ein 
feiner Glockenachlag. 

ffiermit wQrden die HanptfUle erschöpft sein; doch kann man 
noi'li verschiedene ComUnationen durch «ntspreehende Stöpeelangen enreiehen, beispiel»' 

weise: 

i>. Soll der Secundeu-( 'uti(ai t dm Sfi-<iiu. sowohl fftr die beiden llelaLs A und By 
als auch für die Signalglocke scbliessen, so werden die Metalktöpsel zwischen I uud Oy 
II nnd «, in und d, IV nnd d und e (waa durch Stöpselung des mittelsten Loches der 
Lamelle IV enielt wird) gegeben. Es ist dies Mgenüich nichts anderes, als die Verbindung 
der FftUe 3. nnd 4., wie es auch aus der StOpselung unmittelbar ersichtiich wird. 

T)i*r Strom oiroidii-t jetzt von den Koblenpolen der Elemeute Ä 
nnd B imcIi T. vom Kulili ii|hi1 (Ims l'.li'inentes (7 nach II. von \\u-r nhpr 
a nach dem Secuiiden - Contact , weiter nach IV, nach c und </, wo eine 
Theilimg nach beiden Relais hin und surAdc nach den fflnkpolen Ä und. 
B stattfindet, ferner auch nach III und von Ider um den Elektromagnet 
der Sifrnalglocke luuh dem Zinkpole von C. Der Effert dieser Combi- 
n:)ti<»T) wfit'(> r):iher, dasts die Uhrhebel J-'und H gleichseitig mit der Glocke in jeder Secnnde 
an.spref heu w ürden. 



Adß. 

f . H II (. jrih Sr, 



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.— 1'.» — 



7. Aehiilic h crliielte mau durch Vorbindungr von 8. und 5. «inen 7. Fall, wob«! die 
StApaelung swi«chea J und a, II uod III and cf, IV und « und d zu erfolgen hätte. 

DiT EftiTt dieses Arrangfineiits wüiv , ditss die Chrlu l.rl von A4 7. 

F nnri // iti [. ilcr Secuiide , das (Uüduingigital al«r nur ZU Begiim der 
Mimite aiiöi»m iu'ii wOiden u. s. w. 

Es erübrigt nocli zu erwäluieu, diism die 8ti«ruta»ter, welche nach 
Art der Elingeldrllcker handlich und leicht conttruirt eind , mit Vice» 
veraa^Contacten versehen sind, so dass der Batteriestrom D oder £, welcher Cnapo.Sw. 

l>eiin Arbeiten der Relais ^1 bezw. B um die Elektruniac-tictt' der l'luhebel F)>e7.\v. // cireu- 
lirt, im Auj^enblicke des* Niederdrüt-kens des zuarüliöriseu Htenitaster;* iintcfliruclmn \\'\r<\, 
jedoclt uu uuderur Stelle 2j;esi'hloesen um die Elektroniajjiiete der betretiendeii .St»»rnliel>el 
fli«^set, MOdnrch eine Stromtbeilnng vermieden «nd für beide Hebel desselben Be^- 
Strirapparates das Ausreielien mit einer einzigen Battei-ie erzielt wurden ist. Hieraus 
er\vriol(«t aber der Naehtbi il . d;i-<s-, weim der Ubr - rtmtact nnd das Stenisipial zufällig 
gleii-luciüg erfulgeu , da» L hrzoicheu aui Hesistrirappai-at ausbleibt , was jedooh oline 
Belang ersehelntf da man abdann in der Lege ist, daa Stemsigiuil auf die vorangcgaa- 
geoe oder nachfolgende Zettseeunde d. i. auf ein Zeitintervall von zwei Secunden statt von 
einer Secande zu begehen. 

Endlich wird die Anlage noch durch einen Stromwechsler vervollstliudigt, welcher 

dureli Drehung eines Zeigera nacli liiiks oder ret lits di« vnn den Stern-Eleklroniagneten 
nacli den Steriilastenj tillirenden Leitungen weiliseit und zwar su, dass \vi ersten Falle 
der Taster des geraden l'uäüjageuiujjtrunieutes nät jener du» gebrochenen niii H oorre- 
spondirt, im zweiten Falle dies umgekehrt geachieht. 

Was die Chrouugraphen selbst betrifft, so kann abermals auf die Beschmbnng m 
dem oben angofllhrten Werke von N. v. Konkoly p. 594— GOß verwiesen werden. Es seien 

hin- nur einiiie VerTindernngen besprochen, welche an dem Ilipp'seben Al»j>arate behufe 
ei'ifarhiTrr 1 [;mi!ti:if>Hntr desse!'icn vorirenDUiinen und ^rleiclifalls vt)Hi MerhanikiT Eitel 
durtligtlülul worden sind. Zunaclisl \\urde die ?H!hreibvürrifhtuug, welch« bei Hipp au» 
zuges|)itzteu ( 'apillari^hrdien und gefalrbtur FlQssigkeit besteht, für die Benutzung von 
fileietiften transformirt« da daa Einziehen der Farbe in die SaagrOhrehen zu nmstitndlich, 
andererseits die Einwirkung der Kälte auf diese FarbflOssigkeit zu niisäruh ersehieu. Die 
liieistifl" !in Stelle der ('aidllamdirehen sind in eitx r Fassung ans Messing liefestigt und 
werden sanimt ilieser dureh eine Üpiralieder sanft gegen das Papier der ^Valze gcdrüi:kt, 
auf welchem sie deutliche Zeichen geben. Die Stiirke der Feder muss der Hftrte des Blei* 
Stiftes angemessen sein und darf auf die ijIi ii liiiiii--,i^e Rotation der Walze keinen anderen 
F.intlii^s nlirn. ilies bei den Saugndireheu der l'iill ist. Wird der Stift \<n\ mittb>rer 
Härte genommen und an einer Feilt; gespitzt, was behr einfach und sicher gescliieht. su 
reicht dim>« ^Üuspitzen allgemein für einen Beobachtungsabend aus, ohne das» die spätere 
Ztsiehnang an Klarheit eiiibttssen wQrd«. ^ Auch die Befestigung des Fapieres auf der 
Walze, welche vordem dureh Uebeiiegeu und Zusannnenkleben der Papierendeu erfolgtB| 
wurde d hhin Ii vt f iiifarlif. dass an bcidi'ti f M cnzllärhen der Walze kreisförmig gebogene 
riättolien angebi-acht wurden, welche, durch kiüftigu Federn an «Uu Pcriphviiü duretelbeu 
gedrfickt, das lose aufgelegte Papier ansreichend festhalten. Ausserdem wurden die Spulen 
der Elektromagiiete, entsprechend der Stix>nistflriEe der verwendeten Elemente, uiit stärkerem 

3* 




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— 20 — 

DitilitP ninwickf'U. Endlich ist die bekannte, selir siinireiolie Hcguliroug iles Hipp'silien 
Laufvverki'ü mittelst eiiiei» Sirenenradeg wegen dee> damit verkuQpfteo Gerilusc'heä durch 
einen xweltheiligen, in seiner Brdte beliebig regidirbaren, Windfang ereetst worden, welcher 
die besten Dienste leistet. 

Schliesslich sei noch bemerkt, dass diese gessmmte elektrische Anlag« mit grOester 

Exnotlieit inid Zuv«>i-lH>!sigkeit fiin« tionirt, was den eifitigen Bemflhimgen and der InteUigeiuc 
des Mechanikers R. £itei xu danken ist. 

Bemerkungen zur Theorie des Passageu-Iostramentes. 

Die Theorie der astronomischen Instromento, welche sich snr Aufgabe stellt, ni«ht 

rtllpin die vom Yerfertiger am Instrumente zurr»kRela,-M tu n Fehler, sondern aueh jene, 
welche iiu< < im r inicxiioten oder vcriiiHlerlirhen Aiif'^^ti'Iliiii;; hervorgehen, durch Rechnung 
unschädlich zu machen, wiril besonders durchsichtig, wenn zwecknifisf^ige Zeichnungen die- 
selbe erlautem. Denn ist einmal die Uebeitragung der Fehlei-gröiM«u des Instrumenta auf 
die 8|diare in anscltattlicher Weise erfolgt, so hat die weitere AofKtonng der sich ergebenden 
sphärischen Dreiecke keinerlei Schwierigkeit. Unsere gegenwärtig besten Lehrbücher der 
sphärischen AstiiMioniie sind aber in dieser l?ezifhiit)g entwedri silir sjniiNani. wie das 
sonst voi-zQgliche Lehrbuch der sphäi-i.schen Astrononüe vou F. Brünnow, wetdie» «ich 
bekanntlich durch einen &8t Tollstikndigen Ifangel an Abbildungen anssrachnet, oder, si« 
sind mit zn wenig plastischim Dlnstrationen versehen, wosn ich anch das im Uebrigen \w- 
trefflichc Uandbuch der sphärischen und j)rakti;«chen Astronomie von W. Chauvenet 
(A manual of spherical and prüftiml n-tronomy. Philadelphia. 1874) zählen muss. Es 
erscheint liins wohl begreillicli, da ni< lit jeder A»ti-onom, welchem ilie Theorie der lui^tru- 
mento gleichsam plastisoh tot Augen schwebt^ anch in der Lage ist^ seinen Gedanken mit 
dem Stifte Ausdruck zu geben. Die scheinbare Complicirtheit solcher ZeichnongiN), sobald 
sie die giin^e 'I heoiie in sl< Ii fai^sen .sollen, datfte auch Manche von dem Tersuche einer 
solchen Darstellung zurflckschrecken. 

Im Folgenden sei nun ein derartiüi i* Ver<iicli füv d,)- Passageninstrument genutcht 
und zwai' 1. für beine Aufstellung im Meridian, 'J. tflr seine Aufstellung im eryteu Vertical 
CvgL Tafel). 

1. Das PttMgtnimnmaiit im MarMtuM. 

Treben wir 7!UMä'-li>-t v]\n-^v T.inieu an dem Passageuinstrumente hervor, welche in 

der Theorie eine wichtige Rolle spielen. 

Verbinden wir die Mittelpunkte der beiden Enden der Umdrehungsaxe des Fem- 
rohrs durch eine gerade Linie, su heibse diese die Kotatiousaxe. Sind die beiden cylin- 
drischcn Axemqrfen von ungleicher Dicke, so wird diese Aze in entgegengesetzten Lagen 
des Instrumentes, solange die Axenlager nnverftndert bleiben, eine veischiedfline Neigang 
gegen den Horizimt zeigen. Um beide Seiten der Rotationsaxe zn unterScbeldeii, werde 
jene Seite, welche den Einsteilungskreis trfigt, das Kreis-Ende genannt 



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— 21 — 



Die Seiikrfclite zur Itotalioiisiixf, gezogeu gedacht vom .Mitt(*i])iiitkti* des FtTiirohr- 
Objectiveij, werde als Colliiiiatiauäliuie bezMchneL Dieeelbv bet>c)ireibt bei di^r Drehung 
d«s Fernrohrs am seine Axe an d«r Sphilre ein«n Kreis (ColUmations-Kreis)^ dessen Ebene 

senkrtfcht zur liotationsaxc 8teht niul f^lt^ichzeitig; doii Mitttdpankt der Axe sl^ Mittelpunkt 
der beschriebenen Sphftre in sich lie-^reift, we.shalh tliesei' ein sogenannter grösster Kreis '\:st. 

Endlich heisse die ^'erbiadungH.lillie vmi Objectivniittelpuiikt und Mit1t lfa>li ii in der 
BremiebeDe die Visurlinie oder Gesichtsliiiie, weiche iui Allgemeineu einen \ou üO" ver- 
schiedenen Winkel ndt der Rotationsaxe bilden wird. In dieser Yisarricbtiuig geschieht 
die Beobachtong des Sternes, sobald er sich am MittelfiMlen befindet. Wird die Tisurlinie 
anf den Mittelpunkt der Axe parallel fibertragen gedaclit, 80 beschreibt dieselbe bei der 
Umdrehunir Fem röhr* abennal-^ eiinii Knis an iler Sphäre (Visurkreis), desisen Ebene 
wohl senkrecht zur kotationsaxe steht, jedoch deu Alittelpunkt der Axe d. i. d«r iSpbäre 
nicht mehr beherbergt, und wekber als sogenannter kleiner Kreis erscheint. Darselbe bildet 
die Bnm «nes Kegels, dessen Mautelilflche mit der Yismrliuie als Seite begehrieben wird 
nnd die Kotationsaxe des Femrolu» rar Axe hat 

Nehmen wir nun folgende Fehler beim Passageninstrumeute au: 1. Die liotationsuxe 
liege nicht im Horizonte, sondern bilde ntit demselben nach der Seite des Kreisendes hin 
den Wiukel i, wobei 6 = -|- eine Ivrhebuug, b — — eine Seiücuug des Kreineudes bedeute. 
3. Die Rotationsaxe liege nicht in der Yerticalebene, welche dorrh den Ost- tmd Westpunkt 
des Horüsontes geht und erster Vertical heisst; ihre Pi"ojection auf den Horizont Schliems« 
vielmehr den Winkel k mit d^r Hichtung: (>-f-Wt st riii; daln i werde die Abweif liiniti k 
positiv genonniien, wcan die Projectiou des Kreisendes, sobald letzU^res nach Westen zeigt, 
sodlich vom Westpunkte d. i. »wischen dm West- und SAdpunkt fiUlt. 8. Die Visurliniti 
bilde mit der ColUmatiooslIme den Winkel e, welcher CoUimaticiisfehler heisst nnd ab 
positiv gillte, sobald der Winkel zwischen Yisurlinie nnd Rotationsaxe nach der Seite des 
Kreisendes hin gr Asser als 90" ist *) 

Hetnichten wir vorerst tlen Kinüuss dieser Fehler auf die Deobachtungszeit eines 
anvisirten Sternes S gesondert, wozu die Figiuvu 1, '2 und 3 (vide Tafel) entworfen sind. 

In Figur 1 ist fOr die Ni it^uiic i < iii von Null verschiedener Werth, dagegen k — O 
und c = (> angenommen. Da in der Zeichnung daü Kreisende A' unter »lern Westpunkte W 
liegt, 80 ist negativ eingeführt worden. Die Tisvrlini« Ifö, die hier senkrecht zur Kota> 
tioasaxe zu denken ist, beschreibt nun einen grössten Kreis, welcher durch den Nord- nnd 
Sfidpunkt des llorixontSS geht nnd nach dem Zeuitlie hin im Abstände b nach Vorn« geneigt 
ist. Die Steine kfamen nur in diesem VLsui'kreisr l'cnbachtet wertlen. Xchiiicn wir den 
Stemoii iu 6 an und verzeichnen wir den l'arallel, welchen derselbe um den Ae<|uat«r- 
Pol P besehreibt, so handelt es sieh danun, die Beobaehtongsseit der Passage des Sternes 
doreh den VisnArug (Ort IQ auf die Zeit der Passage des Ueridianes (Ort iS^ ra redn- 
ciren. l>ies geschieht, indem wir von ei-sterer den Winkel r, umgesetzt in Zeit, abziehen. 
Es folgt somit für ^) = — .•r = — . Was nun die Grösse von r betrilft, so ergibt sich aus 
dem sphärischen Ureiecke SS^P: 



*) Asf dien Waia« täni die Fehler dca PMangeeiiultamata* mit ^bmümb ZeidMn wie ia Brlnad«^ 
iphiriielMr Attroaeuie tSngMkiL 



»in ÄÄ, sin 'JO" = sin r siu (ÜÜ* — d), 




sin ASS, siD = sin b tan 

-worin i A\« Duclination iind h die Ueridianhöbe des Steint« hti deswii oi»nfr Cntmlitation 
isL Da nun Ä = 90» = 90» — (5^P — PZ) iiiut PZ = 00» - (f Cv = ircogirapliisch» Breit«) 
ist, so folgt weiter A =: HO» — (90» — d — SlO» + f/0 = »0» — (?> — *), also : 

flin r coii d = fiin fr coa Op ^ d) 

und, «enn die Nei§:iing klein godaclit wird: 

vos(,f - d} 
T^b. -. 

«IIS (I 

In Fiv.. 2 ist fc lu'gativ, dugi>geu A = ü iiii«! r — o itngeiiouuiu-u. Der Yisurkrcis gelit 
in dü'ht'iii Falle iIiiiyIi Zfoith und Nadir und bildet alR Vertioalkreis mit dem Meridiane 
nach Westen hin den Winkel k. Wieder tritt der Stern in den Yiauriirois apHter als in 

den M- iitii iii s\( -lialli I =- fnr i = — foijjt. FQr den altsolnten Betrag von » ergilii »ich 
aus den s|diili-i»ekeii l>r«-ii'< k<'n S.\% uiul SS^P: 

sin >iti "fH" =: ein k sin ('.Kt" /«) =smTBin (IM)" — d}, 
aliso sin r <•»'.>.<) — sin ^' «in (y- — d) 

iimi l»fi kleinem Weitlie von k: 

^ — t. ('/ - '^^ 
(im o 

In Fig. 8 ist endlich e negativ, d^egeu fr=0 und ifc = 0 augenoinmen. Der Visur- 
krei,«« ist mm « in kleiner Krt is nriil liepl wcstliili vom Meridiane im Abstände c jiaruliel 
zn diesem. Aneli hier tritt der Stern sjjäter in dfii Visiirkreis. als in d»ii Meridian, woher 
%=■— für c = - - tulgt. Da jetzt .S^„ = c ist. so eruibt sieli sofort die ISeziehung: 

sin Ä'iiy — siu c z: sin t cü.s ö 

und daran« bei entMi>rofboiider Kleinheit von «: 

r 

T = T-' 

ros d 

I,as.scn \\ir nun alle dn>i Fehler im >;ezeielmeten Sinne a\if eimnaJ wirken, so folitt 
als (■(.rreeti.m tli r I'. ■ .f,;i, litmiyszeit im Visiirkreisi- C'^" + -^7' = l'l'i'JSeit + Stand der L'hr) 
auf die Zeit der Meriilianiiassage = Heetaseensiim des Siemes): 

, . 0/ - «^^ , . siii(5_A) « 

T = A j + K j. T 1, y 

vvm a cos d cos o 

worin aber fr, ifc, c als negative OWW«eu eingefOhrt ersc^heinen. Werden dies« Ftdiler MOnuut- 
lii'h positiv gedacht, so wechselt v das Zeichen und wir haben: 

Im eraten Falle ist t ein westlicher, im «weiten Falle ein östliclicr Sttnwlenwinkel. 

Tei-einigen wir jetzt alle drei Zeichnungen in etm eiasige, in Fig. 4. Uni diesell>e 

mrijjlichst anscLauli« Ii zu iiKM-ben, werde k negutiv, nlsi» dt-r Vertiealkreis d> s Kreierendes 
nördlirh vom ^^'e>t|lunkte des llorizcntcs. angeiuimineii. 1)1«' Kotationsaxc tnlfe, naeh der 
beite des Kreisende» verlängert gedaclil, die fc>idiäre im I'unkte A", des.sen Cuunünateii 



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— »8 



iMsOgUcta d«B lIori»nit«s : ( und 90 + ib, besflglich des Aequntora : n und 90 + m ««{«n ; ereter» 
Siod Hflhe und Azitjuith. lotzti-n- D«aliiiation im<l Sfundcjuviiikd dci KivineiMli-s. Wi-k**» 
it= --, ft)lgt anrh mz= il. i. mit ciitErt^gonppsi't/tt'in licn zu jctii in j iillf. w.» süillirli 
vuia \Vf«tpiuikte lägt«. Jn<- C uUjinatiuiislinie tiiU'o Uiu:li V; sii' steht .sfiikn-rlit zur Uutu- 
tiotuax.e und besdureibt den grOi^ütHu Krais CC. Die ViBurliniB tatfe nach iS, wo der Stern 
in Wirkliclik«it beolnchtet wird; »in beschmbt «in«it kluinen Knis {Mnalkl snm Gollima' 
tirmskm's und bilde mit der liot:itioiL-<i<\e mich d«r Seite A' hin den Winkel ;t0«4- <• (c = -|-). 
»<) dii.Hs der Ahstand von CoUiniatioii.s- und Visurkreis gleich dem ('iiltim:iti..ii>fi'li!«'v e. ist. 
Unter der Annahme dieser Fehler bewegt sit-h die Visurlhiie suistatt im -Meridiane in» ge- 
leidmetim Visurkrei««, und die BeobachtoDgaseit des Sternes 8 moss nm « verringert wwden, 
nm aus dii»er die 2Seit der Meridinnpaflsage zu erhalten. Wegen Jb=:— iitt also auch — 
m nehmen. 

Aue dein »phAriarbeu Dmecice KZP folgt nun: 



»in (HO» — Ii) sin + w) = sfin (iM)" — k) s^in (m" — b) 

sin (90»— »»)ios(90»+ii0=8io (9ü»— ^i)t'O8(!)0«— 4)— cob(90»— 90sin(90«— i)co8C90«— fc) 
femer aus AKSl'-. 

cos C90» + «) = e< .8 (DO" — n) CO» QM* — f • - > i ii ( W — n) sin (»O» — cos (W» + m — t) 



Dies sind die GruudtVirniein des l'assjigeninstninienfes iia Meridiane, aus welchen 
in einfsirher Weise r als Function von w, n, e (Bessersehe Form), oder von b, k, c (Tobias 
Mayeifsrhe Form} folgt Wird in diesen Atudrflcken für ib... — jk, n... — st, v... — * 
gesetzt, m haben wir dieselben Formuln, wie in BrOnnow's Lehrbuch der sphärischen 

AMvwutmiv. 



Die sichtige Aufiitellung dieses Insfanimentes verlangt, daea die Rotatiousaxe genau 
in die Sichtung Mord-Sfld fiüle, wodann die Collinutionslinie des Fernrohrs bei der Um* 

drehuug desselben einen Veiiicalkreis besi hreibt, welcher durch den Ost- innl Weatpnnkt 
de» Horizontes geht und als erster oder tuisgezeichneter Vertical bezeichnet wird. 

Nehmen wir wieder an, dass diese heabsi< litigti' Oricutirung «les Instrumentes ni<lit 
voilätäniUg erreicht sei. Wir äupponiren: 1. Die Kotationsuxe liege nicht im Horizonte, 
sondern habe die Neigung b; iss-f* bedeute, dass das Kreisende sich su hoch, h = — , 
dass es sich zu tief befinde. 2. Der Yerticalkreis durch das, nach Norden weisen<Ie, Ki eis- 
ende falle nii lit mit «Ii-ni ^Ici-idiMTi zit^nmincri. sunflerr bilde mit diesem ilrii \N inkfl l\ 
welcher positiv {rillte, wenn jener Yerticalkreis zwischen «leni Nord- und Ustpuukte den 
Horizunt «»diueidet. 3. Die Gei<ichtelinie bilde abermals mit der Collinmtionslinie den 
Winkel c, dessen ZRhIweise dieselbe, wi« oben, sei. 



cos C90« — ») 



= COS (90»— v)co8 <90»— J)+ sin (90»- 9) sin (90* - 6) cos (90»— *) 



also: 



-in n ~ sin rp sin -j- cos q> coa b sin k 

cos n cos m ~ cos k cu> h 
cos« sin ms: — cosy sin fi -\- siny cos baink 
aiae s — sin n ränd-l- OOS neos d sin (m 



2. Das Passaaeainstrumenl im ersten Vefticale. 




— 24 



Bi-tiai litfti wir zuiM>t wieiler t{t'.souil«Tt (U'ii Kiiitlu>;* dicstT Kfltl. i : >>, k und c auf 
Ht'oldu lituiiifszeit di'f< Stt'nii's, weh-h« von jt-iu-r disa 1. Verticales vi<i-s< hit'cicu seiu wml, 
vatA vetfolgen wir daza die Figaren 5, 6 nnd 7 (ygi, TnM). 

In Fig. 5 utt &s=-4*> dageg<^ii k — (t nnd esO angipiiönnuen. Das Knisende A'li^ge 
ulso fliier dem Kordpnnktc di'n: Hoi-koiiti>H im Mmdiane. Alüdaim beschmbt di«» C<»llüna- 

tionslinii'. wt»!«-!!«' jetzt ziiitlfich Vi^iiiHiiic ist. i'iiicn ^■«''•■•^■ton Kreis, der dun'li tJoii Ost- 
imd Wostjuiiikt lies IluriiM>iit«'.s geht und dast-llist mit ili-iii 1. Virtual den W inkel l> bildet. 
Iii ^ tritt der Stein iii den Vüarkreis, in in den 1. Yertieal, und es handelt sich weiter 
darum, die «mtere Zeit auf die letzte ni redncimn \fan in Anwtmdangr d«« Winkels r 
pesehielit. iiiin erkennt sofort, diiss für f> = + 'Ii' < 'irrectiOB r für die HeidKichtunijszeit 
(T-{-J7\ Oi-f >: . in nf ill- |ii iti\ ist. Zar £niiittluu|yc von V werde von S aus die Senk- 
rechte ,ST auf den 1. Vertienl getilllt, 

Nim ist aiLs ^S6^i* 

üia A% sin flOo =; sin « Bin (90* — rf) 
und, M'enn dii< bemerkten Feliler Ideiii gedacht werden, was hier vorau«g«setxt wii 

Ferner Mff^ aus £JSTW: 

Min 578in 'M)" = sin & sin A 
iiT— h «in 7i. 

worin h di«' H<'ihe des Sterues im 1. Vertii alr ftezeiihuet. Anderei'ätiit» wt aun dem kleiueii 
Dreiecke SIH^ : 8T:=. cos q — x cos i cos q, 

wenn q der parallactiscbe Winkel d. I, der Winkel am Sterne SMlschen seinem augenbUck-^ 
lifjien Vertical- oud DeclinationslireiBe heisst. Somit ei^bt sich: 

T cos CO« 7 = ( sin ik. 

Ab*v ans (h-ni Dreiecke S^l'Z f(dgt 

siu (".«>" - - iJ) cu» q = »in (UO" — A) cus (lÄ)" — — t ws (ÜÜ" Ii) .-in ('.W q) coj» JIO" 
COS d COS 2 = eos A sin 4> 
daher, sobald fOr i . . . 90* — * geseilt wird: 

* n'ux if, taug s 

lu Fig. ti ibt k^ — , dagegen &:±:0 uod « = 0 «ngODonimvn: l>a8 Ivreisendü A' liegt 
also im Horisonte und westlich vom Nordpunkte. Dann beftcbreibt die Collimationslinie, 
welche wegen <r = 0 wietler Visurlinic^ ist, einen Veiticalkreis, der auf «ler Westseite der 
S]iliäre sfidlii Ii M tn 1. Vertiea! liegt nnd mit diesem den Winkel k liildet. Hei- Sti-ni 
erreicht deu \isurkreia in <S, d«u 1. Yej-tiral in I»ie Beul>a<-htitngyizeit (Ort Ü) ist 
daher, wenn A negativ »t, um t zu vw^ssem, hingegen zu verkleinem, wenn k positiv 
genommen wird. Nun ist, wenn abermals von 8 aus eine Senkrechte auf den 1. Yertieal 
gefilUt wird, aus A8TZ: siniSTsin '.iO*' = sinik8in« 

-S 7'=/.- sin r. 

ferner aus : <Sjf'= SS^ cus q~r cos J cus q — t bin z sia 9', 

somit Tsin<sin4p=isi]i« 
und, wenn k positiv gedacht wird: 

_ ^_ 
~ siu <^ ' 



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— 25 — 



In Fi^. 7 st'i ciKlIirli «1iii>t>^'fn /y = 0 iiiuJ fc=:«> aiis^i'ixininii'n. Da?! Knüs- 

*>w\e K wfiso also f^ciian narli ilrni NordpitTiktc Horizcmtos; nur der Visiirkrcis iallu 
ni(J)t mit dL'ui C'uUiuuitiuu:>kif ü», uläu uuch nii-bt mit dem 1. Verticul zusuninuMi. Uei püäi- 
ttvem e liegt derselbe als kleiner Kreis sfldlich vom 1. VefticaL t hat hier dasselbe Zeii'liMi, 
Mii&'e. Wegen STsefol;;! iimnittelbor: 

^7= c = r cos f cos f = r sin «ain ^ 

«too: r= ■ ' . — . 

auflFSin 9 

Heisst nun die Sternxeit der Passage des Sternes durch den 1. Yertical: 9, and iBsst 
inan all« drei Fehler mit positivem ZeiebM auf einmal wirken, so folgt: 

»in )yng2 sin«/ ^ sin(/ siui 

Aach hier mögen wieder all« drei Zeidmangm in eine «insige, iu Figur 8, vereinigt 

wwdtm. Der Uebersiolitliibkeit wegen werde k netjutiv eingeführt. Es lauten dann Ilühe 
und Aziniuth des Kreisendes K . h ittifl \m k. <l;if(i'i>e!i i liimtiou und Stundeuwinkel 
de«M)lbeu: » tind 180 — m. Der in B beobachtete Stein wQrde deu Stundeuwinkel ( Labt'u, 
wShrend der Stand«nwinkel seines Ortes im 1. Yertiral gleich 9 — «ist Es gilt nun, 
t auf Ö — ö surOiCkzufllhren. 

Ans dem sphflrisrben Dreiecke KZP fulgt: 

cos (90* - n) = «OS (90" - r/-^ cos (9u« — 6) + sin (90» — f>) Bin (90» — b) cos * 

tdu (ÜO* - - «) i^iu (180» ~ m) — siu* sin (iK)» /;) 

Sitt (90* — >») cos (180* — in) = »in (90* — ms (»)• — 4) — co» (90* — y) siuCSO" — i) cos k 
ferner aas dem spbttiisehen Dreiecke KSPi 

cos (90* + 0 = f'i's — «) CO« (90» - a) + sin O»« - »0 sin (90» - «I) « o« [180» — (* + »•)] 
sin n = sin \\ »\\\ h COS 9' coä b t-os /c 

eos n sin m — sin & t-os l> 

cos H cijs m = — fos r/ sin L -\- siiu/ eus 6 cos Ä: 
sin e = — sin n siu d -J- t os i» cosd OOS (*4-«0 

Wird bierin flllr ik... — fltr m...^ii» gesetst, so hat man di« Orandfbrmeln des Passagen- 
instramentes im 1. YerticaK wie sie in dem Lehrbuch der s|iharischen Astronomie von 
BrOnnow gegeben werden, und aus \vel<heTi hnrht 

ata Funetkm von i, k nnd e abgeleitet wii-d. 

Dia FttdandiilMitii in MarMiu ■ni «mm V«rtioal. 

Es möge noeb eine kurze und einfach« Ableitung der Fadendistanzen im Meridiane 
und im 1. Verticalc folci r,. I'nr. i Fadendistaiiz werde in l)eiden Fälh'Ti die Zoitd;uaT der 
Passage etuaa Sternes iu bidiebigem ramllel vom Mitteli'adeu bi^ zujii l>etrachteten äeiteii- 
iiul«n verstanden. 

Die Zeichnung werde jetst in Polaiprojection gedacht; ihr Hittalpunkt sei der 
Nordpol P. Die DecliuationskreiseO endieinen dann sls gerade Linien durch P, die ParaUel- 

*) Knia», in d«m Ktcbtuif ilieOseliintiaina gwrilbU wcrdm (Tgl. die Banielnac: HMwukraii, Bnttwknw)!. 

4 



also: 



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— 96 — 



kreise als toiui'ntrisrhe Kreis»* um P. Von letzteren ibt mir der Parallel «let* Sternes mit 
derDedinatioii d, ümitx d«rA«quator (d = 0) dargesielU. DaaZenitii de« Beobachtuogaortes 
Mi in 21 AlsdflDii üt PZ der Mtridian des Ortes, die duu Senkrechte in Z der 1. Vertical *) 
und die HiiniiMlsrielitui^eA sind "wie in der Figur zu denken. 



We»t 



Ist das PasBageninetnunent 

im Meridiane anfgestelU . -n Iieg;t 
der Mittelfaden sein* nahe in der 
Meridiunebeue ; die i^og. V^rticaliä- 
den sind parallel sni dieser Ebene 
lind die Ilorixontalftden senkrecht 
dazu. Fflr die Aul"^<tellun^^ im 1. Ver- 
tieal liept d»<r Mitlelfaden nahezu 
in der Ebene des 1. Vertical.s} die 
Seitenfitden sind pamllel, die Hori< 
«ontalfilden senkrecht zu derselben. 
I.:iss<ni wir der Einfacliheit halber 
flen Mittelfaden vollstikndig mit dem 
Meridiane in M, mit dem 1. Ver- 
tical« in foincidiren. Die Lage 
des Seiteul'adens werde im eisten 
Falle durch die IVwitidit F. panillcl 
zum ^leridiaue , im zweiti^n Falle 
dudi die Podtian F, pandlel mm 1. Vertical, eharakteiisirt. MF ist gleich UP zu 
denken. 

Die Zeit, wolehe der Stern von -Jf nach F gebraiu-ht, wird <iun It den Winkel MPF=J„ 
(Zeitintervall fflr den Meridiati) gemensen, die Zeitdauer von M' iiaeh 3/*. wo der Seiteu- 
faden i ' vuiu StempantUol geschnitten wird, durch den Winkel M'PM' ^J, (Z«itiutervaU 
Ar den 1. Yertica]). 

Es erscheint nnn einfiM^ die bekannten Ausdrücke für die Fadcndistanien J„ und J, 
SU finden. Fflhren wir dazu noch das Zeitimtervall ein, welches ein Stern im Aequator 
brauchen würde, um wahrend der Meridianpassiue vimi Mittelfaden zum Seiteiifaden, 
d. i. \ou M„ nnch F„ zw gelangen. Diese küiseate Dauer der PaHtsage heisse i und wird 
gekennzeichnet dun li den Winkel 

Wir haben nun aut» dem bei rvchtwiiddigen »phArifclieu Dreiecke M^PF^ nach 
dem Sinnssatse: 

sin ir,Fa sin 90* = sin t sin 

und wegen #^=90*: 




ütin i = »in i/o^^t 



also 



Es ist femer aus dem spbKrischen Dreiecke MPF: 

sin JKf «in 90« = sin 7. siii (90^ - 
sin JfF= ein C08 d 



d) 



*i Diese Linie ^m1I'< in .!f r Polan^^^J'^'^'ioa «Ir^BC» •]■ B(«i>lMigvo dureb Zcvtli-, ()•(• whI Wattponikt 
mit dem UalboMMer : PM, aoc « geiogea wurdra. 



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aleo wegen MF=Al^F^ = i: 

sin = ^in i scc 

und goidlieit: JUstwcJ.*) M«iidi»n 

Endlich folgt am d«in sphAmchen Dreiecke IfiPM*; 

sm HTM' sin 90*=: Bin J, «in (90^ - d) 
BinJVW sssin Jrcosd. 

Nun ist iu dem klt iiifii Droieclce iPFM*, wenn g den panlUMtisclien Winkel am Sterne 
im 1. Veiticale bezeichnet: 

M'F' ~ M M" cosj </ — M^Fg ~ i, 
COBf * 

somit ganthert: — — = J,oosd 

" cos 9 
uini J. — 4 . 1. Vprtiral 

<"0S 0 CüS q 

Dil woitrr iti dem sphAnsclten Dreiecke M'ZP für den 1. Tortieal die folgenden 

Beziebuugea obwalten: 

sin IfP CO« f= «0« d ros 9 = sin c siu r 
imd, venn t der Stundenmrink«! dea Sternes im 1. Yeirticale lieisst (^^.ZPM*): 

«08 { = — coB < coa 90* + sin f ein 90" «ob (90* — f») 
somit co6 9=räi(ain9', 

so haben wir auch die bekannten Nflhemng8anadrtt.eke: 



*) Tfl. Mummt ^hrimgli dar apldriMhcn Aatronomi«''. IT. Avflife, p. 478. 
««) TgL Man jk AM. 



Das ueue Uhrwerk des Steiiilieil'schen Aequatoreales. 

Der 6-zOlKge Steinheii'sche Befraetor, welcher als grüwtes Instrument der Präger 
Stemwaiie aeqnatoreal inoutirt und innerhalb der SfldthOre des Tburmes fest aufgestollt 

ist. Miirrif ^ f^Tl irni <i licn im .laliri- 1884 zu Moiid/An'chiiuiijti'n Leiifltzt, bessLss jedoch kein 
Uhrwerk, was gcrmlc für diese in A:m;riff geiionimene Arbeit recht iinliebsiuii eiiipfmiden 
wurde. Der Plan, ein solches zu beschafTeu, wiuUe daher Irald getarnt, und di^r Prü- 
dsionehMechaniker G. Heyde in Dresden Ohenialim es, das Uhrwerk mit Grubh'Bcher 
Gangregulimng zu liefern. i>hno hierfflr die /usemhtng des Ae([uut4ireal-$tatlve^i, weU'he 
immerhin «mstiliidlich lunl iiiif .-'ii,')' Ifiiiui r'rn ruterltreebims' der ItcMtiiii-lif imirpti vi'i-knüpft 
geweseo wäre, zu boautipruchL'u. Einzig und alleiu auf Grund der vom btativu ubgeuum- 
menen Masse hnt Mechaniker Hey de die gestellte Aufgabe iu ge?( bicktester nnd xweck- 
müBBigster Weise gelöst, so dass das vollendete Uhrwerk im Juli 1885 Tom Yerfertiger in 
Pra)? adaptirt und sofort in In im Ii gesetzt werden konnte. Im Nachstehenden f<dge 
die vom Mechanikei* licyde aalbst gugebene Beschreibung dieses Uhrwerkes. 

4* 



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— '28 — 



,Ait den, am imtcrt'ii Kiidi' der l'oliinixf lM-tiiidli<lM'n. sehr krilt'tiKcii JStuTidciikivise 
igt genau ii'utrist li zu diest-iii t-iu starker Ivreisnuf^ anfieiscliniulit, auf dcsseu üusscreui 
Umfange «in, der Stiindentheiliiofr «ntsprecb^ndes, Schiwibengewinil« «orgOlltig dageschuittai 
ist. In dieses Gewinde ^eift rin« T:nmfnts(-hniulH>ii»kpindel, die ilin* nirlierf Lagerung in 
eiiieui kn»ftig«'n eisernen Ualnncii li;it ih r zwi-chen zwei starke», uii (!■ c Liiger|>l»tte be- 
festigten, LagerliiH-ken in Konierspitzen beweglich Iii. Eiji, am Kuliiuen auguüraehter, 
Exeenterhebel mit gefüenwirIcendBr F«der dient nir Ein- nod Anslüminfr ivr Tragentscbnnlw 
in besM*. auK dem Kreisgewinde. Die Aiislfisung dieser Schraube hat wShrend der groben 
Einstellung des Instrumentes zu erfolgen. IHe Tniiirnil-clirauliensiiindel trügt nneh an 
dem einfn Knde eine Kurl»d zni- tVineii l\instellung des Ae<(uatttreales , an dem an<leren 
ein eonii»«li«ib Zahnrad, dah mit eiueni, mit der t'hr in Verbindung äteheiideu, zweiten 
ronisehen Zahnrade im EingrifT sii'h beündut. 

Die Uhr ist auf einem Tideh befestigt, v\elfher unterlialb des SUdeudes der Polaraxe 
an der Saide angebracht ist Das die Ulir treibend« Gevricfat Ifluft an der Nordseite der 

Säule herab. Die .Srhimr desselben ist \»n der Uhr aus dureli die Sftole über swd Bollen 
nach einem, oben an dieser befentigten, (!altr«*n srefdhrt und durt aufgehilngt, so da.ss das. 
KD einer Holle hängende, <iewieht den biilbi ti Weg der abgelia.-i)>elten Sehnur durchläuft. 

Die riir ist ein • infai ln'^ !«iufwerk mit (irubb'srher (taniiregulirung und Aufzugs- 
vurricbtuug. Letztere gestattet das Gewieht aufzuziehen, ohne dass die treibende Kraft 
desselben zu wirlcen auflifirt. Der Zng des Räderwerkes der Uhr endigt in einem Baronen- 
rade, das eine vertimle WeUe, die den Regtdator tr&gt, treibt Letzter« besteht ans einem 
Querarm. tler reehts uml links, zwi.schi'u K<")rnera)ntxen gelagerte, lufwegliche Gewindezapfen 
trägt, auf welehcn die Hegulatnrkugeln vei-stellbar sind. In Verbiiulung mit den (iewimle- 
zapfeu, oberhalb derselben muh oben gerichtet, «dud verstellbar iti eiuer Gewiudehfilsc 
Ideine BremsklAtaccben aus Leder angebracht, üeber dem Regulator befindet stob eine 
runde Scheibe ( Hccmsscheibe), die durch .Stellschrauben genau iiarallel zur .S» hw inguugs- 
ehene des Rfirnlators gesteilt werden kann. \Vii'4 dir I'-militor durch das Ulirvserk in 
Umdrehung' versetzt, t*o heben sich bei gesteigerter Ueschwindigkeit in Folge der Ceatri- 
fogalknift die Regnlatorlcngeln, und die, diinsh dieselben gehobenen, BremaUOtschen beginnen, 
an der ft;«imsscheibe zu schleifen; dnrch die so entstehende Beibsng vermindert sich die 

(ieschw indigkeit des Regulators, die Kugtdn senken sich, jedixdi mir so lang, bis die ver- 
mehrte (.iescliwimligkeit des Triebwerkes die Kugidn wieder liebt mul die Memmung von 
Neuem eii'ulgt Diei^'t: Spiel %viederliult sich mit au.sserurdeiitlicher liegelmässigkeit, ao 
dass diese Regolinmg als eine der besten und daliei einfbcbst^ gilt. 

Die Einstellung der verschiedenon öescbwindiglEeiten der Uhr fQr liond-, Sonnen- 
uud Stemzeit wird durch Heben und Senken des Kegubttors gegen die Bremaecheibe erreicht 

Die Kegulatorwülle ruht nAmlich :iiif' ciTu iii kleinen Excenter, dessen Drehung durch einen, 
au der Aussen.seite «les l'hrgehäiises angebrachten, Zeiger bewirkt und an einem getheilten 
Gradbugcu abgelesen wird. Je weiter der Kcgulator von der Uremsseheibe absteht, desto 
grösser ist die Geschwindigkeit, welche erfordert wird, um die Kugeln so dieser empor su 
heben, und umgekehrt. 

Die von der Uhr nach der Taugentschraube am Stundenkreise fCihrende Uebertrn» 

gungSF'tnTiu'c ist (birrlt fdiii> r-infar|tr Kujip'.duiii; iii:fvrfiriirhrn, «i Iidic die Ein- und Aus- 
»clialtuDg des Aequatoreales ohne Störung der im Gange betindlicheu Uhr ermöglicht. 



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— 29 — 



Die feint' Kiiist^Uiuig des Iiistninientps während der Be* ^ü- lifmifr mid muh erfolgter 
FiiKclialftme ricr I'ln' wird durch einen, ;m dieser riiit der Aiiirriffswelle in YerbiiHhiTiir 
stehenden, Sohniirenwörtel mittelst geschlossener Setuuir vom (»euhire uug bewerkstelligt. 
Die Antriebswelle des Uhrwerkes bildet zugleich die Axe des leicht drehbaren WOrtel». 
Neben deinselbeD fljtxt anf der Axe fest ein Triebnid von etwas geria«erem Dorchmeaser 
als dieser. Eine zweite Welle mit einem pleieh i^ossen Triebrade, wie dits an der Uhr, 
sitzt dicht an letzterem an, mit ihm |c:euiiu aNial, iil>er uniibhitneriK drehbar. Beide Kflder 
haben eiuo vemhiedene .iVuzuhl vuu Zilluieu, und zwar hat dm auf der zweiten Welle 
attzende Kad um drei Zfthne weniger auf seinem Urafimge iüb das an der Uhr. Am Sehniiren- 
wörtel, leicht drehbar angeschraubt, sitzt ein kleiner, in beide Rüder gleichzeitig ein- 
frn'itVnder, Trieb, welcher beim Gange der Uhr als Mitnelimor des Rades ;in der zweiten 
Welle wirkt und die l'ebertroguug nach der Tangeutsrhranbe vermitt^^lt. W'ird aber der 
Wörtel durch Ziehen an der Schnur in Umdrehung versetzt, so wälzt sich der Trieb in den 
aümrtdem fort and bewegt so das Bad mit geringerer ZHhneaasahl etwas sdmeller als daa 
an der Uhr feste Rad im \ur- mlt r zurflckschreitiTiden Rinne, je naclidem der W'örtel in 
Umdreihnng versetit worden, und diese Bewegung aberti-ägt eich, auf das Instnunent" 



Beobachtungen des Cometen Fabry (1886 I). 



I. In.«trument: Steinheil'^rhe.s Aequatoreal TOD 6 Zoll (162,6 Hill.) Oefbung 

mit Ringmicronieter. VergiAsserung 74-fach. 



Dktem 


hl. Z. 
Vng 


Jm 






m tipp. 


log. 
pj 




log. 


B«oh. 




Dm. 10. 
])M.98. 


km» 

7 14 1« 

8 St » 
«M Sl 


m • 

— 1 9,13 

— 1 16,86 
+ 0 l,U 


r ff 

^ 0 43,6 
— 0 63,0 

+ 9 njt 


4:4 

3:3 
6:0 


t Ol • 

0 18 66,89 
0 16 49,17 


8,3R7 
9,1 9« 
9,06» 


+ 20*48' Ss'j 
+ 20 48 all,2 
4-90 4« - 


0,692 
0,648 
0,649 


Oratt 
Ghmi 
Gm» 


- 
1 
1 
9 



-2. Instrument: Fra unhofer'sohes Fernrohr von 3,6 Zoll (97,6 MilL) Oefhnmg 
mit Kingmicrometer. Vergrössenuig 48-fach. 



1B86 Jm. 31. 


k * • 

7 47 2 


m ■ 

— 0 44,09 


+ 3'50','c 


1:1 


Ib.. 

> 28 96 15,87 


1 9.604 


+ as' sa'eilb 


0,76« 


Weinak 




Hin 1. 


7 46 32 


+ 2 34,19 


— JO '20,1 


fi:6 


i 23 20 28, •■ 


9,625 


+ 20 36 •• 


0,820 


Weinek 


b 




7 BS BO 


+ 0 16,88 


- 19 17,1 


9s9 


|98 19 88,69 


1 9,696 


■t-Sl 89 11,0 


0,8B6 


OruM 


0 j 



Uittkre Oerter der V«rgleicli8teine für 1885,0 besw. 1886^0. 



• 




« leas^ 


Rad. «d 


<> 1886,0 1 ^ »«l 


Autorit&t 






b m • 








1 




0 20 l,6ß 




+ 20 4« 57,0 + 2r..2 


B. B. VI. + 30» 39. 


9 


9,0 


28 49 1, " 


+ 9,87 


+ 20 49 1 + 96,4 

1 


Dl IL ■(- 90* 6899. 



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- 80 - 



(FortMtamg'}. 



• 


Gr. 


tt 1886,0 


Rad. ad 

1. «pp. 


* iBUfi 


Ri-d. ad 
1. app. 


Aalorittt 


• 

b 

9 


iß 

«—7 
6,0 
«.1 


fa m <■ 

2a J» 0,13 
98 17 5ft," 

38 19 I5,m 
Ifl.SliH 
16,07 


— 0,67 

— 0,61 


+ 'Xi 28' 

+ 99 46 

+ 81 45 27,4 
31,2 
31,7 


+ 2,4 
- 1,6 


W, 23ii iJi IL m. 
D. IL H- »* 4917. 

W, oyk SU. 
Yarn, 10327. 
Bkdol^ 232!k. 




Aagn. 


98 1« 16/» 


-OH» 


-t- Sl 46 61,6 


- 9fi 


1 (Tki^ + BadaL,). 



Bi' luerkuDgeiu 

Angwi. — Aagenonuneoe Poiition de» betr. StentM. 
1685 December 10. Comet bell, ruad, mit deutlirliem Kero« 11. Prü m und «aer NabellllUlB TVH GftU Uw, 

DwMimber aSw Comet hell mit denttiAhem Kerne II. Ciräee*. 
1666 Hmuf 81. Oonet häL Di* Pstltioii bentfa« aar »«f dnau DttnlvKig«, mil •• tltbftld gmi trtt* g*- 

«ordeo 

M&rs 1. Cometenkero deutlich, Oräu« 7,6. Burclimcaser der Nebelhülle 2'.': Schweifanaatz, Schweif- 
Unge 3*,', PotitionawiDkel de« S«hw*ifec SO*. VoUkominen klare und durehaichtige Lsft. 
Dm Zodidmllicbt «neheint heller ab die MOehittaiee. Laftteniperatiir — 10*,6 C 

Hin a Cemet hell, nH aiaem Ken* T,6 CMiw. Ktm Luft. 



Beobachtungen dos Coineteu liarnard (1886 II). 



1. Instrument: 8 tt> in Ii ei T sehe» Aoquatoreal von «i Zoll (102,6 Mill.) Oetüiuii^ 
mit Riugiiiicrometer. Vergrössening 74rfAch. 



Datam 


IL Z. 
Png 




M 






log. 




Beob. 


•! 


1865 Dee. 9. 


kB* 

11 1« 44 




+ l't«7 


9:9 


h M ■ 

4 7 48^ 




. . « 1 " 

+ 6 14 47,4 i 0,793 
1 


Weinek 


1 



2. iDstrunient: FrHunhüfer'scIies Fernrohr von 8,6 Zoll (97,6 MüL) Oeffiiiing 
mit BingnücTometer. VeigTflsaenmg 48-foclL 



1886 HinM. 


h « ■ 

8 4 6 


m • 

-f 0 4,06 




9:6 


b » • 
1 61 64,74 


ms 


+ 98 10 17,9 


0,7a3 


QmM 


.1 




« 24 5f 


+ 0 3,87 


+ 12 45,6 


4:4 


1 51 34,56 


9,626 


+ 23 10 27,8 


0,809 


Ro«icky 


2 


März 28. 




+ 1 6,04 


— 18 


6:& 


1 6Ü 69,86 


itfiuä 


+ 9» 84 31,4 


0,840 


VVeinek 


3 


April 1. 


8 61 88 


+ 1 8,66 


— 1 4»,4 


6:4 


I 60 18,90 




-1- 61 9 66,0 


0,869 


Weinek 


4 


Apiril 1. 


6 14 14 


+ 1 «,»1 


— 198,6 


4:4 


1 60 17,18 


8,674 


+ 61 8 18,1 


t>,S66 


Grust 


4 



Ueuierkuugeu. 

1886 Daeeinber 8. Der Comrt «hnd nsbe bei einem Steme 9,6 Orßiee (D. .M. + 5* 606) aad iwer etwm n,*S iiSrd- 

lieh, wcsbnli tüp HiLvriiii : oiiieU'r-Iieobachtiing bei der PchwSche des Objectcs schwierig und 
etWM «nucher war. Dor Comet »cbien eioeo Kern 11. tiroaae and ein« Verlüngemng su b«- 
•Mmb, dfltoB Foe i lkn M rirJrtl «if 80* geidiitrt wurde. Wahrend der Bediediliuig bemehte 
l^bfiufter Wind , w^lcber gerade aar SÜ'lthöre d" Tfi'irrne« heruinstaaJ, jcduoh kaum dl* 
limtnimeut erai^hüttert habe» dliifte. Der Iliinniel ^vn^ ■: . l.lunkel, klnr und durchaichtig. 
1688 Mint I. Comet verwaK'hen und zu ."chwach tum Beobncbtt-n 

Min 24. Comet hell, raad, mit einem Kerne 8,5 Qrö«B«, ComadorebnieMer l'fi. 

Itln 96. Comet cimnUeh bell, Iten 8,6 Oiöiee, CMudiireiiimeHerg',*. dnoet tief im Dniiate dar Stadt 
Viel Stadtrandi. 



Digittzed by Google 



— 81 — 



Mittle!« Oerter YergleidMterne filr 1886,0, bezw. 1886.0. 



1 * 


Gr. 


m 1SB6,0 


Ked. ad 
l.«pp. 


4 Vädbfi 


Bed. ad 

1. «n. 


Autorität 


1 

1 


»11.01 


kB! 

* 6 U,18 




■ • K 

•f » 19 21,» 




UL 7796 «. TTee. 




7 


12,26 




20,2 




W, 41' 49. 




6 


12^ 




23.0 




Ann. sau (4S Tauri). 




« 


19^ 




16,» 




GilKa46. 




6 


12,71 




21,6 




Röroker 2157. 




Angen. 


4 6 13,00 
a 1886,0 


. 

+ 4,11 


5 13 20,6 
i 1886,0 


+ 2,1 


n mit B«Hlcksichtiguug Uex £igea- 

IwweguQg +0«,053, 
* «M j (L + W, +A + G + B). 


2 


^- - 
7-8 


Ii in t 

1 bl 31,26 


— 0^ 


27 57 46^8 




W, 11' 1168. 


3 


8—9 




- 0^68 


+ 2» n 61,11» 


— ^ 


W, V* IISI. 


4 


9 


l 4» IM« 




■h Bl 4 61>> 


— 6^ 


UL 8066. 



BemerkimginL nun Gometen Brooks (1886 m). 

1686 Mai Sl. Vit d«n Frauuliorer^lica Femrolir am 11^ M. Z. Prag aiifgerunden. Der Comct hat mimb dmU 

lirb<.'U .Si')i»eir viiu 'JS' I.iiti^'e, 21' Breite iirui ili ni Po^itioD^wiDkcl 40*. iMHtst AfSOT ttBMI 
excentriicliea, kaum walumelimbaren Kern. Nicht zn beobachten. (Gniu). 
Mn 81. Im TTKnAott^wAm Vmarikr troto fvlcr Laft •bannt MünMeli, wabd naeli aUnod «■ Slira 
8. Grösse iriiilidj von dem rcim''t«n tr'-''ljcirit. Scliwoifllng« 8'. Kern nicht zo et Vennon- N'iclit. 
za bcobiitbtf'n. Eiu Veraucb mil Juizi -SKnubi-irscheu Aeqaatoreal , den Cometcti lur Zuit seitiur 
aoteren Culmioution tn beobachten , mioglfickt« , weil die Nordthiire «ich tu niedrig orwiea. Da 
die Onoue der DeeboetiaB aeah Morden 57W betrigt , m kenn der Comwt eneii epitar nieht in 
OBteror Cutmineition beobeabM werden. (Veiaek.) 



Beobachtimg des Cometen Brooks (1886 \ ). 



IngtriiniHTit : St(>inh<i!'s< lit A >- q uatoreal VOD 6 Zoll (162,6 MilL) OeffiDOllg 
mit Riogmicrometer. Vergrösscrung 74-fach. 





M. Z. 






VeegL 


• »PP 


1.1 


* w. 


log. 


Beob. 


• 


1886 Mai 20. 


)l IM . 

lü 46 36 


in • 

- 0 11,71 




3:3 


fa m ■ 

2 43 S9,22 




+ 44* 48' 4,3 


0^»45 


Graat 


1 



Mittlerer Ort des Yergleichstcmcs iUr 1886,0. 



♦ 


Gr. 


« 1886/> 




# 1866,0 




Atttorltit 


1 


7,7 


hm« 

2 44 11,21 


- 0^28 


•1- 44*86* l{7 


- 11^ 





Bemtrkttnfeii. 

1886 Mai 20. Comet bell, rund mit Kern und einer NebeUiUlle von \' 0iirchaiee*er. Comet tief in den Dnnaten. 

Mni 83. Comet sienliob bell, obwoU er tief in den Dtettea dee Uoriiontee elekl. Zienüieh mnd. Onrdt« 
Mitnr V. Die nlefaelen Mann enohda« in Fdfe der Jfartinatinn dee Ltektee nr Beobaidbtaaf 
n edrandi. (Walnek.) 



Digitized by Google 



- 92 — 

BeobacMuugeu des Oometeü Barjoard-Hartwig (1886 IX). 



lastrament : FTauDliof»r'Bch«s F«rnrohr von 8,6 Zoll (97,6 Mitl.) Oeffiiung mit 
Ringutirronieter. Vei|prAsBeniii|f 



Datum 


M, Z. 
Prag 








Vergl. 


« app. 


\ag. 
p, 


•i app. 


log. 


Ueob. 


• 




h B ■ 




m • 







U m ■ 








Weiuek 




188« Oct. 9. 


16 37 41» 




0 32,87 


+ f) 7,4 


7:7 


10 45 .V),33 


»,5<iln 


+ 1 37 48,4 


0,826 


1 


Oct ». 


1 16 69 «V 




0 31,89 


-t- 0 IM 




lU 46 61,31 


9,646a 


+ 1 37 


0,026 




1 


Oet 97. 


16 81 M 




0 1»,9T 


4- 12 U,S 


7s7 


11 89 84,68 


9,800b 


+ 6 16 69,4 


0^16 


OniM 


8 


Oct 90. 


16 3 8 




0 43,53 


+ IG 2,2 


8:8 


II 42 96,47 


9,S64d 


+ 6 r, 2«).8 


O.HIC 


W«iDck 


3 


Oct 90. 


1 16 ae 17 




0 »9,34 


+ 1« S2.1 


6:« 


U 43 38,66 


9,64*1 


+ 6 6 60^7 


0,812 


QniBi 


3 




im» 4 


l 


0 HS4 


+ 9 16,0 


• :9 


14 86 47,19 


9,670b 


•f 1« 68 86,6 


<^770 


W«ilMk 


4 


Dec. 6. 


16 50 23 




1 46,57 


+ 16 22,2 


7:7 


16 2 11,66 


»,600a 


+ 17 66 26,7 


0,814 


Weioek 


5 


Dm. 7. 


<17 8 « 

[ 


+ 0 ivö 


- A3»fi 


4:4 


16 24 48, - 


»,«ÜOn 


+ 17 «6 ••• 


0,814 


UniM 


6 



Mittiere Oerter der Verj^leichfitemc für lb8G,l). 



• 


Gr. 


m taetfi 


Red. ad 
1. app. 


i 1886,0 


Rad. ad 
L app. 


Aatorität 


1 


7 

6,9 
6,6 


h n ■ 

10 46 22,36 
99^ 

2-2.31 




+ 1 »7 47,3 
47,6 

_ «,1_ 




W, lOh 817. 
Am,, I96& 

Varn. 4533. 


^ 

3 
4 
6 
6 


ÄDg«n. 
9 

7-8 
*.3 

e 

8,5 


10 46 22,36 

11 tt 88,84 
11 48 le.'M 
14 36 22,10 
16 8 67^ 
I« 94 91, •■ 


o',86 
+ Ifil 

+ l.W 
+ 0,68 
+ 9fii 

+ m 


+ 1 37 47,6 
+ 6 8864 
+ 5 49 27,6 
+ 16 64 26,3 
4- 17 40 8,1 
+ 17 48 


-M 
-8,8 

— 9,0 

- 6,7 


1 (W, 4- Arm., + Yaro.). 
W, llh 649. 

W, 11^ T'J-i. 

n Hootit, Herl. Jahrbuch. 
W. I8ii 48-49. 
J>. M. -I- 17* 8088. 



B »1 ni e r k II II g e u. 

1886 Oetolmr 9. Gon« hell, ziemlivh rund, mit «tarker Tecdwhtaag s> 8. OrSiMS. ']>iiralnM«a«r 8>'l. Am 
HBTtMiBt» n«l Donat und N«bal. (Wainak.) 
Oelober 97. Gomet Mkr IwU, niiid, mit d«iitlidi«m Ken«. ContBdnrobnwiNr %\'. Sdnrtiifiumte in dir 

Richtttüjjf des Paralluls. Vollkommen klar. «Gnisi.i 

October 30. Coinet i«hr hell mit AiDem Kerne 8 Uröise. Comadorchmptacr SJ'. Läii((e d«* mit d«m Parallel 
zuBumiritnfall'jTuku Schweife» - 6J'. Gvaammthdiigkeit 6,6 GrösH^. Weiuek.) 

Iiov«lllbar 27. Comet luil Ireiem Auge gut sichtbar. Im Tbeaterglaae kann der Schweif 6 Grade weit ver- 
fbli(t werden; «ein Pocitionswinkel ergab sich nach einer Ein/eichnuug in die HeisVbe Karte 
n Sä6*. In Frwwhofer'aclMa Fernrohf« «taohwat iler Sohmif in «iner Linge van vfar 
B in g ^m fc i mmtt 1* 64'. D«r GoamtaDhaii ui matt ud m 6. GiAwa. DmAaewur dir 
Canw = 6'. Der Schweif T«cb(«it«rt «ich atwaa anrit dam End* n. Toilknminim Ua» nad 
mMge Lnft. (Weinek.) 

DaDambar 6. ^lie rii'ohachtung ^edflmli t1i<'ilH.M-> lurch Wnlkentrhlcier , der »ich bei ficli.trfi.-r Kälte «tets 
iitiu i>ildcte. Der Cuuici, bUud t'lv>.ua D<>rdlich von < Ilerculi» (5. Gr, i I)ie Intensität de» 
Kernes lag awiachen t und ß Hercolis, war aleo 3. Grösse. Der Schweif schien »ich vom 
Kupfc auü «lark tu vorbreitcrn, konnte aber dv» ungün«ti>.<'rn Wi^tter" wckcu nicht w«iit verfolgt 
werden. Bald nach der Itoobaclitung paut trübe. (Wtnir k 

Daeauber 7. Dar CoBMt Terbfaitorl aieh fleiiertinnig vom Koplii au«. Hallif koit da* Kania» — 9,6 Q rinc. 
(GnuK.) 

Dacanbar 81. Der Comet war kurze Zeit durch Wolken ■sichtbar und »tand tniwpit von n A<|uilac in süd- 
licher Richtung. Der Kur« <>r»cheint im Th«aitcrgl;i*e etwa» heller als >• .\<)uiUe und wurde 
= 2,8 Gl"!?'.- i,'fsch;it,:i, Iirr »c''iwi?j; v..il. reit ort »ich lachvrsrtig ''i; ' ' it ■lU'- dunklere 
Knancirung in d«r Mitte, »o 'I er wie doppelt aussieht. Mond»cbeia und Wolken aiutl ua- 
gftntig fir «aitan Wabnahiuaugea. <W«iinak.) 



Digitized by Google 



— 33 — 

Beoimchtiuigea des Cometen Barnard (1887 IV). 



Iiiti'triiiiit^nt: 8 1 e i u b « i 1' i^ditü;!. Ae<]Uiitoi-i^iil vuii U Zoll Alill.) Ot'ituuug mit 

RiDgimerometer. VergrOfeeruog 74-fadi. 





*«■» 




Vergl. 


« spp. 


log. 

p' 


«> «pp. 


pJ 


Beob. 


• 


1887 Mai 37 


hm.* 
10 M 19 


+ iTm*» 




— a' SI8,0 6:6 


ha« 

15 S0 «0,04 


8,M8n 


_ . 

■ r « 

— » 16 40,2 


0,920 


Weinek 


1 


Mai 


10 57 53 


+ 2 42,29 


— 1 24,4 6:6 


15 AG 53,03 


8,61 5d 


— 21 ]• 


0,1122 






Jam 15 


IPW 4 


+ 1 6,07 


+ 8 Sfi ti .Ü 


1« 17 3S,25 


»,122 


— 6 32 10,6 


0,067 


Gruas 




inailS 


11 0S7 


— osa;oo 


— 9tO,9 8:8 


16 34 n, •■ 


8,691 


— 4 25 — 


0,866 


WeiiMk 


3 


Jani 18 


II 19 5«; 


- 0 24,25 


— 0 33,6 e : « 


18 24 23, 


8^800 


— 4 26 •• 


0,^55 


ChniM 


8 



Mittlere Oerter der Vejrgieiohateme tUr 1887,0. 





Gr. 


« 1887,0 


Red. ad 
1. «pp. 


d 1687,0 


Red. ad 


Autoriimt 


- 

1 


8,0 


h m I 
15 34 8,61 


+ 2,'l3 


— 21 14 11,.5 


— 0,7 


1 

B. Ö. VI ir,k47. 


2 


8,7 


16 16 2^li 


+ 2,06 


- 6 S6 47,3 


+ 3,4 


Scly. 677». 


8 


8,8 


16 M 45," 


-t- 2/M 


— 4 95 




IX IL — 4*4121. 



BeiiiexkQBgeu. 

1887 Mk{ 27. Der Comei kut «iiieii deutliclieii Kern 8,8 GtBm* md M aienlieli ball. AoidtHmnaf 1'. Htiid mlM 
dem UorixoDt. LuA nemliob gut. 
Jni 15. Di« DeeUn»tiwwh«»ti'iitinmif «ndMiDt etwii oariolier. 

Jvsi 18. D*r ()putl>hc Kern ipa Cometea Ut 9,3 Orö««e. Der Comet «eigt einen büschelartin' n Aüüatz von 
etwa 3' Länge aad II' Breite mil eiueiu pMitioiwwiokel von 190°— 20U\ Sebr durchsichtig«, v/tun 
»Mb «miliig« Luft. Die Mildi»tnun kt «dTiUcDd intenahr m aebea. 



Beobachtang des Cometen Oltos (1887 V). 

iDstroment: Frauubof«r*scli«8 PornroUr von 3,6 2oIl (97,6 Mill.) OeSbung mit 
Riogmicroitieter. VergrCü^^^eniitg 4Mae1i. 



I>aU>m 


Prag 


J<i jVergl. <. app. ' '"g- 


') app. 


log. 


Beob. 


• 


18B7Bep<.» 


h m t' m t 
15 84 26 1 — 0 48,45 


+ 0'8l"4 1 6 : 6 1 WIOS^ \9JSS»a 

1 I 1 




0,816 


Ontn 







Mittlerer Ort de.s Verjrleifhsterne.s t\ir 1887,0. 



• Or. I « l887/> , < 1887,0 ^«^"^ ""^ Autorität 

»• «PP- I I I. «pp. , 

I [ 6,7 i in'' Ii" 14*48 ' ■ + O/M I -i- 90* l' 18^ I — 7|4 I B. B. H 10» 1988> 



Ii f III e 1' k ii u g. 

2887 Sapfonber 15. Dar Cum! btt «iMi 4««tlIAeB Kern 8,5 Gt5iN tuA iM tinnHeb btlL Amdabanac üf. 
»eblig» Luflw 

5 



Diqitized by Google 



I 1 II 



Beobachtung von kleinen Planeten. 



luütniment: StsinhciFsches A«quaioreal von 6 Zoll (162,6 Mill.) Oeflhung mit 
Kingmieronieter. Vei^rOaMruns; 74-fiicli. 





fti 1 '''' 1^"»'- 


S5- 1 ' «pp- 


1^ 1 B-«^ 




0]|«l«te. i 


ISSG Juli S. 
J«li S. 


Ii m 1 10 • 1 , f hm» 

10 61 51 1 -0 -1-2 »9,2 « : 6 16 48 Mßtt 

11 U 10 j -0 47,W 1+2 BO,» j 8:8 1 18 48 80,98 


S,06aal — fi' 41* lä,V 
8,8!»d| -8 44 82j0 


U^i Gran 
0,8871 Sohmn 

i 


1 

1 1 



0 Ueopatra. 



I89ß Juli 6. ■ 1« 49 55 +1 41,72 


+5 




3:3 


18 41 


1 


-4 37 


12,7' 


0,S56 


Gruu 2 


Juli 6. ^ 11 10 26j -i-1 40^«7 


1 


8S,7 


|4:4 


IS 41 

1 


9,51 J8,716n| 


-4 «7 


18,2 j 


0^667 


8cliWHS| 2 1 



IGttlere Oerter der Vergleidiaterne fUr 18S6,0. 



• j Gr. 


« 188M 




Med. «d 


Aatoritit 




h ro • 


. "^i — — r~T/ 


+ 12,3 




1 ! 8 


la 4i> :i6,6« 


4 2,1i3 i — «* 47* 25','2 


Lam., 8810. 


i 8-0 

1 


18 8» 88,80 


•1- 8,84 1 —4 48 80,8 


+ 18,4 


Lm., 8804. 



Beoliachtimg von NeMflecken. 



Diftte Mi'tisuiigcii bilden liit' Foi't!<etziiiig «lur im Jahr«- im ik>r i'ngcr ütctu- 

waite begonnenon Ne)ieHleckbeobaclttniig«ii. 8w wurden jeilmth (tehaa zu AnfiiDfr dos 
Jahres 1887 tibg««chloRMHi, «ia es im Lauf« d4>r SSoit immer offenlMier wurde , dam tat die 

Wüliruf Jiimniff wtlcir siliwaclii'r iiiul uiilK-stiiinnttT Olyerto di»- Pragrr Stadtluft ilndi zu 
uii^iiistig; .Hi'i und d*>r Z)'ituui\Mind der Ht-oltarlitinig in kciii«-ui Verlii^ltniss zum iTzicIteu 
Erfulgc sti'hü. AU htöti'uincnt dient«' das Sti'iulieil'.si lu' Acq uutnroiii von (i Zoll 
(163,f> Mill.) Orffirnng mit Kingmicrometer und 74-1kcht>r Vergrömning. 

]. Jifubai-Ii tuug. 



'4^ 



Datom 



Beob- 



Kebel 




1 

/ a 






app. 



; AntoriUt flr 
dta • 



Gr. 



B<>clireil<uug de« Nebel* Luftzuttaiul 



1202 l' ebr. ti. 



1487 ! Fabr. 0. 



l<«l)liger Slero; IIolliBkeit 
GriisM.'. Auadeliuuug ü',5. 



VVeiutk —1 26,22 + 0 8,5 Schrmteld äJ>t. 
GniM -1 25,28 |- 0 6,0 

Weioaki— 0 l 4A,6| D. M. +8*1427. ZicmUcli hell, Uu^licli Dach 

GroM |— 0 8i08i— 1 48,1 : " ' * — — 

; I 



NorJ, roract^nurtig. fcio Steru 
cbeo 11,6 GriMM «lu liopre. 
OrOMle Awdebmmg r,8- 



Klare Luft, i 
Klan Lall. 



Digitized by Google 



(FartiMlauifO 



— »5 — 



Dutam 



Beob- 
Mliter 



Aaldritit Ar 



iOr. 



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Mi« 10. 




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— 0 lö,3S 




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MiuTiS 11. 


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-2 9,47 


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0 10,b 






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—2 9,98 




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2036 


Mirt 11. 


WeiiMk 




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+088,77 


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Min 11. 


Weioek 


—0 27,86 


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April 1. 


VVcioek 


-049^24 




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GruM 


— 040»70 


- 


4 81,6 


2863 


April 2. 


Weioek 


-3 86,70 


+ 


2 25,0 






OruM 

■ 


—2 87,33 


+ 


2 27,4 


! 

2867 


April 2. 


Wciuek 


—2 11,34 


-f 


5 17,1 






GmsB 


-2 11,43 


+ 


4 48,4 


3iM>l 


Mm 23. 


W«iuek 


-0 44,12 




0 11,7 






Gni*8 


—0 44,19 




0 7,7 


4«70 


ScftaO. 


Weinek 


— 1 101,78 


+ 


1 60,6 






GroM 


—110,00 




1 5M 


6000 


Sepi. nk 


Weinek 


+0 37,65 




1 0,3 


j 




Ornsa 


+037,31 




1 0,9 


j490S 


Stft 90. 


Weinek 
Othm 




+ 


2 




8«taa 


Weiutrk 


— 1 32,311 




1» 48,8 






Gmu 


— ! 82,G:i 




U 30,2 


' 4079 


Octob. I. 


Weiaek 


— lay.ii 




l 38,7 






Gm« 


-1S»,S4 


+ 


1 44,9 


0006 




Weiaek 


— 1 12,52 


+ 


3 36,2 






QniM 


-iai,86 


+ 


9 Wß 


COM 


OatobJO. 


Wdntk 


-052,11 


+ 


1 18,4 






QraH 


—0 63,13 


+ 


1 16,0 


107 


Htnr. 21. 


W«inck 


+031,50 


+ 


0 38,6 






OrvM 


+080.46 


+ 


0 60,4 


907 


Not. 21. 


Weinek 


-140,67 


+ 


0 84,6. 






Grusa 


— 1 40,38 


+ 


0 88,7 



1886. 
SohtaCdd 876, 

bcbuDleld 56. 
Sehaiifiild 67. 

StMaftU BO. 
1880. 



9,2 Zicmlii li s.-liwfich , tiemliob ^ Schöaklar, nur 
' rtiod tiiii Vi-r(jii l:Vi!i}.' iu der ' Tiflt RaDch über 

Mill.\ OuK'hini'SSf r (V.U. 



I 7,9| HelliliJiglicibiMfbSWmit Vcr- 
j j diebtung. Länge i',8. 



9,6 



Ziemlich hall, nuld, •tarnaitig 
Qiid »tark TtraiBbtet Dnnli» 

msHer 0,'7. 

Nicht (0 bell, wi« 2038. Etwt« 
ttngUchmitVtnliditaiic.ärdMt« 



^ Sehr «cltwacb, läoglicb nach 



SekBoiUa 116. ! 7.2 



Sohpofald 116. 7,2 



ScbönTeld 188. 
Sehtafald 227. 

SdhRuMd 630. 



B.B.VI. 
4-8* «43 



9,4 
7,0 

9,2 
9,1 



SdwitlUd 631. 9,1! 

I 

8ch»nfeld 2i>7, i 8,4 

! 



Voce 



6279.j 



SoMnlbU 264. 
Schdfflfeld 270. 



9,5 
8,0 

9,3 



SO mit VerdicbtOBiw ' 
Aaidehnang 2',2. Star 
KU beobachtoB» 
äobwach , tlmilieh rand nit 

Verdichttiag. DurcbnieMer 0',9. 
Schwer ra b«ab«cbteD. Gleieh- 
teitig noch zwei Nebel inner- 
halb de* Riogmierometera. 

Ziemlich hell, ziriiilich rund 
mit deutlicher Bteniartiger Ver- 
dicbtnng. Darchmester r,3. 

Ziemlich hell, rond mit Ver- 
dichtung. Durcbmesaer r,5. 

Auageieichnet hell, tehr gro««, 
uahe mod, intensiv« Vemieh- 

Inng, .^IitonuDgriftchdemlOuade. 

Friijc Sterne im Nehi-l zu eHcMl* 
Din lJurfhmc'iS'i'V 3,'tl. 

y.ivnilicli Nchwarti, mit deiit- 
liplierii herii« 12. Grusne. Zicm- 
licli rund. Durciimi-ssfr 0',7, 

Schwach und srliwer be- 
obachten. L&Dglali .\>ji|uat«r. 
Etwaa verdichtot l.rfiuj(i; l',6. 

Zienilii li jchnach, schwieriif 
zu bcobütilitea. Ziemlich rana. 
VerdicbtuDg. Duri.hmusser r,8. 

Ziemlich holt, l&ogUfii uach N 
und S, verdichtet. Störend ein 
Stern 9,6 Orüiee in der Nähe. 
Orösate Anadehnuug l',8. 

Leidlich hell, n»he rond, klein. 
Sternartig« TadWiteiig. JBia 
SteruolMD 10. QiOm Mftiwh*. 
IhirchineMer 0',6. 

Ziemlich hell, liainlicli rnnd 
mit Verdicbfiinp. Itürchm. 

•Sehr schwach, sehr schwierig 
zu bMbMdilai. Sehr klain. 



der SUdt. 

Klare, ruhige 
Luft. 

Klare, ruhige 
KUre, nihise 



Kiare.docb nicht 

ImK Ua- 
ndiig 

LnikUar, doch 

anmhig. Nieht ! 
genügend dun* j 
kel. 

Luft klar, dcM^h | 
unruhig. Hiebt | 
genO^nd don- 

Klar, unruhig. 1 

Klar, doch viel 
fUnob über der 
Stadt. 



Heil, ziemlich raad nit deut- 
licher Verdiehtmi^. 
•er Vfi. 



Klar, dtM-U viel 
Raiich über der 
Stadt. 

' Sehrdorebsich- 
j tjgia Lvfi. 

Sehr durchsich- 
tige Luft. 

Gute, durchsicb- 
: tig« Left. 



Gute, durchaich- 
I tig* Luft. 



Luft neblig, we- 

iii^ duri-hsii'jnig. 

Kiur, jedoch 
Biebt fenOgend 
draML InZa- 

itli BdMeiHUl- 
deng. 

' Klar, jedoch 
nicht genügend 

' dunki-: Ifii Ze- 
;nith ^'fhli'ierlul- 
dung. 



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3C — 



fFortselzuntf.) 



, Si, r>»tuni 



i Kcbel — » 



! Autorilät für 
«rliter I .'<t ' M | des • 








in » 


l 


896 j Ju. 86. 


Wciiiek 




- r.'j 


\ 

1 ' 


Grusü 


+ 1 SS,00 


+ 2 10.7 1 



8di6nf«ld9S. ^9fi HelL ptautUriidi, klein. 

I 

I 

1^ 



! Sehr r-v-til:;;«; 
Lull. Die ätorncj 



eiMfctlbeOrte- 



tebwicht 



Ketel IT7T. ) 
, 1"!»6. ) 



r 2dä2. 

^ tm 

, 4HU>. 

, 41HJ9. 

r 49!«. 

, 4rw. 

» 138. 

, 1Q7. 

. -i»» I 



Beiiterkung«*!). 

Wurilen »m 11. Miin; IroU Iclnrer Lait nicht gefunden. 

Dia eiDMlnen SiUe •limmea bei Gros» «esig li«<Ue<l%«iid üb 
Sehr idnrieriff tu beobaebten. Die Onin'aeb» Vcamng' iit in beiden Coordimteo eebr meiiilier; die 

KRctnüCvusioneljestimmauK^ l-cruht uiif 7, die ll<M.'liDation>be»(imniiiiig bloit Mf S MtlCn. 
Wurde gleichzeitig mit iüöl au d«u>«lbeti Verginicbateru augetchloMen. 

WuTde «obl am M. Seftleinber ISRd bei eebr darebiiebtifer Laft geTttadeB, encfaien jedocb la 

sohwacb zam Beobacbtrn. 

Wörde atn :iO, Scptfiiiilicr l-^W trot» guter, dun h'iclitigi r l.uft nicht MfgeftiDdeo. 
War für drus« ru «w-hwach; der Nebi'l wurde von deimetbeii nur geahnt. 

Die Dec)inalioii de« Nebele i*t elwae aneiober. Am 'JO. September 1889 konate donelbe Nebel niebt 
gelbnden werden. 

Will- rim I. Octfitn r IP^f! •ri't.- fri'''^T. 'lrir."li'i.'Vitii;pr Luit nK'ht aufKcfnnden. 

\^ iirde am .11. Ontolicr uud 1. .Nuvetuber l>s8t>. wahrschciiilich wegen zu dichten Nebel» am üorijto nte 

nicht gelbiidea. 

War au tl. Odober 1886 lOr die Beobachtosg lu acbwaeh und konnte eni 1. November 1886 wegen 
DttBit mtd Nebel nlelit wshicenomneB werden. 

Wurden am 31. Ortober 1886 Mir geehnl Die Sterae nigten eich infnlge Diiaal«e nn eise OrBeieii- 
cleue gescbwAobt. 

Die PoHtimi dteiee UTebdi itt bei Gmet nogeaan , weil dae Olqeet demielbett ämeret eehwseb 



Jl. itediit'tiuii. 



=isi Beel» 




Kebel — • 

/4a \ .4A ' n 

IHWö.ü ISfiö.O lt*ö.t> 



Kebd 



Der Nebel wurde vordem 
beobecibtet foa: 



1437 Febr. », 



ITSOlHirs la 



ni S ' , ,, h Mi • 

Weinek -I2ö^li+ü Hfi (03 16,6« 



Urui.« -1 aft,87 
Wainek — 0 6,7» 
Oniei i— 0 8,08 



+ « SJi 

-l 46,6 688 06, 
- 1 46,1 



IKK.'»,« 

— 6°47'S0^6 



ias5,o 



1HH5,0 
Ii nk « « r f. 

690 60,42-647 22,1 Sebönfeid (U), Sdialdt,! 
60^, Mjs Giaeel, IfiipjlhMdt. 

«9H»,'"i-H4» I Sch.mreld (Ii, .'^ihulta, 
».' . l)'.\rre»l, Schmidt, En- 

gelhardt, Vogel. 

Welaek '-^0 16,18'+ 0 49,6 9 7 27,47 -«3 IS 45,2 9 T 18,34 -2841 6^7 Scböufeld ill i, D Arrc.t, 
(iruss -0 -I- II 4J.;t 12,11 42 2,3 Srhmidt. | 

2rx« Miirz 11. Weinek -2 «,lti +0 10,H 10 J 43,43.-71010,0 959 33,1*7 -710 0,0 SdiOnfcld (Ii, ScbiüU, 



Oni«e -2 9,»' 4-0 19,1' 



Sa,61( 86l,r D Arregt, Schmidt, div 



SQSSjMare 11. Woioek +032,9.s + 2 4,B lO 7 14,82 + ."»ÖTao.ljlO 7 47,i*i + ;i 5!t 34.ti f?. Ii ...l. ;,! (|), Schultz. ' 

' Gru»« +0 32,77 + 2 6.0 ' | 47,59 St!,7 D AtTcat, Schmidt, 

; Uiu/el. 

SHMl Mar« II. Wciuek 1—027,86 + 0 6,O,10 H 44,^0 + 4 3 7,l|10 ä 16,M + 4 2 }>chänfeld (Ii, Sebollt, ' 

j iGroM -0 87,89 H-O 6,4. i l«,9ll 13^ O'Airaet, Cttntel. 1 



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(FortraUwir.) 



— 87 — 



Datam 



Beob- 
«cbter 



I Nebel — • 



Der Nebel vrnrda vordem 
beobMhlvt nmt 





183« 




S085 


April 1. 


Wabwlc 






Gran 


2.?52 


April 2. 


Weioek 






GrUBB 


2d57 


April 2. 


NVeiuek 






Grus« 


3;<M 


Mai Qa.iWemek 



1886^ 



imfl 



h m 



188IM> 



J 



ISBSJD 

-04l»!94 — < 3^8 

-048,79'- 4 21,5 
— 530,70 + 2 25,7|121I5 44,63 + 666 22,8 
^2 87,83 + 2 27,5 



188$^ 



jCrnt 

4670 Sfpt. 20.|WBiii6k 
I iGrim 



-044,ia 
-044,1» 



—1 10,77 
-^lloiflK-l- 



+ 0 11,7 
-0 7,7 



1 50,4 
I Mji 



- ■ I 

t I 
14 S5 5,14+ 013 19,0 

21 S» 88,84 



SOQOjSept. 20. 
49ao|s«pt. SO. 

49!<S Scpl. 30. 
4S70 0cfb. 1, 



W«iiiekl+0 87,66 
OroM +087,81 



+ 1 <K» 
+,1 OjB 

Weiuek -1 36,22!+ 8 &44l[2S10 88,71 

Gru«a ' 

Weinek —1 82,a!t|- 0 48,8 
GruM — J 32,6rt| -0 30,2 
Woinek — 1 39,1 T + I mfi 22 86 4,88 



88,88 


64,0 


12 14 7,83 + 5 68 48,ft 




49,^ 


12 14 3S,i;i + ü 1 39,6 


»3,10 




1484 21,02 


+ 018 86,8 


90^86 


6,9 



+11 88 14,8 81 94 88,07 +11 40 6,3 
88,161 M 



8888 njH 



2834 36^ 



Gm«» -1 3;t,3l'+ 1 44.8 



l 

—1868 87,1,8888 50^89 
88,186 

+ 868 18,8^88 8 86^ 



-1834 48,7 



83 33 



3,ä3 
3,63 

+16» 81,7 22 54 2V^ 
24,99 



.1 



6006 üctb. 1. Wtiiieki-12a,&2j+8 S5,18889 dO^fitil+IU 4 91,0 
Ort»» —121,861+8 80,7| 



.'S04U 


Oclb. SO.lWcitiek 






Qrm« 


107 


Norb 21. 


Weinek 






GrUH 


30" 


N<ivb.21. 


Weinek 






QrvM 




1887 




H2GJan. 2(i. 


Weiii«k 



II 52,11 + 1 12,4 2886 17,30 
-OSMS + I 1»,«' 
+081,50j+0 dSfii 034 19,88 
+0 80,46+ 0 60,4 
— I 40,66! + 0 24,3 I 20 29,29 
-1 40,87 + 0 28,7 



1867,0* 1887,0 

+ 2 4'! 
GnuM l+l6»,59i+2 10,71 



—^1865 26,8 
26,2 

+ 868 7,8 

-188» 88,6 

18.9 

+ 15 22 10,3 
16,6 

^88 28,08+10 8 «,1 

28.70 1,7 

8867 96,09 +1680 84^6 

94.071 87,8 
081 51,83|— 14SB 6»,0 

60,2.S 47,2' 



+16 88 28,8 
—1480 87,6 

I 

+ 856 14,6 1 IS 48,63 + 8 5« 3.H,» 

87,8 



1887,0 



1887,0 
4 7" olftt -18 8 48,7 



«8,88 

1887,0 



1887,0 



4 8 69,59;— 18 1 44,5 
59,211 38,0 



Scbönfeid (!}, Engel* 
hardt. 

St:bÖDfetd (I), (Engel- 
hardt 

Sohönfald (I) u. (II), 
Schultz, b'Arrest, 
iSuhmidt, Vogel. 

Schnnfeld (I), Schölts, 
D'Arrpst, V«v"'l. K»- 
gelmann, Srhrnust, 
Auwer», Laugiet-, üin- 
zel, Kagelhardt. 

SchODfeld (II). 
BcUufeld 0), BcMta. 
SobBnMd <n). 

SeKitllr'lll il.l SrimlU, 

D'An u^l, \ ugel, En- 
gelmana. 

Schönfeld *1) u. (Ii), 
Schultt. Vogal, Ea- 
gclmauu. 

S<'hüDfeld (I). OckaltK, 
Voigel, fDgelmaiuu 

SehoiiiUd (U), D'Amet. 

Scböufcld (I>, Sebuhz, 
O'Arrett, Engelmaiin, 
Giaxel, Vngel- 



Sehönfeld (I), D'Arr«»t, 
EogelntMui, Scimidt, 
Otaael, Vogel. 



Die Qnllra der letatw Columw «od raifllhriieh int aAetrawmiiicba Brnba^tnitgsB w 

warte zu Prag im Jalm 1881 , wtlnlteDd OrigiiHli<«dHinDgwi dae Hoodee" p. 88 und 40 

Vörden aoeb: 

S. D'fiDcelbttdl ObeemtkN» aotrononiqnei. I pnrti«. Onod« 1886. pi. 18*. 
F. IL Oiml. BeobMliUiiigeo von NtMflAckeu. Aetr. Nnebr. Bd. 118. p. 821. 



dar k. k. 8teni> 
AqgtfSft 



BeoImchtuBg von Jnpiterstrabanten'Yerfinsteruiigen. 

I'fir (Ii»' iH'oliix litt'tcii Kl"-! licimiiigi'ii sind «Ii»- im N;ii(ttrii! Vhiimiur «rln-aucLtfii 
Bezei« himiigeu aiigt>äc-tzt. Ks l»e(lfiiti'u demnuvli : J, II, III, i\ vier Mon<If tU«s Plaucti-ii 
Jnpitei', wftlireiMt Ec. D. (Ei liiis«' DutappeMunc«*) da« Vtrwliwindeii äms betr. Trabftnten im 
8i<liatieu . Jupiteri«, £c.It. CEcIipme Keappecmnc«) das WkHleffersrheiiwn ans doniselben tw- 
S4>i(!liiieiL FAi* dir Iwufttietm Iii^tniineiite «hui fvnier div folgenden AbkOniniigni nngvwendrti 



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— 88 — 



St = Steiiiheirsrher Uefi^tor. 0«ffnuiig Wi^ü Milliinetvr. AI» Ae<juator««l auf- 

geätellu 

R. s Reinfelder'sclies Fernrohr. OeffnuAg 108,6 Uilliinfitw. Tmuportebel. 
Fr. = Fraiinbof»i:^«r1im Fernrohr. (Mtawag 97,6 Millimeter. Tram^ortebel. 
fr. — Kleineres Fraunhofer'MliM Ferarohr. OefAiuDg 8ft,7 HilUmetar. Trans- 
portabel. 

iioweit (Kr Lul'tzutttund es zulie^ä, wurde stuU zur Beobaclitiing die stArkätv Ver- 
grOeaerang Ar da« Iwtreffeude Instrument verwendet. 



Erx'hei- 
nnng ^ 



M. Z-Pft« 



iMtr. .Veiyr. 



I 



BeiaerksBf «B 



1866. 



1fr 



1fr 



jMunr 27. 



F«bmr 1. 



F«liraar94> 

F«brw2a 



FebmarZa 
7. 



Hin Ifl. 





1 h B t 




1 












DBc B. 


! 15 59 36 


St. 


18!) 


Weinek 


Deutliche Liditabnahme. 










16 1 21 


St. 


189 


Weiii«k 


AoDiserst «ehwecb. Ver- 


Luft unruhig:. 












•cbwiodeQ. 


1 




dODff. 




16 0 57 


r r. 


16*-) 


Gru»5 


VcillkommenMi Aoilöwshen. 








I Bo. D. 


II 4a 18 


Fr. 


ItlU 


Weiuek 


Kr»lc8 Scliwii-herwenl^n. 










44 60 


Fr. 


16U 


. VVeiuok 






Lafl gut. 




II 44 2» 


R. 


196 


Gruu 


VoUkommen«« .\u«lfi«cben. 






II M 90 


h. 


60 


Kmtliff 


VoUkomanw» VwMwdten. 








in S&D. 


1$ S8 7 


Vt, 


160 


W«ÜHk 


■ntok SehiriklMnMrdtD. 






Luft 




80 46 


Pr. 


100 


Wtiaak 


Sehr feioei Pftaktahen. VersehwindeD. 


ziem- 




16 39 33 


R. 


196 


QroM 


VoUkommenea AoaUacben. 






lich 




16 29 12 


fr. 


60 




VoUf lundig'i^ii Verlöechen. 






jfiit. 


I Ec. D. 


13 37 12 


Fr. 


160 


Onus 


Kntes Hebwächerwerden. 












Kr. 


160 


OruM 


VolUtindige« Verichwinden. 


^ Diru guu 


II £c. D. 


10 29 47 


Fr. 


100 


WeiMk 


UntM äobwichwrwardaa. 










St 38 


Fr. 


160 


W«iMk 


VoMhniadn. Onlar bwol 


» 


_t.l l'Uft gut. 




M tl 83 


B. 


190 


Sehwurx 


VoUkMBMW A«d«idn. 




* 1 Temp. 




10 30 11 


fr. 


60 




VoUkMMMMt VwIMIieD. 








I Ec D. 


15 10 SO 


Vk. 


160 


WdMk 


EnlnSdiwIdM^ \ Fenirobr im Freien, 






Fr. 






"WÜ«"» } er«ittert we«r»n 




31 82 


iro 


Weinek 


Atulöichen, t. gut, ) W 


IQ 


J. Liift 






V> 31 7 


11. 


196 


Gniu 


Vollkommenei Vorlönrhen, 1 Mioate vorher 












deutliche LichUbn&hme. 








iV Ev-. D. 


II i 3tf 


Fr. 


IfiO 


Weii»ek 


Eatachiedeace ä^bhttoher-] 


Femrohr enit- 






werden. | 




5 53 


Fr. 


im 


Weinek 


Venchwinden. Trabant | 




tert wegen 

\r;„.T 












■chwsch. 1 








I Ec. i>. 


10 0 14 


Fr. 


161 


OroM 


Sehr feines Verlöttcbeo. Bild ruhig n. gut. 


1 Ec. R. 


16 3 41 


Vr. 


leo 




Sehr nnticher. Jupiter tMlUe. S«ImL 












Morgend&mmernng. 








I Ec. R. 


6 62 47 


Fr. 


160 


QnMB 


Trabant lehr fein. \ 










68 42 


Fr. 


160 




CcmrtMtuHalUgkHt. l HdtUg. BUdmhig 




6 68 6 


R. 


196 


Soliwan 


Tkitaat Nbr Mil f 


ud gut 






eM 


fr. 


60 


UdtM 


Trabwi dmiUeh. 1 








II Ec. R. 


18 8 40 


Fr. 


160 


Qmw 


Ttabaot boreito dMtlMi ra ( 




inu Luft gut. 


1 EcR. 


8 46 40 


Fr 


160 




Mrstt« Erseheinen, «chwach. 


j Luft gut. 




18 16 


Kr. 


160 


Wem««; 


i rabaul im vollen Liebte. 




II Ee. R. 


15 43 51 


Fr. 


160 


Weinek > 


IVabant sehr fMk 










4« 13 


tY. 


160 


W«inek 1 


VoUea licht. 










15 48 48 


B 


IW 


Gnu 


Sdir fein. 










46 48 


B. 


196 


Omi 










II fie. B. 


787 »4 


Vt. 


160 ! 


0mm 


IVabant b«rrita «l«attl«b . | 

ContUDk-Itrlli-keit. / 








40 1 , 


Fr. 


16U ! 


f^rll^3 


Uiin anninig. 


III Bo, U. 


11 40 ä6 


Fr. 


16U 


UruM 


Trabant »chwach. l , j. 




[Ot. 






41 «t 


Fr. 


160 


QniM 1 


CaiMbHitoH«lll(lnil. l"^ 







Digitized by Google 



(ForttetzaDg.) 



Ditam 




K. Z. Pnf 


Imtr. 


Vergr. 


Beotaehter 


; 



















k » * 








1885^ Apiil- 


iMfe 


iBo. B. 


»UM 


St. 


18» 


W«iaek 






18 8 


St 


189 


Weinek 








9 11 49 


Fr. 


IGO 


Gruss 








13 81 


Fr. 


IfiO 




April 


flBb 




ii 66 40 


Fr. 


\t\i \ 








&8 54 


Fr. 


1 tut 


w vineK 






- 


9 Ö7 17 


R. 


1 «TO 


^ 

UIUH 








86 18 


R. 




OruM 








0 60 a 


fr. 


DU 


Kofttlivj 








59 39 


fr. 


CO 


Kosdivf 


April 


29. 


I Fl' K 


11 6 46 


Fr. 


160 


Weinek 








8 40 


Kr. 


ItiO 


Weinek 








II 8 13 


fr. 


m 




Ibi 


Sl 


I Beii B. 


11 21 a 


Fr. 












sa fio 


Fr. 


160 


Gnu« 






nEa. D. 


14 81 8 


Fr. 


115 


Qrau 








SO 0 


Fr. 


115 


Onw 




.90. 


I Ec. D. 


18 18 «7 


8t 


189 


W«laek 








18 M 88 


Ft. 


180 


Onw 








U BT 


Vt. 


ICO 


GmsB 


DMMimb.98. 


ni ISe. D. 


U 81 8 


Kr. 


160 


Gru«« 








81 88 


Fr. 




Urnss 








18 81 4 




62 


L&*kft 




.2flL 


m Ee. 8. 


18 88 U 




100 


Gnu« 








18 ai a 


R. 


«i2 


Lttska 








m 14 


R. 


62 














18ä6. 




















niBe. D. 


11 ao 26 


Fr. 


160 










11 17 9 


R. 


126 


Grast 


Almisr 9. 


in Ee, D. 


U 18 T 


• Fr. 


160 


WiiDek 












160 


Wi'inek 


F«briMr II. 


U £e. D. 


16 ä'.« i2 


Kl-. 


160 


GniM 








41 3 


Kr. 


160 


Grats 


Min 


1. 


n E«. a 


11 11 14 


Fr. 


160 


Q*mm 








19 8 


Fr. 


160 


Qnm 


Min 


ft 




K ^7 
18 «T 4Z 


IT» 

r r. 


160 


Gram 








48 33 


Fr. 


160 


Gruts 


Mk 


10. 


I El-. D. 


9 28 2 


Fr. 


160 


Sehwarz 


Kitt 






9 27 12 


R. 


62 




24. 


I £c. B. 


15 26 24 


Fr. 


160 


Weinek 








!.■) 25 53 


R. 


62 


Gmw 








97 68 


R. 


69 


Orot» 


JUrt 


M. 


iSc E. 


8 68 88 


St 


188 


Wdnih 


Mi» 


S8. 


IIEe. B. 


11 8 08 


St 


188 


Orm 








11 4 80 


Fr. 


100 


KouMwf 



Luft gat 



Erntet KrtcheineQ. 
CoDsUntes, volle« Licht 
'l'niliJinr fp!u 
ConstatKe Heiligkeit 
Trabant »ehr ichwa«lk 
VollM Li«ht. 

Trafauittckm^ doeb dvvtlick. 
VoUw Udit 
Tnbaat Mir Mn. 

VüK.js Licht. 

Krstfi Krf clieinen, arhnacb.l 

Conatai.l.' Helligkeit. } 

Trabaut fohr feio. ) 

Trabant fein.» „„^ 

Voll,. Lkbtl '"'"'"«f- 

DantUeliM Sefawiolwr- ) . 
Wim. \ iopitor tief. Bild 

Volliltad. YwMMbnkf 

trota WoUn ilolrtlnr hiUbm. 



Luft 
Hmliol 
gqt 



Timlnat nhir ««hirMb. 

Verschwinden. tinBirlnr. 
Trabant beraits «ehr foio. 
Valll<ommen*»V«rlÖi«ilMB. 

Trabant whr Ml, doch I 

deutlich. iW»d.8j*tool|. 
KrsteB Erscbeiaen. f ftt '" 
VoIlM Lickt. I 



.\u&lÜ9-cke», uoticher. i unrtiliig. 
I Er«toa entBchiedeiiei i 
' Scbwächerwerden. »»»rke 

Aiulöachen, s. gat. I *** 

Deutliclif« Schwicher- I 
werden. ' Bild ruhig and 

I Tolktiiid. VerwhiriQdMi.1 s;nt 
DoDtNohe UAMuMlmM. I . ^ 

I ToilfaNUMMAmlBMlMni. ( ''"'^ <^"' 

I Dnflielwi 8ohii8aihanrardeii.) 
Vollatändiget TwKwhflO. I 
Au*tö»eben. ) 
Verschwinden. | ^'''^ »"^ 
Erstoa Kracbeinen. j Trabant 
Eratea Kr»cheioeo- \ zur Jupitww««««. 
Conitant« Halligkait jLttftiiiiriiMga.Mli, 
Durch Wolkw, 4alwr wolil TmplM . 
Mifgefamt 



' Lnft raUg. 



Wolkanziehaii. 



Digitized by Google 



— 40 — 



(Fortsetzung.) 



Ditoiu j^**!^^' M.Z.Png Imtr.|Ttt«r. 

I DQBg I 



Baobaektar 



B«B«rk«Bfei 



1H«G. 



1687. 















I 


1888, April 




I £e. K. 


11 48 24 


St. 


139 


Wwoek 






11 48 86 


Pr, 


100 


Om« 








11 48 47 


K. 


82 




April 


•2. 


ir Kc. R. 


IS 40 99 


IV. 


160 


OruM 








13 41 7 


u. 


•'i2 


Kostlivy 


April 




I Ec. R. 


10 4 &1 


Sl. 


130 


Gruia 








6 40 


St. 


189 


tiruu 


April 


2a. 


ni iicK. 


» 41 6 


s». 


189 


Gniu 






• 43 41 


Kr. 


160 


Kottlivy 








9 43 S8 


B. 


62 


lAakk 


April 




II Ec. R. 


10 48 48 


R. 


196 


Ovum 








49 48 


K. 


1U6 


Gnin 1 








10 49 3.S 


Fr. 


54 


Koitliv^ 








60 10 


Fr. 


54 


Kostliry | 






I Kc. n. 


12 11 


Fr. 


160 


Uru»J> 








12 ii 


Fr. 


160 


Griiss 


Jaai 


11. 


III £e.P. 


10 u w 


Fr. 


160 


QraM 








10M40 


R. 


196 


hUkm 








16 87 


R. 


IM 


hUkm 






II Eo. R. 


10 18 48 


Fr. 


100 


Wehielt 








20 &3 


Fr. 


160 










10 19 30 




106 


Ko»llivy j 














1 



Trabant Mbr fiaia. Baob. 
Bntaa EfaehatDaa. 
TVftbMli adv faia. 
Tyabaat Mbr fein. 

Trabant foiii. 
Trabant «eiir teia. 
CooDtant« Helligkeit 
Trabant lehr fein. 
Trabant fein. 
Tnbmt «taotlicb. 
Itabant aahr fein. 



gut. 



Laftilamlieb gut. 



I'oft mnUg, «iiidig. 











k 




• 








1887, Jaaww 


17. 


I Ee. 


Ü. 


M 


44 


40 


Fr. 


160 


Wainak 












48 




Fr. 


160 


WalMk 










13 


44 


81 


R. 


196 


GruM 


Januar 


18. 


III Et. 


R. 


16 


17 


W 


Fr. 


lliO 


lirui* 












2» 


24 


Kr. 


160 


Gruu 


Jaavar 


24. 


I Ee. 


D. 


17 


37 


52 


Fr. 


160 


Weiuek 












96 


60 


Kr. 


leo 


Weiaek ' 










17 


88 


S 


St. 


139 


GruM 












98 


86 


St 


189 


• timta -l 


Fabnar 


6. 


UEa. 


B. 


13 


14 


28 


Tr. 


160 


Orot» 1 


Pabraar 


18. 


üEo. 


B. 


16 


17 




Fr. 


leo 


GruEi 1 












It 


Ii; 


Kr. 


160 


Gruna j 


Fabniar 


18. 


lEe. 


B. 


17 


1 . ) 


M 


Fr. 


IfiO 


Gruas 












47 


11 


Fr. 


160 


Gruu 1 


April 


8. 


IKc 


D. 


12 


m 


15 


Fr. 


160 


Grnia 












88 


3 


Fr. 


160 


QroM 


Mai 


8C. 


n Ee. 


R. 


8 


88 


40 


Fr. 


160 


GmiB 












40 


4U 


Fr. 


160 f Oran 


Mai 


88. 


I Ec. 


R. 


9 


27 


29 


Pr 


160 


Grau 












27 


50 


Fr. 


160 


GruBs 


Jani 


16. 


I £«. 


K. 


3 




2.'. 


Kr. 


115 


MruK.« 


J«U 


3. 


niEe. 


D. 


9 


37 




Kr. 


160 


Weiuek 












44 


SO 


Fr. 


160 


Wataak 


Juli 


3. 


III Sa. 


R. 




16 


44 


Vr. 


180 


Wateak 








1 

1 
1 


S3 


90 


Fr. 


180 


Wainak 



.1 



Trabant r«ia. 
Volle« Licht. 
Trabant «ehr Teio. 
CoDvtante Helligkeit, 
VoUatAndiga« AadAaebaa. ] 
tn«bwt aebindi. 
Taraokaräita. 
Trabant fbin. 
Constantea Liclit. 
Trabant «ebr fein. 
TrabsM dautUak. 



Luft »eUaeht. 



Bild gat. 



I Laft gut. 



Juj)iter tief und sehr 
unruhig. 



KM liamlieb 
UTaa 



gnt Taanp. 
-14.»1 C. 



Biia 
'riemUeb 
unmhig. 



Eritaa Sehwidiarwarilaa. 
SakrIbiM 
Fafaiaa AadSadion, 

Tral.ant t^in. | Dichter Nebel. Bild ruhig 
Conit«al. Lj cht J Temp. — 1 6, »2 C. 
Kntschiedeuea Sekwlekarwarden 

AuflüarlicD. 

Deutliche Liebta)>-j«bme. 
Bahr Cünas Tarlgachan. 
AaalSacbaa, BiM tiemtieb gnt. 

Deutliche Lichtabaabme. 1 l^ud gut, ganz 

Sehr foinM Au»!ö«c!ien. | klar. 

Deutl. g. hw.n'li'ji w-TJeu. iKlrir, liilJ ruhig 

Sehr feine» Vcrioiuiiea. J und gut. 

I)cutli<.-tie liicbtabnahmc. I gchleirrhaft, 

Fawea Variöichen. J Bild nibig. 

Tnbaataokwaeb.) TbeUwaiaa bawdlkt. 

V^Ua Uafat I Bild ruhig und gut. 

Trabant fato. I 

T , .1 .11.} Bild ruhig und gut. 
1 rubaut deutlich J * = 

Trabant feiu. Bild ziemlich gut. 

Deutl. Sehwächcrwerdcn.^(J»nJ.l(|„,Mond- 
ti«brfainMTer»obwindeii.|»clieiu.OuteLttft. 
Faioaa Enahaiaan. | Jupiter ttaf und 
OonttaataHalUgkait./ uaräÜg. 



Digitized by Google 



- 41 - 



Beobachtung vou Stembedeckimgeu durch deu Moud. 

Ini Folgenden lioiceic hn«>t (d. B.) den duukl«n Mondrand, (b. B.) Aea hollcn Mond- 
raiul, an wpIcIiptu rii-r Vau- nilci' Aii-tiitt <s. > j-^t'-nics vor sü'li fti'jjrangen ww. Di» Abkfir- 
znng fflr dit> verwendeten Intsii unit nii» i.-^t iüi':<»;li»e, wie auf jiag. 38. 



Stern 



Gr.l 



Ein- ofler 



lMXPr.g,I«tr.|V.ni,r. 



Bc«b. 



Bciiii*rkaii(r»i> 



1686, Jnttur 81. 

2S. 



jBniiar 97. 
Hftni 22. 

April 22. 
April M. 

Septamb. 1« 



Siptemb. 1. 



Decemb. 2. 



Ptbnnrl2. 
A*||ml a. 

Aagaat B. 



im. 



K A. C. »7 ! «t 



B. A.c. 1930 
III Tftori 

B. A.C. 8122 



Tawi 



Taiiri 



X Virgiui* 
X Virgin.» 



rTanri 
r Taari 

SiSoofpii 

34 Scorpü 



EintritKdJt.) 
EiDlrttt(,4.&) 

EIiitritt(d.R. 



6fi £intrittfd.1t) 















IM 


Schwan 


6Ö2 7,8 


Fr. 


\m 


|W(sini'k 


62 


K. 


\m 


j(iruss 


SS 8,4 


fr. 


60 


jKoBtlivy 


!> 59 13,1 


St. 


198 


Waiaak 


8 7ai.7 


Fi-. 


160 


'Gniit 


10 21 20,8 


Fr. 


54 


Grats 


12 23ri2,ü 


Fr. 


ifto 


Koslliry 


2S52,4 


fr. 


60 


Li»k* 


142818,9 


Fh 


m 


{Waiaek 

1 


22 «2/) 


Fr. 


180 


1 

iWalsak 


2>fia^ 


R. 


198 >6nnB 



22B8.1 
Ai»triH(d.B.yi6 880,1 



fr. 
St. 



, Duuk> MomUeitagiitaiebtbw. 

I I.uft )IUt 

(Muadbild ruing. Nebel iu der 
Lol^katt. 

BwbaebUiDg gnt. 
Salir gut. Dankte Moud»cite 
gttl liehtbar. 



I Geoiuetrist-herConUcr lli.^rauf 
den öterii nuf dvtu Muuüe 
gaaehen. {Vvr dem Eüitrid 
war dia Scheibe de« iiterues 
ttt( dan Battgaagaingeit 
dcatlirk waartonahman > 
YaaadiwiiidBii. Wogan daa kd- 
anrartat langau Verwailai» 
auf der IIa« 
«niclicr. 



I S.Vi,4 fr. 

4,3 Kmiriitlh.K.i 17 37 27,8 Kr. 
4iliAntritt(dJt.)|174»12,r Fr. 



00 : Schwarz 
64 'Waioak 

60 So>iw«ri! 
101) \V\iiiek 
180 WeincU 



I Venahviadcn, g«i. 

PlStaditli BBd tut. Wolkao- 
riahau. Duenaicdi%e Laft 



I 



4fi lilbiiMtt(d.R.) 
4fi Aiii(ritt(blt.) 



18681 



118098,01 Fr. 

8026,4 R. ; 
1248SS,1 l-r 



.!._...! 



^OBiiiliiH(dJt)j 8 87 29.7 
I 87 26.H 
i 1 87 25,(1 

5,0 Austrittih.U.) ü &3 23,5 

i 

1 



S». 
Fp. 
K. 
St. 



64 jWaiink 
82 |Oraa* 
116 .Weinek 



Gilt. 8i-)iinal<- M«iidsichel. 
Iiimkie Momlwilc sfhr 
etrhön ta tebea. Oer St«ro 
paisiit das MoDd tiaf nstaa 
;iiu Fammliir) and ftattan» 
gfarand. 



Baob. gut LbH namliok gut 

Einig« Saeottdan la spät, da 
der 8(«» n hoeb arwartai 
worden. Lift aeUoiarkaCt 
FUMdfdMa Terl6aeb«% gnt. 



139 IWeinek 
160 Sohwarc 

1% KostllTj ' 

139 Weinek ; Unsicher wegen Walken u. weil] 
i daaOUaoliv vomgafiiBMtaB 

raehtan TkarflOgal tbaüwaiaal 

I verdi-cktentclieiiit.nt^ti Stern 
zuerst UTn9»'.')4"'22»,3Ki'»ehen, 
dann in doppeltem Abstände 
V Mondrando am9''55'"21',I, 
vroni U9 als räckw&rt« intarpo- 
lirte Auatritmait 8k88i4S*,6 
folgt- 



Digitized by Google 



— 42 — 



(FortMtmuic.) 



Starn Gr. 



|T«rgr. 



U8S, M«v«^U.j&^aiS91 

I 



] 



I k > • 

( KiiitriU<li.R.rl««1 18,7 



AMtriCt(dJL) 
BiBtiitt(hB.) 



Fr. 



17 »M^ Fr. 

198828,4 Fr. 

8b2a,<J Fr. 



Decciub. 3.1 h'Atjuarii 9i KiatriU(d.R.;, (i-2i6ä3ß St. 



1BB7, Min t. 



« Tinri 



BbilcUt(dJL) 



j MSa,A 

ie«7. 
k ■ « 



Fr. 



1 Atulritt(h.lL) 



EiatritKdLB, 



EiBtrittfdJU) 



7 88 »7,8 



10 6 M 

40 21,4 
4086,1 



BanerkasK«!! 



leo 



I 



Wkiadc 



180 Wainek 



160 Weinek 



ist» ö<.hw«rx 
4S [KiMtUff 

l 



St. : 18» IWaixwk 

I 





180 


QnHi 


St. 


189 


Wainek 


Fr.l 

i 


U 


aram 


1 


100 


GniM 


Fr. 1 


leo 


Weiaek 


Fr. 1 


180 


Weioek 


B. 1 


18« 


GroM 



Etwas uD»ich«r, da« Fern- 
rohr vom Winde erzittert. 
Klar, Bild x. ratiig. 

Wahnrlicialich vertpAtct, da 

der Slf'i'rr tifffr «rwftrWt 

docü bfim Muiidc t klar. 
Um dicaeZt-it i r»rli.'int Aide- 
hnrasj 7<\mi auf lierMond- 

FluUlj 'hes \ i'r*i"tiMr,iiHlt-:i. 
Beol . .M'>nilr.iiid un- 

rahig. üanz klar um den 
M >Dd. Heütr Ta(. 

B«ob. gut. 

Plataliehaa Varaobwiitdaii. 



Etwaa aaaicher. vielleicLt ver- 
•pitat. Schwierige« Feat- 
MltflB dar Saauida wagaa 
StadlfartaidL Moad (ddai- 
arhajL 

Baobaehtaaf gaL 

St«m Itaflidk w«il nur «ia 
TlMil daa OUaattraa TOB dar 
TMm Urai ttt. Baob. daa- 
balbaanebup. 

ffiaraiii}daBSlera8i bbS' aaf 
daai Usada pmaieirt 



Baobadttaaf gat 

» pr««e.n.attdlicli Uhr icblecht 
• aaqD.u.BÖrdlich *» höron we- 



liB BaobaahlaBg^faaMMl BBdaa aleh aaeh dia Ibifeudaa Botiiao: 

1868 Jaaaar 88. B. jk. C. 1688 (8. Or.) ward« aiabi badaokt oad glag •QdUeh tum baOaa Uaadraada imAbataad« 
daa Liagadanbukaiaaia vaa lydw um 8]k Abaoda IL Fr. Zt. woHhL (WeiBali.) 

1886 TMiraar 22. « Taori (l. (W) vnrde nicht bedeck» Vm r,\, isim M Pf. 1>»fa!id ilch Aldeharaii :n di r 

lUcbtong der uUgcmeiuen Boleuchttiugt greazv und in eiuem Abitande voia rädliebcn Mondrande, 
waldiar glaioh t^^ — 1«< dca Dacebnanan tob Arabimadea gaicblM WBrde. iWaiaah.) 

1887 Mba KU f yixgiiiia giag xm 18» 88» M. Pr. Zt. wln- nalM bbi wMK^ Moadraada (ia aiaaai Abataada, 

welcher aaeh einur Skttz« etwas klcin'.r als darttecliBBtiottiBBtanaliied beider StaracoBipoBeataa 
war) Torbai. Luft aehr narubig. t Weinek.; 



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~ 43 - 



Beobachtauig von ^teruschnuppeiL 

1889, Aagnst 10. 



Kr. 


M. Z. i'rag 

1 


Gr. 


Bt'mei'kuiigeu 


AofAogspuokt 

ateaHiO ji88iM> 


EadjMmkt 
«1885/) «laSBbO 




hm« 














1 


10 2H 29 


3 — 4 




0 


+ 34* 


350* 


■1- 31* 


2 


29 5 


3—4 




38 


j7 


39 


44 


3 


30 47 






369 


32 


349 


21 


A 


SS 68 


1 




859 


86 


340 


84 


5 


3S S> 


s 




9,7 


14 


0 


• 


$ 


86 19 


1 


Sahmif, •Uhtbir 1*-^*. 


V 


91 


860 


18 




87 B6 


8 




48 


»0 


91,7 


81 


f\ 


40 48 






SS 


+ 43 


27,8 


+ 60 


9 


40 6S 


ü 




80«,5 




307 


— 9 


10 


13 51» 


s 




10,7 


+ 30 


7,5 


-i U 


■ 1 


46 51 


4 




4& 


46 


40 


44 


Ii 


46 44 


I 




848 


10 


841 


4 




49 46 


1 




35,8 


BS 


ISifi 


«1 


14 


60 60 


• 




4» 


88 


44 


M 




54 41 


1 

4 




60 


29 


51 




IC 


M 12 


2 




85» 


24 


318,5 


20 


17 


56 H 


3 




36 


3S 


12 3 


Hl 


IS 


10 59 80 


3 




61,5 


33 


49 


3Ö 


19 


II 0 32 


4 




10 


C9 


352,5 


67 


30 


9 M 


4 


Sehr kari. 


68,6 


44 


69 


46 


n 


8 9 


9 




1» 


89 




48 


s» 


6 88 


1 


Sdnrtif, •iebttnr 1«— 9«. 


16,6 


6S 


4,S 


89 


n 


7 8 


1 


Sehr knn. 


66 


43 


62 


47 


SM 


8 33 


■j 




81 


17 


8d 


13 


S6 


!» 35 


2 




63 


35 


67 


80 


2« 


12 4S 


■A 




35 


69 


32 


53 


27 




4 


S^ihr kurz, itatiutuir. 


47 


48 


47 


43 


98 


88 0 


>1 


Wie Jnpilert Schweif, eicHfb. JA'. 


0 


64 


816 


86 


S9 


40 94 


8 




91 


81 


91 


81 


m 


II 41 88 


>1 


Bebwaif, «i<ditb>r 9«. 


5 


+ 96 


886 


+ 94 



Die«o BeobanhtUQgen wurikn Toa dem Adjanctaa Dr. Qru»s uad den beiden AiMisUufcu. Dr. Schwärs 
and KüitliT^ von der Oalerie des Sternwarten-Thurmei acu ungeteilt, lieHcn sieb jedoch spater nicht mehr 
naek den ateMbn Beotoeliteni treqnea, wetlnlb die Cdlomne «BiolMiditar* fehlt 

1885, November 27. 

Der prachtvolle, mit dem liiela'tchpn Cometen zuiammeohbugeDde, Steratchniij ]>oririi1t <l:t>sca Al ont^F 
kouat« durch zwei Standen mit £rfülg beobachtet werden und ist seiner Orostartigkeit wegen in einem besonderen 
AheehBitt Cp>r- M) »vefllhrHeh baMdm»h«n. 

isxn. Nii\(>nil>i'r '27. 

In der Nftcht vom 'dl. zum 2». November Ibisö, welche von ausgezeichueter Klarheit und Dorchsiehtigkoit 
bis ia den Murgen hinein war, aebttte ich darauf, ob der vor eioem Jahre stattgefnndeM, VSademUe Bten« 
MhmppiafitU nicht viellaieht eis, mn meh ebfMchwiohtee Kaehapiel hitt«, konnte aber nor Tereintelte Stern- 
aohnappea wahmebmeB. Unter Anderen vanaielUMto icli cwiaelien iS]» and 13» H. Z. Prag vom Fenster meiner 
AY-j):ijuug ans — mit dem Uliok r.m h SOden bis zu eiuer Höhe von 60* iin i eimr «eitlirhen Feberaicht von etwa 
90*— drei 84omeobnoppen. Die erate ging weatKob tom Ohon nieder, hatte den AnCangapnnkt in « 67* 4 m 8*, 
den OiipnBli in • —60* d = —8* nnd war 1. Im 9. Graiat} din ■wd.ta dtdrduduiitt daa Standrild d«r Flidie is 
naht? jinrallelcr Kic)ittrr,;f ra tlicspr rmd war 3. Grösse, während die dritte Sfi rni- lini;|iiic l.iniiclill:. Ii ihrer schein- 
baren Bahn lisS vi<ll»t«Qdig mit der ersten zasammenflel und von 2. Gross« war. Bei Gelegenheit der spät«rea 
Beobachtung des Cometen BaiBud-Hartwig 'Mm IX) »ah ich im SAdoeten siHiduut 1> tmd 16^ M. Z, Frag 
Aberhanpi nur awei Stanaohinppfli mit dan Qrfteaen : 9 oitd > !• 

6« 



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— 44 — 



(Forti«Uuug.> 

18i»7, August 10. 



Kr. 


M.Z.rng| 


ar. 




AnfsDg«punkt 


«. 1887,0 d lb«7,0 


Beob- 
t«bter 




k m t' 
















■ 


9 48 2 


2 






-f 76,0 




+«elb 








- 1 


' Hit dMtlielram Bdiiraifc. 4i^t> >id>tlMr. 




71,6 


66,0 


74.6 


G 


: 




1 


l 


966,7 


03.Ü 


330,5 


54,0 


s ! 


4 


Kt 2 17 


> 1 


Mit dentlidwin S«äbireifB, Mlir groM. 


9.2 


7ö,f< 


211,0 


81,0 


s 


6 


3 ü 


2—a 






fi«,0 


34,0 


&6,Ü 


G 


« 


9 a« I 


1 


! 


3,8 


+ 88,0 




-1-47,0 


0 



0 = Gras*, ü » Schwari^ Xtxk der ftwbaohtnDgt Nr. « wurde «■ trfibe. H«ft)g«r Wind. 



1887, Anglist 12. 



Nr. 


M.Z.Praf 

i 


Gr. { 


Bamarknaf an 


AofxQi^aponkt 
n 1887,0 iHt«7,0 


Endpunkt 
al8s7,0 J 1887,0 


Beob- 
ichter 


1 


h tn > 

9 9 7 


1 


Mit deatlich^m Schweif. 


357*5 


+ «3,5 


351 'i 


• 


S 


2 


18 62 




Mit deutlichem Schweif. 


14,0 


65,0 


34J,i 




s 


8 


31 10 




Sshr iMll. 




368,7 


48,0 


s 


4 


40 63 






Ufi 


4-61,0 


30fi 


tlfi 


8 


6 


41 43 




Sohwrif 12* nehttMur. 


48,0 


78,6 


tOfi 


74,6 


G 


C 


47 39 


> 1 


Schweif 6'' tiohttar. 


10,0 


59,0 


366,0 


47,0 


s 


7 


52 3 


2-3 


Svhr kun. 


31,6 


60,0 


20,0 


67,6 


G 8 


8 


53 85 


3 




80,0 


Stfi 


»fi 




8 


9 


10 9 47 


1 


Mit äebweif. 


20,0 


80,0 


6,2 


S»,0 


S 


10 


12 41 


> I 


6r4ii«r«l( Jupiter, Schw. 1&> aichtü., blüulich. 


V Pcrtei 


45,0 


41,0 


s 


11 


22 60 


.. l 


Mit Behweif. 


182,0 


-r «7,0 


197,7 


58,5 




18 


27 15 


3 




80,0 




21^ 


64,0 




13 


88 9 


1 


Hit Sehweir. 


77,» 


78,0 


106.7 


79,0 




14 


41 24 


3 


PositioD fragUeb. 


60,0 


G6,0 


«V4,2 


70,0 


s 


15 


46 9 


>1 


Mit Schweif. 


i 80,0 

i eo^o 


00.6 


56,0 


7ö,6 


s 


10 


66 2 


2 


Mit Sehweif. 


80^ 


61,6 


37,5 


s 


17 


11 II 63 


2 


Im StembUde Camslopard. 










s 


18 


37 40 


3 


Stittionlr, iMiaklartif. 


7,6 


72,6 


7,5 


:v 


G 


19 


34 67 


2 




V Pcruei 


40,0 


51,0 


s 


20 


87 40 


2 




20,7 


+ 53,6 


60,0 


«6.0 


8 


21 

1 


53 62 




Wie Jupitar. 8ieliUMHMildeiSob«eifek> 10*. 


«7,5 


TOiO 




Q 



0 = 6rv«ft, S ^.-T. Sek wart. 



Der grosse iStemschnuppenlall am 27. November 1885. 

r>i<i VtM'la'ii'ituiifct'ii für dcit am L'T. Xdvi'iiihrr 1885 erwarteten Sternschnuppenfiill 
\vnri-ii sclujii am ".'li. .\ov«'iiiIkm" vulh-iidet. da iiiriirlii-luTwinsc eini* zpitHclic Vi'fVfhiebnng 
der mit «lein Bielii>k'lu>u ('iniietfii siieiauiiiieiUuingfiidiiU Et'8cheiuuiig MtatttiiiUfii könnt«. Dio 
StoniAc>tiniippi*n solltra gezahlt, in Karten eingezeit'hnet und photoKrapliirt mrenlen, lotsten* 
iiiif Aiiri'gim}; eines Aufsatz«-.*: von Dr. Zenker in Xr. 307, 1885 der „Photographiodien 
Miltliciiuiijjrfti" und in fit-r All^il•llt ciiu-s i-rst.-u Yci^uilns. ik-r, wiriii ••r m-laiifr, iuterfSHaiite 
und ulijoi-tivo UeiiiiiiiMeiizfii au tiu» flfl<-lirit;(f i'hHiioiiieu bieten mustitef wvnii er niclit 



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— 45 — 

gelang, Mich duirli sein negativM liesnltatvoiiAVer'tli fiM lifiiii ii niorlit«-. Tin «-omspuniliivnilc 
|)lioto?ni|ifiiM h(' Mt'olüu lininK»»!! auf gr<W<Ti>r Basis /.» i-rliiiltcii, wurdi' zwi-i lnü TraK uml 
Dresden fini' vtirgiiiigige Vereiubarung hiiisii htli« h der CiU'icliartigkeit d«'r zu vi'rwcndi'iuU'H 
Aitpurate und der nfthvp U«b«r»iii8tiniroung der Aufiwlnneceiten getroflbn. In. Dresden sollte 
der Photogmpb uml ftoreitt, H«mumn Krcme, iütglied der 1874-er deutwlieu Yeuiis* 
Expedition DRch der Anckland hml, thäti^ sein, wihrfiid in l'mfi: <1< i Il tpliotö^^-iipli Karl 
Maloi h n;<*w<'iinon wurde, wclrlier nitf aihtkeniu-nsiwertlKT Beroitwiltigkeit sich und seine 
Aplianite der titeruwaiie zur Verfügung stelitu. Der i»hut<jgniphiMljts l'lan war: l. In l'rag 
und in Dresden mit einem Steinheirschen Antiplanet Nr. 4 (Objectiv-Oeffnung 43 UUL) <n 
arbeiteu, welrher bei voller Oefftaimg Urht^tftrke mit Con'ertheit d«« Kldtn» verbindfit; 
•J. die euipHndliriistcii HronisillMr-flelatiiie-Plattea anzuwenden; 3. den Appantt nacli Osten 
in etwa 4l>" lltilie zu riiditen ; ^. mit dem Kxponiri'n um t' l'lir Abends zu l'eirinnen und 
his zun» Muiiduufgangi! (10'} fortzntahren; ä. jede Platte mit genauer Nolirung der Anfaugs- 
nnd Svhlttsneit IS Minuten lang isu «xpoiuren, wobei zwar die Sterne wegeD ihres Fort» 
rfa-kens von Ost iiacli West als helle Linien ei-seheiuen müssen, auf diese Weise alier 
durrh Markiruiig iler nielitung des \i i|Uii1iir-. <;St iclizeitig die Orieiitii im- ili > ITiIifr-- xeKen. 
Sollte ini Laute des Abends eine antlere als die für ilas Pbotographireu gewsUdte U^tgegeud 
dex Iliiiiinid!« »in gliitizeadeifi« i:>eluui«l»iel vuQ hell leuchtenden Afeteoreu darbieten, so Yrar 
verabredet, sirb gegeimeitig dieeeii Ort xu telegrai»hiren und die Apparate fortan auf d«tt 
letzteren zn rieht en. Mit Bezug auf <lie mOgllche Dauer des IMi<it<igraphirens Iiis zum Mond- 
aufgange musste ein i'lattenvorrath von mindet^tent« Ii Stück bereit gehalten werden. 

Atu Abend des •_>(;. Niivetnber \\ai' es trftbe. regnerisch und aussichtslos. Am Na«h- 
niittag des NOvendter kliirte sich der Ilininiel etwas aid' und liess ffir ilen Al>enil einiges 
erlujftcu. Noch um I hr regnete es; dann zeigten sidi Wolkenlßcken, iu welchen zahl- 
reiehe 8tern8<rhnttp|ien aufleuchteten, und iwfort ging e«! die 126 Stufen hinan in den Stem- 
wurlen-Thurm. I>ie erste Be(»bachtuug geschali genu-inschaltlieh von mir, Adjunet Ctrusa 
und Stiiiliiwii'-' I.;Kk,i; -ie bestand in einem Zahlen ilrr Stfr!i-<i-htntii]ien wfdu'eni! bi-crenzter 
Zeit mit .\( rinuMit der ge.scbätztt'U Gro.<iäeu der aulleucbteudeu Meteore. Wir richteten dabei 
unser Hau|*t<iu^eniuerk nach Südwest, m'o eben die Yenos aus Wolkoi hervortrat nnd dia 
Wolkendeck« in der Richtung Wettt-OKt sieb au he1>en begann. Trotzdem die Sternschnuppen 
lw«i einer Bedeckung 0," d. Ii. d." des sfulwestlii In n Hinnnels war mit Wnlken flherzogen) 
zumeist nur unbestiunnt und blitzaitig durch NN' lki'ii leuchteten, wurden doih in 11 Minuten 
lUO gezählt, darimter 4 beller als 1. Gros.se, iii von 1. Gritäse, '21 vou 2. (Jrö.s«ie, 18 von 
ft. Griisse und 17. von 4. und 5. Gr<tose. Diese Zühlnng wurde von Gruss und LAska 
fortgesetzt, als ich hierauf an die Vorbereitung der photographischen Aufirahuien ging, und 
ergab: in weiteren (i Minuten bei einer Bedeckung 0,4: 107 Sternschnuppen, darunter 
'2 heller als 1. (irMsse, IS von I. (irösse. H') vi>n J. Grösse, 24 von 3. Gnisse. !(> von 4. 
Grö.Höe und 12 von ö. (irös.se, .sodanu in Minuten bei einer Bewölkung 0,4, aber gros- 
serer Durchsichtigkeit fler Luffc, 600 StemschDuppan, darunter 2 heller ols Yenus imd 10 
heller als 1. Grösse. 

Als es im Westen ivmer mehr nn<l mehr aufklärte und die Milchstrasse mit dein 
Schwati detitliili siilifbar wurde, war da- *srliruispiel geradezu ilberwältigend. An allen 
Ecken und Enden leuchtete es auf, zog feurige Liuieu von heilsteiu Glänze hin zu matt 
verlöschendem Schimmer, stets wechselnd, sich erneuernd und tauseodfUtigefl Leben Aber 
das Sternenzelt verbreitend. Ueberall hasteten, jagten sich die Sternschnuppen, zuweilen in 



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- 41$ — 



(h'i-sclix'ii Biihii «loji|i('lr iiimI (Ireitiu-h iuit'tn'tt>ii<l ; \\aiirf Kaketeogarlieci l)mtet«n sich vuiu 
Zi'iiithe aii-s — r«Kiit>te in der That Stt-raHclmuppi'u. 

Kachdem die Westeeite vbllend« klar geworden, wurde sofort d«r pbotogmpUiiGlie 
Ap])Anit auf •■in«' .Stellt' z\visrlit>ii A<U«'i% S< h>Miii und Leier gerichtet lUld die eivU- Platte 
von <;'■ !•_'"' :?t; Vi« i;* M" r M. Z. l'r.iR e\|Kiiiirt. uoliei die Zeitiiutiriingen von mir Halbst 
^ex-liuluMi. \\ühreud dit'^iei- Aufuabniv, al» ich Tiber den A]i[>anit hiuwvg nacli hcsoiiders 
gliiuzenden Heteoron aiumli inid oft in oiner Secnndo gleicbzeitig 5—7 scliwiehn« Stem- 
adunippen 2flhlt«>, erhellt« ncli plotalich um & 5r>* der HitnineL wie bei inteiutivein >Vett«r- 
leiH'htra, nml icli koMiitf imn- Iinieii. daf<s im Aiiirenhlicke eine ungewolinlicli helle Steni- 
schnnppe <jiler renerkiiui 1 ifii 'lrrm'irnifeii xei. hiescllte wurde anch \<>n (irnss unti l;rt >kii 
in der Näht- \uu {{ Anilronieilne beob^ehtet nnti «ar das hellste M«t^r de» guimeu Abends. 
Sie «n>ehi«u lunacbst als bläulich weisse Kugel, die bei der AullAaung glQhend eisenroth 
wurde; ibro Schweifspnr dauerte Ober 2 Minuten. Eine zweite tthnlidie Stemschnnj^ vun 
iinssergevv/ShHlieher Ut llii'keit trat iniihnials bei ß Androniedae in d -r Zeit zwischen 7* 
und 7'' '.'■'>"' auf, deren S<-b\ve)i'»ptir ebt^ofalls länger ab 2 Minuten luit freiem Auge walir- 
genonuneu werden konnte. 

Mittlerweile war es anrh im Osten klar geworden. Der photographisdie Apparat 
«iirdp deshalb nach der (K^tseite de.s Thurntes gebracht, um diu mit l>n'»(ikn vereinbarte 
Sti'lle (b'S (linnuids einzustellen. Kr wurde auf einen Ort gerichtet, welcher mit h oben vom 
Per^eut^T link.^i vom Fuhrmann (C'aiMsIla), rei ht,x vom Stier (IMejaden, Aldelmnui) und unti'n 
vulu Satiuii umgeben war. In dieser Lage verhunrte nun der Ap|)ai~at, hin «lie wieder 
aaliebende Bewfilknng den Aufnahmen ein Ziel setzte; die ExiMtsitionsdaaer betrag wieder 
nahe eine Viertelstunde. Platte II wunle exponirt von 7' fl* 12* bis 7'' •2'-i'- üt* M. Z. Prag, 
Platte III voll 7" ■_'.')"' as« l,is 7" 4(1- IS- im.l Platte IV v..ii M'" M' '.i-, T'' r.7- S". Bei 
Exposition der zweiten Platte trat von Westen her plötzlich ein so heftiger Sturmwind auf, 
dass er im Thurm« All«»s durrfaeinander fegte und den Aufenthalt auf der 38 Meter hoben 
Galerie liMt oiiheiniKtih getdaltete. IKe Temperatur war auffallend hoch; sie betrag um 
I hr + '.»."^ ' Hill 10 ( In- -|- M.".» <'. Ilenierkensweilh ist. dass im Jahre If^l-J aiu 
21. und l'S. N..\. iiiiier die 'iem|ieralurverlir>lriit<<e ganz ältnlii iie wunn. Inleiessaiit wäre 
e», für die geiiuiatteii Zeiten die leinperatiireii auf der ganzen ii,rdoberrl:ifhe zu vergleichen 
und dadnrrh die Frage zu entsrheiden, ob die bemerkt« Abnormitflt in den Jahren 1885 
niul 187i dtnn Zusaimnentref&n der Erde mit dem Biela'schen Cometen ziizuscbrei1)en wftre. 

Wahrend der |dioto<rrii|>liis. he)i v^fnuhmen wurden die Zahlungen der Sternschnuppen 
von ürusü und La»kn fiHtgesetzt und ergaben: 



M. Z. IVag 




, TT-riwus -Wirt it" m~ i j 

1 =' 1. I r fReducirtitur ~ 

' - — ^ . ^ I 



AmM dar Slaraschnuppi. u 



VOÜ : bi« : 




hl» h Rl 

6 24 G 29 

2fl S5 

■iö 42 

12 47 



III . I 

ö , S j 0,4 13» 6 215 48 I W 

0 S I 03 I 252 10 360 «0 I _ 

7 S 0,3 I 12 514 73 W 

5 S U,a 300 i» , tSÜ 06 W 

ü\ S 0,2 aoo [ 5 9B0 8S I W 



III 



0,4 f 140 



0,0 



630 



s 



6 

3 



510 
C30 
450 
414 



73 
l'JG 
150 

S2 



m 

laiMiitdB 




B87 
In Mittet W 



84 



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— 47 — 



Von 7* 27" bis 7* 84" zahlte Crruss iwch 8Mea 'i2ü Stenhwhunppen, daniuter fUnf 

fllM ( «irOSite; zwei 8<-lir kurz«^ Stf rnsihnnppen wurden fl>»er (i Andronn'daL' u<'-^''lifii. Die 
Diin-lisirhtigkoit- (h-r I.nft hatf*' -tirk nlis'Mumiineii. Lilska zilhlti' ii; ili r-iHnn Zeit iiacli 
Osten L'40 Öte^l^'('hIlUl)IH'n bei fiiu-m HewOlkuujjjigiade, Wflclu; nur Stcnic Iii.« 3, Clri'i^se 
«rkDniWD lies«. Im I^vfe d«$ Abvnda wurden ferner 8 Stermclinappea bei d, x und t Andro^ 
ineda« statiooilr a-blickt 

Um 8 ühr iummgirte icli, nacbdeni die Atwistvnteu Schvrarx und Kostliv^ in 
die !'.< ( ^arhtiinp' !>iii:rotrnt>>n \van>n, fiti j^^leiclixeitige» Zahlen der Steiit»ehnap{i«n na<,'li allen 
vier ilimmeläriclituiigi'ii. Wir erhik-Ucn: 

S* 1" bis 8" 14" il. '/.. I'nip:. 

0>t — Weiuek Sftd — Grus* \Ve»t — tfcbwarz Xord — Kostlivy 

BewMkeiif AenM BawBlIraac AuddU B«««kiu( Aenbl- Bewalliing Aanhl 

O.-i— 0,6 427 0,-.> - (»,•) 0,1' — 1.0 O.-.' — 0.7 688 

S 1- Ii w a rz niiisste <ni' ZAlihiii^ sc!i'>n »at Ii 11 Mtimti'n ahbivi lu'ii. r-; im Wi'8t«'n triin/ 
bedeckt wurde. Nimmt man fftv iliv i-in/cliipn Ilimmobrichtuiigeu mittlen' Bewölkungen ao 
and redncirt dime saf dit< Bewölkung 0,0, so ergibt ndi als 2«kl der in einer Minute 
giefallenen, mit flreiem Ange riditbüreD, StemschnuppMi: 

Ost 55, Sfid 47, West 1*25, Nord 96« 
d. i. fdr den ganzen .«;i< litbaren Horizont von Trag i>ro Minute nnd «Ue Zeit .s'' 7": Sti-rn- 
si'hnniipen. Ans diu nlu n angcfiWirt«'!! Zahlen folgt dagegen, wenn man dti- Oiilitigkeit dess 
FiUlenH in Sfid + West gleich jeuer in 0»t 4- Xord setzt, jiru Minute und tUe Zeit G'' 
die ZaM 82-2, ulsu vAlHg dasselbe. Es sei hieran bemerkt, «latks die Pniger Beobaihter 
infolge ibre^» constanten ineteoro1ogis<4ien Dienstes eine grosse Uebung in der Schätzung 
der Bewölkung besitzen und dass die.s«' Zahlen, wenn sie aueli durch die Keduotion auf die 
Bedeckung 0.0 uiisiclicr gewonlin trot«lein ein anuAhemd ricbtigcü Bild von dem Keivh- 
thuni der Krscheinnng ge!)en wcnii ii. 

Die Ost.siütu und dim Zenitli erwiesen .sich uLs be.sonder.s gllnt^tig, um den Kadiatiun>(- 
pnnkt zu erhalten. Derselbe lag nach einfacher SrhfttzuDg ans stntionflren oder sehr kurzen 
Meteoren, wie am .'7, Novcnd>er des Jahres 1872. in <b'r Ni'llie von Andromedae. Die 
s]>ntt Ti' Zeit der Beobachtiinp; Ii"— '»in Abnehmen der hell auftretenden Meteore erkennen, 
dagegen fielen .schwache Steruschnuppen (ibenius zahlreich, wie /.. B. um 7'' lö", wo icli in 
der Seennde bis 12 StenuKthnuppen auf einmal Hufleucbten ttub. Der unmittelbare Eindruck 
des Phanoweiu war fttr mich der eines viel grOssei'ea Reichthnms als im Jahre 1S72, wo 
ich die Erseheiining auf der Leipziger Sternwarte beubarhtete. 

Um Hj Uhr naisste jedes Beobachten aufhören, du der Himmel sieh diclit mii Wolken 
überzogen hatte. Derart wurde iitnb iiitMi:i' .\ti<i(lit <|f« Kinzeicbi»eiis der helleren ileteore 
in Sternkarten, welche» noch uacJi Mondaufgang, wo das l'botogntpiiiren absi hlje.'^.svn muKste, 
bewericstelligt werden konnte, nirht ansfOhrbar. Auch sji&ter klUrte es nirbt mehr auf. 

In der Nacht' vom zum November zeigte sich der Ifimmel dieht bezogen; es 

regnete lebhaft. Am 20. Moigens ;\X Uhr traten endlich einige \\ olkeulfleken auf, in welchen 
ich aber )h i ^roiulHchein wfihrend einer halben Stimde keine einzige Sternschnuppe wahr* 

nehmen konnte. 

Die Heiiiorrufung der jdiotograpbitichen Platteu, welche in .>orgfilltigster Weiw 
geechah, liess sofort die Sterne l.bis incl. 5. Grösse klar nnd piücig erkennen. SAmmtliche 



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— 4i5 — 



Stern»' ersrliii'iuM» m!s IVinc sriiin't" l»«'i;i'<'M7fi' Linien ikiIk- trli'i' ln'f IticliritiiL' mul Liiiiirc. 
WinI (lif Ilifinuvfitf i»liotognii>liifi'lM'n (.tl>jt'» tivs iiacli «|i-ni St i-iiilicil Vellen riviMouraiit 
zu 24,0 L'tm. uugi'iioiniueu, »o bum-hiiet »ich die Läiigu der Aquatoitfalen Steniwegv auf 
dm Platt«!! willimul 13 Minuten xn 13,1 Mill. Andem'seittf mu«« die Xeiguui; dieser 
HCheinliaivn Bulmcn ^^f^cn die lloli/iintalo. )la der A)i|*ai-:it \<i|li;f genan nu' Ii ^^ i st«l^ 
I»cz\\. Osten <;ei-irlit''t \\:\r. 10" hetrafieii. Ks -tiniint «lies Alles ntit tlcr W ii k Iii lileit. 
<Jliuraktei'LstLii-li t'isilieint das ixttjfnki-aiiiUii-tigi' Aussehen der intensiven .steinlinifii, welrlies 
wokl nur al» Folg« d«r FluctnntioiKn im ätmilu'hte dnrt'li atinositliariwlui Unruhe zii 
betmeliten Mt. Von d«i Plwjaden sind tUnf Stvnii» gut crkonnliar. AldvlMinin, »Ih rutlwr 
Stern, er,<«cli«>int nuf d«r pliotogTHpInwhen Platte nur ai« SteniKnie 3. GrAKtte. 

W«i( die pliotogiiiplüijirhe Darsteltiing d^ SteniHclinuppen betrifft« m> k^mote nur 

das iJiid einer Sterns(liini|t|ie auf Platte IV. welelie am >.nl>tilsten nml intensivsten In'ivor- 
ifenit'en worden, mit srosser \\ alirselieinlielikeit eonstatirt w erden. ItieselWe ei"srheint wie 
«-ine feine .Stvrulinif -1. bis ö. (iiii^>e und hat bei m'iiauer Betrai htunj; eint; Lün^^e vi»u 
7 Mill. = 1«7. Eire Mitte liegt in a = H7«7 und d=+ I7^6, wflhmid ilir Pogitioiiawinkel, 
gesüldt von Nord lUier Ost, i:).'»" beträ^^t nnd auf den ersten Blick nach liem An.Hstrallluilge- 
pnnkte ; \uilrii!i)r.|;ii> lnii\M i\t X.id'trlitit niusste ;itn-li imtei-sn<'id werden, ob dies»* ver- 
liieiiitlirhe äteriusi'lnni)i|ieii-iiinie nicht etwa von einem leinen liisä iu der Glasplatte, wie 
«okhe beim Pntieii derselben eiehr büuflg inilh<eten, herrOhre. Zu diesem Zwerk wurde die 
pliotograpliiache Platte unter ein auBg«xeirhnetei« Mikroskop von G. A S. Mera in Hflnelion, 
web'bes Kicenthnni der Sternwarte ist nml Linear- Yer!;r<'issernns;iMi von »SO bis 144(t znlfisst, 
ui Kini lit nml in anfnn-rksanister Weise stutlirt. l in da.< tr;ii;li( lie (>bje<-t sehnell zu (inilen, 
wurde \orexst nni dashelbt^ auf <ler Hnikt*eite der (ilaspiatte ein kleiner Krei.s mittelst 
Tusril« gesogen. Der Umatand, dag» iliei^er Krvin und jene feine Linie niemals gleirbxeitig 
dentlit-h ge»t>lieii werden konnten, entdrliied »ofort, dam diiwelb« keineiifullft der rlrkwärtigen 
Flfielie der (ilas|»latte aiipdiVire. Ks handelte sieh also welter nur um die Torderflin-lie der 
Platte, auf web liei- ilie |>l<Hfoura|i|iiselie Sehielit ilen Ueberzug bildet. Indem nun diese l» i 
Vergröjiserunj;i'n von GU bis 3<iU eingestellt wurde, zeij^te es .sich .stets, dass mit dem so>i. 
Korn oder der Stmctur der Selnrht gleichseitig auch die Linie deutUeh erm'hien, wornuft 
natiirjieniäss zu scldiesseri ist, dass diese di-r Scliieht selb.-it anseliöre and »war nicht alf» 
iVii ! llrKi lh ir oilei' l'';ldi-ben. ilas sieh dureh seine Plastik --nffirt v«'rf:)then hätte, sondern 
als < liemisehe Zeielmuug in derselben, l in dessen jediM-li ganz sicher zu .sein, wurd»- nurU 
bei M-Iiaifer Eütiitcllnng de» fraglirhen Objectes »uhr tschrilges Sonnenlicht auf die Pkttte 
geflAhrt, wobei die allerfoinsten und vordem absolut nnaichtbaren Risxe derselben »am Yor- 
schein kann-n. jene Linie aber, w ie sidir auch der EiofitllswinLel des Li« htes varürt wurde, 
keinerlei Veränderung erlitt. Ffifj^e ii-h diesen KrwägTincen miil futi rMi' tiiiti'.ren noch hinzn. 
duHS die StenmcUuuppeu-Lbde auch hin.siclitlich ibivr Karten, rotlilicli-brannnn t iirbuug den 
Charakter einer schwachen Stenilime trAgt nnd dasa dieselbe narh der unteren Seite der 
Platte, d. i. nach dem Horinxnte Ins cur UnaichtlNirkrät verlftuft, ao dürfte wolil aa ihrer 

Pcilifüt kaum zu zweitein sein. Innnerliin niutr es bel'ninden, dass bei dem g:i>issen Keich- 
thuui der l'rscheinnu<[>: sich nur eine einzif;e Sterns« liinipiie abifebildet habe. Vielleicht w ird 
dies aber erklärlich, wenn mau die iSemerkuHgeu vuu Professur öafurik in Prag über die 
Farbe der Meteor« an dem genannten Tage in Betracht zieht. Deivwibe beriditet in den 
,A»tl'On01uis( hen Nachrichteir, Bd. 11'!. p. -.^^O, wörtlich: „Intensive Färbungen waren selten, 
nieint niil»ftig gelb; blau und grUn f«ah ich nicht ein einziges Mal," obwohl Safafik thetl» 



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_ 4y - 



mit freiem Auge^ tWil^ mit Oitenigliiii und Sucher xatalmctie M«>teon! bi» zitr 9. Grfiaae 

verfol«t luitle. Die jiliotDffntiiliiit»' Steiiiiü limiiiy»»'. <li'i«>n Z<'it srnilluTt :mf 7' 47" M. Z. Prag 
im}ri's<'tzt wenleii kann. iiifi--ti' rltitur ♦•iitwpflor in lit'VvorrajiiMulrin CInii/.c Oihn- al>er 
auöiMiJmi.s\vt'i.se iu iljeiiiisili wii k>iiiin'iii liirhtf golemlitft iutlnni. Zwcil'flfiohiu^ wini iiiaii 
in Zakunft gut thucn, xnr photogrrapbi8clM>n Abbildung finv» Stemt^hnuppratRlleB grTissere 
Instrumente, nie das von mir IjenOtste mit 4,3 Ctm. t>fffiiiiii«r, zu vorwciiilcn und dürfte 

(ii'^i .Ulli 1"^ iliniii niif r.rfiil^ rfflnun wonu die Xh-ri-nri'- in iilfiulii-litMii ikIit m üidirlicin lädite 
aiiltivit'ii. i)it» t'rasc <liT Stcri(s< hnii]ijn'n-I'li<>t(igr.ii>liie kann in ilcr 'Unit nai li «ii-n zah!- 
itithfU sih^juiMi Eiiulgi'ii auf dvm (it-biete ilt-r Momeiit-PlKiUigrapliie, wcichi' in <lvu letzten 
Jahren erzielt worden, nur mehr Ml» eine Frage d*r Z«'i* b*trt»chtet werden. 

y.!^ luugfii hier uoch eimge JSi'nH'rkungcn l'latz gn-ifcn, wi'UIk' kh uiciueui tT.sten 
Berichte Aber diesen Stenischnnppenfell in den „Astronomischen 2?nehTichten% Bd. 113, 
p. 379, anfByte. Ich erwähnte: ,Aurh das an den Sternen mit so einfachen MÜtda gewonnen« 

Hesnitat ist interessant ntul 1 lirnMvh für «Ii-* Hi'rst('llnn<r |tli<itogT!i|)liis< lu-r, iTirecf vom 
flinnnei aufzunelinu-niler Sternkarten, wultci die Stenilinien sieh In'sonders jtfut zur Ab- 
Ai-hützuag der rclativeu Helligkeit der Sterne «eignen unil die Fragen muh dem Unterschiede 
cwi»chen optischer und chemischer SterngrOs^e erwAnschte ReitrSge erhielten. Vm dies in 
messbarer Fonn %n tiewerkstelli^en. würde man /\\eekniässif< dnnkle <ilaskeili« verwenden 
Utk! Tiiifti'Nl liir-ri- in i;?iiiiitt 'lliarer Nähe dei- mein* .!f|>'r niiinl.M' iiit'-ii-i\ i-n Sti'TiiIiiiir il:(.s 
Diuikel lies Urumles der negativen Platte biß xar iuteusitüt der Sternlinie steigern uml die 
betroffende Stelle Aes Sdls^ welche diese Compensation der Unterschiede herbeiführt, au 
einer einihchen 8cala ableuen. Interessant wSre es auch, durch solche Aufnahmen ohne 

Anwendiiiiu 1 im - riim^ rks das Bild der täglieheu seheinharen I nidrehuni,' des Hinuneis- 
pfWtdljes dadureli zu erhallen, dass man den |>h'tt(>>ri'a|iliiM lu n A|i|»aiat auf den l'Dlarstcrn 
richtet, wo daiui bei längerer E^iiusitiuiisdauer die vom P<de entfernten Sterne desto längere 
Linien venteichnen« je weiter sie vom Pole abstehen. Solehe Expositionen wQrdon sneh 
geeignet sein, Studien Ober die Expositionadauer pnnktartiger SteroaufiKilunen ohne An- 

wendlUig eines küsts[>ieligen un«l <lie paralhietisehe Muiitiiini^ des Instrumentes erheiseiiemlen 
Uhrwei'ks zu niaclien. Irli s|irci-|ie ueijjenwarli;; (l^^<i, .laniiar l'i^ ciirsc (Ii-iliinken aus. da 
ich selbst vorläulig iu hnnan^lung der uöthigeii Alittel uml uauientlieli infolge der Ungunst 
des Prager Stemwarten-Ciebfludes nicht an die Benlisirung derselben ssu gehen vermag. — 
Ich mochte noch auf die Einfecbheit der photogmphischen Beobachtung von Stembedeckungen 
durch solche Sternlinien aufiiieiksani nnulien. (ndit nämlich die dunkle Mondseite flher 
einen Steni hinwep;, so wflrde die ithoto^jrajihihche Platte nni die>e Zeit herum mit genauer 
Kotirung der Anfangs- und Eudzeit der Exposition zu belichten sein. Alle Sterne verzeicluieu 
dann ihre Wege nach Hassgabe der Dauer der Exposition; nur jener Stein, welcher bedeckt 
wird, bricht ihn ab und weist die kürzeste Sternlinie auf, welche im VerhSltoiss SU den 
fibrigeu Linien sofort zur Kenntniss des iloroentes der Bedeckung führt. 

Xiii'h ist zu bemerken, dass in Dresden wegeu der Ungunst des Wetters photo- 
graphi^che Aufnahmen nicht erlialten wurden. 

Schliesslich werde hier eines Berichtes gedaelit wililter mir am Tage uaeli dem 
Phäuoineu von I*tarrer L. Kaschka, einem eifriReu und kundigen astronomischen Amateur 
in Tuscbkau bei Pilscu, zuging. Dei^elb« sehrieb \vi">rtlieli; „Der Himmel war bis 6 Uhr 
fast ganz bede<%kt. Plötzlich begann der Wolkenschleier zu zerreissen, und ich wurde 

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— 50 " 



geiutVii, al.s zalUreiilif ilt-tfiirc «Üe Wulkfiilrukfii ilurrlikroiizteti. Such G Uhr halt« sirh 
der Himiiwl -wvndwtw aufgeklart und bot dn Scliauspiel, welcJies nur gesehen — aber 
nicht beschrieben werden kann. Ich hatte die Absicht, Ort, Zeit und Radiationepunkt der 

ilott'ur«' zu iK'stiiniiK'ii ; »Un h uiiltT rli'iii KiiKlnit k <1>'S Phäuonioii.s «(and ich sjirat lilos und 
nitlilus da. 10 Iiis JO Metfmv l;i<i< lit<'n i;lt>ii li^-fifi^r üdf \m\ duiTlifurchteii da.s duiikU* 
Uiuiiuub«gt;\vöibo tUeiln t'uukciiartig, tlifils aiuli bleiideinl grim und i'ütli ätraUeud mit lauge 
aichtboieni Funfcenschweife. Tau»ende und Tausende regneten förmlich zur Erde meder, 
und V» gab Momente, «-o die Ersrheiuung geradezu unheimlich wurde. Höchst interessant 
war der Aiil)li< k im ( '<inH'ti'nsii( iiL'r. Die Zald dt-r »•ifflfllK'iidfii Mi^tfitrc wunU' ver/elinfailit, 
und wif Myriailfu von IVmTl'inikt'n iliir<li(l<>gi'n ^ii' das ( !«'si<litstt'Id. I)*>r Kadiatiunspunkt 
dt-r Metfuii; lag iu dor Mitti- zw ist heu dt'Ui gn.'-.svii Pi-rt-fUS-StoriüiauffU uud y Audjumedatf. 
Ich sah nAnüich die hier diverpriivnd erseheinenden Meteore gegen Osten Aber Taums etc. 
vertical herabfallen. u.*"-i*''^ N<>r<i, (»st und Süd in hinj^cn l$<iK<'n f;<'a;i'ii Wi-st stivichi-n. 
Ffnii'i" wtirili' vn'i nüi'M liii -i^Tii Tin hti-in -^peri«'!! die •irüsscrc lutciisiti'it li.-r nrnillichi'n 
Ali'tt'on* tuuötatirt. I »icsi'lbon hatten fast säniiutlii-h eim-ii .Srhwcif, widnend die Melirzahl 
der anderen stemai-tig ennchien. Detonationen wurden nicht gehört. Alt«, gegen 7 Uhr starke 
Wolkenbildung eintrat, blieb der Reflex der gi^össeren Meteore sichtbar. Gegen 9 Clir war 
das Schauspiel trotz einiretietener Anl'heitening minder s« liün. Ks ist nK'ijjlich, dass ein 
iuinierhiu noch \orbaitdeuer .«stärkerer DunntHclileier die luirale Sichtbarkeit beeinträchtigte. 
Später rtfgnete es."* 

Die ])artielle Mond-riusttTiiiss uiu o. August 1887. 

■Wrilivcnd des ganzen Verhuifi'S ili r Ij-sclieiiiung war in Vns klar,,- W. rtrr mit 
ruhiger, durchsichtiger l,uft. I>a doä Phänomen »ich im !>üdost-(^uadr;niten des Himmels 
abspielte und zur I^obai-htiiug nur die Osl-Tbfire des Sternwarteu-Thunuus benützt werden 
konnte, so war es nicht leicht, drei Beobachter mit ihren Instrumenten entsprechend untere 
zubringen. Icli seihst heoltaclitete ausseilnilb der Ost-Thüre auf der (lalerii'; des Thunnes 
mit einem Kraiinlii>tVr'-iiii ii Slaudl'ernndire von !t7.<> Mül. n. ftiuiiii; lui '4tn(h«'r Ver- 
grössurung, (Jrws.s iiinerhalli diesur Thüru mit eiuein Keinieldersclum Fenu'obrc von 
Vüfi MiH. Oefl'uung hei Gäfacher Vergrösserung und Schwarx vollends im Freien auf der 
Sadostseite der schmalen Galene mit einem Voigtlftnder'sehen Fernrohre von 62,7 Mill. 
Oeffiiung hei .yjfacher Vergrösstrurir. l'ntt-r diesen rmständen und wegen des gi"os!?en 
Lünnes der Stadt erschien es '/ujli'ich nothwendig, dass xx älin'itd d<'r }>uuer der liiM.tiaclitiiTig 
die Ulu'secuuden laut gezählt wurdeu, wulclic Aufgubu dem Sternwarten-Diener Neubauer 
anfiel. Die folgenden Beotwchtungszeiten sind in mittlerer Pm^er Zeit angesetzt 



Erscheinung 




Weinek 


Grvm 




AnfBOf d«r PintarniM 


k M • 

8 81 66 


b H • 

a 81 se 


fe in 

B 82,0 


Terfiaaterntic vea: 

1 Ha. SU 


8 47 4S 


8 46 G6 


e 4ß,5 


Tjrcho [ Mitte 


49 19 


49 7 


... 


j it«L KW 


50 16 


60 9 


49,5 


1 Rd. 8 


9 40 61 


940 38 




GoeUoiut } lütte 


42 44 






1 Bd. N 


4& »4 







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— 51 — 



(Fortaetsuog.) 







Weinck (miss Schwarz 


WiodareneheiBOB tob: 

l Bd. SO , 
Tjebo \ Mitte 

1 Rd. SW 

1 TM. NO 
Qoclcnin» > Mitte 

) IM. SW 
End« der Finaianiiw 


hm« ^ Ii: h h III 

10 84 61 , 10 34 1 10 2»^ i 
«S44 ! Vbh\ \ ! 
-27 17 i «t » i 27,1 i 

in 24 3>) — ' • 
27 r,s ... ; 
30 1» , 10 90 ä5 . 

' 1 

10 so 39 . 11 0 IS 1 It 1^ 



llierliei ist unter „Aulaug lU-r l-'iiisterniss" <lie t'i>te Berüliruug di's Moiidiainles 
mit dem Kemsehatten der Erde, uuter „Ende der Finstemiss" die letzte BerQlu-img mit 
demselben vaistaDdeiL Ferner bezeichnet: Verfinstenmg von Tyeho Rd. SO, dass der sftd- 
östliche Rand der Ringebciu' Tycho vom Ki-nii-cliatt<in erreicht nurde w. s. f. I)ie Tuber- 
«'instimnuing der Zeitou des Anfanges Iiis auf die Zeit«<'f i(ri<lM l>ei Weiiiek und Griiss ist 
eine uur zuiallig«), da die Autii'uugeu beider licubiuliter völlig uuubliüUKig vun einander 
geechahen. Die Aufiassung des Finstemisa-Endes erschien uuncberer als jene des Beginnes 
der Erscbeinvng. Schwarz beobachtete noch die Bisection v<Ma Gassendi nm 9* 5" und 

die hierauf folfiende Bei üliruiig des Kenwcliattons mit dem iJande die.^er Wallebene um 
Si'' 41" M. Z. Prag, l ui 1 1"" 7" war auch vuni llallis« hatten d«T Krde nichts mehr zu sehen 
und die Nuanciruiiir «les Mondes an der Anstrittsstelle des >iliatt<'ns eine gleiehniässige. 

Ho.'äondei'e Aufmerksamkeit wandte ii h noeli der genauen AhV'ildung der Krseheinnng 
zu. Es geluugen mir vier Zeichuungeu: um S"" «i7,"'2, bi' j1, "J, ii- 17, "0 (grüsste Phase) und 
nm 10^ 87,*9 H. Z. Prag, welche in sorgfiLlttger lithugraphisi-her Reproduction dieser 
Pnblicatinn auf einer speeiellen Tafel beigefügt .sind. Leider fehlt den Itildem die Farbe, 
um .«ieli bei ihrer Betraehtung den vnllen Ueiz des Phämtmens, vornelnulieh unj die Zeit 
des tiefsten Kintaui hons des Mondes in ilen Erdüidiatteu, vergeneuwitrtigeu zu können. Zu 
diesen Bildern ist das Folgende zu bemerken: Die Orientirung erfolgte nach der Vertieaton 
und eptsprieht dem Anblick im umkehrenden Femrohr. Im 1. Büde sollte der Halbschatten 
der Lithographie rtw is feiner verlaufen und auch die vom Kernschatten getroftene Partie 
sich wi-ni:,^!'! lu ll vom Ilimmelsgrunde al>ln1ii ii. Das J. Bild ist kui*z nach ilv in Ver- 
schwinden von Tycho aul'geuummeu und im Allguuieinen richtiij wiedergegeben, l'ie Fai'bc 
des Kemsehatteos war oaeh der Liebtgrenae hin rauchgrau, dagegen nach dem Mondrand 
etwas rOtUicb, wAhreDd der, in den feinsten T5nen sich verlierende, Halbschatten einen 
grOnlichen Schimmer aufwies. Das ;i Bild vribt die Ki-scheinung zur Zeit der grö.ssten 
Pha^i', Der Ilalb.srhat+fn liiiffc jetzt fiiu* iiiclir ratii'Miriiiiiic Färbung, dei' Ki>m«chsitten nn 
der Lichtgrenze wieder einen tiefgraueu, bis Idäulichen und nach dem Moiuirando hin einen 
dumpfkupferfarbigen Ton, welcher die Ringebene Tycho mit mehrfachem, anderen Detail gut 
erkennen liess und besonders deutlich wahneuuehmen war, wenn bei Beobachtung des 
Schattens der beloucht^'ti^ Theil der Mondscheibe au.s dem ^!esichlsfeld gebracht wurde. 
Im 4. Bilde eridlicli wrinri di> Verhältnisse ilhnlich wie im Bilde .\tirh die von der 
Sonne bestrahlten Partien des Mondes sind mit grosster :>orgfult gezeichnet und bis auf 
wenige Liehteffeete, die von der Lithographie nicht vollständig erreicht wordeny mit 
fliunlichster Treue daigesteltt. 

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^ 5> — 



Züiclmuligeu voix Moudki'att^ru iiud ^Loudlundscliufteu. 

Die im Jahre von mir beg<HiDeue Arbeit des ZeidmeDB einzelner Mondknier 

iiiul Moiidliiiidsi IiafU'i), «ItTfii Vd'aiilassuiiiK iiiitl Art der TMir. hfflltrtinu: in der Puldiratüm : 
„Astronoiiiisrlie Beoliai htiinst'ii an der k. k. Sternwarte zu Frag im Jalire 1!S84, enthaltend 
Origluulzeicliuuugiiu des Moudes," p. ÜÜ— 05 ausführlich erörtert ist, liabe ich in den 
Jahren 1885, 1886 and 1887 narb {gleichen Principien fortgesetzt. WAfarend die dort gefTebenen 
16 Miindalihililiinfjen thi-ils mit einem tvan.spurtalilen F r an n Ii of e r.siheu Fernrohre von 
l^7,i; Mili. C3A Zi.dl) ».»etlniiTiL'. t'i- i1~ mit . inrui )V-^t ;nifi;i'-t.-Iltrii S t .■ i n h i I'>.-h(«n l!-'frurt.>r 
vuu .MiJl. ((i Zoll) Deft'mnii; imgelertigt wurden, i>t für die späteren Zeichnuiigeu uur 

das letztere pamllactisch niontirte Instrument bei 140-facher YerfsvOeserang verwendet 
worden. Dadurch erfolgte aber, da der Prager SteroM-artenthurm kein drehbaree und zu 
öft'nende.s Dach lietiitat, eine Ht schränkiins; der Montlaufnahnien auf den Meridian und di^s»eil 
n;i< li>ti' L'uii^ebuntr, soweit nrnnli<'h th-i S[iii li',!uni der Tiuirni-Süiltlnlrv, zu weleher hinaus 
beobachtet werden uiu^stv, reichte. Da un .Sommer die Meridianpub^age des ei:i$ttiu und 
letzten Yiertels in den liellen Tag fiillt, anderoreeite der geringe fJctuittenwurf der Mond- 
gebilde um die Zeit des Vollintmdes fUr nialerisch-plaattsch« Anfiuilimen ungeeignet erscheint, 
so handelte es sicli hei jeder Lmiation mir um 4 bis li Zeichentage, welciie alu i i t't zur 
Zeit der Mniideulminatinn wegen ungeinigen<ler Klailieit des Iliinniels vt-reitelt wurden, 
wütu'eud nicht :jelten die Zeit ausserhalb des .Vleridianeä vom iteäten Wetter begleitet war. 

Im Winter hingegen, wo zwar die langen dunklen Xädite die Zahl der Beobachtongstage 
auf das Doppelte erhöhen, sind wi«*der Kalte nod Loftunruhe dem Zeichnen wen^r 

gfln.stig. Mit letzterer ist aljer hier bei der unvurtheilhaften Lage des S(eru\varfentliurmes 
inmitten einer stark rauclienden und von zahlreichen Laternen erhellten Stadt besondei-s 
£u kämpfen. Ails leicht begreitlicheu Gründen erv\ies sich stets die Macht vom Sonntag 
zum Montag als die relativ-beste, wfllirend wirJdich gute Moudhilder von mir in kaum 
mehr als zwei Nikhten pro Jalir angetruffen wurden, l'nter solchen Umstünden erscheint 
es erkliii Ii( h. il;'-s ilii- \ • rfehlteii Zeichenv ec'^tn lir dir -rhingeneu flberwiegeTt inul dnys 
die Ausbeute, trotzilem kein klarer Mond im Mernliaue liei ausreichend dunklem Uimmels- 
griuide ausser Acht gelassen wurde, eine uur uubeUeuteude »ein koimte. So erhielt ich ini 
Jahre 188ä im Ganzen 9, 1886 eben&lls 9 und 1887, wo eine lAnger andauernde Renovinnig 
des Stemwartenthurmes meine Arbeiten unterbrach, nur 6 Abbildungen. 

Die Kleinheit des verfOu'KH « n Iii^l i niiH iites wurde beim Zeichnen, vvenn nur die 
Ltift sich l iüi'jcvnr.isseti günstig zeigte, dun lians nicht als ilantrf*! cftiitfiinden. Mit ib>ni«>»lben 
erkennt man bereits so vii-l Detail, da*« der Zeichner bei einer Ausdriinung des lülde.s bis 
zu 10 Mondgraden iiu Quadrat, wie diese in meinen Mondaufinhmen ab und zu vorkommt, 
durch zwei Stunden vollauf zu thuen hat, um alles Gesellen« zu bewältigen. LAnger zu 

zeichnen gehl abei' VM-gen der Ver.-inilerlichkeit des Schatteiiwnrfes und aiuh wegen der 
Ermüdung der Hand bei frei gehaltener Zeiclieiitafel nicht gut an. Mit Hezug auf kleinere 
Inhtrunieute äussert sich der hervorragende Mondtopogi°uph Ncison:**) „Wenngleich 



*) V«fglncbe die Bemerkan« am SeUutM dieM AlMchnittea. 

**) „Der Mutjd uu<l die »«scIiutTvnttait and 6a»taltuDf a«iB«r ObeiASeha" voa E. Keitoa. Daataeb raa 

Dr. H. J. hileio. Brsuntclmeig 1078, p. Ylll. 



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- jS - 

mueirdings kraftvoll« lD«tru]it«>te bei eelenograpltiscken Studien in Anwendunir fekommen 

sind, so liraiu-hen dennoch dif\)eiii^en, welche im Besitz minder stjuker Hfklf^^mittel sind, 
iiiilit zu \ei*zageii. Mit Teleskopen von drei lü- fünf Zoll OpffniiKtr kotineti bei richtiReni 
(Jebrauche Arbeiteii vou Liicliättim, seleuügrapliiseliein Werthe erliaiten werden, und geuQgen 
jene Instnunente voUkommeo, die Mondoberflflche in einer Weiee darzoetellen und su 
zeichnen, 'welche tnelier weder in Hinsicht der Gennoigkeit noch der Vollstflndif keit erreicht 
worden ist." Bekannt ist fern, r, mit welch' {j;entiK<"n Atitteln <I:u-< deiitselie seleno- 
grapbisclie Dreigestim: Lohrin an n, M Adler «rd Schnudr Aii.^gezeiclinete!* geleistet 
hat. So benützte Lobnuann l'üi- seino schone Moudkarte von drei Paiiser Fuss Durch- 
messer ein Fernrohr von 4] Zoll Oeffiran^, Mftdler für seine treflliche Kart« von gleichem 
Dorchmegser t in l't iiirohr vou nur 3^ Zoll t^eil'nung, endlich Schmidt ftlr seine ungemein 
t1ei>';3)ee und dt taüliite Mondlurte von doppelt so groeMm Dorchmeeser ein Fernrohr von 
t> Zoll UftViiuiiLr. 

Im Vergleich zum Jahre lHüi küuuteu einige Verbesserungen und Erleichterungen 
beim Zeichnen geechaifen werden, die sich 1. auf die Anbringung eines Uhrwerkes am 
Steinheil'schen Aeqnatoreal (seit Jnli 1885), S. anf die Herstellnsg einer zweckmässigen 

Beubachtungsloiter (seit Se|>teniber 1886), 3. auf die Verwendung einer elektrischen Lanii>e 
zur HcUnu htung des Zeichenblattes (seit April 1888) beziehen and hier nAher erlftutert 
VN erden nidgun. 

Das Uhrwerk. Dasselbe ist von Ornbb'scher Coostroetion und wurde bereits anf 
Seite 27 dieser Pnblication ausführlich beseltrieben. Es erleicbtort das Zeielinen am Fern- 
rohr, welches nicht gleichzeitig mit «ler Betrachtung des Objectes geschehen kann nnd 
insofcme stets eine GedUchtnissarbeit ist, in hohem M;t-;?;c. ila dtt- vCdlige lJulie des Gegen- 
standes im Felde sclmelle und sichere Vergleichunt^pii /\sisiiien IJiid und Original zulilsst. 

Die Beobachtuugsleiter. Waiin schon zum exacten beben und dessen am 
Fernrohr ein aweckmftssiger, beqaemer Sita gdiOrt, um Jede Unbehaglichkeit und Ermüdung 
des Beobachters hintanzuhalten, so erscheint dies noch wichtiger beim astronomischen 

Zeichnen, wo bei ges|)iUintestem Schauen und Vergleichen die Arbeit der Hand unter stets 
ungflnstigeren VerhiUtnissen, als am Zeichentisch der Stube das feinste I>ctail in voll- 
kumnienster Ausführung wiedergeben soll. — Der Sitz nmssle in der Hohe verstellbar sein, 
dem Beobachter ein Anlehnen ermöglichen und ausserdem Einrichtungen fßr die geeignete 
Aufijtellun<; der Ueobaclitungslami^e, sowie die UnterljringDng der versi biedeneu Zeichen- 
utensilien besitzen. Fni di<'s Alles in einfachster und ntn vM-nigsten k( vt-iii- r M'eise zu 
erreichen, wurde für den Sitz die Form einer Leiter gewühlt, bei welcher aiier die Tritt- 
bretter aurftckzukiappeu »ind. Die Ober dem, für die augenblickliehe Beobachtung günstigsten 
Tritte, beaiehongsweise Sitze narOckgescblagenen Bretter bilden dann eine bequeme Lehne, 
Milhrend lüin - iler imterlialb befindlichen als Stütze für die Füsse dienen kann. Natürlich 
ist auf fliese Weise die Variation der Höhe des Sit/t-^ dnnli <lic 'I'icf- •ti -^. M'. n br-ilirmt. 
Um den Zwit<>cheuntum zweier Sitze weiter zu rediuiren, wurden in halber flöhe desselben 
an den Seiten der Leiter Ffibrungen angebra< ht, in welche ein separates Sitzbrett leicht 
geschoben nnd von dort wieder entfernt werden kann. Endlich gestattet noch eü) kleiner 
Lcderjiolster, diesen letzteren Abstand abennals auf die Hälfte, also das Intervall zweier 
nmklapidwrer Tritte der Leiter auf ein Viertel .seine-; Bi trnL'«'^ zu brivirfi;. womit iTinn im 
AUgenieiiu'U atisi-eicht. An den äusseren Seiten der licitcr vxurden ferner iincr Lange nach 
Melallstangen befestigt, auf welchen sich zur Linken des Beobechtei-s ein Tischchen fttr die 



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— 84 — 



Helt'UfhtungsliuiiiM", zur Ixeihlen ein z\voit<s lisclicluMi für ihus Zi'ii-heiiinak'rial auf und ab 
Ytir^lütibtn uiul nach Beliebeu febtUtitiinien Hke«t Diese Tisehchea sind mit mekrfaehen 
Kiii«giBlenk«ii v«mhen, um ai« nach Bedürfnis« iiSlivr oder etwas weiter vom Zeichenbrett 
zu haben. Dii dii- tranzt- Lt iti i im (iowirliti- nicht zu si hwvr tfi'haltt-n wunle. sn war eine 
l-Mtn-uTi::' <!ei-8elbeii auf Rolleu, welche ihr«; ÖtabiiitAt immerhin beeinträchtigt hätte, nicht 
liuthweniim;. 

Die Heol)iicbtuugslaiape. Die lieuützuug i*iuor Uellainpe beim Zeirhut'U briugt 
mancherlei UnanDebmlicbkeiten mit sich. Zoniehst mnss dieselbe sehr zweekmasaig eonstsrairt 
Min, damit sie trotz ihrer Kleinheit intensives Licht und doch keine zu grosso \Värine verbreite. 

Kinc .solclic I^ainpi' , die iüh-n AnsprOcIir-ti diT gewühnlifhfn astrononiisrhcu Ufohachtuntr 
cntsprieht, hat mir Mechaniker C. Krille in Leipzig anirefertitrt. Da jedoeli die Leucht- 
kraft der Flamme wegen der Verkühlung des Dochtes alliuiUilig naililäst.t, su ist der Zeichner 
After gen6tbigt> seine Arbeit xu unterbrechen und den Docht wieder in Stand zu setzen, 
was aber zumeist nicht ohne Spuren an den Hfindcn, besonders zur Winterszeit, wo die 
Finger steif und ungeschickt werden, abgeht und di-ntrt flii- Zi-icliminir si'lfi-t zti ncf ilmlen 
veruutg. Auch das Flackern der 1- lamme, weuu W ind zur Thurnithüre hereiiwtand . erwies 
idch sehr stureud. Vor Allem zeigte sich aber die vielfach nothwendige A'erstellong der 
liampe in der HAhe je nach dem Stande des Gestirnes lästig nnd zeitraubend, da hierfOr 
Alli - aus di-r Hand zu legen war und schliesslich auch die Mfiglichkeit des Henibfallens 
der Lani])e bei h:istitrf»r (•«rnnn' im I'nuklrti vorLiü dif-i-i: 'irfniden dachte ich 

»ehr bald daruu, die^e Uellampe durch ein elektrisches (<lQhliim]K-heu zu «rsetzuu, das an 
der Brust des Beobachters befestigt witriie nnd aut diese Weise in constanter Beziehung 
zu dessen Iland verbliebe, ausserdem aber anch fOr eine mfiglielist aufmerksame Betrachtung 
feiner Mondgebil«!. n tch Belieben v«<rlA8cht nnd nutmcntan wii-der in ThfltJgkeit gnsetzt 
werdi'ii ki'uinte. Nacli nubreron \ erg*»ldichen Versuchen entsdiied ich niieli für eine kleine 
elektrische Luiupe, welche mir von der l'niger elektru-tediiüseheu Finna Dcckcrt lü 
üomolka geliefert wurde nnd die bei zwei- bis dreistandiger constanter Leuchtkraft leicht 
und bequem zu handhaben ist. Dieselbe besteht aus einem kleinen, mit Handgriff versehenen 
Ilartginnmikasten von nur •_'(l,r» (.'cntinieter ITölie un<i (."cntiuu't<'r Breite wie Tiefe und 
beherbergt in ihrem Imieren eine Tauchbatterie vtai .'i Zink Kohl4-n-Klein*>iiti>ii, wi lcbe, an 
einer A-\e aus i^olirendem Materiale befestigt, in einen tunl/eliigeu llartg\innuitrog reiclien. 
Eine senkrecht dazu angebrachte Schraube in Verbindung mit einem segmentfönn^;en 
Si'hroubenrade und Eingriffe in ein Gewinde ohne Ende dient dazu, durch Drehung deraelben 
die Elektroden in die Anreguiitr-flfi-<sigkeit , wofür * In ni<'in-f verwendet wird, in, von 
Aus.«en c<'iitiidirbarer, Weise einzutauchen oder aus ihr zu helieu. Die elektromotorische 
Kruft eines Kleuieutes betrrigt 1,8 Vult, der Widerstand 1 Ulim. Da» (iewiclit des gefüllten 
Kastens ist 3,5 Kilogramm. Die nm Vonlertheile des Kastens angebrachte Glflhlampe ist 
zweikerzig unil bedarf einer .SpantHing von <a. 4 Volt. Dieselbe ist mit zwei Platinösen 
\ ••rächen unil wird in eine Vin i ii litiüiir nii* fi-demder Spirale innl zwei < 'nntiicthäckclii'U 
eingehängt. Letztere ragen in ihrer N erJängeruug durch eine Ilurtgummifassnug nach Auiisen 
hervor und sind bestimmt, die Verbindung zwischen Batterie und Lampe heraustellen. Die 
bemerkte GlQhlampe befindet sich in einem hochpolirten Keflector aus Neusilber, weldier 
durch einen (Hasdeckel ges< hritzt ist. l ui diese Lam]ie für den von mir beabsielitigteu 
Zweck brauchbar zu nuichen. trennte ic!i Ikitterie von der < ilühlanipe \ind verband beide 
«lurcli ein geeignete», überäpuuueue» Kujiterkabel. Cileichzeitig wurde der Latupen-Kefleetur 




— 55 — 



mittelst Kiigel-CIiai-iii«>i-s auf dner kleineo Hartgatiiun!|»latt«, vrAlelw zwei acluuf« Nadei- 

ppitzoTi 7A\m Aiifste«'kt>ii der ]<ain|>e an doii Roi-k des Hi'olnichtciN trärt. rlrelitmr gemilcht. 
Dieses Kugelgelenk ge--tattet, jede t'flr das Zeiehnen nntliweiidige Dreiiun^^ oder Xeigiuijf 
der Lauipe bequem aut»zui'CÜu'eu, uiid iät ebenso wic)itig, wie die Aaweuduug ciues feiaeu 
Milchglases vor denelbeiL, damit Ihr liclit zerstreut und gleieluuassig werde. — Bei dieser 
Kinriclitujij? ei"S(heint es mir iiiisfinstijj', dass von halber an haiUer Stiiinic die Elemente 
tiefer in dir i'lfis-iuik. if d. r niiUerie. die zum Seliutze geepit Ticscluidiiruni: in ciiii'jr- r Kiit- 
feniiing vom lieofiaeliter lest uufgeätellt wix'd, getaucht \k erden müi>:>eii, uiu tuustunt-inten- 
sives Licht zu. behalten, daaa die Batterie vor dem Gebrauch stet« tieu zd fhllen ist, was 
ttbrigens sehr einfiich geschieht , daaa die, nach etwa 6— Tmaliger Ausnfltauug der Lampe 
bereits stark :iiii;r'^ritTi ii< n, Zinke entweder uluziidrehen oder ZU erneuem sind, endlieh das» 
die Lamiie bei sehr kalter Temperatur, wie erkhirliih, luwuverlässig wird. 

S( liliir>lirli sei novh KtTiiije« filtcr das Zeielineii selbst erwilhnt. Das Zeicheii- 
blatt wird mit \ier Stiften auf einem ebenen und leichten Brette von 25 C'entimeter Länge 
und 16,5 Centirueter Breite befeati|!ii; unter dieses Blatt kommen zweekmitesig noch einige 
andere (^tte PapierblStter, dsimit die FlAcbe des Zeiobneos nicht zu hart erscheine. Alle 
zum Zeiehnen benOt/ten Rlfitter müs.'*en gleiche Structur und Weisse besitzen, damit ein 
etwaiges spflteres PhotogTsiidnii Tt im lirercr .\bldldungen rmf piTsmul keine Verschiedenhintr n. 
die vom Papiere herröluen, mir sich brachte. Mit Kficksiclit darauf, dass der Beobachter 
dieses Brottchen in der linken Qand, den Bleistift in der rechten holt und es ihm schon 
lAatig dfinkt, wenn er bei unvollkommoiem Gai^ des Uhrwarkas an dar Feinbewegung des 
Listiiimentes naddielfcn nui.ss. andoreiseit.s ein Au-Mlerhandlecpn des Brettchens im dunklen 
Itaume die Zeichnung schibligen kann, ist es rationell, fias Bleistiftsjdtzen wiihrend des 
Zeicluieiiä ganz zu. vermeiden, also eine genügende Anzahl gespitzter Bleistüte mit sich zu 
nehmen. Ich reiche im Allgemeinen fDr «in zweistQndiges Zeichnen mit 12 Bleistiften (Fab«r- 
oder Ilartitmnth-Stiften) aus, von denen sechs die Nummer 4 (hart), vier die Nummer 3 
(mittel; niul zwei die Xmtuner •> ''weic b) haben. Um nicht beim vorangehenden Spitzen ibis 
ll(dz iler Stifte schneiden zu müssen, ziehe ich es vor, nackte < iraphitstifte in sechskautigen 
llQlseo, welche in der Hand sicherer wie rimde liegen, mit Sctuaubeuvorrichtuug zum 
Festbalten der Stiftspitse in convenirender LAnge zu verwenden und ersetze das Spitzen 
mittelst des Messers durch b'eibung des (ira]>liits an einer feinen Feile. Nehme ich hier/u 
mu h . iiMMt SOO-. <« bw;»rs'en I.o.schgttnmii imd zwei oder drei zuges|dtzte weisse (Radir-) 
Gummi, so i.st die AusrOstuug filrs lieobachteii fertig. Nattii'lich darf der LOschgumuii, 
besonders der das Papier schärfer angreifende Radirgtmmii, nur vorsichtig und möglichat 
wenig gebraucht werden, wenn man nicht will, daaa spftter bei der Behandlung des Bildes 
mit Ti:-i lii uder bei der Beproduction des.^^elben durch flie Photographie unlieb.sanie Flecke 
oder Ungleichheiten entstehen mögen. — Es kann noch bemerkt werden. da.«;s es für den 
Zeichner nicht guuz gluichgiltig ist, oU der 8chatten\Mirf der Moudgebilde nach Ihtka oder 
nach rechts ftllt , da er im ersten Falle, so zu sagen, aus der Hand lieFans, im zweiten 
in die Haad hinein arbeitet. Femer erweist sich die Drehung des Mondes gegen die Ver- 
ticale \v.1hrend seiner Fortbewegung ebenso stfireud, wie ein hoher Stand des Höndes das 
Zeichnen schwierig und mühsam gestaltet. Doch ist auch hier die Uebung die beste 
Lehnueidtcrin. 

Die Reproduction dtx dieser Publicatioo beigedttgten vier Tafeln mit 24 neuen 
Mondsdehnnngen erfolgte wieder anf heliographisehem Wege nnd zwar durch das 




— rir? — 



k. k. III i 1 i tm - Ufr ra |> h i (4 < b e Institut m W it n. uelcheiii die Präger StiTiiwarto für liic 
bereitwUligo Ucbernaluiiu der sehr mübi>uiiu'U Arbt ir und die eb«u:»o hurgiultige . wie voi-- 
zQg^clie Diirchfahrung dereellMii sii gTOsBtem Danke verpflichtet ist. Wenn ich im Fol- 
genden trotnl«in von Fehlem der l{«prodaction spreche, so fflllt dies nur der Methode 

selbst zur LitsT . webbi'r. luniu-ntlich in l'i /tt;.' auf den iiussfrst ))eniblt>ii Druck, noch 
nicht absolute Trouo ziierkannf werden kann. l»ie Tafeln wurden am ^. Juni lf<N-s dein 
genannten Institute fdierRcben und i^elanfjten fertiirneslellt am KJ. .luni in meine Hiinde. 

Bei tielegenhfit meiner «r.steu VerOfleutlicUung von Muudiceiehuiuigen. äusserte ich 
mich wenig gfinstig flher eine lithographische Reproduction derselhen. Mittlerweile 
wurde auf meine Anregung Ida VOO Seiten der Redaction <Ier pupvüftren illustrirten Mo- 
natsschrift .llimmc;! und Enb'" ein neuer Versuch in <li •ser liiclitune i|reni;ti lit und eine 
Öeriu von acht, meiner im Jahre l>5f4 publicirteu, Moudzeiciuiuugen zur Illustration eines 
begleitenden Artikels von mir, betitelt: „Oer Fortschritt in der Seltiuogi-apkie" der Präger 
Hofbttohdrnckerei und Hoflithographie A. Haase <n lithographiedier Ausführung ftbergeben. 
Indem dicHc Firma hierbei ihren geschicktesten Künstler xur Verlugunf; stellte und den 
Druck in im ln i r. n Ti'mon vnrnehTnen Hess, anderei-seits die pinze Arbeit meiner j^tctigon 
C'outrole unterworfeu war, wuixle in der lUat auch auf dtebvin Wivgü ein sehr s.cli<3nes 
RssultAt erzielt Dt« betreffende Tafel befindet sich im 11. Hefte des 1. Jahrgange» 
CAugnst 1889) der Zeitschrift „Himmel nnd Erde* mid veigt ein besseres Leuchten und wei- 
cher« Tftn« als die Ffaoto-Heliogravnre. Der Preis stellt sich in beiden Fftllen nahe gleich. 

Es foljje nun das Verzeichniss der in ilen Jaliren 1SH5, ISSti und 1^S7 von mir ge- 
wonnenen Mond7.ei<-hnungen mit kurzen Il«!inerkuni?en ilber Dauer der Aufnahme nnd 7,»- 
btaud dt>r Luft, ferner die Aufzaliiung der Fehler iler iieproduitiun (F. d. It.), wobei zur 
Orisntimng im Bilde, ebenso wie im nmkehrenden Fernrohre, oben SOd, rechts Ost, nnten 
Nord und links West sa denken ist. Znr schnellen Ueber^icht der VeihMtnisse jeder Auf- 
nahme ist nin h das Alter (A). die Declinati>>Ti ''■fj und II<"iti ■ 'h ' 'l''!* Mondes nns<^'l*ührt. 
ä und h 8ind als sdioinbare Grcissen d. i. mit Kefraction und l-'arallaxe behaftet gegeben, 
wfthrend unter A die i^eit dem Neumuud (ecUptische C'oujuuctiou, gleiche Lange für Sonne 
und Ifond) bis cum Augenblicke der Prager Mond-Meridianpassag« am fraglichen Tage 
verstriciiene Zeit in mittleren Tagen verstantleu wiinl. Die Bezeichnongen der MondklUter 
und Mondlandschaften sind der Be er-Mft die r' sehen ,Uappa Selenograidiica* enteommen. 



Bemerkung. V. ii issr, un Iialic ii vi .Iii- 7.> 'AfU. w.tu-.i I. h liei sontt an»»icht*volleiu Wr-tt-T ■. trjTeblich 
im Tbumt« gew««eu, ebcufaUi nutirt, am sacli dudiirch eioo CbarakltfriHtik der ttugÖDitigen I'ruyer Laflrerhält- 
Bim n «rbtUca. Hda Tk^ebrnfa vemiclnst in Jnkn 1886: 
Ütaatr. An zwviTagea zur Zeit der MeridiaD|>H»*age des Aiiin k'-. /^i i hetiveMUche gr-m.-,»lii ili>r"'i war alsbald 
Wolkeoziebeu eiagatretea. Aanarbalb des MeridiatuM h&ttcn sich öfter gtkiutigo Momente gafamtan. 
P«br. !>• üii S)* im Thitni«^ Uaai U>r, doob Tm Msikeb Si^aier iiiBg«beii. Der HiDumlapnid anoMBi 
iiKitt : die Schatten der Mondlierge »iud nicltt draint fSBeK> IMmt dw Stadt lagert aina Uflabcen 
Raucbdeoke. Üm Zeichnen nicht ralionelL 
Min M. UiB 16|k 'm Tkam». Gass Idar, doch adir nimiliif. Ein ZaiisliBaii snnAditl nidit aaftglich, da Tm 
feiocrem Detail nichis lu sehen ist. 0«1witid. Der Krai)erei*alMiniitain im SAdflB nidll gamltig* 
£ino iütiuida *«rg«bii«h auf Beiaeraitg d«r Luft gewartet. 
Hai Ifi. Vn 9)k im Thurm a. Mond wmUg; samt «iren Arittarob nnd Herodot mit der zackigen, nordwirti 
liugüudou Spalte t!<ii zu zeichnen. Es alellt nii-h bald Ivbkoftcs Wolkonzieben aua Wcslisn ein : uach 
»acht der zur Sndtbfira bereiaatelwnde Wind daa Fernrohr anittem. Daa 2eichnea anifegebev. 




— 5T — 



Xai SO. Um 19(k im Thurm«. .Mond kUr, ab«r äuaMrtt manUg. Parti* mtcr dem balbbelenehtetco M*r» 
Crinaro mit der ^rosnen Wallebene Cleomedes iniereiiant. Die Scheiten auf dam Monde aind ent- 
■cliMdeii dunkler ab der Uinunebgrund. Vergeblkb auf bessere LuTt gewartet Feiaere DeUiU nicht 

Ja'! lf> Vm ISJ"" im Thiinne. Himmel klar, siin cl.-'n Morit! »ehlcicrhsf*. Sehr onruh ige Luft. Nichte mudllll. 

Sept 10. Um lU|i' im Thorme. Seliickard i«t in günstiger Belenchtung, doch die Luft zu anruhig. 

Septlflu JJm W inThimUb Hoad klar mit laiditam Sdilatar in teinar tTatgabing. Atlai «aMl Haicalat winkB 

gOn»tij? tü wfhne-n spiri. T)ie Luft iat Je^lorh trotz relativ badaataudar HoadhAhi« aa atanUf. 
Sept. 17. Um 14|k im Tburrac. Zu uonibig, loott gaut klar. 

Sapt 16. Uin 18^ iM Thmaa. Gant Uar, Hoad haeb, Iratodan 9hmx» «anUf. HiAta au Baehaa. 

ga pfc 19. Um im Umrtnv. Fast fi&nz klar, Mond sehr liöeh , aÜMr «iadar aa ttnroUf. HIppaMbaa «ad 

Albatagniu» gänstig; doch da« Zeichnen nicht rationell. 
Vttf. 4 JJm «|i> im TfanraM. Klar. Copenieas vvd Ciaviva wOrdm in iataraMaatar BelanelitBag adB; doab 

der MoaJ uu^Tcrucin wallrml. Auch steht Wind znr Südthürc df» TJiuridi-! lirTi-in 

£• m6ge die« autreichen, um die nicht geringe Anzahl der rcrfehlteu Zeichenversucbe übersehen zu 



Verzeieliniss der Moud-Zeichuimgeu und bez. Bemerkungen. 

Tafel 1. 

Fig. 1 Tjeho. Sonneninitrr-iui-. 1 Januar 8, nj"— liSi"". A •i•J^(>8, d — 11»,0, h iH'.e. 
Luft klar, dcM'h niiniliitr ; um llorizoute NeLfl. Kalt : — 3*C). Gegen Eiüle iL s Zi ich- 
nens verlüsclit das Bild wegen lohhafter Neboibiliiuns:. F. d. H. : Die lleliugravure 
ist zu hart, feinere Tüne sind verloren gegangen. Tyclio's beleuchtete Kiuterwand 
zeigt im Original« mehr DetaiL Das Korn in den Halbttaen nach 8W ist feblerliaft. 

Fig. i. Cktharlaa, Cyrlllw, ffecopliUiiB. Sonnemmtergang. 1S85 Februar 4, Kij"— 17|^ 

A - I9',80, d = — 9*,3, b 30^C>. Luft ziemlich gut; jedoch viel Rauch Aber der 

Stadt Htid das T^ilrt nicht .so leucliteiid, wU' sonst. F d. T{ : Fhpnfnils zu liaii. Die 
Innenfliirhi' von Catliarina soUti' olini* Koni und !^teiclrIn.ts^iif^l'^ niiaucii*t, div Be- 
grenzung der Schatten des Ostwalles klarer sein. Da« Verlaufen der Abschattiruiig 
des Bildes nach W ist mangelhaft. 

Fig. 8. Arlstairchiia,Bftrbiiigcr Berge. Sonnenaufgang. 188$ Februar 25, 8^^— 10**. A-10'',75, 
d -t-16",0, h:= 55',9. Luft theilweise gut. Störender Rauch vom Branerei-Schom- 

steine im Sflden der Sternwarte. Da der .Mond sehr hocli steht, ist das Zeichnen 
recht niflhsam. F. d. R.: Die feinen Pünktchen in den Halbtönen «ind auf den» 
Originale nicht vurhaudcn. Der .-südliche \uu den zwei kleinen Kratern im S des 
BUdes ist nur unvollkooimen wiedergegeben, die betreflende I^urtie im Halbtone zu 
kraftig und zu wenig wdeh. Das Original ist zarter und plastischer. 

Fig. 4. Blelt, RoMabcfgier, Hagediu. Sonnenuntergang. 188S April -2, H^—lil^. A=17*,M, 

cT ~ h 24'>,3. Luft sehr unruhig, \ve.-«halb da.s Zeichnen besonders schwierig 
ist. Kleine Objecte .sind nur fluRscrst mühsam und in irnH-mTm P;?ii'<f"ti erkennen. 
Man sieht es dem bilde au , dass es bei wallciider Luft autgeuommcn wurden. 
F. d. R>: Der etwas verschwommene Charakter des Originales wegeu unruhiger 
Luft ist nicht ganz zur ißeltung gekommen ; -einige HalbtOne sind zu dunkel. 



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— 58 — 



Kg. 5. Fabricins, Janssen. Sounenunterganp:. April 3. H]*' A 18* ,37, 

ü- — 17*,6, U 22",3. I^uft ziemlich unruhig, nnlhsaiiies Zeichnen. F. <1. R.: Das 
ItUil iät zu hart, wu» tuiumutlicb vuu der »Qdlichen Paiiie gilt, vvu auch die be- 
leuchteten Bergkuppen in ihren Contonreu etwas reducirt d. i. verkleinert erscheinen. 

Flg. 6. PoeUoBllU. Sonnenuntergang. 1885 April 4, 15|»— 16|^ A = 1'J^40, d«— 18V» 
h 21*^2. Luft ziemlich gat, obwohl der Uond sehr tief steht. F. d. R. : Die öst- 
lich» g^ro.s8o Bergnder ist zu krftftig bervorgchnlii ii , <He Rundnng iln Ttrnndriln r- 
flfirht! westlich von dicker unvollkommen, die Alisi liafHrnnc nach der ihinklLii 
Öeite hin zu weuig weicli. Auch die Nordpai'tie von JPopidoiüus ist zu schart' ans- 
geprftgt. 



Fig. 7. Saerobosco.Souueniintei ir.nii; lnf<'>.Tuni3, HJ""— ISi"-. A '-'0*,.V.>, — 1 1«.7, li = 28V-- 
Di6 Luft ist aut'ang» ziemlich gut, wird aber später uuruhig. Gegen Ende des 
Zeichnens nmcht sich die helle Morgendftmmeruug schon sehr bemerkbar. F.d. R.: 
l^ld /u hart. Feine IfalhtAne sind verloren gegangen. Des Korn des Bildes ist im 
Originale dorcluius nicht vorhanden. 

Fig. 8. Encke und dessen .südwestliche Umgebung:. Honnenaufganj?. 1885 Juli 22, 9'-~10jl*. 

A lO".«!. !8»,3, h=.21V!. Die Luft ist zumeist unruluK und schlecht. 

Woran huu|»tt>uchlicli dm liauclien <lm im SOden betindlichen Brauurei-Schornsteines 
Schnld trägt; nur wenig» Momente sind rahig, wodaan die Schatten auf dmn 
Monde vollkommen schwarz und scharf begrenzt erscheinen. Mflhsame« Zeichnrai 
wegen verschiedener, durch die Luftunruhe bedingter, Pansen. Die Benützung des 
Uhrwerkes am Steinheil'schen Aoiiuatoreal findet heute zum ersten Male statt und 
gewälirt grtme Erlaichteruog. F. d. lt.: Dienn Uepruductiuu gehört zu d«m am 
wenigsten gelnngenen. Es achsint ftberiiaupt der Heliogravüre besondere Schwie* 
ri(^eit zu bereiten, feine Halbtl^De vnd deren weiches Verlaufen getreu und ohne 
Korn wiederzugeben. Das Original leuchtet mehr um! ist viel weicher. Zwei lichte 
Aflt*rn im SW sin<l im Hilde nur hAchst unvollkommen zu erkennen. Der Kaum 
iuiiLrluilh des Heri^kranzes zeigt nach SO eine zu kiätti^i' Si hiiturnni?. 

Fig. y. DiophantuN, Delisle. Nach Sonnenuinergung. I88i> Noveniber 17, »ij''— A . 10'',02, 
— 1",9, h ^ 3t(*,ü. Aufaugs leiiUiche Luft, spflter sehr uiu'uUig. Ueber der Stmlt 
ziemlich dichter Nebel, s<mst völlig klarer Himmel. F. d. R.: Das Yetlaufen des 
Bildes nach W ist mangelhaft, die SO Partie zn Jcrilitig, der Nordwall von Delisle 
nicht ganz correct uadt der Anssenseite. 

Fig. 10. PtolemaeU8. Sunnenaufgan«,'. isSti Februar 11, -7i\ A = 7'*,5ti. () -HI2',2, 
h Die Luft ist yiuvi ilm ziendich gut, zuint ist aber unruhig. Der Schatten- 

wuri der Wcbtwuud erbcheint huchiutereeiMmt} doch äiiid die Sclmtteuäpitzuu wegen 
der ungünstigen Lnft nur schwer zu trennen. Unbequemes und mUluames Zeichnen 
wegen des hohen Standes des Mondes. Ilm 7|'> stOrt bweits der oifene rechte 
Flflifcl der .Südthüre, weshalb die schliessliche Yurgleichun^r am Friiiiiilinfer'gchen 
Fernrohr vorgenoiuiuen wurde. Dasselbe zeigt Einiges deutlicher alt» der grossere 



Tafel U. 




— 59 — 

Steiiiheil'scbe R<Bfi»ctar. Klar, nur am Horizonte Wolkeaschleier. F. d. B.:' Pi« 

Inueuflächc dieser sc-böueu WiiUebene ist im Vergleich zum Originale zu wenig 
Nveic'li , TArt und abgerundet. Letzteres leuchtet mehr und weist eine grösser» 

Plastik auf. 

Fig. 11. Uvrrebow umi desüou iioniwestliflie Paitie \m Auuximauder. SoBUi'iiaiiigaug. 
1886 FeiHnuir Ii, 9'—9iK 10^68, >^ + 17«,9, h =57*,8. Die Luft ist «moA- 
»ead gnt; wenig Raiicb, da es Sonntag ist. Ungemein viel Bebtil au »elien. Sohnrie- 

ricTi S ZcMmon \^of^pn rlei- giossen Höhe des ^Mondes. F. d. R.: Die nordwestliche 
Partie ist nicht g-.itiz getri'u m i«Mh>rnri*ir<'h('n. Im \V von Honehow ist eine lichte, 
in Winkelforui erscheinende, Ader kaum zu erkcDueu. Die Zailheit des Originales 
im SW des Bildes wurde nicht erreieht 

Fig. 12. Fabricius, Mftius. Sonnenuntergang. 18«üMnrzL'3, Ij''— IGi''. A -18'',19, «)^— ]3«,0, 
h = 24^9. Luft siemUch gut ; ab und zn leichtes Wolkenzietien, welches den Hond 
umflort. MQhsames Zeichnen wegen d(>s vielen sichtbnrcn Detail?;; diisselbe wflrde 
bei besserer Luft ccwi«;« noch reicher .«ein. St;iiki Xebelbildung Ober der Mcildnn 
Hochwasser. Eine ^ iertelstimde nach .Schlnxs des Zeichnens sendet der Brauerei- 
Scltometein so dichten Qualm in die Höhe, da«s völlig der guuze Siidhinnuel dicht 
verbangt wird, und der M<md kanm mehr zn sehen ist F. d. R.: Dns Original int 
weicher in den llalbtimen, imtianzen plastischer und leuchtender. Die von F^bririttS 
nördlich liegende Parti« ist im Tone outrit und nicht ganz getreu. 

Tafel III. 

Fig. 18. Bam, ClalTMt, Bancliu. Sonnenuntergang. 188G Mftrz 25, IC*— ^^^^,26, 
d«:^— 18*,8, h=»31*,l. liOft M«nlieb gut, obwohl der Mond sehr tief »tebt. Heber 

^ der Stadt viel Nebel und Rauch. Da nm IT*' schon heller Morgen ist, mnsste mit 

dem Zei<hnen gei'ilt w»-rden, um das zahlreiche Detail voUstilndig zu erhalten. 
F. d. lt.: Die MW-i'artie ist zu dunkel, weshalb die liunduug der Mondtläche im 
dieser Stelle nicJit genfigend zar Geltung hommt Die Halbtöne entbehren der voU- 
konunenen Treue. 

Fig. 14. neaaidw und deaseu »adwestliche Partie bis Reidienliuli. Sonnenuntergang. 

188« Mai -M, U;" A 17'' <^ — Üf.O, h L'OM». Luft ziemlich gut. Die 

Morgendämmerung bricht schnell an. Viel Detail , stellenweise schwer zu unter- 
scheiden. F. d. R. : llild zu hart. Die Plastik des Originales ist grösser. Mehrero 
feine Töne fehlen, so namentlidt die lichtfadenartige Ergftnzong zum Kreise für 
den, im W der Beleuchtungagrenze erlcenntlichen, kleinen Krater. 

Fig. 15. Petavim. Sonnenuntergang. 1886 Juni 18, 18f -~15t*. A= 164,47, d^-^IS'S, h= 21« 6. 

Um den Mond herum wilhrend der gan/en Zeit ein S<-hlei« rhof von l..'» Monddurch- 
nies«<'r TiFcito ; sonst klar. Fjut't ziendich unruhig. da!n r iiifil>«inues Zeichnen. Die 
Rille in di«-sur schöueu Wallebeue ist sehr iutereäjsant und auttullig. F. d. U.: Das 
Leuchten des Originales ist nicht erreicht. Der Westwall sollte feinere Töne haben ; 
einige winzig» Funkte in diesem sind nur der Heliogravüre eigenthflmlich. Die 
NW'Portie des Bildes ist zn Imrt nnd dunkel. 

8* 



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— m — 



Fig. lü. Cirbati, CapuanuH, Mereator, CumpaniiB. Sonrmi.iiifcriüiir I^h*; Augiist f>. S''— 10^. 

9^58, d - — lü',0, h - ÜüV,!. Luft aafangs ziemliih gut, vuu U" an Wylkeu 
und Sch1«i«r, wb« sebr stOrmd wirkt und das Zoicbnen in die Linge siebt Der 
Schattenwarf gilt fOr ;!<|^ Sehr intereBBante MondlandBeluift mit dentlicber Rille. 

F <1 (' ! Im FÜIdr 7.v\^i sirli in don ITiilbtniien wieder ein ptinktjirtiges Korn, das 
an Uriginui«' ^atiz iclilt. Weichheit, Feinheit und Plastilc des letxtereu sind nur 
iiiivollkoiiiini'ii \\ ieder>re>i;el)en. 

Fig. 17. Clavilt». Nach Sauneriaidgiiug. SeptemUer 7, 7"— 9J*. A = t)'',25, <J- — 

biB20',5. Prftchtige Wallebeiie. Aofimga gute Lnft, sp&ter unralüg, Itaiich und 
Nebel, wodurch der Mond fabl and das Eilcennen des Details schwierig erscheint. 

Die neue Beobachtangsleiter wird das erste Mal angewendet und leistet ^iite Dienste. 
1". il. K : 1>it' fiiner» l'läilie von Clavius ist im Originale etwas dunkler und im 
Allgeiueuien /airter sehattirt. Die Sihüulitiit dieser Laudächat't hat durch die lle- 
pioduetion, welche nicht von vollkommener plastischer Treue ist, verloren. Am 
miexactesten erscheint die NO-Fartie. 

Fig. 18. Uppanhni, Albategntns. Sonnenaufgang. 1886 November 8, 6^-<7fV A»7S41, 
d — 1GV2, h b 28*,7. Zu Beginn gute Luft, dann uombig, gegen Ende Schleier 

um den Mond. Da.-* l)et;Ml i«t daher nielit so vollkommen fertig z.u stellen. n1> es 
anfangs gesellen worden. Sehr inten-s.sante Mondlundsehaft. F. d. II.: I>as «»hginal 
leuchtet mehr und weist feinere Töne auf. Im Uehrigeu ziUilt dieses Bild zu den 
best-gelungenen Keprodutüouen. Die Pitusht der Landschaft kommt such im Bilde 
aar Geltung. 



Tafel IV. 

Fig. U>. Cassini, llicactetus. Vach Sonnenaiifgani,'. 1X87 .lanuar 31. .'i^'' -7\ A 7''. 57, 
d + 7",8, h 47",7- Klar, ziemlich gut-i^ Luft, nur am Horizonte jjtark nehlig. 
Kalt (— 8<*C). F. d. K.: Viele Pflnktchen in dem Halbtone dersadlichen Partie von 
Cassini sind folsch nnd kommen auf dem Originale nielif \ < <i Die weicheren Töne 
und rel>t'r'_':Miiri- sind wieder nur unvollkommen witidergegeben. Das Original ist 
leuehteiuiiT uml )ila.sti.><cher. 

Fig. 20. AristarehuH, Herodotn««. Xnrh .Sonnenaufgun«:. is«r Mnrz c. .s^" in'. A 1 '.».'». 
d -j- IG',«, h = jü^jG. Luft ziemlich gut. Mond hoch, daher unbei^uenies Zeicimen. 
Die Landschaft ist Oberaus interessant durch die gewundene, ausgedehnte Spalt- 
formatimi nordöstlich von Herodot, die sehr deutlich wahrsnnelimen ist F. d. H.: 
AVfdirend das Uiiginal zu meinen hest»'n und zartfsten Aufnahmen geh<<rf, ist die 
lieitroduction nur wenig geglüi kt; sie zeigt diirchgriutfig |»u!il<fiirtiifes K(trn. das au 
jeneu Steilen, wo viel Details verzeiclinet ist, .sehr stüreud wirkt. Die l'lastik uud 
Schönheit de» gewundenen mflchtigim Spaltes mit der nordwestlichen Hflgelpartie 
ist im Bilde umngelhaft wiedergegeben. Das Original erscheint viel leuchtender. 

Fig. -21. HMTObiw. iitinuenuntergaug. 1887 Juli 8, 14*— läj^ A = 17<,64, d< — 13* L h ^ ^,9. 
Luft wechselnd, zumeist ziemlich unruhig. Wegen der angehn« henen hellen Däm- 
merung niU88tt' da.H fein«)te Detail ausser Acht gniaseen und die Zeichnung abge- 



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— öl — 



sclilosst'ii werden. F. d. R. : Bis auf das Leuchten und das Felden feinerer üeber« 
giuigstüne. sowie zarteren Details i.st ilieses Jlild ziemlicli getreu. In drr beleuch- 
teten Westwand von Maorobiu.« ist die feinere Schaltii uiijf verloren £ret:;mt,'fu. 



Fig. 22. Newton, Short, Moretu«, iasatuo, Klaproth. Xuch Suunenuufgang. Juli 30, 
Sp— 10\ A -^9\i)5, «J., — IV.a, h«-20»,6. Anfiangs ziemlich gute Luft, »^tet starlc 
niindiig. Tiefer Stand des M<nBde8. Sehr schwieriges Zeichnen wegen der perspec- 
tiviscben Ycrlcürzung: der zahlreichen Formationen. Newton ii^t fa.st im Aufiiss m 
.sehen und de.shalh he.sondt'r.s intereüwint. F. d. K. ; Ikta F'i i fll \ N'i \\ ton i»t im 
Originale viel pla^tiM.her, «lat» ganze iiild leurhtender, weil ahennul» die zarten 
Tnne dwr üeirhnnng verloren gingen. 

Fig. 23. MerseniUH und detf.sen Umgebung. Nach Sonrifniiuigaug. 1««7 Auguät 'M), »i'' — U>J''. 
A=ll',65, 180,2, h— 21*,7. Qms ktsr. Zu Anftng sehr unruhige Lnfl, spftter 
hesaer und tiheilweaae dandieh gut. Zahlreiches, feines Detail, das sehr aehwer 

wii ili rzuETi^VinTi ist. F. d. R.: D.ns viclfurlie Defcul ist richtig, do< h an einzelnen 
Urteu zu knittig wiedergegeben. Da auch hier feinere Halbtiiue ftdden, so ist die 
Leuchtknift de.« Original»'."« nicht erreicht. 

Fig. 2i. Eratosthenra. Nach äonueuaulgaug. 1887 December 23, 6"— 7^". A~a\db, 1^8. 
h — 41^7. Zuerst Idars dodi hinfig nemlich unmldg. Um kommt eme dichte 
Wolkenwand» welche den Mond aualAacht, weshalb das Bild in seinen Detaila nicht 

vollkommen ist. Kalt (-~4' C) und windig. F. d. K. : Der .Südwall von Erato.sthenes 

erweist -ifli um h AuffS^en hin nicht ganz coiTfct; der helle Abfall (b-siilhcn er- 
scheint auf dem Originale breiter. Die SO- und 0-Partie de^ Bildes ist zvi hart. 




Zur Theorie des Passagen-Instrumentes im Meridian 

UND ERSTEN VeRTICAL. 

\ 

Im Mcridun a 




Im ersten Verlical 




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DAS NKl'K NIKHlDIAN7I.\l.\IKRnKRIvK.STKRX\VAR'n-,IX PRAG, 



fibaul im Jährt* IÖ86. 



Ost 



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Grund risz 
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Aurrihz nach Süden . 




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